MV Agusta feiert sein 75-jähriges Jubiläum!

Jahre voller Rennerfolge und herrlichem Design

2020 kennzeichnet ein wichtiges Jahr für MV Agusta: Die italienische Traditionsmarke feiert seinen 75. Geburtstag! Ein Rückblick auf die Geschichte und die Personen, die die Marke dorthin gebracht hat, wo sie heute ist.

Alles begann bei knapp 100 Kubik

Alles begann am 19. Januar 1945 mit der Gründung der Meccanica Verghera Srl in Cascina Costa, in der Nähe des heutigen Flughafens Malpensa. Die Familie Agusta, Pioniere der Luftfahrtindustrie, die nach dem Zweiten Weltkrieg keine Flugzeuge mehr herstellen konnte, wandte sich Motorrädern zu, um ihre Leidenschaft für Geschwindigkeit, Adrenalin und Präzisionstechnik zum Ausdruck zu bringen. Angeblich sollte das erste Modell, ein 98 ccm Modell „Vespa“ heißen, aber der Name wurde bereits vergeben, weshalb sie als MV98 in die Geschichte einging. Die Agustas wussten auch, wie sie ihre Rennmotorräder in erfolgreiche Straßenmodelle verwandeln konnten und begannen bereits zu Beginn mit einer Luxusversion der 98, die auf der Mailänder Messe 1947 für Aufsehen sorgte.

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MV Agusta schreibt große Erfolge im Rennsport

Graf Domenico Agusta hatte ein Händchen für das Aussuchen talentierter Fahrer, von denen die meisten zu Legenden des Sports wurden: Franco Bertoni (der erste Fahrer von MV), gefolgt von Arcisio Artesiani, Carlo Ubbiali, dem „flying chinaman“, Leslie Graham, Cecil Sandford, Fortunato Libanori, John Surtees, Mike Hailwood, Gianfranco Bonera, Giacomo Agostini und Phil Read. In den 30 Jahren der Agusta-Ära häuften sich die Siege bis zum Himmel!

Die Partnerschaft mit Giacomo Agostini ging in die Geschichte der Motorradrennen ein: In seiner Karriere gewann „Ago“ 13 Weltmeisterschaften, 18 italienische Titel und 10 Tourist Trophys auf der Isle of Man. Zurecht wurde ihm deshalb ein eigenes Museum im italienischen Bergamo gewidmet.

MV's Neustart im Jahr 1992 unter Claudio Castiglionis

Graf Domenico starb 1971 und nach Agostinis letztem Sieg auf dem Nürburgring 1976 schien die Geschichte von MV Agusta sein Ende zu finden, bis die Familie Castiglioni beschloss, die Marke neu zu beleben. 1992 erwarb Claudio Castiglionis Cagiva die Marke MV Agusta und verlegte die Produktion in sein Werk am Ufer des Varese-Sees in Schiranna, wo noch heute MV Agusta-Motorräder hergestellt werden.

Castiglioni revolutionierte im Alleingang die Marke und investierte stark in Forschung und Entwicklung sowie in die Produktion. Der Vierzylinder mit 750 ccm F4 war das erste Motorrad der neuen Ära und auch das erste Superbike von MV Agusta. Für viele Fans gilt es immer noch als "das am besten aussehende Motorrad aller Zeiten".

2011: Sohn Giovanni Castiglioni übernimmt MV Agusta

Nach seinem vorzeitigen Tod im Jahr 2011 trat sein Sohn Giovanni die Nachfolge an und setzte die leitende Rolle seines Vaters fort. Er suchte und entwickelte aktiv Partnerschaften mit Namen wie Pirelli und dem Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton, um die Reichweite und die Attraktivität der Marke weiter zu vergrößern. Giovanni war an der Entwicklung der Brutale und der F3 beteiligt, die beide eine große Fangemeinde genießen. Unter seiner Führung wurden weitere Modelle wie die Dragster und die Turismo Veloce entwickelt und gebaut.

Die schrittweise Übernahme von ComSar Invest

2017 war das Unternehmen nach einer Krise bereit für einen neuen wichtigen Schritt in seiner Geschichte. ComSar Invest, ein luxemburgisches Unternehmen, brachte neues Kapital ein. Nach einer ersten und erfolgreichen Partnerschaftsphase erwarb die Familie Sardarov 2019 100% des Kapitals des Unternehmens und Timur Sardarov, der derzeitige CEO von MV Agusta, war bereit, eine führende Rolle zu übernehmen.

Das Management-Team wird erneuert

Unter seiner Führung konzentrierte sich MV Agusta stark auf Stabilität, Qualität, Kundenbeziehungen, Service sowie auf die Erweiterung der Produktpalette und des Vertriebsnetzwerks. Konzepte wie Konnektivität und Digitalisierung der Motorräder wurden ebenfalls vorgestellt. In Bezug auf die Kundenbeziehungen wurden klare Anstrengungen unternommen, um zuzuhören und aufmerksam zu sein, eine unterstützende Community aufzubauen und näher an den Kunden zu arbeiten, um die Loyalität zu erhöhen. Sardarov konzentrierte sich auch sofort auf die Neuorganisation des Unternehmens, um es finanziell zu stabilisieren und seinen Wachstumskurs fortzusetzen. Er brachte eine Reihe von angesehenen Managern mit nachweislicher Erfolgsbilanz in das Unternehmen und bildete ein neues, qualifiziertes und erfahrenes Management-Team.

MV Agustas Fünfjahres-Plan und Expansion nach Asien

Die Strategie des neuen Kurses wurde in dem kürzlich angekündigten Fünfjahres-Geschäftsplan präsentiert. Die Idee, die Reichweite der Marke sowohl durch organisches, als auch durch strukturelles Wachstum zu steigern, wird klar angepeilt. Ziel ist es, das jährliche Verkaufsvolumen in den nächsten 5 Jahren auf 25.000 Einheiten mit über 20 neuen Modellen zu steigern. Neue Segmente werden anvisiert, mit der Einführung eines Einstiegssortiments, das ein jüngeres Publikum anspricht, und mit der Rückkehr kleinerer Hubräume wie 350 ccm, um in neue Märkte, insbesondere in Asien, zu expandieren. Mit dem chinesischen Unternehmen Loncin wurde 2019 eine wichtige Partnerschaft für die Produktion und den Vertrieb dieser neuen Produktreihe geschlossen.

Timur Sardarov, CEO von MV Agusta Motor S.p.A., kommentierte: „In diesem historischen Moment an der Spitze von MV Agusta zu stehen, ist aufregend und herausfordernd. Ich betrachte es als großes Privileg und auch als eine große Verantwortung, aber wenn ich auf das Erbe von MV Agusta zurückblicke, weiß ich, dass wir auf den Schultern eines Riesens stehen und das gibt mir großen Stolz und Vertrauen, jeden Tag neue Wege zu beschreiten und innovativ voranzuschreiten Technologie, sowie neue unglaubliche Modelle zu präsentieren und in Märkte zu expandieren, in die wir noch nie zuvor eingetreten sind. “

Die offiziellen Feierlichkeiten zum 75-jährigen Jubiläum von MV Agusta finden am 20. und 21. Juni in Varese statt.

Alle MV Agusta Neuheiten für das Jubiläumsjahr 2020

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Bericht vom 21.01.2020 | 2.067 Aufrufe

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