Enduro-Nationalteam: Mit Vollgas aus dem Stimmungstief

Mit Vollgas aus dem Stimmungstief

Das rot-weiß-rote Enduro-Nationalteam hat am zweiten Tag der „FIM International 6 Days of Enduro“ eine mehr als starke Leistung geboten. Alle Piloten blieben am Mittwoch auf mehr als 300 Renn-Kilometern nahezu fehlerfrei und lieferten bei den Sonderprüfungen durchwegs schnelle Zeiten.

Der Tempomacher des österreichischen Teams ist Pascal Rauchenecker. Der 23jährige Husqvarna-Pilot aus Ried im Innkreis ist in der Einzelwertung auf Podiumskurs! Nach zwei Wertungstagen liegt er auf dem dritten Gesamtrang seiner Klasse E1 (2Takter bis 125ccm, 4Takter bis 250ccm)

„Das war die richtige Antwort!“ Christopher Schipper, der Manager des Österreichischen Enduro-Nationalteams ist sehr zufrieden mit der sportlichen „Trotzreaktion“ der Fahrer: „Das Team hat Haltung gezeigt und den Willen, sich auch nach einem massiven Rückschlag nicht aufzugeben.“ Durch den Ausfall Matthias Wibmers (Motordefekt) am Dienstag ist Österreichs Mannschaft laut Reglement zahlenmäßig zu klein, um in der World-Trophy-Wertung voll gezählt zu werden. Was aber bleibt, sind die Ziele in der Einzelwertung und in der Junioren-Klasse der Enduro-Team-WM.

Die drei Oberösterreicher in der Junior-Trophy-Wertung sind voll auf Kurs. Florian Reichinger sowie Walter und Michael Feichtinger liegen nach dem zweiten ISDE-Tag auf Gesamtrang 12. Wieder zeichnet sich ein Duell mit dem Deutschen Team ab, lacht Team-Manager Schipper: „Österreich gegen Deutschland ist auch im Enduro-Sport ein emotionaler Wettstreit in aller Freundschaft. Wir liegen einen Platz vor den Deutschen und haben den Vorsprung am Mittwoch ein bisschen ausgebaut. Unser Ziel in der Junior-Trophy ist ein Top 10 Platz.“

Bei der Tempoarbeit im Team der Österreicher spielt Pascal Rauchenecker eine Schlüsselrolle. Er bestreitet als Husqvarna-Werksfahrer ja die komplette Enduro-WM und ist sozusagen der Hase, den die anderen Nationalteam-Piloten jagen, sagt Christopher Schipper: „Pascal bringt mit seiner WM-Erfahrung sehr viel Professionalität und Routine auf diesem hohen Niveau mit. Da ist für jeden etwas dabei, das man sich als Beispiel nehmen kann. Welche Zugkraft er hat, bemerke ich immer am Ende der Sonderprüfungen. Die erste Frage der Burschen ist immer ‚Wie schnell war Pascal? Wie nah bin ich dran an ihm?‘ Das ist natürlich eine super Sog-Wirkung für das ganze Team. Vor allem, weil man an den Zeiten sieht, dass sie gut dabei sind bei dem Takt, den Pascal vorgibt.“

Fotos: (c) Irina Gorodniakowa

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Bericht vom 13.10.2016 | 1.513 Aufrufe

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