SENA 50S/50R/50C Kommunikationssysteme im Vergleich

Plus: Tipps & Tricks für die erfolgreiche Bluetooth-Tour

Miteinander reden. Telefonanrufe tätigen. Musik hören. Sena ermöglicht mit den Bluetooth Kommunikationssystemen ihrer neuesten 50er-Serie ein gemeinsames Fahrerlebnis der Extraklasse.

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"Heast Oida, foar ma no amoi am Gardasee?" Robert, mein früherer Bettnachbar vom Böhler Unfallkrankenhaus, Mitstreiter am Weißen Hof, Ex-KTM390-Cupsieger und Ex-Ex-Nichtraucher stellte mich erneut vor einen Gewissenskonflikt. Sollte ich sechs Jahre nach unserer letzten Italotour meinen Ducati Cruiser erneut durch Südtirol prügeln? Die Frage weckte schmerzhafte Erinnerungen an unsere holprige Routenplanung und die grausame, 10-stündige Rückreise auf der Autobahn bei 8 Grad Celsius und Starkregen. Allerdings bot die Neuauflage auch die Chance, mit der verkorksten Touren-Vergangenheit ein für alle mal abzuschließen. "Na kumm, scheiß di ned an!", stieg Robert wie gewohnt aufs Gas. Ich stellte digitale Bedingungen: Calimoto statt Autoatlas, Sena statt Gebärdensprache. Robert, seit jeher der analoge Typ, stand der modernen Technik zunächst skeptisch gegenüber, willigte aber im Dienst der Sache schlussendlich ein. Und es sollte sich lohnen: unser Gardasee-Trip 2.0 wurde zur Success-Story.

Sena 50S, 50R & 50C mit Premium Sound by Harman Kardon und Mesh-Intercom-Technik

Als Poky, der 1000PS Chef vom Dienst, von unserer Unternehmung erfuhr, witterte er prompt die Gelegenheit, einen praxisnahen Vergleichstest fürs Magazin abzustauben und köderte uns mit der Leihgabe zweier Sena-Kommunikationssysteme der aktuellen 50er-Serie mit Premium Sound by Harman Kardon. Meine Wahl fiel auf das Sena 50S, den Allrounder mit Jog-Dial Bedienung, Robert entschied sich für das Sena 50R, das Schlanke mit Drei-Tasten Funktion. Das ebenfalls zur Wahl stehende 50C mit 4K Kamera war uns dann aber beiden zu steil und zu schwer bzw. zu klobig.

Installation am Helm und erste Schritte

Senas 50er-Serie wurde so entworfen, dass die Geräte mit nahezu jedem Motorradhelm kompatibel sind - egal ob dieser für Kommunikationssysteme vorbereitet ist oder nicht. Im Lieferumfang befinden sich diverse Klemmen, Klettverschlussaufkleber, doppelseitige Klebestreifen, Abstandshalter, superdünne HD-Lautsprecher und jeweils ein Bügel- oder kabelgebundenes Mikrofon für Jet-, Klapp- oder Integralhelme.

Die Installation ist kein Hexenwerk. Das Sena 50S war innerhalb von fünf Minuten im dafür "vorbereiteten" HJC RPHA 70 Tourenhelm verbaut, die Montage vom 50R im X-Lite X-803 RS Racing-Helm dauerte ein paar Minuten länger, war aber dank der superschmalen HD-Lautsprecher auch kein Problem. In beiden Fällen befestigten wir die Klemme an die linke Helmseite (Achtung: je höher und weiter hinten, umso besser, damit man beim Schulterblick nicht an den Schulterprotektor oder den Rucksackträger stößt), positionierten das kabelgebundene Mikrofon zentral vor den Mund, platzierten die Lautsprecher nach einer kurzen Hörprobe in den dafür vorgesehenen Aussparungen des Wangenpolsters und verlegten die Kabel sauber unter dem Futter.

Firmware-Update first

Bevor wir mit der eigentlichen Einrichtung begannen, empfahl es sich, den Headset-Akku mit dem mitgelieferten USB-Kabel vollständig aufzuladen und die Firmware mittels "Sena Bluetooth Device Manager" (verfügbar für PC und Mac) zu aktualisieren. Erst danach installierten wir die neueste "Sena Motorcycles-App" (verfügbar für Android und iOS) am Smartphone und koppelten das Headset via Bluetooth. Über die Sena Motorcycles-App lässt sich unter anderem der Akku- und Firmware-Stand prüfen, Musik bzw. FM-Radio hören, Kurzwahlen zum Telefonieren einspeichern und das Mesh- bzw. Bluetooth-Intercom (Gegensprechanlage) einrichten und aktivieren. Außerdem hat man die Kurzanleitung sowie das vollständige Benutzerhandbuch des gekoppelten Geräts in der gewünschten Sprache immer mit dabei.

Mesh- oder Bluetooth-Intercom (Gegensprechanlage)?

Während das Smartphone schnell und intuitiv mit dem Sena gekoppelt war und ohne jegliches Studium der Betriebsanleitung auf Anhieb perfekt funktionierte, musste bei der Kommunikation zunächst eine Grundsatzentscheidung getroffen werden: Mesh-Intercom (Open bzw. Group Mesh) oder Bluetooth-Intercom (Standard-Gegensprechanlage). Hinweis: In beiden Fällen lassen sich die Geräte ohne Nutzung von Mobilfunk, eines mobilen Datentarifs oder des Smartphone-WLANs verwenden.

Um es vorwegzunehmen: Falls alle betroffenen Teilnehmer über ein Mesh-fähiges Kommunikationssystem verfügen (egal ob Sena Mesh 1.0 oder 2.0) und die Akkus ausreichend geladen sind, empfiehlt sich immer die Mesh-Technologie. Mesh erlaubt die deppensichere Kopplung einer unbegrenzten Zahl an Teilnehmern, funktioniert über eine Distanz von 2 km im offenen Gelände, die sich ab 6 Teilnehmern sogar auf maximal 8 km ausdehnen lässt und faded Sprachnachrichten und Telefongespräche vom eigenen verbundenen Smartphone automatisch ein und aus.

In erster Linie entfällt aber die relativ aufwendige und nervenzerreißende Kopplung der einzelnen Teilnehmer. Stattdessen aktiviert jeder Sena Benutzer die Funktion "Mesh Intercom" (Open Mesh) mit einem Klick (oder per Sprachbefehl) und der Helm verbindet sich automatisch und unlimitiert mit allen Mesh-Geräten im Umkreis und ermöglicht obendrein die sofortige Kommunikation untereinander. Außerdem nutzt das flexible und sich selbst optimierende System immer den bestmöglichen Übertragungsweg und garantiert zuverlässige Verbindungen inklusive brillanter Sprachqualität. Der Vorteile noch nicht genug, beeinflussen verloren gegangene Intercom-Partner niemals die Kommunikation der verbliebenen Verbindungen, werden akustisch angezeigt und vollautomatisch wieder ins Mesh-Netzwerk aufgenommen. Bei Bedarf stehen insgesamt neun verschiedene Kommunikationskanäle (Group Mesh) mit individuell zuweisbaren Teilnehmern zur Verfügung und auch Nicht-Mesh-Besitzer bzw. Drittgeräte lassen sich über Umwege ins Netz integrieren. Einziger Nachteil, den wir in der Praxis erkennen konnten, war ein höherer Stromverbrauch als mit dem Bluetooth-Intercom Feature.

Im Gegensatz dazu erlaubt die Bluetooth-Intercom-Gegensprechanlage nur die Kommunikation von maximal 4 Fahrern. Zwei Personen sind rasch miteinander verbunden und sprechen in klarer HD-Qualität, doch um einen dritten bzw. vierten Kameraden ins Intercom-Spiel zu holen, verlangt es nach einem genauen Studium der Bedienungsanleitung oder Senas "Smart Intercom Pairing"-Funktion, bei welcher sich alle Sena-Geräte durch Scannen ihrer individuellen QR-Codes koppeln lassen. Will einer der Fahrer während der Fahrt Sprachnachrichten (beispielsweise zur Navigation) von seinem Telefon erhalten, muss in seiner App das Feature "Audio Multitasking" aktiviert werden, welches ausschließlich ohne HD funktioniert und die Sprachqualität negativ beeinflusst. Außerdem besteht beim Einrichten des Bluetooth-Intercoms die Gefahr, dass versehentlich eine sogenannte "geschlossene Schleife" erstellt wird, wodurch alle Benutzer mit gravierenden Störgeräuschen bestraft werden. Größter Nachteil ist allerdings, dass nach dem Ausfall des Intercom-Hosts (Master) oder eines Teilnehmers einer Vier-Wege-Kommunikation nicht mehr alle verbliebenen Gruppenmitglieder miteinander kommunizieren können. Und zwar so lange, bis der Host seinen Weg zurück ins Netzwerk gefunden hat oder die lineare Vier-Wege-Verbindung wieder geschlossen wurde. Summa summarum spricht eigentlich relativ wenig für die Nutzung der traditionellen Bluetooth-Intercom-Gegensprechanlage.

Vergleich: SENA Mesh-Intercom vs. Bluetooth-Intercom (Gegensprechanlage)

Mesh-IntercomBluetooth-Intercom
Teilnehmerunbegrenztmax. 4 Teilnehmer
Gruppen möglichja (Group Mesh)ja (Group-Intercom, Zwei-, Drei- oder Vier-Wege-Kommunikation
Kommunikationsverbindungsicher (alle Teilnehmer untereinander vernetzt)unsicher (lineare Verbindung der Teilnehmer)
Mobilfunkverbindung parallel möglich (z.B. Navigation)ja (automatisch)jein (Ausnahme: Audio Multitasking aktiviert ohne HD-Sprechanlage)
Sprachqualitätsuper, immerHD, nur bei Zwei-Wege-Komm.
Reichweite2 km (im offenen Gelände)2/2/1,6 km (50S/50R/50C)
8 km max. ab 6 Teilnehmern
Sprechzeit<11/8/12 Std. (50S/50R/50C)<12/13/22 Std. (50S/50R/50C)

Sena 50S und 50R in der Praxis

Zur Kommunikation untereinander entschieden sich Robert und ich für Senas Mesh-Intercom 2.0 Protokoll. Headsets einschalten. Die Mesh-Intercom-Taste drücken. Der Ansage "Mesh-Intercom on" lauschen. Fertig. Beep Beide Helme, die defaultmäßig auf dem Mesh-Intercom-Kanal 1 liefen, waren gekoppelt und konnten instant miteinander kommunizieren. Mein Smartphone, auf dem die Calimoto-App mit Sprachansage lief, wurde nur wenige Sekunden später ebenfalls automatisch verbunden und konnte während der gemeinsamen Fahrt alternativ auch zum Musikhören oder Telefonieren genutzt werden. Dabei kümmerte sich das Sena Kommunikationssystem anhand der eingebauten Prioritätenreihenfolge und der voreingestellten Lautstärken automatisch ums Ein- bzw. Ausfaden der akustischen Infos. Höchste Priorität besaß das Mobiltelefon, gefolgt vom Mesh-Intercom, dem FM-Radio und der Bluetooth-Stereomusik.

Großartige Sprachqualität im Mesh-Intercom-Betrieb

Drei Dinge stachen auf Tour besonders hervor. Erstens, wie überraschend klar und rauschfrei - selbst bei höheren Geschwindigkeiten oder viel Wind - die Stimme des Kollegen zu hören war. Zweitens, wie entspannt und leise man sprechen konnte und offensichtlich dennoch gut gehört wurde. Das Mikrofon und die HD-Lautsprecher von Harman Kardon waren dabei so in die Helmpolster integriert, dass die Kommunikation zusammen mit Senas "Advanced Noise Control" von Windgeräuschen relativ unbeeindruckt blieb. Trotz der exponierten Lautsprecherposition bzw. der davon abgedeckten Ohren waren aber nicht nur Navi-Ansagen und Musik bzw. der Gesprächspartner ausgezeichnet hörbar, sondern es blieben auch die Verkehrs- und Umgebungsgeräusche relativ gut wahrnehmbar - ein echtes Sicherheitsplus gegenüber In-Ear-Kopfhörern.

Ja, und drittens, wie schnell man sich an den Luxus des Intercoms gewöhnt hatte. Egal, ob auf der Landstraße, im dichten Kolonnenverkehr oder an der Ampel: man artikulierte stets so, als säße man sich gemütlich bei Kaffee und Kuchen gegenüber. Kein Gebrüll im Fahrtwind, kein Hälseverrenken samt wilder Gestik und kein Bedarf, auf vielbefahrenen Straßen nebeneinander zu fahren, um dem anderen per Gebärdensprache seine Bedürfnisse mitzuteilen.

Weitere Pluspunkte vom Mesh 2.0 sind seine hohe Reichweite, wenngleich wir die versprochenen zwei Kilometer auch unter den besten Bedingungen nie geschafft haben, die Zuverlässigkeit der Verbindungen und eben das gänzlich neue Fahrgefühl: Abbiegehinweise, Tanken, Hunger, Klo, Hindernisse und Straßenschäden anzeigen, Schmutz auf der Fahrbahn, Strecke frei nach Überholmanöver bis hin zum Smalltalk - die Liste der nützlichen Anwendungen war enorm und wurde Tag für Tag länger.

SENA Systemvergleich 50ER-SERIE

50S50R50C
Hauptmodul
Abmessungen102 x 56 x 27 mm97 x 48 x 27mm95 x 59 x 31 mm
Gewicht64 g65 g90 g
Abnehmbarja, Schnellverschlussnein, Kabel verklebtja, Kabel absteckbar
Wetterschutzgutexzellentsehr gut
Bedienung mit Handschuhensehr gutbefriedigendsehr gut
Features
SteuerungJog-Dial+TastenTastenJog-Dial+Tasten
HD-Lautsprecher40 x 7,2 mm40 x 7,2 mm36 x 6,5 mm
SoundHarman KardonHarman KardonHarman Kardon
Mesh Intercom01.02.0001.02.0001.02.00
Bluetooth01.05.0001.05.0001.05.00
Wifineinneinja
4K-Kameraneinneinja
Performance
Reichweite Sprechanlage2 km2 km1,6 km
Reichweite Mesh2 km*2 km*2 km*
Sprechzeit Mesh Intercom< 11 Stunden< 8 Stunden< 12 Stunden
Sprechzeit Sprechanlage< 12 Stunden< 13 Stunden< 22 Stunden
Ladezeit1 Stunde1 Stunde2,5 Stunden

* Kann bis zu 8,0 km ausgeweitet werden, wenn mindestens 6 Fahrer verbunden sind.

Annähernd gleiche Performance, aber Unterschiede im Bedienkomfort

Während sich unsere beiden Geräte (50S und 50R) in Bezug auf Sprachqualität, Reichweite und Akkulaufzeit keine größeren Blößen gaben, stellten sich in der Praxis grobe Unterschiede in der Bedienung heraus. Um beispielsweise die Lautstärke für jede Audioquelle (d. h. Telefon und Sprechanlage) getrennt einzustellen, musste typenspezifisch beim 50S nur der Jog-Dial im oder gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden. Beim 50R galt es jeweils eine der äußersten Tasten zu treffen. Für andere Funktionen reichte beim 50S ein kurzer oder längerer Druck aufs Jog-Dial, anders beim 50R, wo die krampfhafte Suche nach dem mittleren Knopf aufs Neue begann. Jedenfalls zeigte sich klar und deutlich, dass sich das Sena 50S mit dicken Tourenhandschuhen einfacher bedienen ließ.

Was die tatsächliche Batteriedauer betrifft, so war diese bei beiden Geräten zwar absolut praktikabel, hinkte aber sowohl beim 50S als auch beim 50R - wohl der permanenten Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone geschuldet - den Herstellerangaben weit hinterher. Dank der neuen Schnellladefunktion kam es aber auch an den längsten Tagen zu keinerlei Zwangspausen, da beide Geräte innerhalb einer Stunde vollständig geladen waren und bereits nach 20 Minuten 3,5 Stunden Mesh-Betrieb zur Verfügung standen.

Maximaler Wetterschutz

Um maximalen Wetterschutz zu gewährleisten, besitzt das Sena 50R ein geschlossenes Gehäuse mit verklebten Kabeln und haftet wahlweise auch direkt am Helm. Weniger Hardware und robustes Design machen dieses Gerät leichter, schlanker und aerodynamischer bei Hochgeschwindigkeitsfahrten. Dafür muss zum Laden immer der komplette Helm ans Netz.

Im direkten Vergleich besitzt das 50S eine wetterfeste abnehmbare Haupteinheit, was das Handling vereinfacht und wodurch ein und dasselbe Gerät an verschiedenen Helmen genutzt werden könnte. Verschiedene Kits mit Halter, Kopfhörern und Mikrofon gibt es relativ günstig im Zubehörhandel. Trotz "Wetterschutz" kann bei Starkregen dennoch Wasser zwischen die Kontakte der abnehmbaren Haupteinheit und jener des Halters kommen und Störungen verursachen.

Fazit nach 1.666 Kilometern

Die Frage, ob Bluetooth-Kommunikation beim Motorradfahren wirklich notwendig ist, kann nur jeder für sich selber beantworten. Wer allerdings beim Biken öfters telefoniert, Musik bzw. Radio hört oder Navi-Ansagen folgt, der ist mit Senas 50er-Serie bestens bedient - abgesehen von der wirklich sensationell funktionierenden Mesh-Intercom-Technologie, dank welcher sich Gespräche während der Fahrt mit beliebig vielen Kollegen führen lassen - ohne Gebrüll im Fahrtwind und ohne Hälseverrenken samt wilder Gestik.

Das Sena 50S vereint erstklassige Mesh- und Bluetooth-Kommunikationsfunktionen in einem schlanken Gerät mit dem bewährten Jog-Dial-Design von Sena. Verbindungen mit unzähligen Fahrern über das zuverlässige Mesh-Netzwerk von Sena oder eine Kopplung mit dem Smartphone, um Musik zu hören, GPS zu nutzen oder Anrufe entgegenzunehmen - alles über die hochwertigen Sound by Harman Kardon-Lautsprecher. Das 50S ist als Einzelpack für 369 € (inkl. MwSt.) und als Doppelpack für 649 € (inkl. MwSt.) erhältlich.

Das Sena 50R verfügt über die gleichen Funktionen wie das 50S, ist aber ein flacheres Gerät mit einem drei-Tasten-Design, das etwas enger am Helm anliegt. Das 50R ist als Einzelpack für 369 € (inkl. MwSt.) und als Doppelpack für 649 € (inkl. MwSt.) erhältlich.

Im Sena 50C sind Premium Sound by Harman Kardon und Mesh-Intercom-Technologie mit einer 4K Kamera kombiniert. Ein Mesh-Kommunikationsgerät mit integrierter Kamera, die es Fahrern ermöglicht, Videos in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde aufzunehmen oder 12MP-Fotos im Standbild-, Serienbild- oder Zeitraffermodus zu machen, wurde schon länger herbeigesehnt. Das 50C ist für 499 € (inkl. MwSt.) im Handel erhältlich.

Mehr Infos über die Sena Geräte der 50er-Serie und ihre umfangreichen Features findet ihr unter www.sena.com im Internet.

Vorteile Sena 50er-Serie

  • Einfache und universelle Montage dank des umfangreichen Zubehörs
  • Nach dem Einschalten sofort mit dem Smartphone gekoppelt
  • Intuitive Bedienung (mit Ausnahme des Koppelns per Bluetooth-Intercom)
  • Leichte, stabile Konstruktion
  • Sehr schmale Lautsprecher mit exzellenter Soundqualität
  • Konfiguration per App möglich
  • Praktikable Akkulaufzeit
  • Radioempfang
  • Nachladen per Bordstromnetz oder Powerbank mit voller Funktionalität während der Fahrt

Nachteile Sena 50er-Serie

  • Akkulaufzeit durchwegs schwächer als angegeben
  • Reichweite der Mesh-Intercom-Verbindung ausreichend und praxistauglich, aber jenseits des angegebenen Maximums
  • Wetterfest (grundsätzlich alle), aber kurze Aussetzer durch Wasser möglich (50S)
  • Neues Hadron Mikrofon größer als bei früheren 50er-Modellen, passt eventuell nicht mehr in die Aussparung von SENA-vorbereiteten Helmen
  • Teuer

Tipps & Tricks für eine erfolgreiche Bluetooth-Tour

  • In einen Calimoto Wochen- oder Premium-Account investieren
  • Alle Geräte (Senas, Smartphones) und die Calimoto-App auf den letzten Software-Stand bringen
  • Offline-Karten installieren, ganz besonders für Länder, in denen extra Gebühren für Roaming anfallen (z.B. Schweiz)
  • Reserve-Smartphone für Calimoto einpacken (Pin-Codes und Logins bereithalten)
  • Calimoto-Ausrichtung in der App je nach Smartphone-Montageposition feststellen
  • Hochwertige Powerbank (klein und leicht) zum Nachladen für unterwegs
  • Ladekabel und Stromadapter für Senas, Powerbank und Smartphone (je länger, umso besser)
  • SP Connect Smartphone-Cover und Motorradhalter (Achtung: Vibrationen können dem Bildstabilisator von Apple iPhones schaden)
  • Sena Kommunikationssystem besser in einen gut gedämmten Tourenhelm einbauen, als in einen dünn gepolsterten, superleichten Racehelm (sonst macht Musikhören ab 50-70 km/h keinen Spaß mehr)
  • In Touchscreen-fähige Handschuhe investieren (zumindest ein Finger sollte mit dem Smartphone-Display funktionieren)
  • Sena App und Kurzanleitung am Smartphone installieren
  • Planung der Calimoto-Touren am Computer durchführen (größeres Display, mehr Features)
  • Markierungen der Zwischenstopps in der Karte feintunen (Calimoto führt euch immer zum Hauptplatz)
  • Berechnung einzelner Routenabschnitte nach Lust, Laune und Zeitbudget wählen (Autobahn, schnell, kurvig oder extrem kurvig)
  • Während längerer Pausen noch vor dem Abnehmen des Helms das Sena immer ausschalten
  • Gleich nach Ankunft am Tagesziel im Hotel die Senas und Smartphones aufladen

Bericht vom 03.07.2022 | 4.612 Aufrufe

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