11 Reiseenduros im Vergleich

3 Reifen, 3 Tage, 11 Bikes

Was für eine tolle Gelegenheit. Beim Bridgestone A41 Reifentest konnten wir 11 lässige Reiseenduros vergleichen. 3 intensive Tage in den Bergen der Serra da Estrela.

Werbung
powered by Honda Austria
Mehr erfahren

Was für eine grandiose Auswahl. Bei makellosen Sonnenschein stand ein knappes Dutzend unterschiedlicher Motorräder für uns bereit. Wir hatten 3 atemberaubende Tage hinter uns. Wir fuhren Schotter und Asphalt und konnten die Motorräder auf unterschiedlichem Terrain ausprobieren. Bridgestone hat den wohl umfangreichsten Reifentest aller Zeiten auf die Beine gestellt. Gleich 3 verschiedene Varianten vom Bridgestone A41 konnten wir testen - in einer sehr intensiven Umgebung. Am Ende der 3 Tage konnte ich mit den folgenden Motorrädern Erfahrungen sammeln:

  • KTM 890 Adventure R Rally
  • BMW R 1300 GS
  • BMW F 900 GS
  • BMW F 900 GS Adventure
  • Ducati Multistrada V4 Rally
  • MV Agusta Enduro Veloce
  • Yamaha Tenere 700 World Raid
  • Yamaha Tenere 700
  • Suzuki V-Strom 800
  • Suzuki V-Strom 800 DE
  • Honda CRF1100L Africa Twin Adventure Sports (2023)

Die Bandbreite an Reiseenduros auf dem Markt hat sich in den letzten Jahren deutlich erweitert und verbessert, wie die jüngsten Tests verschiedener Modelle unter Beweis stellen. Die R 1300 GS von BMW, die einst als unangefochtene Spitze galt, findet nun in zahlreichen hochkarätigen Konkurrenten ebenbürtige oder gar überlegene Rivalen, sowohl in einzelnen Leistungsaspekten als auch in der Gesamtbewertung. Dieses Phänomen resultiert nicht zuletzt aus dem Erfolg der GS-Serie selbst, die andere Hersteller motiviert hat, in diesem Segment innovative und leistungsfähige Motorräder zu entwickeln.

Ein herausragendes Beispiel ist die Suzuki V-Strom 800 DE, die trotz ihres unauffälligen Auftretens mit exzellenter Motorleistung und Zugänglichkeit überzeugt. In lebhaftem Gelb präsentiert, erlangt sie die verdiente Aufmerksamkeit und Respekt. Ihre Kombination aus Robustheit, Ausstattung und Leistung macht sie zu einer großartigen Wahl für das Modelljahr 2024.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Ducati Multistrada V4 Rally, die durch ihre technischen Spezifikationen zunächst als überdimensioniert erscheinen mag. In der Praxis jedoch beweist sie sich als exzellente Reiseenduro, die schnelles, sportliches Fahren mit Offroad-Tauglichkeit und außerordentlichem Komfort verbindet. Ihre Fähigkeit, Superbike-Niveau mit praxistauglicher Geländegängigkeit zu kombinieren, macht sie zu einem der besten Motorräder auf dem Markt.

Auch die KTM 890 Adventure Rallye verdient eine besondere Erwähnung. Sie zeichnet sich durch überlegene Geländetauglichkeit aus, die sie von anderen Reiseenduros abhebt. Ihre Kombination aus Sportlichkeit, hochwertigem Fahrwerk und praxistauglicher Ausstattung macht sie zu einer erstklassigen Wahl für Geländefahrten, obwohl der ungewöhnlich tief montierte Lenker ein kleines Manko darstellt.

Atemberaubende Kulisse für den Reiseenduro Vergleich: Bridgestone A41 Reifentest in der Serra da Estrela
Atemberaubende Kulisse: Bridgestone A41 Reifentest in der Serra da Estrela

KTM 890 Adventure R Rally - Erfahrungen beim Vergleichstest

Die KTM 890 Adventure R Rally sticht in ihrem Segment deutlich hervor und bietet ein Fahrerlebnis, das seinesgleichen sucht. Ihr herausragendes Merkmal ist zweifellos das Enduro-Fahrwerk, das in dieser Klasse einzigartig ist. Dieses Fahrwerk ermöglicht es, Schlaglöcher, Bodenwellen und Felsen mit einer Geschwindigkeit zu bewältigen, die andere Fahrzeuge in den Schatten stellt. Selbst für Fahrer, die nicht auf hohe Geschwindigkeiten aus sind, bietet das Fahrwerk ein erhöhtes Maß an Sicherheit und Komfort, da es Bodenunebenheiten effektiv ausgleicht.

Der Preis für dieses außergewöhnliche Fahrwerk ist jedoch hoch, sowohl in finanzieller Hinsicht als auch in Bezug auf die Sitzhöhe. Selbst Fahrer mit einer Körpergröße von 1,84 m können beim Aufsteigen ein mulmiges Gefühl haben. Doch dank des vergleichsweise geringen Gewichts und der präzisen Motorsteuerung fühlt man sich schnell sicher und beherrscht die Maschine mühelos. Ihre sportliche, härtere Sitzbank und die damit einhergehende Sitzhöhe verleihen ihr den Charakter einer echten Rallye-Maschine.

Ein kleiner Kritikpunkt ist die Ergonomie des Lenkers im Stehen, der für viele Fahrer zu niedrig ist. Hier wäre eine serienmäßige Lenkererhöhung wünschenswert. Abgesehen davon hat KTM bei der Motorelektronik hervorragende Arbeit geleistet, die sowohl auf der Straße als auch im Gelände perfekt funktioniert. Der vielseitig einsetzbare Motor ergänzt die Maschine ideal.

Auf Asphalt zeigt sich jedoch ein Nachteil der langen Federwege und der breiten Einstellmöglichkeiten des Fahrwerks: Man muss das Setup anpassen, wenn man zwischen Gelände und Straße wechselt, um optimale Fahreigenschaften zu gewährleisten. Der Bridgestone AT41 Reifen hat in Kombination mit dem hochwertigen Fahrwerk sowohl auf Schotter als auch auf der Straße gute Ergebnisse gezeigt. Das präzise, harmonische Handling und der angenehme Fahrkomfort machen die KTM 890 Adventure R Rally zu einem herausragenden Begleiter für jede Art von Abenteuer.

Gibt es Nachteile im Alltag? Die Gesamtübersetzung ist relativ kurz. Wer mit der Maschine also tatsächlich längere Etappen auf der Autobahn fährt, der hat 5.500 U/min - 6.000 U/min bei Reisetempo 140-150 km/h. Im Sattel fühlt sich das dann schon relativ laut an.

Preise KTM 890 Adventure R Rally im 1000PS Markt

Fahrendes Motorrad

Einen kleinen Augenblick bitte,
die technischen Daten werden geladen...

Wunderbar unvernünftig: Die KTM 890 Adventure R Rally
Wunderbar unvernünftig: Die KTM 890 Adventure R Rally

BMW F 900 GS Adventure Erfahrungen

Die BMW F 900 GS Adventure beeindruckt schon beim Aufsitzen mit ihrer mächtigen Präsenz, die einem sofort das Gefühl gibt, auf einem riesigen Adventure-Bike mit deutlich mehr als 1000 ccm zu sitzen. Dieses Motorrad vermittelt nicht den Eindruck einer Mittelklasse-Maschine, sondern wirkt durch seine Größe und sein Gewicht wie ein echtes Schwergewicht. Auffällig ist die Breite und das bedrohliche Aussehen, was sich jedoch nicht in der Zugänglichkeit widerspiegelt. BMW hat es geschafft, das Handling und die Dosierbarkeit des Motors so harmonisch und einfach zu gestalten, dass das Fahren trotz des wuchtigen Tanks leicht fällt.

Die Balance der F 900 GS Adventure ist zwar nicht ganz so ausgereift wie die der größeren Schwester, der 1300er GS, jedoch immer noch bemerkenswert gut. Das Einlenkverhalten ist neutral und harmoniert hervorragend mit den verbauten Bridgestone A41 Reifen, was ein müheloses Dahingleiten durch Kurven ermöglicht. In puncto Ausstattung gibt es im Vergleich zur 1300er kleine Abstriche, wie beispielsweise die manuelle Verstellung des Windschilds. Das Fahrwerk ist eher auf komfortables, touristisches Fahren ausgelegt, zeigt sich aber auf sehr schlechtem Asphalt als einigermaßen robust.

Besonders hervorzuheben ist die Einheit aus Motor und Quickshifter, die ein angenehmes und harmonisches Fahrverhalten sowohl beim Beschleunigen als auch beim Verzögern ermöglicht. Der Quickshifter funktioniert einwandfrei und trägt zum Fahrspaß bei. Insgesamt ist die BMW F 900 GS Adventure ein ausgereiftes, gut ausgestattetes Motorrad, das sich trotz seines beeindruckenden Erscheinungsbildes überraschend einfach fahren lässt. Doch trotzdem lässt Dich das Motorrad am Ende ein wenig ratlos zurück. Warum sollte ich sie kaufen? Die F 900 GS fährt im Vergleich spielerischer und sieht deutlich besser aus. Sie ist eine wirklich sinnvolle kleine Alternative zur großen GS. Wohingegen Freunde von dicken Adventure Bikes vermutlich auf die 1300er GS warten werden. Denn eine wirklich "leichte" Alternative ist die F 900 GS Adventure nicht. Somit war das Motorrad für mich eine interessante Erfahrung, aber ich weiß offen gesagt nicht welcher Zielgruppe ich sie empfehlen soll!

Preise im 1000PS Markt - BMW R 900 GS Adventure

Fahrendes Motorrad

Einen kleinen Augenblick bitte,
die technischen Daten werden geladen...

Überraschung: Suzuki V-Strom 800 DE

Die Suzuki V-Strom 800 DE überrascht auf ganzer Linie und stellt sich als wahres Highlight heraus. Selbst im Vergleich mit teureren Motorrädern. Auf den ersten Blick und der ersten Berührung bemerkt man, dass einige Details vielleicht etwas grobschlächtig und funktionell gestaltet sind, was dem Motorrad einen etwas rustikalen Charme verleiht. Ein Journalist vor Ort verglich es gar mit Playmobil-Teilen. Doch was dieser Suzuki an filigranem Design fehlt, macht sie durch Robustheit und Zuverlässigkeit mehr als wett. Die Maschine wirkt so als wäre sie für die Ewigkeit gemacht.

Die V-Strom 800 DE vermittelt sofort Vertrauen und Stabilität, besonders auf Schotterstrecken. Man spürt förmlich, dass Suzuki hier ein Motorrad entwickelt hat, das intensiv getestet und optimiert wurde. Das Motorrad ist zwar relativ schwer, aber das Fahrwerk ist hervorragend abgestimmt. Es bügelt komfortabel über Bodenwellen und bietet eine stabile Fahrt sowohl auf Asphalt als auch im Gelände. Die Maschine überzeugt mit Komfort und Sicherheit - besonders im alltäglichen Einsatz.

Der Motor der V-Strom 800 DE ist ein weiteres Highlight. Er überzeugt mit einem ausgezeichneten Ansprechverhalten, solider Leistungsentfaltung und einem angenehmen Vibrationsniveau. Die Fahrgeräusche sind ebenfalls angenehm, was das Fahrerlebnis abrundet. Es ist schwer vorstellbar, dass jemand von diesem Motor enttäuscht sein könnte. Der Quickshifter rundet das tolle Paket ab. Die Suzuki V-Strom 800 DE ist ein Allround-Talent und wahrscheinlich das vielseitigste Motorrad, das ich in diesem Test gefahren bin. Sie eignet sich hervorragend für eine breite Zielgruppe und bietet ein zugängliches Fahrerlebnis.

Ganz ehrlich! Für mich persönlich war die Suzuki in der "DE" Version die große Überraschung des Tests. Sie vermittelt Vertrauen, macht Spaß und wirkt robust. Sie ist vermutlich jene Reiseenduro welche ich 2024 am öftesten empfehlen werde. Ein Punkt muss jedoch erwähnt werden. Das Fahrwerk bei der 800 DE ist in der Praxis deutlich besser als das Fahrwerk der "normalen" V-Strom 800. Eine klare Empfehlung für alle, die ein zuverlässiges und vielseitiges Motorrad suchen.

Preise Suzuki V-Strom 800 DE im 1000PS Markt

Der Motor der Suzuki lässt sich im Gelände spielerisch einfach dosieren!
Der Motor der Suzuki lässt sich im Gelände spielerisch einfach dosieren!
Fahrendes Motorrad

Einen kleinen Augenblick bitte,
die technischen Daten werden geladen...

Yamaha Tenere 700 World Raid im Vergleich

Die Yamaha Tenere 700 World Raid überrascht mit einem Auftreten, das weit über ihre Hubraumklasse hinausgeht. Beim Aufsitzen fühlt sie sich groß und vollständig an, wie eine kräftig gebaute Reisemaschine. Besonders bemerkenswert ist die Ergonomie: Sowohl im Stehen als auch im Sitzen bietet die Tenere 700 World Raid ein komfortables Fahrerlebnis.

Die Maschine strahlt Souveränität und Robustheit aus, die Vertrauen erwecken. Sie scheint für alle Herausforderungen des Geländes gewappnet zu sein und verkraftet Missgeschicke wie Umfaller problemlos. Die Hebel und Sturzbügel sind gut geschützt und platziert, was die Tenere 700 World Raid zu einem praxistauglichen Begleiter für rauen Enduro- und Geländeeinsatz macht.

Im direkten Vergleich mit anderen Reiseenduros fällt auf, dass gewisse Komponenten der Yamaha nicht die gleiche Finesse bieten wie höherpreisige Modelle. Die Kupplung und Vorderbremse wirken etwas teigig, und auch der Motor lässt sich etwas grobschlächtig dosieren. Dennoch begeistert die Tenere viele Journalisten bei Tests immer wieder. Trotz der vorhandenen Defizite fahren viele gerne mit ihr, da sie eine robuste und vertrauenswürdige Maschine ist.

Ein Schwachpunkt der Yamaha Tenere 700 World Raid ist das kippelige Gefühl der Front, das besonders bei der World Raid-Ausführung ausgeprägt ist. Das hohe Gewicht und der breite Tank verstärken dieses unsichere Gefühl, insbesondere im Gelände. Trotz ihrer beeindruckenden Robustheit und Souveränität verlangt die World Raid im Vergleich zur normalen Tenere mehr Respekt und Vorsicht vom Fahrer. Während sie einerseits alles zu bewältigen scheint, strahlt sie andererseits durch ihre wuchtige Erscheinung und die nicht ganz vertrauenerweckende Front auch eine gewisse Bedrohung aus.

Fahrendes Motorrad

Einen kleinen Augenblick bitte,
die technischen Daten werden geladen...

Die Reifen beim Test - Bridgestone!

Beim Test kamen zum Einsatz:

1000PS Gründer NastyNils beim Bridgestone Testevent in Portugal
1000PS Gründer NastyNils beim Bridgestone Testevent in Portugal

Erfahrungen Yamaha Tenere 700 beim Bridgestone Reifentest

Die Yamaha Ténéré 700 zeigt eindrucksvoll, wie eine echte Enduro mit 21-Zoll-Vorderrad und straßenorientierten Reifen zu einem hervorragenden Straßenmotorrad wird. Auf Asphalt macht die Maschine richtig Spaß, und ich konnte im Sattel der Ténéré 700 mühelos mit der Gesamtgruppe mithalten. Sie war keineswegs das kleine Bike, das hinterherzuckelte, sondern hielt problemlos mit den großen Maschinen Schritt. Dies liegt daran, dass im öffentlichen Straßenverkehr das hohe Leistungsniveau der anderen Motorräder selten voll ausgenutzt werden kann aber auch daran, dass die Tenere 700 ein gutes Motorrad ist.

Die Ténéré 700 bietet eine hohe Sitzposition, die besonders größeren Fahrern zugutekommt und für Fahrkomfort sorgt. Gleichzeitig macht sie einen erdigen und robusten Eindruck, der Vertrauen schenkt. Die Ténéré 700 ist ein klassisches Motorrad, das sehr analog und solide wirkt.

Im Vergleich zu teureren Enduros fällt die Vorderbremse der Ténéré 700 am ehesten negativ auf. Sie ist für den Geländeeinsatz ausgelegt und auf der Straße wünscht man sich manchmal eine leistungsfähigere Bremse. Das Ansprechverhalten des Motors ist in Ordnung, und der Fahrkomfort überraschend gut. Im direkten Vergleich mit anderen Enduros fällt aber trotzdem die etwas mühsam zu dosierende Kupplung und der rauer laufende Motor auf. Trotz der harten, für Enduro-Einsätze konzipierten Sitzbank, erweist sich diese auch auf der Straße als durchaus bequem. Insgesamt zeigt die Ténéré 700, dass sie nicht nur im Gelände, sondern auch auf der Straße eine zuverlässige und spaßige Begleiterin ist.

Ihr großes Heimspiel ist aber natürlich das Gelände. Denn anders als andere Reiseenduros macht sie dieses Terrain eben nicht einfach nebenbei mit sondern fühlt sich dort richtig daheim. Sie bietet ein starkes Traktionsniveau und hat sich bereits in unzähligen Tests und auf Reisen im harten Gelände bewiesen. Sie ist zuverlässig und kann auch auf längere Disztanzen im Gelände eingesetzt werden.

Preise Yamaha Tenere 700 im 1000PS Markt

BMW R 1300 GS im Enduro Vergleich 2024

In unserem aktuellen Vergleichstest durfte die BMW R 1300 GS natürlich nicht fehlen. Die 1300er ist der Verkaufsschlager im Reise-Enduro-Segment und daher auch für Bridgestone ein wichtiges Modell, um den neuen A41 Reifen zu präsentieren. Beim Umstieg von anderen Motorrädern, wie der F 900 oder einer Multistrada, fällt der Motor der GS auf. Er wirkt etwas ruppiger, was einige Fahrer cool finden, andere jedoch als anstrengend empfinden könnten. Der Motor zeigt sich beim Beschleunigen, Verzögern und Schalten rauer und bietet sportlichen Fahrern ein brutaleres Fahrgefühl. Die GS zieht stark an den Ärmeln und hat ein sehr direktes Ansprechverhalten vom Gasgriff bis zum Hinterrad. Dies kann viel Spaß machen, aber auch gelegentlich anstrengend sein. Vor allem auf längeren Touren. Die GS zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Balance aus, unabhängig vom Beladungszustand oder Terrain. Sie vermittelt schnell Vertrauen und lässt sich präzise dirigieren. Unter- oder Übersteuern sind kein Thema, was die GS besonders vertrauenerweckend und einfach zu fahren macht. Allerdings fällt der Schaltassistent negativ auf, da er in diesem großen Aggregat nicht so geschmeidig arbeitet. Für sich betrachtet ist alles OK - aber im direkten Vergleich mit günstigeren Motorrädern in dieser Liga fällt das eben immer noch unangenehm auf. Etwas störend war das Combined ABS. Auf rauen Oberflächen war ein Pulsieren in der Vorderbremse spürbar, wenn man gleichzeitig hinten mitbremste. Andere Hersteller haben dieses Problem besser im Griff. Kommentare in diversen YouTube-Videos kritisieren die Bremsleistung, was ich jedoch nicht nachvollziehen kann. In der Praxis war die Bremsleistung in Ordnung, jedoch empfand ich das Regelverhalten als etwas störend. Trotz des großen 1300er Motors wirkt die GS optisch schlank. Mit dem kleinen Windschild, das wir bei der Bridgestone-Präsentation hatten, fühlt sie sich sportlich an und macht im Sattel richtig Spaß. Gleichzeitig bietet sie aber auch einen guten Fahrkomfort. Die BMW R 1300 GS überzeugt durch ihre Balance, das Vertrauen, das sie vermittelt, und das sportliche Fahrgefühl. Allerdings setzt sie keine neuen Maßstäbe mehr. Die Zeiten der GS-Dominanz sind vorbei, da die Mitbewerber in den letzten Jahren deutlich aufgeholt haben. Die GS bleibt ein hervorragendes Motorrad, aber die Konkurrenz schläft nicht. Auch optisch ist die GS in Form der 1300er nun etwas mehr Mainstream. Ich persönlich finde sie optisch ansprechender als die Vorgängermaschine. Doch der Unterschied zu den Mitbewerbern wird nun nur noch über den Boxermotor definiert. GS Fans hoffen, dass die kommende große Adventure wieder eine etwas grobere Optik bieten wird als die etwas glattgebügelte R1300GS.

Lieferbare BMW R 1300 GS Fahrzeuge findest Du hier im 1000PS Markt.

Sie ist ein gutes Motorrad - aber mittlerweile muss sie sich die Aufmerksamkeit mit vielen anderen guten Motorrädern teilen. Die BMW R 1300 GS 2024
Sie ist ein gutes Motorrad - aber mittlerweile muss sie sich die Aufmerksamkeit mit vielen anderen guten Motorrädern teilen. Die BMW R 1300 GS 2024

Ducati Multistrada V4 Rally

Im Rahmen unseres aktuellen Vergleichstests hat die Ducati Multistrada V4 Rally eine besonders emotionale Reaktion bei mir ausgelöst. Obwohl ich als erfahrener Motorradjournalist bereits über 1000 Motorräder gefahren bin und diese meist nüchtern bewerte, hat mich die Multistrada V4 Rally wieder mal aus der Reserve gelockt. Das Handling der Multistrada V4 Rally ist spielerisch, präzise und das Motorrad wird somit unglaublich schnell. Diese Kombination mit dem beeindruckenden Motor und den hochwertigen Komponenten macht das Fahrerlebnis atemberaubend. Im Vergleich zu allen anderen Motorrädern in diesem Test sticht die Multistrada V4 Rally durch ihr einzigartiges Fahrgefühl und Handling hervor. Die gegenläufige Kurbelwelle scheint die Trägheitskräfte zu neutralisieren, wodurch das Motorrad förmlich in die Kurven hineingiert und den Innenstrich mühelos hält. Egal ob man schnell oder langsam fährt, das Motorrad liebt die Kurven und lässt sich unglaublich leicht und präzise steuern. Der Motor der Multistrada V4 Rally ist stark und lässt sich dennoch linear und angenehm bedienen. Dies verhindert Ermüdung des Fahrers, da der Motor nicht zu forsch agiert, sondern sich angenehm dosieren lässt. In Kombination mit einem hervorragenden Quickshift-System ergibt sich ein unglaublich sanftes und leistungsstarkes Antriebsaggregat. Ein weiteres Highlight ist das Fahrwerk der Multistrada V4 Rally. Trotz langer Federwege bietet es auf schlechtem Asphalt den besten Kompromiss aus Präzision und Komfort. Auf der Straße und bei schlechten Straßenverhältnissen war die V4 Rally für mich das Motorrad, mit dem ich am meisten Spaß hatte und bei dem ich am wenigsten bereit war, es mit meinen Kollegen zu tauschen. Auch wenn das Niveau der getesteten Motorräder insgesamt sehr hoch ist und ich bei keinem der anderen Motorräder ein unangenehmes Gefühl hatte, sticht die Ducati Multistrada V4 Rally für mich besonders hervor. Bei der Bridgestone A41-Vergleichsfahrt war die Multistrada V4 Rally das Motorrad, das mich am meisten begeistert hat.

Fahrendes Motorrad

Einen kleinen Augenblick bitte,
die technischen Daten werden geladen...

Ducati Multistrada V4 Rally
Ducati Multistrada V4 Rally

MV Agusta Enduro Veloce bei der Bridgestone Reifentest-Präsentation

Im aktuellen Vergleichstest beim Bridgestone Reifentest sticht die MV Agusta Enduro Veloce als eine herzerwärmend unvernünftige Maschine hervor. Diese Maschine, die bereits einige Kilometer hinter sich hat und bereits mehreren Gruppen zur Verfügung stand, zeigt sowohl die Vorteile als auch die Nachteile ihres edlen und exklusiven Konzeptes. Die attraktive Sitzbank der Enduro Veloce, mit ihrer rauen und griffigen Optik, zeigt bereits einige staubige Gebrauchsspuren und ist staubanfällig. Diese Abnutzung könnte einige Fahrer stören, insbesondere angesichts des hohen Preises und des exklusiven Charakters der Maschine. Ein weiterer Kritikpunkt ist die kapriziöse Elektronik der MV Agusta. Das Starten und Abschalten der Maschine dauert länger als bei anderen Motorrädern, was Geduld erfordert. Dies macht das Motorrad im Vergleich etwas exotisch und könnte für einige Fahrer ärgerlich sein. Interessanterweise war der Sound der MV Agusta bei allen Kollegen positiv besetzt. Im Reise-Enduro-Umfeld werden normalerweise leisere Motorräder bevorzugt, doch der emotionale und adrenalingeladene Sound der Enduro Veloce hat alle begeistert. Der Klang macht das Fahren sportlicher und lässt den Fahrer sich zehn Jahre jünger fühlen, was ein unvergleichliches Gefühl von Freiheit und Unvernunft vermittelt. Der sportliche Sound wird von einem kongenialen Motor unterstützt, der höhere Drehzahlen erfordert, aber auch enormes Potenzial bietet. Diese höheren Drehzahlen ermöglichen beeindruckende Beschleunigung und hohe Geschwindigkeiten. Bremse und Fahrwerk der MV Agusta sind großartig und bieten einen breiten Anwendungsbereich, der sowohl auf der Straße als auch im Gelände ein passendes Setup ermöglicht. Im direkten Vergleich mit anderen Reise-Enduros zählt sie sicherlich zu den schnelleren Motorrädern. Das Getriebe, der Quickshifter und sämtliche Bedienelemente funktionierten im Vergleichstest hervorragend. Ein Aspekt, der etwas gewöhnungsbedürftig war, ist die tief in das Motorrad integrierte Sitzposition. Diese Position sorgt zwar für einen sicheren Stand auch bei kleineren Fahrern, vermittelt jedoch ein Gefühl starker Integration in das Motorrad, wobei der Lenker etwas zu hoch wirkt.

Honda Africa Twin 1100 Adventure Sports DCT bei der Bridgestone Reifentest-Präsentation

Im Rahmen unseres aktuellen Vergleichstests konnte die Honda Africa Twin 1100 Adventure Sports DCT Modelljahr 2023 einmal mehr beweisen, warum sie so viele Fans hat. Nach dem Testen eines guten Dutzends anderer Motorräder fühlt man sich auf der Africa Twin sofort angekommen. Das Fahrgefühl auf der Africa Twin ist unglaublich harmonisch und komfortabel, ohne dabei an Geschwindigkeit einzubüßen. Ob das an dem DCT-Getriebe liegt oder am durchdachten Gesamtkonzept, lässt sich schwer sagen, aber das Ergebnis spricht für sich. Die Africa Twin fährt einfach und schnell, ohne den Fahrer aggressiv nach vorne zu treiben, wie es bei einigen anderen, sportlicheren Motorrädern der Fall ist. Die Africa Twin ist besonders für Fahrer geeignet, die ein verlässliches und berechenbares Motorrad suchen. Sie vermittelt viel Vertrauen und erlaubt es, ihre Möglichkeiten voll auszunutzen. Man fühlt sich sicher und kann entspannt, aber flott unterwegs sein. Diese Verlässlichkeit macht sie zu einem idealen Begleiter, auch für längere Touren. Es gibt jedoch auch Aspekte, die kritisiert werden können. Der Motorantritt mag für einige zu unspektakulär sein, und die Schräglagenfreiheit könnte höher sein. Der größte Kritikpunkt bleibt jedoch das Bedienkonzept. Mit gefühlt 20 Knöpfen ist es das unlogischste am Markt, was in einem direkten Vergleich mit elf anderen Motorrädern besonders auffällt. Ein großes Plus der Africa Twin ist das große Display, das vernünftige Informationen in Form von Apple CarPlay oder Android Auto bietet. Kein anderer Hersteller hat diesen logischen Schritt gewählt, der Zugang zu einer Vielzahl von Apps und Navigationslösungen ermöglicht. Dies ist ein echter Vorteil gegenüber den Eigenentwicklungen der Hersteller. Gegen Ende der Tour war die Africa Twin das Motorrad, das die meisten Fans hatte. Die Nachfrage war am letzten Tag, bei der Fahrt zum Flughafen, am größten. Ihr hoher Fahrkomfort in Kombination mit viel Fahrspaß macht sie zu einem beliebten Modell unter den Testfahrern. Privat denke ich immer wieder darüber nach, mir eine Africa Twin zuzulegen. Sie fehlt einfach in keiner gut sortierten Garage. Sie ist ein treuer Begleiter, der das Gefühl vermittelt, unendlich weite Touren zu ermöglichen. Auch wenn wir hier nicht das aktuelle Modell gefahren sind, sondern die 2023er Version, hat sie sich im Vergleich mit aktuellen Topmodellen hervorragend geschlagen.

BMW F 900 GS im Vergleichstest

Die BMW F 900 GS beeindruckt im Reiseenduro-Segment mit einer sportlichen und angriffslustigen Ästhetik sowie einem schlanken Heckdesign, das sie dynamisch und drahtig erscheinen lässt. Die Ergonomie ist vorbildlich, mit intuitiv angeordneten Kontrollelementen, einem breiten Lenker und einer komfortablen Sitzposition, die sofort Vertrautheit bietet und sich ideal für lange Fahrten eignet. BMW bietet eine große Bandbreite an Ausstattungsoptionen, wobei das Topmodell mit voller Ausstattung überzeugt. Allerdings zeigt das Standardfahrwerk Schwächen, da es im Gelände unterdämpft ist und Schläge direkt an den Fahrer weitergibt, was die Gesamterfahrung beeinträchtigt. Der Motor liefert eine zugängliche und angenehme Fahrerfahrung, fällt jedoch im Vergleich zu Premium-Motorrädern etwas ab, da höhere Vibrationswerte und mechanische Geräusche spürbar sind. Dennoch bietet die F 900 GS eine solide Performance, unterstützt durch moderne Komponenten wie Quickshifter und fortschrittliche Elektronik. Im Vergleich zur Adventure-Version bietet das Standardmodell ein sportlicheres und lebendigeres Fahrgefühl, während die Adventure-Variante mit höherem Komfort und größerer Reichweite punktet, aber schwerfälliger wirkt. Insgesamt bietet die Standard F 900 GS eine gelungene Balance aus Dynamik und Komfort und erweist sich als das attraktivere Modell.

Suzuki V-Strom 800: Überraschender Star im Vergleichstest

Mit der Suzuki V-Strom 800 konnte ich leider nur den kürzesten Abschnitt fahren, bedingt durch logistische Gegebenheiten. Doch ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass dieses Motorrad in der gesamten Testgruppe, einschließlich der Guides, für ungefragtes Schwärmen sorgte. Es ist erstaunlich, denn obwohl leistungsstärkere Motorräder dabei waren, wollte jeder nach der Fahrt über die V-Strom 800 und ihren herausragenden Motor sprechen.

Auch mir ging es so: Nach der Fahrt steigt man ab und denkt sofort, das ist einfach ein großartiger Motor. Er ist perfekt für eine Reise-Enduro. Der Motor ist angenehm zu dosieren, kräftig, überfordert nicht und bleibt dabei stets interessant. Eine Punktlandung, die perfekt in das Reise-Enduro-Segment passt.

Im Sattel der V-Strom 800 fällt auf, dass auf schlechtem Asphalt die Front daran erinnert, dass es von Suzuki Modelle mit besseren Fahrwerken gibt. In schwierigen Bodenverhältnissen bewies die 800DE ihre Überlegenheit. Dennoch vermittelt die V-Strom 800 sofort ein unkompliziertes Easy-Going-Gefühl, welches man auch von der Transalp 750 kennt. Man steigt auf und trotz der modernen Technik fühlt sich das Motorrad sehr vertraut und analog an. Kein kompliziertes Einstellen von zahlreichen Funktionen, sondern einfach aufsteigen, losfahren und Spaß haben.

Die V-Strom 800 begeistert durch ihren lässigen Motor weit mehr, als das Preisschild vermuten lässt. Ein unkompliziertes, harmonisches und zugängliches Motorrad, das ein deutliches Upgrade zur bekannten und beliebten V-Strom 650 darstellt.

Eigentlich ein günstiger Allrounder - in der Praxis aber ein richtig geiles Motorrad!  Suzuki V-Strom 800
Eigentlich ein günstiger Allrounder - in der Praxis aber ein richtig geiles Motorrad! Suzuki V-Strom 800

NastyNils Urteil

Aus der Auswahl der folgenden Motorräder hab ich hier für euch jeweils meine 3 Favoriten aufgelistet. Warum fehlen einige Motorräder in der Auswahl? Ich konnte bei diesem Bridgestone Pressetest nur jene Motorräder fahren welche vor Ort verfügbar waren. Auch vor Ort konnte ich nicht alle Motorräder intensiv genug testen. Mit den folgenden 11 Motorrädern habe ich jedoch wunderbare Erfahrungen sammeln können.

Hier meine Empfehlungen:

Die besten Universaltalente beim Reiseenduro Vergleich

  1. Suzuki V-Strom 800 DE
  2. Honda CRF1100L Africa Twin AS
  3. BMW R 1300 GS

Top Komfort! Meine Wahl für XL Touren:

  1. Honda CRF1100L Africa Twin Adventure Sports 2023
  2. Ducati Multistrada V4 Rally
  3. Suzuki V-Strom 800 DE

Für Adrenalinjunkies! Maximaler Speed bei hohem Komfort!

  1. Ducati Multistrada V4 Rally
  2. BMW R 1300 GS
  3. MV Agusta Enduro Veloce

Die besten Reiseenduros fürs Gelände

  1. KTM 890 Adventure R Rally
  2. Yamaha Tenere 700
  3. Suzuki V-Strom 800 DE
Sieht großartig aus und fährt auf Asphalt wie ein Straßenreifen: Bridgestone AT41
Sieht großartig aus und fährt auf Asphalt wie ein Straßenreifen: Bridgestone AT41

Fazit: Yamaha Tenere 700 2024

Die Tenere 700 hat inzwischen Konkurrenz bekommen und ist durch die gleichzeitige Preiserhöhung nicht mehr die große Sensation, wie vor ein paar Jahren. Doch sobald das Motorrad ins Gelände abbiegt ist man im Sattel einfach begeistert. Das Motorrad ist hart im Nehmen und meistert auch anspruchsvolle Passagen sehr zuverlässig. Ein richtig gutes Abenteuermotorrad. Wer jedoch so tut als sei er ein Abenteurer und fährt eigentlich nur Asphalt der könnte sich das Leben mit einem anderen Motorrad leichter machen.


  • sehr robuster und zuverlässiger Auftritt
  • sportliche und schlanke Optik
  • spielerisches Fahrverhalten
  • erstaunlich sportlicher und spaßiger Motor
  • gute Verarbeitung
  • gutes Fahrwerk mit einem praxistauglichen Einstellbereich
  • Gewicht im Vergleich mit anderen Reiseenduros relativ niedrig
  • sehr hart im Nehmen
  • ABS abschaltbar
  • sehr geländegängig
  • sehr gute Ergonomie
  • wenig Sitzkomfort auf längeren Touren
  • Bremse wirkt etwas lasch auf Asphalt
  • Ausstattungsliste in Sachen Elektronik sehr kurz
  • Lastwechsel bei niedrigen Drehzahlen
  • das Bedienkonzept mit dem fummeligen Rad kam beim Test nicht gut an
  • Kupplungsdosierung in der Praxis nicht auf dem Niveau der Mitbewerber

Fazit: Honda CRF1100L Africa Twin Adventure Sports DCT 2023

Die Africa Twin ist eine Reiseenduro wie eine Reiseenduro sein soll. Das Fahrwerk schluckt so ziemlich alle Unebenheiten, der Motor bleibt in jeder Lebenslage souverän, Ergonomie und Sitzkomfort sind beispielhaft. Ein Motorrad für alle Tage genauso wie für die große Reise – wo immer die auch hingehen mag.


  • durchzugsstarker Motor
  • ausgereifte elektronische Fahrhilfen
  • wunderbar funktionierendes DCT (Option)
  • Touch-Screen-Farbdisplay
  • gute Ergonomie
  • Langstreckentauglichkeit
  • Tolle Android Auto und Apple Carplay Integration
  • Windschild Verstellung etwas unpraktisch
  • Bedienkonzept der Elektronik wenig übersichtlich und intuitiv
  • Windschild und Windschutz nicht perfekt -Es entstehen bei höherem Reisetempo Verwirbelungen beim Kopf
  • Für sportliche Piloten wirkt der Motor zu unspektakulär

Fazit: KTM 890 Adventure R Rally 2024

Die KTM 890 Adventure R Rally beeindruckt mit einem außergewöhnlichen Enduro-Fahrwerk und einer Performance, die im Offroad-Bereich ihresgleichen sucht. Ihre Fähigkeit, auf unebenem Gelände schnell und sicher zu fahren, sowie die vielseitige Motorelektronik machen sie zu einer idealen Wahl für Abenteurer und Enduro-Enthusiasten.


  • Hervorragendes Enduro-Fahrwerk
  • Hohe Geschwindigkeit und Stabilität auf unebenem Gelände
  • Erhöhtes Maß an Sicherheit durch exzellente Federung
  • toller Motor, präzise Steuerung, hochwertige Elektronik
  • Vielseitig einsetzbarer Motor, sowohl auf der Straße als auch im Gelände
  • vSportliche und funktionelle Sitzbank
  • Harmonisches Handling und präzise Kontrolle auf Schotter.
  • Hoher Preis
  • Hohe Sitzhöhe, die für kleinere Fahrer problematisch sein kann
  • Lenker zu niedrig montiert, Anpassungen erforderlich
  • relativ kurze Gesamtübersetzung nervt bei den Verbindungsetappen

Fazit: Yamaha Tenere 700 World Raid 2024

Wer will, bezwingt mit ihr auch hartes Gelände. Wer keine weiten Strecken überbrücken muss, wird aber die Leichtigkeit der Standard T7 vorziehen. Der breite Tank der World Raid macht sich nämlich in Ergonomie und Handling bemerkbar. Das softe Fahrwerk steckt dagegen auch hartes Gelände gut weg und dank des Lenkungsdämpfers bleibt das Bike auch auf schnell überflogenen Feldwegen sehr stabil. Die komplizierte Deaktivierungsprozedur des ABS nervt auf Dauer, hier wünscht man sich eine simple „Aus“-Taste. Unterm Strich bewirbt sich die World Raid ihrem Namen entsprechend besonders bei Weltreisenden und ist in dieser Hinsicht mit großer Reichweite und viel Offroad-Komfort sehr gut durchdacht.


  • Stabiles Fahrverhalten
  • Angenehme Sitzbank
  • toll dimensionierter Motor - überfordert nicht und macht viel Spaß
  • sehr robuster Gesamteindruck
  • Sehr zuverlässig
  • sehr stark im Nehmen
  • starke Traktion
  • Fahrwerk bieten breiten Einsatzbereich
  • gut dimensioniertes Fahrwerk
  • sehr praxistauglich
  • Tolles Preis/Leistungsverhältnis der Tenere ging in Form World Raid etwas verloren
  • Beim stehenden Fahren stört der breite Tank vor allem bei Bergaufpassagen
  • Auf der Straße ist Vorderbremse etwas zu lasch
  • Im Gelände ist die Hinterbremse etwas zu schwach
  • Kupplungsdosierung und Gasdosierung bei anderen Bikes in dieser Klasse mittlerweile besser

Fazit: Ducati Multistrada V4 Rally 2024

Die Ducati Multistrada V4 Rally ist ein faszinierendes Reisemotorrad. Sie fühlt sich bei sportlicher Fahrweise ebenso wohl wie bei gemütlicher Fahrt über Schotterpisten. Sie deckt einen breiten Einsatzbereich ab und ist mit den hochwertigsten Zutaten ausgestattet. Sie bietet tollen Fahrkomfort bei jedem Reisetempo. Ein außergewöhnliches Motorrad! Im aktuellen Vergleich im Mai 2024 mit 10 weiteren Reiseenduros war sie trotz des hohen Fahrkomforts trotzdem das schnellste Motorrad im Feld. Eine richtig gute Fahrmaschine!


  • kräftiger und drehfreudiger Motor
  • hochwertiges Elektronikpaket
  • sehr hochwertige Komponenten und Anbauteile
  • Hoher Fahrkomfort
  • Trotz hohem Gewicht und üppiger Ausstattung zugängliches Handling
  • sehr breiter Einsatzbereich
  • viele praxistaugliche Details
  • sämtliche Fahrerassistenzsysteme auf Top-Niveau
  • hochwertiges Fahrwerk bietet Fahrkomfort und Stabilität
  • viele Sitzbankoptionen für Fahrer und Beifahrer
  • Sehr schnelles, schönes und komfortables Motorrad
  • Handy-Fach ist etwas zu klein
  • Seitenkoffer etwas nervig - man muss immer den Schlüssel anstecken um diese zu öffnen
  • Seitenansicht vom Motorrad bietet etwas zu viel Plastik
  • Rauer Motorlauf bei tiefen Drehzahlen

Fazit: Suzuki V-Strom 800DE 2024

Erstaunlich, wie sehr ein unaufgeregtes, praktisches Allround-Motorrad wie die Suzuki V-Strom 800DE ins Herz fahren kann. Vermutlich liegt es gerade an dieser schlauen Auslegung mit überschaubaren Elektronik-Features, die bestens auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt werden können. Der Motor wirkt dank dem ausgezeichneten Ride-by-wire-System im unteren Bereich kräftiger, als es der Hubraum erwarten ließe und macht On- als auch Offroad alles richtig. Das Fahrwerk ist mit jeweils 220 Millimeter Federweg vorne und hinten richtig gut auf Offroad getrimmt, bietet aber klarerweise auch für Straßenfahrer auf schlechten Straßen einen Vorteil. Die Ergonomie passt soweit, lediglich große Fahrer sollten sich wegen des etwas spitzen Kniewinkels die höhere, optionale Sitzbank überlegen.


  • großartiger Motor
  • voll verstellbares Fahrwerk
  • überschaubare, schlaue Elektronik-Features
  • toller Quickshifter up/down Serie
  • sehr praxistaugliches Motorrad
  • harmonisches und angenehmes Handling auf Asphalt und Straße
  • ausgesprochen universell einsetzbares Motorrad
  • sehr robuste Konstruktion - Motorrad wirkt zuverlässig und spendet Vertrauen
  • spitzer Kniewinkel für Fahrer mit langen Beinen bei Standardsitzbank
  • Schräglagenfreiheit auf Asphalt bremst sportliche Piloten
  • Windschild nur mit Werkzeug verstellbar
  • Hohes Gewicht nervt beim Rangieren

Fazit: BMW R 1300 GS 2024

BMW hat die neue R 1300 GS mit viel Erfahrung und Know-how entwickelt, was sich in ihrer fortschrittlichen Technik und Vielseitigkeit zeigt. Das Modell spricht sowohl erfahrene als auch neue Fahrer an und bietet eine beeindruckende Kombination aus Leistung, Komfort und Individualisierungsmöglichkeiten. Es ist eine gelungene Mischung aus Kompaktheit und Luxus, die sowohl im Gelände als auch auf der Straße zuverlässig und sicher performt.


  • Kräftiger Motor mit sehr sportlichem Ansprechverhalten
  • Sehr tolle Traktion
  • Sehr stabiles Fahrverhalten - trotzdem präsentiert sich das Motorrad agil und kurvenfreudig
  • sehr praxistaugliche Konfigurationsoptionen
  • Handschützer bieten überraschend guten Windschutz
  • In minimaler Ausstattung wirkt das Motorrad kompakter und sportlicher als bisher
  • gut integrierter Radartempomat
  • verständliches Bedienkonzept
  • gut ablesbares Display
  • vielfältige Möglichkeiten zur Ergonomie Anpassung
  • Toll funktionierendes und unauffällig integriertes Notrufsystem
  • Sehr gute Balance bei unterschiedlichen Beladungszuständen
  • Nicht jede Wunschkonfiguration ist möglich - teilweise müssen unnötige Extras mit gewählt werden
  • Fahrwerk arbeitet auf einem guten Niveau - ein wirklich makelloses Ansprechverhalten wird jedoch ebensowenig geboten wie ein wirklich breiter Einstellbereich
  • Front Collision Warning (FCW) löst im rauen Alltag nervige Fehlalarme aus
  • Motorrad wirkt bei großen Piloten vor allem von hinten für eine Reiseenduro etwas zu kompakt
  • ABS System gibt bei sportlicher Fahrweise zu viel Rückmeldung in den Bremshebel
  • Anfälligkeit der Seitenverkleidungen für Kratzer im rauen Gelände und bei Nutzung mit groben Stiefeln
  • Handguards mit integrierten Blinkern nicht geländetauglich
  • Spiegel mit integrierten Totwinkel-Warner und exponierter Verkabelung ungeeignet fürs Gelände
  • Sitzkomfort für Fahrer und Beifahrer auf langen Strecken nur mittelmäßig - Sitzbank ist zu weich!
  • Auf langen Strecken zu Zweit ist das direkte Ansprechverhalten vom kräftigen Motor etwas anstrengend

Fazit: BMW F 900 GS 2024

Die F 900 GS fühlt sich gänzlich anders an, als ihre direkte Vorgängerin, die F 850 GS. Statt einer behäbigen Allrounderin, ist sie mit dem Enduro Pro Paket eine agile Reiseenduro mit beachtlichen Offroad-Kapazitäten geworden. Unkompliziert und doch performant lässt sie sich auf und abseits der befestigten Wege bewegen. So richtig zur Höchstform läuft sie aber erst mit einigen Zubehörteilen auf. Enduro Pro Paket und Dynamic Paket sind fast schon Pflichtkäufe, was auch den Preis in die Höhe treibt. Alles in allem eine bemerkenswerte Neuausrichtung von BMWs Reihen-Zweizylinder Enduro.


  • Linearer, spaßiger Motor
  • Passend dimensionierte Bremsen
  • Super ansprechendes, optionales Fahrwerk
  • Optionaler Enduro Pro Modus bietet vielseitige Komfigurationsmöglichkeit
  • Gelungene Ergonomie für sitzendes und stehendes Fahren
  • Angenehmes Handling
  • Guter Quickshifter
  • Durchdachte Offroad-Lösungen, wie klappbare Fußbremshebelerhöhung
  • Zugänglich, komfortabel und cool - eine tolle Kombination
  • Windschutz könnte besser sein
  • Nur schlauchlose Felgen verfügbar
  • Standardfahrwerk im Gelände nicht gut genug
  • Motor läuft etwas rauer und lauter als vergleichbare Mitbewerber

Fazit: BMW F 900 GS Adventure 2024

Die kleine Adventure wirkt selbst neben einer R 1300 GS richtig groß. Das Motorrad bietet ein hohes Maß an Fahrkomfort kombiniert mit einem zugänglichen Handling. Doch durch den riesigen Tank und die behäbige Front verliert sie einen wesentlichen Vorteil der F 900 GS - sie ist keine leichtfüßigere Alternative zu einer großen Adventure.


  • praxistaugliche Ausstattung
  • hohe Reichweite
  • Angenehm zu dosierender Motor
  • tolles Elektronikpaket
  • toller Fahrkomfort
  • angenehme Ergonomie
  • einfaches Handling
  • Im Gelände und beim Rangieren fühlt sich das Motorrad anstrengend und schwer an
  • Motorrad wirkt optisch schwerfällig und plump

Fazit: Suzuki V-Strom 800 2024

Die neue 800er ist eine echte V-Strom geworden, die das kann, was eine V-Strom können muss. Ein Alltagsmotorrad im positivsten Sinne, ein Motorrad für den täglichen Gebrauch genauso wie für die große Reise. Das bestimmt auch unter den vielen Fans der V-Strom 650 Anklang finden wird, hat sie doch den deutlich performanteren Motor, bei sonst ähnlichen Attributen.


  • souveräner, durchzugstarker Motor
  • toller Quickshifter up/down serienmäßig
  • gute Bremsen
  • guter Sitzkomfort und Windschutz
  • langstreckentauglich
  • zugängliche Sitzposition
  • Im Gelände wirkt das Fahrwerk unterdämpft und ist auch nicht voll einstellbar
  • Schräglagenfreiheit für sportliche Fahrten zu gering
  • kein Tempomat erhältlich
  • kein Offroad-ABS

Fazit: MV Agusta Enduro Veloce 2024

Die MV Agusta Enduro Veloce ist eine Reiseenduro auf Steroiden. Sie fährt atemberaubend schnell und bietet trotzdem einen tollen Fahrkomfort. Der tolle Motor und die hochwertigen Fahrwerkskomponenten sind richtig gute Zutaten. Der charismatische Sound unterstreicht den sportlichen Charakter dieser Reisemaschine.


  • Hinterleuchtete Schalter
  • Sehr präziser Motor
  • Drehfreudiger Motor
  • Tolles Gasgriff Ansprechverhalten
  • Charismatischer Sound
  • Liebevolle Details
  • Hochwertige Lackierung
  • Hochwertiges Fahrwerk mit einem breiten Einstellbereich
  • Tolle Chassis Geometrie - Stabil auf der Geraden aber einfaches Handling in den Kurven
  • Angenehmer Temperaturhaushalt im Sattel
  • In der Praxis auf Asphalt sehr schnell - die Maschine gehört bestimmt zu den schnellsten Reiseenduros auf der Straße
  • Hochwertige Komponenten
  • Einigermaßen zugängliche Sitzhöhe für ein 21 Zoll Motorrad
  • ABS kann mit dem sportlichen Charakter des Motorrades nicht ganz Schritt halten und regelt etwas zu früh
  • Im Gelände wirkt der Motor etwas zu drehfreudig
  • Windschild nicht einstellbar
  • Beim Einschalten des Motorrades braucht die Bordelektronik etwas lange bis sie bereit ist
  • Die raue Sitzbank wird bei staubigen Offroadeinsatz leider in Mitleidenschaft gezogen
  • Stark in das Motorrad integrierte Sitzposition wirkt für große Piloten etwas unpassend

Bericht vom 30.05.2024 | 28.019 Aufrufe

Empfohlene Berichte

Pfeil links Pfeil rechts