Yamaha Tenere 700 Test: Das wilde Abenteuer-Motorrad fürs Gelände

5 Testpiloten urteilen knallhart!

Begib dich auf eine aufregende Reise in die Welt der Reiseenduros! Im Juli 2023 fand ein spannender Vergleichstest statt, bei dem die Yamaha Tenere 700 ihr Können unter Beweis stellte. Mit wildem Abenteuergeist und beeindruckender Leistung eroberte sie die Herzen der Tester im Sturm. Tauche ein in die Testumgebung und entdecke, was dieses Motorrad zu bieten hat. Die Yamaha Tenere 700 - bereit für das ultimative Abenteuer!

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Im Juli 2023 fand der Reiseenduro Vergleichstest statt, bei dem das MoHo Motorradhotel Deixelberger in Kärnten als Basis diente. Beim Test wurde auch die Yamaha Tenere 700 intensiv ausprobiert. Während des Tests wurden sowohl Schwächen als auch Stärken des Motorrads identifiziert. Gleich vorweg: Unter den Schwächen wurden mangelnder Sitzkomfort auf längeren Touren, eine etwas billig wirkende Bremse mit laschem Druckpunkt und magere Bremsleistung, ein unpraktischer Tankverschluss, eine kurze Ausstattungsliste in Bezug auf Elektronik, ein Gasgriff mit großem Spiel und etwas rauem Ansprechverhalten sowie das fummelige Bedienkonzept mit dem Drehrad am Lenker genannt.

Auf der anderen Seite zeigte die Yamaha Tenere 700 auch ihre bekannten Stärken. Sie präsentierte sich als sehr robustes und zuverlässiges Motorrad mit einer sportlichen und schlanken Optik. Das Fahrverhalten war spielerisch und der Motor auch im Vergleich mit stärkeren Modellen überraschend sportlich und spaßig. Die Verarbeitung wurde als gut bewertet und das Fahrwerk bot einen praxistauglichen Einstellbereich. Trotzdem wog das Motorrad vergleichsweise wenig und war sehr hart im Nehmen. Zudem konnte das ABS abgeschaltet werden und die Tenere 700 zeigte sich als äußerst geländegängig. Auch die Ergonomie im Gelände wurde als sehr gut empfunden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Yamaha Tenere 700 im Jahr 2023 auf den ersten Blick im Vergleich zu anderen Reiseenduros nicht mehr konkurrenzfähig wirkt. Der Preis ist mittlerweile deutlich gestiegen und die Ausstattung entspricht nicht den Erwartungen in dieser Klasse. Doch sobald das Motorrad ins Gelände abbiegt, entfaltet es sein volles Potenzial. Die Tenere 700 ist hart im Nehmen und meistert auch anspruchsvolle Passagen zuverlässig. Sie erweist sich als ein richtig gutes Abenteuermotorrad. Allerdings sollte beachtet werden, dass sie vor allem für Asphaltfahrer, die vorgeben, Abenteurer zu sein, möglicherweise nicht die beste Wahl ist.

Yamaha Tenere 700 beim großen Reiseenduro Vergleich von 1000PS
Yamaha Tenere 700 beim großen Reiseenduro Vergleich von 1000PS

Technische Daten Yamaha Tenere 700

In der Dunkelheit der Garage, wo nur das gedämpfte Licht einer einzelnen Glühbirne den Raum erfüllt, steht sie da - die Yamaha Tenere 700. Ihr Stahl-Doppelschleifen-Rahmen glänzt im Schein, als ob er die Dunkelheit selbst herausfordert. Mit einem Hubraum von 689 ccm und einer Leistung von 73,4 PS bei 9000 U/min, ist sie im Gelände ein Biest, das darauf wartet, entfesselt zu werden. Ihr Herz, ein Zweizylinder-Reihenmotor, schlägt mit einem Drehmoment von 68 Nm bei 6500 U/min, bereit, den Schotter zu erobern.

Die Vorderradaufhängung mit 43 mm Durchmesser und 210 mm Federweg, ausgestattet mit einstellbarer Zugstufe, Druckstufe und Federvorspannung, verspricht eine Fahrt, die ebenso aufregend wie komfortabel ist. Die Doppel-Brembo-Bremsen mit 282 mm Durchmesser an der Vorderseite und das ABS-Assistenzsystem sorgen im Gelände für Sicherheit, selbst wenn das Biest auf Hochtouren läuft.

Die Pirelli Scorpion Rally STR Reifen, 90/90-21 vorne und 150/70-18 hinten, greifen den Asphalt aber auch Schotter mit der Entschlossenheit eines Raubtiers, bereit, jede Kurve und jeden Hügel zu meistern. Mit einem Radstand von 1590 mm und einer Sitzhöhe von 875 mm, ist sie ein Motorrad, das größere Piloten glücklich macht.

Der 16-Liter-Tank verspricht eine Reichweite von 372 km, laut Werk, und obwohl der Verbrauch bei unserer Messung bei 4,96 Liter pro 100 km lag, ist die Tenere 700 ein Motorrad, das für lange Fahrten gebaut wurde. Mit einem fahrbereiten Gewicht von 204 kg und vollgetankt 219 kg (mit Sturzbügel und Kofferhalter), ist sie im Gelände doch ein schweres Tier, aber eines, das jedoch mit Anmut und Leichtigkeit bewegt wird.

Das Windschild, obwohl nicht einstellbar, bietet rudimentären Schutz vor den Elementen, während man die offene Straße oder das unbekannte Gelände erkundet. Die Yamaha Tenere 700 ist mehr als nur ein Motorrad - sie ist ein Versprechen für Abenteuer, ein Ruf der Wildnis, ein Biest, das darauf wartet, geritten zu werden.

Yamaha Tenere 700 beim 1000PS Test 2023
Yamaha Tenere 700 beim 1000PS Test 2023
  • Zylinderzahl: 2
  • Bauart: Reihe
  • Hubraum: 689 ccm
  • Bohrung: 80 mm
  • Hub: 65,6 mm
  • Leistung: 73,4 PS bei 9000 U/min
  • Drehmoment: 68 Nm bei 6500 U/min
  • Rahmen: Stahl Doppelschleife
  • Lenkkopf / Nachlauf: 63° / 105 mm
  • Durchmesser / Marke Gabel: 43 mm
  • Federweg vorne: 210 mm
  • Einstellmöglichkeiten vorne: Zugstufe, Druckstufe, Federvorspannung
  • Marke Federbein: -
  • Federweg hinten: 200 mm
  • Einstellmöglichkeiten hinten: Zugstufe, Druckstufe, Federvorspannung (Handrad)
  • Bremse vorne Durchmesser: Doppel 282 mm Brembo
  • Assistenzsysteme: ABS
  • Reifen vorne: 90/90-21
  • Reifen hinten: 150/70-18
  • Reifen Marke: Pirelli Scorpion Rally STR
  • Radstand: 1590 mm
  • Sitzhöhe von: 875 mm
  • Tankinhalt: 16 l
  • Gewicht fahrbereit laut Werk: 204 kg
  • Gewicht gewogen vollgetankt: 219 kg (mit Sturzbügel u. Kofferhalter)
  • Führerscheinklassen: A
  • Reichweite laut Werk: 372 km
  • Verbrauch laut Werk: 4,3 l/100km
  • Verbrauch Messung: 4,96 Liter / 100 km
  • Windschild: nicht einstellbar

Yamaha Tenere 700 - Fahreindrücke aus dem Testprotokoll

Die Bremswirkung vorne wird im Vergleich zu anderen Motorrädern der Klasse als eher mäßig beschrieben. In schnellen Kurven zeigt das Motorrad eine solide Stabilität, jedoch wird darauf hingewiesen, dass man aufgrund der aufrechten Sitzposition im Wind etwas instabiler bei hohen Geschwindigkeiten sein kann. Das Handling in engen Kurven wird als angenehm, leichtfüßig und zugänglich beschrieben, ohne dabei nervös zu wirken. Auf der Autobahn zeigt die Tenere 700 ein akzeptables Fahrverhalten in Bezug auf Stabilität.

Das Schaltgetriebe wird als gut bewertet, während ein Quickshifter ohne Blipperfunktion gegen Aufpreis erhältlich ist. Der Motor der Tenere 700 bietet einen guten Durchzug aus niedrigen Drehzahlen und die Leistung, obwohl sie auf dem Papier unspektakulär wirkt, fühlt sich in der Praxis gut dimensioniert an. Der Motor verfügt über ein drehmomentstarkes mittleres Drehzahlband und ein gut spürbares Drehmoment im unteren Drehzahlbereich.

Es sei angemerkt, dass die Yamaha Tenere 700 über keine Traktionskontrolle verfügt. Auch eine Anti-Hopping-Kupplung fehlt. Auf Schotter ist das den meisten Piloten egal. Doch im direkten Vergleich mit 4 anderen Enduros bei gemischten Einsatz und bei schlechtem Wetter fehlten diese Features insgesamt dann doch.

Sorgt für Diskussionen: Die Bedienung mit dem fummeligen Handrad!
Sorgt für Diskussionen: Die Bedienung mit dem fummeligen Handrad!

Yamaha Tenere 700 - Erfahrungen in der Praxis

Die Praxistauglichkeit der Yamaha Tenere 700 basierend auf den Notizen zeigt einige Vor- und Nachteile. Die Tasten sind nicht hinterleuchtet, was die Bedienung bei schlechten Lichtverhältnissen erschwert. Die Haptik der Schalter wird als mühsam beschrieben, insbesondere das kleine Handrad stieß bei den Testpiloten auf Unmut. Die Erreichbarkeit der Schalter ist grundsätzlich gut, jedoch führte das Handrad zu Frustration.

Die Bedienlogik der Bedienelemente wird trotz des geringen Funktionsumfangs der Elektronik als etwas nervig empfunden. In Bezug auf den Komfort bietet die Yamaha Tenere 700 eine Sitzposition, die größeren Piloten entgegenkommt. Der Kniewinkel wird als angenehm empfunden, auch für größere Fahrer. Der Windschutz ist jedoch gering, insbesondere für Schultern und Arme. Aufgrund der sehr aufrechten Sitzposition ist der Helm stark dem Wind ausgesetzt. Der Wetterschutz für die Füße und Beine wird als kaum vorhanden beschrieben.

Yamaha Tenere 700 - Was muss noch besser werden?

Obwohl die Yamaha Tenere 700 im Gelände eine beeindruckende Leistung zeigt, gibt es noch Bereiche, in denen Verbesserungen erforderlich sind. Insbesondere auf der Straße kann sie mit anderen Motorrädern in dieser Preisklasse nicht mehr mithalten, was die Ausstattung betrifft. Während hochwertige elektronische Fahrhilfen für einige Puristen vielleicht noch als "nett zu haben" angesehen werden, ist die schwammige Vorderbremse für ein Motorrad dieser Preisklasse unwürdig. Hier besteht definitiv Verbesserungsbedarf, und Yamaha sollte daran arbeiten, diese Schwachstelle zu beheben.

Praktischer Begleiter beim Test: Tankrucksack von Hepco & Becker
Praktischer Begleiter beim Test: Tankrucksack von Hepco & Becker

Serienmäßig verfügt sie nun über Handy-Konnektivität und einen USB-Anschluss im Cockpit. Der Stauraum unter der Sitzbank bietet Platz für eine kleine Bordapotheke und etwas Bordwerkzeug. Die Lautstärke beträgt 93 dBA. Allerdings fehlen der Tenere 700 einige fortschrittliche Ausstattungsmerkmale wie eine Anti-Hopping-Kupplung, eine IMU (Inertial Measurement Unit) und Ride-by-Wire. Ein Schaltassistent ist optional erhältlich. Das Motorrad ist mit einem 5-Zoll-TFT-Display im Hochformat ausgestattet. Die Serviceintervalle liegen bei 10.000 km. Das ABS kann ein- oder ausgeschaltet werden, und der Preis für das Motorrad variiert je nach Land. In Deutschland liegt er aktuell bei 11.374 Euro, in Österreich bei 12.099 Euro und in der Schweiz bei 11.790 Euro.

Die Yamaha Tenere 700 bietet eine robuste, rallye-inspirierte Technologie, eine ergonomische Sitzposition, einen leichten Doppelschleifen-Rohrrahmen, ein rallye-inspiriertes Gesicht mit 4-LED-Scheinwerfern, ein einstellbares Fahrwerk, Voll-LED-Beleuchtung, eine USB-Buchse und einen schlanken Tank mit 16 Litern Fassungsvermögen. Es gibt 2023 auch eine 35kW A2-Version der Tenere 700.

Im Vergleich zum Vorgänger

Die Yamaha Tenere 700 für das Jahr 2023 bietet einige Neuigkeiten im Vergleich zum Vorgängermodell. Ein 5-Zoll-Farb-TFT-Display mit zwei Modi, Smartphone-Konnektivität über die Yamaha MyRide-App, verbesserte ABS-Modi, Vorverkabelung für einen Quickshifter, eine neue USB-Buchse, LED-Blinker, ein neues Design des vorderen Bremshebels und neue Farben und Grafiken sind einige der aktualisierten Features. Darüber hinaus ist die Tenere 700 auch in einer 35kW-Version erhältlich, mit Ausnahme der Rally Edition.

Die Yamaha Tenere 700 ist das Motorrad für wilde Abenteuer und spannende Touren im Gelände. Ihre wichtigste Eigenschaft ist das wilde Image, das sie im Sattel vermittelt. Sie fühlt sich im Gelände wohl und vermittelt dort viel Vertrauen. Der geilste Moment beim Test war es immer wieder, die Freude zu spüren, die die Tenere 700 auf Schotter vermittelt. Im direkten Vergleich mit anderen Reiseenduros war das Gefühl geradezu umgekehrt. Bei anderen Motorrädern hatte man auf Schotter oft das Gefühl, dass man zwar durchkommt, aber dass ihr wahres Zuhause auf der Straße ist. Auf der Tenere stellt sich sofort das Gefühl ein: Hier muss ich her! Es ist, als würde man ein wildes Tier nach ein paar Jahren im Zoo wieder in die freie Wildbahn entlassen. Einfach herrlich!

Alternativen zur Yamaha Tenere 700

Als Alternative zur Yamaha Tenere 700 gibt es mittlerweile einzelne Motorradmodelle, die in Betracht gezogen werden können. Die Aprilia Tuareg 660 bietet eine Leistung von 80 PS, ein Drehmoment von 70 Nm und einen Hubraum von 659 ccm. Sie wiegt vollgetankt 205,5 kg und ist zu einem Preis von 11.999 Euro in Deutschland, 13.490 Euro in Österreich und 12.995 CHF in der Schweiz erhältlich. Sie bietet Offroad-Fähigkeiten auf dem Niveau der Tenere 700! Allerdings ist sie im Fahrerlager noch ein unbeschriebenes Blatt, während die Tenere 700 geradezu grenzenloses Vertrauen genießt.

Die Honda XL 750 Transalp bietet eine Leistung von 92 PS, ein Drehmoment von 75 Nm und einen Hubraum von 755 ccm. Sie wiegt vollgetankt 211 kg und ist zu einem Preis von 10.890 Euro in Deutschland, 11.590 Euro in Österreich und 11.990 CHF in der Schweiz erhältlich. Sie ist deutlich mehr auf die Strass fokussiert, glänzt dort aber mit einer passenderen Ausstattung.

Die KTM 790 Adventure bietet eine Leistung von 95 PS, ein Drehmoment von 88 Nm und einen Hubraum von 799 ccm. Sie wiegt vollgetankt 216 kg und ist zu einem Preis von 11.474 Euro in Deutschland, 12.799 Euro in Österreich und 11.280 CHF in der Schweiz erhältlich. Die KTM ist in Form der 790er deutlich zahmer im Gelände als der Name vermuten lässt. Sie fährt großartig auf der Straße, im Gelände ist die Tenere jedoch besser.

Die Suzuki V-Strom 800DE bietet eine Leistung von 83 PS, ein Drehmoment von 78 Nm und einen Hubraum von 776 ccm. Sie wiegt vollgetankt 236 kg (mit Sturzbügeln) und ist zu einem Preis von 11.500 Euro ohne NK in Deutschland, 12.790 Euro in Österreich und 11.895 CHF in der Schweiz erhältlich. Die V-Strom war beim Test überraschend gut. Sie ist jedoch deutlich schwerer als die Tenere war aber das universeller einsetzbare Motorrad.

Die Yamaha Tenere 700 selbst bietet eine Leistung von 73,4 PS, ein Drehmoment von 68 Nm und einen Hubraum von 689 ccm. Sie wiegt vollgetankt 219 kg (mit Sturzbügel und Kofferhalter) und ist zu einem Preis von 11.374 Euro in Deutschland, 12.099 Euro in Österreich und 11.790 CHF in der Schweiz erhältlich.

Reiseenduro Vergleich 2023 - Die 1000PS Community darf sich auf tolle Videos freuen
Reiseenduro Vergleich 2023 - Die 1000PS Community darf sich auf tolle Videos freuen

Ein besonderer Dank geht an den MoHo Gasthof Deixlberger, der uns als hervorragende Unterkunft für unsere Motorradtouren gedient hat. Ihr Engagement für Motorradfahrer und ihre erstklassige Gastfreundschaft haben unseren Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.

Wir haben auf Calimoto einen groben Überblick über die gefahrene Strecke für euch. Allerdings sind hier die Offroadpassagen nicht mit inkludiert. Die Smartphones haben wir mit den Halterungen von Quadlock montiert.

Ein weiterer Dank geht an HJC für die rasche Lieferung des Touren-Klapphelms HJC RPHA 91. Wir genossen den tollen Komfort und die leichtgängige Klappmechanik sehr.

Weniger Gepäck, trotzdem kein Gestank! 1000PS vertraut auf Bamigo.

Beim Test verwendeten wir Tankrucksäcke von Hepco & Becker.

Praktisch und komfortabel! HJC RPHA 91 beim 1000PS Test
Praktisch und komfortabel! HJC RPHA 91 beim 1000PS Test

Die 1000PS Crew beim Reiseenduro Vergleich 2023

Notizen aus dem Testprotokoll

In der Arena des Tests traten fünf mechanische Gladiatoren gegeneinander an: Die KTM 790 Adventure, die Honda Transalp 750, die Suzuki V-Strom 800 DE, die Yamaha Tenere 700 und die Aprilia Tuareg 660. Fünf Testpiloten von 1000PS, jeder ein Meister seines Fachs, führten ihre Maschinen in den Ring und füllten unabhängig voneinander ihre Testprotokolle aus.

Die Kriterien, die sie bewerteten, waren vielfältig und umfassend, von der Bequemlichkeit und Dosierung des Motors, über die Drehfreudigkeit, den Durchzug und die Motorleistung, bis hin zur Qualität des Getriebes, des Quickshifters und der Kupplung. Sie prüften die Regelung der Traktionskontrolle und die Einstellmöglichkeiten, die Qualität der Schalter und die Logik der Bedienelemente.

Aber sie gingen noch weiter, sie testeten die Offroad-Fähigkeiten, die Stabilität, das Handling und die Präzision. Sie bewerteten die Qualität und den Einstellbereich des Fahrwerks, die Dosierbarkeit und Wirkung der Bremse, den Verbrauch, die Wirkung und den Einstellbereich des Windschutzes, den Komfort der Sitzbank und die Ergonomie sowohl im Offroad- als auch im Onroad-Bereich.

Jeder Pilot gab seine individuelle Bewertung ab, eine subjektive Einschätzung, geprägt von Erfahrung und Intuition. Diese individuellen Bewertungen wurden dann zu einem Durchschnittswert für jede Kategorie und schließlich zu einer Gesamtbewertung zusammengeführt. Ein Test, der mehr war als die Summe seiner Teile, ein Test, der die Wahrheit über diese mechanischen Gladiatoren enthüllte.

Die Tenere 700 ist spitz positioniert. Sie punktete nur bei wenigen Teilaspekten im Testprotokoll - Nämlich bei allen Offroad-Themen. Im Vergleich mit den 4 anderen Enduros wurde sie in folgenden Bereichen überdurchschnittlich bewertet:

  • Offorad Ergonomie
  • Offroad Fähigkeiten
  • Fahrwerk Einstellbereich

Beim Test hatten wir sehr wechselhaftes Wetter und wir fuhren teilweise sehr anspruchsvolle Strecken aus Asphalt. Bei folgenden Punkten war die Tenere 700 schlechter als der Durchschnitt:

  • Präzision
  • Drehfreudigkeit Motor
  • Logik Bedienlemente
  • Motorleistung
  • Qualität Schalter
  • Traktionskontrolle (nicht vorhanden)
  • Wirkung Bremse
  • Motor Komfort und Dosierung
  • Quickshifter (nicht vorhanden)
Was man im Testprotokoll nicht sieht - Sobald die Tenere auf Schotter fährt, zaubert sie Dir ein Lächeln ins Gesicht!
Was man im Testprotokoll nicht sieht - Sobald die Tenere auf Schotter fährt, zaubert sie Dir ein Lächeln ins Gesicht!

Preisvergleich Reiseenduros 2023

Fazit: Yamaha Tenere 700 2023

Die Tenere 700 wirkt im Jahr 2023 im Vergleich zu anderen Reiseenduros auf den ersten Blick nicht mehr konkurrenzfähig. Sie ist preislich mittlerweile deutlich nach oben gerückt und bietet nicht jene Ausstattung welche man in dieser Klasse mittlerweile erwartet. Doch sobald das Motorrad ins Gelände abbiegt ist man im Sattel einfach begeistert. Das Motorrad ist hart im Nehmen und meistert auch anspruchsvolle Passagen sehr zuverlässig. Ein richtig gutes Abenteuermotorrad. Wer jedoch so tut als sei er ein Abenteurer und fährt eigentlich nur Asphalt der könnte sich das Leben mit einem anderen Motorrad leichter machen.


  • sehr robuster und zuverlässiger Auftritt
  • sportliche und schlanke Optik
  • spielerisches Fahrverhalten
  • erstaunlich sportlicher und spaßiger Motor
  • gute Verarbeitung
  • gutes Fahrwerk mit einem praxistauglichen Einstellbereich
  • vergleichsweise geringes Gewicht
  • sehr hart im Nehmen
  • ABS abschaltbar
  • sehr geländegängig
  • sehr gute Ergonomie im Gelände
  • Mangelnder Sitzkomfort auf längeren Touren
  • Bremse wirkt etwas billig - lascher Druckpunkt und magere Bremsleistung
  • Tankverschluss unpraktisch
  • Ausstattungsliste in Sachen Elektronik sehr kurz
  • Gasgriff hat großes Spiel und Ansprechverhalten ist etwas rau
  • Das Bedienkonzept mit dem fummeligen Rad am linken Lenker kam beim Test nicht gut an

Bericht vom 08.09.2023 | 43.878 Aufrufe

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