Triumph Speed 400 Alltags-Test 2024

Die quirlige Britin im täglichen Gebrauch!

Mit der Trident 660 hat Triumph schon eindrucksvoll gezeigt, dass die Briten ausgezeichnet eine gewisse Retro-Optik mit modernen Features verbinden können. MIt der neuen Speed 400 wird diese Tugend nun geschickt in die A2-Klasse übertragen!

Gleich vorweg, man kann mit der agilen Triumph Speed 400 auch sportlich über die Landstraße düsen und ordentlich Spaß haben. Die Frage in diesem Test ist aber: Wie benimmt sich die Speed 400 im Alltag? Wie praktisch ist das zierliche A2-Bike im engen Stadtverkehr? Nun, wo könnte man diese Werte besser ausloten als im dichten Verkehr Barcelonas!

Die Triumph Speed 400 macht in Spanien eine gute Figur

Gerade in der Stadt gibt es über die Triumph Speed 400 äußerst wenig zu raunzen, da läuft alles wie geschmiert und man kommt mit den 40 PS bei 8000 Touren tadellos voran. Denn auch wenn nur überschaubare 37,5 Newtonmeter Drehmoment bei 6500 Umdrehungen zur Verfügung stehen und sich der 398 Kubik große Einzylinder bei niedrigen Drehzahlen etwas bitten lässt, so ist man doch immer schneller als die Blechkolonnen, die sich behäbig durch die breiten Straßen wälzen. Wichtiger ist da schon, dass alles zuverlässig funktioniert und auch bei oftmaliger Betätigung einen hochwertigen Eindruck hinterlässt.

Quirlig durch den Stadtverkehr - dafür ist die Triumph Speed 400 genau die Richtige!

Angenehm dabei natürlich, dass man sich mit der Speed 400 auch herrlich durchschlängeln kann, so schmal und mit 170 Kilo fahrfertig auch angenehm leicht ist die kleine Speedy. Falls dann doch einmal ein Auto abrupt ausschert (was in Barcelona tatsächlich ganz selten passiert die Autofahrer blinken zwar ungern, ziehen dann aber langsam und gut abschätzbar in die andere Spur), so packt die Einzelscheibe an der Front richtig gut zu. Bei erstaunlich wenig Handkraft wird eine ordentliche Bremsleistung aufgebaut. Erfreulich wenig Handkraft braucht es auch auf der anderen Seite des Lenkers, die Kupplung lässt sich kinderleicht ziehen - genau so soll es sein!

Die kleine Speedy 400 bietet ein schönes Drehmomentplateau

Das Fahrwerk geht in der Stadt auch absolut in Ordnung, der Komfort kommt nicht zu kurz und man sitzt außerdem angenehm aufrecht auf der Speed 400 mit einem guten Überblick über das Geschehen. Sind wir aber erst mal draußen aus der Stadt und genießen die kurvenreichen Straßen im Umland der spanischen Großstadt, so wünschten wir uns doch etwas mehr Punch aus dem Drehzahlkeller und ein wenig mehr Leistung beim Ausdrehen. Im mittleren Bereich kann man dafür ein schönes Drehmomentplateau nutzen und der Sound ist in diesem Bereich auch richtig kernig. Also am besten die Drehzahl im Auge, oder besser im Ohr behalten, denn der Drehzahlmesser am LCD ist sehr klein geraten.

Das Fahrwerk der Triumph Speed 400 könnte straffer sein, dafür ist die Bremse top

Auch das Fahrwerk könnte dann in schnell gefahrenen Kurven zwar etwas straffer sein, allerdings besinne ich mich dann wieder und freue mich, dass der gebotene Komfort ja eigentlich doch wichtiger ist, als besonders sportlich um die Ecken zu wetzen. Die Einscheiben-Bremse mit 300 Millimeter Durchmesser macht jedenfalls auch besonders harte Bremsmanöver auf der Landstraße ohne Probleme mit und erfreut mit wenig aufzubringender Handkraft. Fein ist für alle Fälle die Sicherheits-Elektronik, bestehend aus einem herkömmlichen 2-Kanal-ABS und einer (abschaltbare) Traktionskontrolle.

Der große Tr(i)umpf der Speed 400 - ihre gelungene Optik

Abgesehen vom gelungenen Gesamtkonzept des leichten und einfach zu fahrenden Naked Bikes in der A2-Liga ist der, meiner Meinung nach größte Tr(i)umpf die herrliche Optik der Mini-Speedy. Es wurde ja schon von der Trident 660 gezeigt, was Triumph drauf hat, wenn Retro-Elemente mit Moderne kombiniert werden, bei der kleinen Speed 400 ist es nun aber sogar noch besser umgesetzt. Kann an der güldenen Gabel und dem herrlich metallic-roten Tank unseres Test-Bikes liegen, aber die fesche Britin sieht viel edler und hochwertiger aus, als es der niedrige Preis von gerade mal knapp 5500 Euro in Deutschland und 6000 Euro / Franken in Österreich und der Schweiz erwarten ließen.

Fazit: Triumph Speed 400 2024

Die Speedy 400 ist ein richtig fesches Naked Bike der A2-Klasse zum kleinen Preis. Der Motor könnte etwas agiler zu Werke gehen, die kleine Speed 400 bietet aber ein schönes Drehmomentplateau im mittleren Bereich. Dank niedrigem Gewicht geht das Handling voll in Ordnung, das Fahrwerk bietet einen angemessenen Kompromiss zwischen Komfort und Sport - mit Hang zum Komfort. Die Bremse hat zwar nur eine Scheibe an der Front, packt aber richtig gut zu. Schließlich kann auch die Elektronik punkten, sogar eine abschaltbare Traktionskontrolle ist mit an Bord.


  • Herrliche Optik
  • gute Verarbeitung
  • tolles Drehmomentplateau des Motors
  • abschaltbare Traktionkontrolle
  • tolle Bremse
  • angenehme Sitzposition
  • guter Komfort
  • Fahrwerk könnte straffer sein, Motor lässt sich etwas bitten
  • Drehzahlmesser im LCD ist sehr klein geraten

Bericht vom 31.03.2024 | 12.031 Aufrufe

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