Reiseenduroreifen 2026 - die wichtigsten Modelle im Überblick
Welche Enduroreifen 2026 lohnen sich wirklich?
Welche Reiseenduroreifen stehen 2026 aktuell zum Kauf? In diesem Bericht findest du alle erhältlichen Modelle von Bridgestone, Dunlop, Continental, Pirelli und Michelin - klar gegliedert, neutral beschrieben und inklusive Tabellen je Marke.
Reiseenduro-Reifen 2026: Alle aktuellen Modelle im Überblick
Reiseenduro-Motorräder stellen hohe Anforderungen an ihre Bereifung: Sie sollen auf langen Touren bei jedem Wetter sicher auf Asphalt performen, zugleich aber auch Abstecher auf Schotter- und Offroad-Pisten ermöglichen. Kein Reifen kann alles perfekt - vielmehr gibt es unterschiedliche Kompromisse zwischen Straßengrip und Geländetauglichkeit. Hersteller kategorisieren Adventure-Reifen deshalb oft nach dem Verhältnis Straße/Gelände (z.B. 90/10 für 90% Straße, 10% offroad, 50/50 für hälftig gemischten Einsatz usw.). Im Folgenden geben wir einen umfassenden Überblick über alle aktuellen Reiseenduroreifen - von rein straßenorientierten Touren-Pneus bis zu grobstolligen Enduroreifen - geordnet nach Hersteller. Am Ende jeder Marken-Sektion findet sich eine Übersichtstabelle der Modelle mit ihren Charakteristika.
Michelin
Michelin hat seine Adventure-Reifenpalette erst kürzlich erneuert und deckt das volle Spektrum von 100% Straße bis 50/50 ab.
Michelin Anakee Road - Straßenspezialist mit Adventure-Genen
Der Anakee Road ist Michelins 90/10-Reifen für große Adventure-Bikes. Er bildet die straßenorientierte Spitze der Anakee-Familie und bedient sich modernster Sporttouring-Technologien. So verfügt er über eine 2CT+ Zweikomponentenmischung (härtere Laufflächenmitte, weichere Schultern) für hohe Stabilität und Grip in Schräglage. Zudem besteht er aus 100% Silica-Gummi, was schnelles Warmup und exzellenten Nassgrip ermöglicht. Die robuste Karkasse sorgt auf schlechten Straßen für Stabilität und Komfort.
Im 1000PS-Test hinterließ der Anakee Road einen sehr ausgewogenen Eindruck: Er bietet ein neutrales, leichtes Handling und viel Vertrauen besonders bei Nässe. Auf der nassen Straße zählt er zu den stärksten Reifen im Feld. Insgesamt fährt er sich unspektakulär - im positiven Sinne: keine Macken, kein Drama. Ein echter Sorglos-Reifen für Asphalt, der einfach alles richtig macht.
Michelin Anakee Adventure 2 - neuer Allrounder (80/20)
Mit dem Anakee Adventure 2 hat Michelin für 2026 einen brandneuen 80/20-Adventurereifen vorgestellt. Er tritt die Nachfolge des Anakee Adventure (1. Generation) an und wurde in vielen Bereichen verbessert. Laut Michelin liegt der Fokus auf Sicherheit, Komfort und Vielseitigkeit. Neue Silica-betonte Gummimischungen liefern deutlich besseren Nassgrip, während die Laufleistung im Vergleich zum Vorgänger um bis zu 20% stieg. Ebenfalls hervorzuheben ist der Geräuschkomfort - der Anakee Adventure 2 soll wesentlich leiser abrollen und weniger Vibrationen erzeugen. Trotz seines Haupt-Einsatzgebiets Straße trägt er eine M+S-Kennzeichnung und besitzt ein optimiertes Stollenprofil für ausreichende Traktion auf Schotter. In der Karkasse kommen Michelins neueste Technologien (Radial-X Evo mit Aramidgürtel) zum Einsatz, um Stabilität und Dämpfung zu verbessern. Der Anakee Adventure 2 wird ab Januar 2026 weltweit verfügbar und bildet dann gemeinsam mit Road 6, Anakee Road und Anakee Wild das Michelin-Adventure-Lineup.
Michelin Anakee Wild - Grobstoller für Offroad-Abenteuer
Der Anakee Wild ist Michelins Stollenreifen für Reiseenduros, konzipiert für etwa 50% Geländeanteil. Das ausgeprägte Blockprofil erinnert an Rallye-Raid-Reifen und verleiht auf losem Untergrund maximalen Grip. Auf der Straße erfordert der Wild hingegen Kompromissbereitschaft: Laut einem 1000PS-Offroadtest bietet der Anakee Wild von allen 50/50-Reifen die beste Geländeperformance, liegt dafür onroad aber ”eher unter dem Durchschnitt”. Insbesondere auf nassem Asphalt muss man vorsichtig sein - hier stößt jeder echte Grobstoller schnell an physikalische Grenzen. Bei trockenem Wetter und gemäßigtem Tempo ist der Wild durchaus langstreckentauglich, zumal er für einen Stollenreifen eine erstaunlich hohe Laufleistung vorweisen kann. Unterm Strich eignet sich der Anakee Wild ideal für Abenteuerfahrer, die ernsthaftes Gelände ansteuern - er nimmt dafür schwächere Straßeneigenschaften bewusst in Kauf.
Michelin Übersicht
| Modell | Kategorie | Eigenschaften (laut Hersteller/Test) |
| Anakee Road | 90/10 Straße | Sehr modern und ausgewogen auf Asphalt: 2CT+ Dual-Compound, hoher Silica-Anteil für top Nassgrip. Komfortabel und neutral, ideal für Vielfahrer auf Straße. |
| Anakee Adventure 2 | 80/20 Allround | Neu 2026: Verbesserter Allrounder mit top Nasshaftung, +20% Laufleistung ggü. Vorgänger, sehr laufruhig/leise. M+S-Kennung, Offroad-tauglich für Schotterpassagen. |
| Anakee Wild | 50/50 Enduro | Grober Stollenreifen für Gelände. Im Offroad führend unter 50/50-Reifen, aber auf Asphalt (v.a. nass) nur mit Vorsicht fahrbar. Sehr hohe Laufleistung für einen Stoller. |
Pirelli
Pirelli bietet unter dem traditionsreichen Namen Scorpion mehrere Reiseenduro-Reifen an - vom rein straßenorientierten Scorpion Trail bis zum renn-erprobten Rally-Stollen. 2023 hat Pirelli den Scorpion Trail III als neuesten Spross für die Asphaltfraktion präsentiert, während der bekannte Scorpion Rally STR weiter die Brücke zwischen Straße und Gelände schlägt.
Pirelli Scorpion Trail III - Sportlicher Straßenreifen (90/10)
Der Scorpion Trail III ist Pirellis jüngster 90/10-Reifen und richtet sich an Fahrer, die ihre Reiseenduro dynamisch auf Asphalt bewegen wollen. Sein Profildesign ist stark von Pirellis Diablo-Sportreifen inspiriert: hoher Negativanteil gibt ihm das Aussehen eines Adventure-Reifens, tatsächlich bieten die großen zusammenhängenden Profilflächen aber fast so viel Aufstandsfläche wie ein Straßenreifen. Im Aufbau setzt Pirelli auf 100% Silica in radialen Dimensionen, am Hinterreifen kombiniert mit Dual-Compound-Mischung für Haftung und Haltbarkeit. Ein Null-Grad-Stahlgürtel sorgt für hohe Stabilität bei Tempo und Beladung.
Tester beschreiben den Trail III als einen der sportlichsten Reifen im Adventure-Segment. Laut 1000PS überzeugte er im Fahrtest durch sehr präzises Einlenken, hohe Kurvenstabilität und ein ausgesprochen sportliches Fahrgefühl. Bei Nässe bewege er sich auf dem Niveau echter Sporttouring-Reifen. Trotz seines ”Adventure” im Namen ist der Trail III de facto ein Straßenreifen – und zwar ein exzellenter: Er vermittelt ein Höchstmaß an Vertrauen und bleibt auch bei Kälte und widrigen Bedingungen berechenbar. Kurzum: Sportlichkeit ohne Reue auf der Reiseenduro.
(Hinweis: Der Scorpion Trail III löst sukzessive den bisherigen Scorpion Trail II ab, der über viele Jahre als Testsieger galt. Einige Händler führen den Trail II noch, doch perspektivisch wird Version III ihn komplett ersetzen.)
Pirelli Scorpion Rally STR - Alleskönner mit Straßengrip (60/40)
Pirellis Scorpion Rally STR (Street Rally) gilt als einer der ausgewogensten 50/50-ähnlichen Adventure-Reifen auf dem Markt, mit leichtem Offroad-Fokus bei zugleich exzellenter Straßentauglichkeit. Er besitzt eine klassische grobstollige Blockanordnung, allerdings mit moderater Profiltiefe und weit nach außen gezogenen Stollen an den Reifenschultern. Dadurch erzielt der STR bemerkenswerten Grip selbst bei starker Schräglage auf Asphalt. Die Gummimischung ist hochsiliziert, was dem STR eine beispielhafte Regenperformance verleiht. Im Trockenen lenkt er agil und präzise ein und bleibt auch in schnell gefahrenen Kurven spurstabil.
Unser Fazit: Der Scorpion Rally STR fühlt sich auf der Straße pudelwohl - man kann ihn bei Nässe richtig flott fahren, der Grenzbereich kündigt sich gutmütig an. Gleichzeitig bietet er auf Schotter gute Reserven und erlaubt erstaunliche Schräglagen, bevor ihm im richtig tiefen Matsch die Grenzen aufgezeigt werden. Gegenüber reinrassigen Offroad-Reifen à la TKC 80 oder Anakee Wild muss man im Gelände etwas Performance einbüßen, gewinnt dafür aber enorm an Vielseitigkeit und Sicherheit auf der Straße. Dank seiner hervorragenden Nass-Eigenschaften empfehlen die Tester den STR ausdrücklich auch Viel- und Ganzjahresfahrern. Er ist ein Lieblingsreifen im Adventure-Bereich - ein echter Regenprofi auf Asphalt, der dennoch im leichten Gelände Spaß macht.
Pirelli Scorpion Rally (ohne STR) - Der Wüstenprofi (Offroad 80+)
Am anderen Ende des Spektrums steht der Scorpion Rally (ohne STR-Zusatz). Dieser Reifen ist eine Weiterentwicklung von Pirellis Wüsten-Rallye-Reifen und für harten Offroad-Einsatz optimiert (Sand, Geröll, Schlamm). Markant sind seine breiten, solide dimensionierten Stollenblöcke, die exzellente Traktion im Gelände bieten. Auf losem Untergrund gräbt sich der Rally effektiv ein und sorgt für Vortrieb, wo 50/50-Reifen längst schlapp machen. Allerdings ist er - wie alle echten Grobstoller - auf Asphalt mit Zurückhaltung zu genießen. Seine Grenzen liegen besonders auf nassem Asphalt: Hier sollte man äußerst vorsichtig fahren. Für längere Straßentouren ist der Scorpion Rally weniger gedacht; er richtet sich vielmehr an Abenteuerreisende und Rallye-Teilnehmer, die größtenteils im Gelände unterwegs sind. In der Praxis greifen viele Fahrer für gemischte Touren eher zum vielseitigen STR, doch wer maximale Offroad-Performance sucht (z.B. für Wüstenrallies), findet im Scorpion Rally einen bewährten Partner.
Pirelli Übersicht
| Modell | Kategorie | Eigenschaften |
| Scorpion Trail III | 90/10 Straße | Neuester Straßenscorcher für Adventure Bikes: sehr präzises Handling, sportliche Performance, voll allwettertauglich. Für dynamische Straßenfahrten mit der Reiseenduro. |
| Scorpion Trail II | 90/10 Straße | Vorgänger des III, jahrelanger Testsieger (Motorrad 2015–2019). Hohe Laufleistung, guter Nassgrip - wird durch Trail III abgelöst. |
| Scorpion Rally STR | ~60/40 Allround | Breiter Einsatzbereich: Hervorragend auf Asphalt (agil, leise, top Nassgrip), zugleich genügend Biss auf trockenem Schotter. Einer der besten Kompromiss-Reifen, regenstark und vielseitig. |
| Scorpion Rally | 20/80 Offroad | Grobstoller für schweres Gelände (Wüstenrallys etc.). Massive Stollen für Top-Traktion offroad, auf Asphalt nur eingeschränkt fahrbar (insb. nass äußerst vorsichtig). Spezialist für Abenteuer abseits der Straße. |
Metzeler
Metzeler, eine Schwestermarke von Pirelli, ist seit Jahrzehnten für robuste Enduro-Reifen bekannt. Von der langlebigen Tourance-Familie bis zur groben Karoo-Serie bietet Metzeler ein breites Portfolio für Reiseenduros. Aktuell stehen insbesondere der Tourance Next 2 als Straßenspezialist und der brandneue Karoo 4 für gemischten Einsatz im Fokus, flankiert vom etwas älteren Karoo Street und ganz groben Karoo Extreme. Metzeler listet zudem noch den Klassiker Tourance (ohne ”Next”) und den bewährten Enduro 3 Sahara für bestimmte Nischen.
Metzeler Tourance Next 2 - Komfortabler Asphaltkönner (90/10)
Der Tourance Next 2 ist Metzelers neuester 90/10-Reifen, eingeführt 2022 als Weiterentwicklung des beliebten Tourance Next. Gegenüber dem Vorgänger wurden Nassgrip und Stabilität nochmals deutlich verbessert. Metzeler setzt auf eine neue Vollsilica-Mischung und eine steifere Karkasse, um gleichmäßige Performance über die gesamte Lebensdauer zu gewährleisten. Vorne sorgt eine silica-reiche Mischung für schnelles Warm-up, hinten ein Dual-Compound für Grip und Haltbarkeit.
Im Test zeigte der Next 2 ein extrem ruhiges, stabiles und vertrauenerweckendes Fahrverhalten. Besonders auf schlechten Straßen spielt er seine Komfortreserven voll aus - Unebenheiten bügelt er weg, ohne an Präzision einzubüßen. Wird er sportlich gefahren, bleibt er lange neutral und kontrollierbar. Insgesamt ein sehr ausgewogener Straßenreifen für Vielfahrer, die auf Komfort und Sicherheit Wert legen. Metzeler selbst positioniert ihn als idealen Begleiter für lange Touren, auch bei Regen (sehr kurzer Bremsweg im Nassen) und hoher Beladung.
Metzeler Tourance (Classic) - Laufleistungs-Champion (85/15)
Der Tourance ohne Namenszusatz ist der bewährte ”Ur-Tourance”, der bereits seit den 1990ern im Programm ist und immer noch in manchen Dimensionen angeboten wird. Er zeichnet sich durch ein großblockiges Profil mit durchgehender Mittelrille aus - weniger radikal als ein Stollenreifen, aber grober als reine Straßenreifen. Metzeler beschreibt ihn als ”knobby tire for dual purpose motorcycles”, der für gemischte Nutzung ausgewogen ist. Die Laufflächenmischung kombiniert Silica und Ruß, was dem Tourance zu sehr hoher Laufleistung und guter Haltbarkeit verhilft. Das etwas gröbere Profil gibt auf Schotterwegen ordentlichen Grip, während er auf Asphalt dank der optimierten Gummimischung auch bei Nässe sicher bleibt. In seiner Glanzzeit galt der Tourance als nahezu unplattbarer Dauerläufer - viele Globetrotter schätzten ihn auf langen Reisen. Heute ist er technisch überholt (die Next-Generation bietet bessere Nasshaftung), doch wer einen einfachen, haltbaren 80/20-Reifen sucht, wird vom Tourance selten enttäuscht.
Metzeler Karoo Street - Grober Look, gute Straße (70/30)
Der Karoo Street richtet sich an Adventure-Rider, die einen offroad-tauglicheren Look möchten, aber überwiegend auf der Straße unterwegs sind. Er ist für ~70% Straße, 30% leichtes Gelände ausgelegt. Optisch erinnert er an Enduroreifen mit seinen Stollenblöcken, doch die Gummimischung und Profilgestaltung zielen auf Asphalt-Performance ab: Der Karoo Street bietet deutlich besseres Fahrverhalten auf der Straße als klassische Stollenreifen und hohen Komfort bei allen Bedingungen. Die einzelnen Profilblöcke sind weniger hoch und stehen enger beieinander als bei Karoo 3/4, wodurch der Reifen stabiler abrollt und weniger walkt. Tester berichten, dass der Karoo Street in Kurven fast so neutral agiert wie ein Straßenreifen, aber ein leichtes Offroad-Handlinggefühl vermittelt. Auf trockenen Schotterwegen findet er ausreichend Grip; im Schlamm gerät er aber schnell an seine Grenzen - dafür ist er nicht gedacht. Sein Plus ist die coole Rallye-Optik ohne die üblichen großen Straßennachteile. Wer also 90% Straße fährt, aber einen Stollen-Look möchte, ist mit dem Karoo Street gut bedient. Er ist eine moderne Interpretation eines Allround-Reifens für Großenduros. Mehr Infos gibt´s in unserem ausführlichen Testbericht.
Metzeler Karoo 4 - Topmoderner 50/50-Kompromiss
Der Karoo 4 wurde 2022 vorgestellt und löste den Karoo 3 ab. Metzeler spricht von einem außergewöhnlich vielseitigen On/Off-Reifen für große Adventure-Bikes. Er ist für etwa 50% Straße, 50% Gelände konzipiert und in vielen aktuellen Enduro-Modellen als Erstausrüstung zu finden. Gegenüber dem Vorgänger Karoo 3 bietet der Karoo 4 vor allem auf Asphalt spürbare Verbesserungen: Er hat ein neues Profildesign mit variabler Stollenanordnung (adaptive pattern), das Abrollgeräusche reduziert und das Handling präziser macht. Gleichzeitig wurde die Lücke zwischen den Mittelstollen etwas vergrößert, um die Selbstreinigung im Gelände zu verbessern, ohne die Laufruhe zu stark zu beeinträchtigen. In Tests überzeugt der Karoo 4 als sehr guter Kompromiss für gemischten Einsatz. Einige 1000PS-Tester fuhren ihn z.B. bei der Bosnien-Rally und lobten seine Ausgewogenheit: Auf Schotter gräbt er sich zuverlässig durch und bietet auch im groben Terrain noch anständige Traktion, während er auf der Straße deutlich stabiler und vertrauenerweckender wirkt als ein reiner Enduroreifen. Klar ist: Bei starkem Schlamm oder Sand kommt auch der Karoo 4 irgendwann ins Rutschen - aber für normale Adventure-Offroads (Schotter, Feldwege, leichte Trails) reicht seine Performance völlig aus. Seine Straßenleistung wird allgemein als überraschend gut beschrieben: ordentliches Kurvenverhalten, akzeptabler Nassgrip und relativ homogenes Abfahren. Damit ist der Karoo 4 einer der Top-50/50-Reifen der neuesten Generation.
Neuankündigung: Auf der EICMA 2025 präsentierte Metzeler einen Karoo 4 Street, der ab 2026 den Karoo Street ablösen soll - optimiert für 70% Straße / 30% Offroad.
Metzeler Karoo Extreme - Rallye-Experte (30/70)
Oberhalb des Karoo 4 bietet Metzeler für extreme Ansprüche den Karoo Extreme. Dieser Reifen trägt das ”Extreme” zu Recht: Er wurde für Rallye-Raid und Hardcore-Gelände entwickelt. Metzeler listet ihn in der Kategorie ”Adventure Trail”, doch sein Einsatzzweck ist klar offroad-lastig - im Prinzip der Nachfolger der früheren MCE Six Days Extreme Enduroreifen, nur in Größen für Großenduros. ”Dominate the rally” lautet der Slogan. Der Karoo Extreme hat sehr grobe, weit auseinanderliegende Stollen und eine spezielle Gummimischung für besten Grip auf weichem Untergrund. Im Schlamm und tiefen Sand greift er exzellent. Allerdings sind die Stollen vergleichsweise schmal, um sich eingraben zu können - auf der Straße bedeutet das reduzierten Kontakt und schnellen Verschleiß. Für den Alltag ist der Karoo Extreme daher kaum gedacht; er richtet sich an Fahrer, die z.B. an Rallye-Wettbewerben mit Großenduros teilnehmen oder sehr schwieriges Terrain meistern wollen. Auf Asphalt muss man mit deutlichen Einbußen bei Stabilität und Bremshaftung rechnen (insbesondere nass). Metzeler empfiehlt für normale Adventure-Tourer eher den Karoo 4 - der Karoo Extreme ist ein Nischenprodukt für hartgesottene Offroader.
Metzeler Enduro 3 Sahara - Der Oldschool-On/Off- Reifen
Der Enduro 3 Sahara ist ein Evergreen im Metzeler-Programm. Dieser On/Off-Reifen wurde ursprünglich für Einzylinder-Enduros und Reiseenduros der 1980er entwickelt (u.a. Yamaha XT, BMW GS Basic) und hat bis heute eine Fangemeinde. Er verfügt über ein klassisches Stollenprofil mit selbstreinigenden Blöcken, jedoch relativ schmal und dichtstehend. Metzeler bewirbt ihn als Reifen für ”maximalen Fahrkomfort” auf langen Reisen in entlegene Regionen. Der Gummi ist robust und abriebfest, um auch schwere Beladung und heißes Klima wegzustecken. Auf der Straße fährt sich der Enduro 3 etwas oldschool - nicht so griffig wie moderne Silica-Reifen, aber berechenbar. Im Gelände (Schotter, Sandpisten) bietet er ausreichend Traktion, solange man kein extremes Tempo fährt. In tiefem Matsch oder auf nassem Gras kommt er allerdings an Grenzen, da die Blockabstände geringer sind als bei neueren Offroad-Reifen. Sein Vorteil ist die Vielseitigkeit: Er funktioniert ein bisschen überall und hält lange. Gerade Fernreisende mit Oldtimer-Bikes oder diejenigen, die einen einfachen, vertrauenswürdigen 50/50-Reifen suchen, greifen gern zum Enduro 3. Gegenüber modernen 50/50-Reifen (Karoo 4, Wild, TKC 80) wirkt er zwar technisch überholt, doch er hat sich über Jahrzehnte bewährt.
Metzeler Übersicht
| Modell | Kategorie | Eigenschaften (laut Hersteller/Test) |
| Tourance Next 2 | 90/10 Straße | Neueste Generation Tourer: sehr ruhig, komfortabel und nassstark. Hoher Silica-Anteil, Dual-Compound hinten, top Stabilität auch auf schlechtem Asphalt. |
| Tourance (Classic) | ~80/20 Straße | Klassiker mit halbgrober Optik: extrem langlebig, ausgeglichen auf Straße+Schotter. Hohe Laufleistung, guter Nassgrip für seine Klasse, “unplattbar” im Ruf. |
| Karoo Street | 70/30 Allround | Straßefokussierter Stollen-Look: deutlich besseres Asphalt-Handling als grobe Enduroreifen, trotzdem Offroad-Optik. Leichte Offroad-Passagen machbar, im Regen und Langstrecke komfortabel. |
| Karoo 4 | 50/50 Enduro | Topaktueller Kompromissreifen: sehr ausgewogen auf und abseits der Straße. Neues Profildesign für weniger Geräusch, bessere Nasshaftung. Gute Schotter-Performance, viel stabiler als klass. TKC 80. |
| Karoo Extreme | ~30/70 Offroad | Sehr grober Rallye-Reifen für schweren Offroadeinsatz. Maximaler Grip in Schlamm/Sand, aber kaum straßentauglich (nur für Verbindungsstücke). Für Rallys und Extremtouren gedacht. |
| Enduro 3 Sahara | ~50/50 Allround | Bewährter On/Off-Klassiker: selbstreinigende Stollen, komfortabel und robust. Nicht so griffig wie moderne Reifen, aber vielseitig und langstreckenerprobt (Oldschool-Charme). |
Continental
Continental’s TKC-Reifen sind legendär im Adventure-Bereich - der TKC 80 etwa genießt Kultstatus bei Weltreisenden. Daneben bedient Conti mit der TrailAttack-Serie die Straße und mit dem TKC 70 (Rocks) das Zwischen-Segment. Aktuell bietet Continental folgende Reiseenduro-Modelle: den ContiTrailAttack 3 als straßenorientierten Reifen, den TKC 70 (plus TKC 70 Rocks) als 70/30-Allrounder und den grobstolligen TKC 80 für Offroad. (Eine Neuauflage TKC 80 Gen.2 wurde für 2026 angekündigt, ist aber noch nicht verfügbar.)
Continental ContiTrailAttack 3 - Sportlicher Allrounder (90/10)
Der ContiTrailAttack 3 ist Continentals Premium-Adventure-Reifen für vorwiegend Asphalt. Er wurde komplett neu entwickelt als Nachfolger des TrailAttack 2 und technisch stark an Contis Sporttouring-Reifen RoadAttack angelehnt. Contis Technologien wie TractionSkin (raue Oberfläche für nahezu kein Einfahren) und RainGrip-Silica-Mischung sorgen für sofortigen Grip und sehr hohen Nassgriff. Der TrailAttack 3 hat eine steife Karkasse und ein profiliertes Negativdesign, das trotz Adventure-Optik voll auf sportliches Fahren ausgelegt ist.
Im 1000PS-Test beeindruckte der TrailAttack 3 mit neutralem Einlenkverhalten, extremer Präzision und enormer Stabilität beim Beschleunigen. Selbst bei sehr zügiger Gangart blieb er gutmütig und berechenbar - man merkt, dass hier moderne Straßenreifen-Technologie drinsteckt. Viele Tester halten ihn für einen der aktuell besten Straßenreifen für Reiseenduros mit 21-Zoll-Vorderrad. Durch das schnelle Warm-up lädt er auch bei kühlem Wetter sofort zum Kurvenfahren ein. Insgesamt ein hervorragender Reifen für Tourenfahrer mit sportlichen Ambitionen, der auf Asphalt kaum Wünsche offen lässt. Für loses Gelände ist sein Profil zwar nicht gedacht, aber einen kurzen Schotterweg meistert er zur Not auch.
Continental TKC 70 & TKC 70 Rocks - Vielseitige 70/30-Pneus
Der TKC 70 füllt bei Continental die Lücke zwischen Straßen- und Stollenreifen. Er wird mit 70% Straße und 30% Offroad Einsatz angegeben und ist der perfekte on- und offroad Abenteuerreifen, so Continental selbst. Charakteristisch ist die durchgehende Mittelrippe am Hinterreifen, die für laufruhigen Geradeauslauf und lange Haltbarkeit auf Asphalt sorgt, aber im Gelände einen limitierenden Faktor darstellt. Der TKC 70 bietet auf der Straße ein sehr sicheres, gut kontrollierbares Fahrverhalten und erstaunlich hohen Grip für sein grobes Aussehen. Insbesondere die Laufleistung ist eine seiner Stärken - viele Fahrer berichten von hohen Kilometerleistungen, was ihn für Fernreisen beliebt macht. Im Gelände (Schotter, festgefahrener Boden) schlägt er sich ordentlich, nur im tiefen Matsch stößt er durch die Mittelrippe und die moderaten Stollentiefen relativ früh an Grenzen.
Um die Offroad-Performance zu verbessern, hat Continental den TKC 70 Rocks eingeführt - einen alternativen Hinterreifen, der anstelle der Mittelrippe ein offeneres, tieferes Stollenprofil besitzt. Der Rocks kann mit dem normalen TKC 70 Vorderreifen kombiniert werden. Im Vergleichstest zeigte sich, dass der TKC 70 Rocks offroad einen Tick bessere Traktion und Seitenführung bietet als der Standard-TKC 70. Auf der Straße muss man trotz groberem Profil keinerlei Abstriche machen - Schräglagen bis zur Rastenstellung sind problemlos möglich. Lediglich die Laufleistung des Rocks fällt rund ein Drittel geringer aus als beim klassischen TKC 70, was dem aggressiveren Profil geschuldet ist. Auch in Punkto Nass- und Kälteperformance gehört der Rocks zu den Besten seiner Klasse, wenngleich er knapp hinter dem Pirelli STR bleibt. Eine kleine Einschränkung: Der bekannte leichte Pendelneigung mancher Motorräder mit TKC 70 Vorderreifen >180 km/h bleibt auch mit dem Rocks bestehen. Insgesamt sind TKC 70 und TKC 70 Rocks hervorragende Allround-Reiseenduroreifen: ideal für Fahrer, die regelmäßig die befestigten Wege verlassen, aber trotzdem sehr gute Straßenperformance möchten.
Continental TKC 80 - Der legendäre All-Terrain-Klassiker (50/50)
Wenn man an Reiseenduro-Stollenreifen denkt, kommt unweigerlich der Conti TKC 80 ins Spiel. Dieser Reifen ist seit über 30 Jahren am Markt und hat sich einen Ruf als universeller 50/50-Enduroreifen erarbeitet. Er war Erstausrüstung auf vielen Adventure-Bikes (z.B. BMW GS) und wurde auf Weltreisen unzählige Male erprobt. Kennzeichen sind seine groben quadratischen Stollen, die sehr gute Traktion im Gelände ermöglichen - auf Schotter, Geröll und sogar Schlamm kommt man mit TKC 80 fast überall durch. Gleichzeitig überrascht er immer wieder mit seinem Straßenverhalten: Für einen so groben Reifen lenkt er relativ neutral ein und bietet gerade bei trockener Straße ausreichend Grip bis in mittlere Schräglagen. Natürlich merkt man ab ~120 km/h das laute Abrollgeräusch und ein leichtes Vibrieren, aber das gehört zum Charakter. In Regen und Nässe ist Vorsicht geboten - wie bei allen Grobstollern hat der TKC 80 auf glattem Asphalt deutlich weniger Gripreserven (lange Bremswege!). Dafür hält er vergleichsweise lange: Die Laufleistung dieses Reifens ist laut 1000PS ”immer noch eine Macht” - viele Fahrer erzielen 8.000 km und mehr mit einem Satz, was für einen Stollenreifen bemerkenswert ist. Konkurrenz hat der TKC 80 mittlerweile reichlich (Karoo 4, Anakee Wild, AX41 usw.), doch er bleibt ein Benchmark im Segment. Wer einen echten All-Terrain-Reifen möchte, der seit Jahren bewährt ist, macht mit dem TKC 80 nichts falsch.
Ausblick: Continental hat angekündigt, 2026 den TKC 80 Generation 2 (TKC 802) herauszubringen. Diese neue Version soll moderneren Anforderungen genügen, ohne den Charakter zu verlieren. Sobald verfügbar, wird sie den Klassiker wahrscheinlich ablösen.
Continental Übersicht
| Modell | Kategorie | Eigenschaften |
| ContiTrailAttack 3 | 90/10 Straße | Sehr agil und präzise, top stabil auch bei Highspeed. Sportlicher Adventure-Reifen mit Schnellaufheizen, exzellent auf Asphalt (auch nass). Kaum Einfahren nötig (TractionSkin). |
| TKC 70 | 70/30 Allround | Vielseitiger Reisereifen: sehr laufruhig dank Mittelsteg, hohe Laufleistung. Gute Straßeigenschaften, ausreichender Grip auf Schotter. Im Matsch limitiert (Mittelrippe). |
| TKC 70 Rocks | 70/30 Allround+ | TKC 70 Hinterreifen-Variante ohne Mittelsteg: besserer Offroad-Grip (selbstreinigend) bei nahezu gleicher Straßengrip. Etwas geringere Laufleistung (ca. -30%). Einer der besten Kompromissreifen neben Pirelli STR. |
| TKC 80 | 50/50 Enduro | Der Klassiker unter den Stollenreifen: ausgezeichneter Offroad-Grip, im Trockenen überraschend gut auf Straße. Laut und ruppig bei Tempo, bei Nässe Vorsicht. Sehr robust und lange haltbar für einen Stoller. |
Bridgestone
Bridgestone bietet mit seiner Battlax Adventure-Reihe mehrere Optionen für Reiseenduros: den straßenbetonten A41, den optisch grobstolligen AT41 (Adventure Trail) und den echten Offroadreifen AX41 (Adventurecross). Diese decken das Spektrum von 90/10 bis ~50/50 ab. (Daneben hat Bridgestone rein straßenorientierte Tourenreifen wie den neuen T33, der aber nicht speziell als ”Trail” vermarktet wird.)
Bridgestone Battlax Adventure A41 - Solider Asphalt-Fokus (90/10)
Der A41 ist Bridgestones klassischer 90/10-Reifen für Großenduros. Er wurde entwickelt, um auf Asphalt maximale Stabilität, Laufleistung und Nasshaftung zu bieten. Dafür sorgen ein hoher Silica-Anteil in der Mischung und ein profiliertes Design ohne Experimente - der A41 ist ein ”ehrlicher” Straßenreifen mit Adventure-Karkasse. Im 1000PS-Test zeigte der A41 ein harmonisches, gut kontrollierbares Fahrverhalten ohne Tücken. Er vermittelt viel Vertrauen, lenkt neutral ein und bleibt in Kurven stabil. Sein Image hat etwas gelitten, weil manche Motorräder (z.B. BMW R 1250 GS) in der Erstausrüstung spezielle A41-Versionen mit geringerer Laufleistung hatten - doch die Aftermarket-Version hält deutlich länger. Insgesamt wird der A41 als zuverlässiger Reifen beschrieben, ideal für Fahrer, die Sicherheit und Berechenbarkeit über sportlichen ”Kick” stellen. Er kann alles gut, ohne sich hervorzutun - ein grundsolider Tourenreifen für die Straße.
Bridgestone Battlax Adventure Trail AT41 - Abenteuer-Look, Straßenherz (90/10)
Beim AT41 handelt es sich um einen interessanten Hybrid: Er sieht mit seinem blockigen Profil auf den ersten Blick aus wie ein grober Enduroreifen, ist in Wirklichkeit aber ein straßenorientierter Reifen mit 90/10-Charakter. Bridgestone entwickelte den AT41 für Fahrer, die gelegentlich mal einen Schotterweg mitnehmen, aber keinerlei Einbußen auf Asphalt hinnehmen wollen - und dabei die coole Stollen-Optik schätzen. Im Pressetest von 1000PS wurde klar betont: Der AT41 hat keine großen Offroad-Ambitionen, er fährt sich auf trockenem Asphalt wie ein ganz normaler Straßenreifen. Die Tester waren beeindruckt, wie präzise und griffig der Reifen trotz seiner Optik in Kurven agierte - Fußrastenkratzen war problemlos möglich. Bei Nässe glänzte der AT41 sogar als Geheimtipp: Er vermittelte viel Vertrauen und war in Bridgestone-internen Tests auf feuchter Strecke schneller als der reine Straßenreifen A41. Auch bei kühlen Temperaturen war er sofort auf Betriebstemperatur.
Natürlich hat der AT41 Limits im Gelände: Auf trockenem Schotter bietet er ausreichende Sicherheit, doch sobald es tiefer oder matschig wird, kommt er schnell an die Grenze - Bridgestone selbst empfiehlt für gröberes Terrain klar den AX41. In der Praxis kann man den AT41 also als 90% Straße / 10% leichtes Gelände-Reifen betrachten. Seine Stärken liegen in exzellenter Straßenperformance bei jedem Wetter, gepaart mit einem robusten Adventure-Look. Er ist eine tolle Wahl für GS-&-Co-Fahrer, die vor allem Asphalt heizen, aber optisch ”Stollen” wollen. Und im leichten Offroad (Schotterpisten, Waldwege) schlägt er sich wacker. Die Laufleistung liegt ähnlich wie beim A41; wegen der straffen Karkasse bietet er etwas weniger Eigendämpfung als ein weicherer 80/20-Reifen. Alles in allem ein faszinierendes Konzept: Enduro-Look ohne nennenswerte Abstriche auf der Straße.
Bridgestone Battlax Adventurecross AX41 - Grober Geländeprofi (50/50)
Für ernsthaften Geländeeinsatz hat Bridgestone den AX41 im Programm. Dieser Reifen - oft auch Adventurecross AX41 genannt - ist ein echter 50/50-Stollenreifen, der Contis TKC 80, Michelins Wild & Co Konkurrenz macht. Sein Profil ist durch große, grobe Blöcke mit weiten Zwischenräumen geprägt, was exzellenten Grip im losen Untergrund garantiert. Auf Schotter und im Schlamm kann der AX41 klar mehr als A41 oder AT41. 1000PS bezeichnete ihn als ”sehr gute Universallösung für unbefestigte Straßen und Asphalt”. Das heißt: Auf der Straße schlägt er sich für einen Stollenreifen überraschend gut. Natürlich sind Abrollgeräusche und ein gewisses Walken spürbar, aber er hält stabil die Spur und ermöglicht ordentliche Schräglagen (wenn auch weniger als Straßenreifen). Besonders gelobt wird beim AX41 oft die Verbindungssteifigkeit der Stollen - Bridgestone hat eine Technologie integriert, die die Stollen in der Bodenaufstandsfläche stützt, um Stabilität zu erhöhen und ungleichmäßigen Abrieb zu vermeiden. Dadurch wirkt der Reifen auf Asphalt weniger ”schwammig” als manch anderer Grobstoller. Bei Nässe gilt trotzdem: piano - wie alle 50/50-Reifen hat auch der AX41 nur begrenzten Nassgrip, die groben Blöcke haften schlechter auf glattem Belag. Dafür glänzt er offroad: Selbst mittelschwere Enduro-Passagen mit Schlamm oder Sand meistert er besser als die 50/50-Konkurrenz (einige Tests sahen ihn hier vorn). Die Laufleistung des AX41 ist ordentlich, aber nicht spektakulär - je nach Fahrweise um die 5.000–6.000 km hinten sind typisch. Insgesamt ist der AX41 der richtige Reifen für Reiseenduristen, die häufig abseits befestigter Wege unterwegs sind, aber dennoch hin und wieder längere Asphaltetappen fahren. Gegenüber dem Klassiker TKC 80 steht er ihm in nichts nach und bietet modernere Reifentechnologie.
Bridgestone Übersicht
| Modell | Kategorie | Eigenschaften |
| Battlax A41 | 90/10 Straße | Bewährter Straßenreifen mit Adventure-Label: hoher Silica-Anteil für Nasshaftung, sehr stabiles Fahrverhalten. Durch OEM-Versionen unterschätzt, in Aftermarket-Spez. aber langlebig. “Macht nichts spektakulär, aber alles solide”. |
| Battlax AT41 | ~90/10 Straße | Optisch grob, technisch Straße: exzellenter Grip und Präzision wie ein Straßenreifen, sogar überdurchschnittlich auf Nässe. Im Gelände nur begrenzt brauchbar (Schotter ok, Matsch nein). Ideal für Asphaltfokus mit Offroad-Look. |
| Battlax AX41 | 50/50 Enduro | Moderner Grobstoller: sehr guter Offroad-Grip (Stollen mit Stützstruktur), auf Asphalt für Stollen überraschend stabil. Laut & härter im Lauf, Nassgrip limitiert (wie üblich). Für häufige Offroad-Abstecher der Bridgestone-Favorit. |
Dunlop
Dunlop hat seine Adventure-Reifen in den letzten Jahren stark ausgebaut. Unter dem Traditionsnamen Trailmax gibt es gleich drei aktuelle Modelle: den Trailmax Meridian als straßenorientierten Reifen, den brandneuen Trailmax Raid als 50/50-Allrounder und den robusten Trailmax Mission für lange Abenteuer mit hohem Offroad-Anteil. (Ein älteres 80/20-Profil TrailSmart wurde durch den Meridian ersetzt; außerdem bietet Dunlop den Crossover-Reifen Mutant, der aber eher Supermoto/Allwetter-orientiert ist.)
Dunlop Trailmax Meridian - Straßentourer für die Dickschiffe (90/10)
Der Trailmax Meridian kam 2020 auf den Markt und zielte speziell auf die schweren Reiseenduros der >1200ccm-Klasse. Er ist ein rein straßenorientierter Reifen (90/10), der modernste Technologien einsetzt: JointLess Belt (nahtloser Gürtel), Multi-Tread Dual-Compound hinten und hohe Silica-Anteile für Nassgrip und Laufleistung. Im 1000PS-Test funktionierte der Meridian auf Großenduros wie der R1250GS ”sehr harmonisch”. Er bietet gutes Feedback, saubere Traktion und insgesamt ein berechenbares Handling. Allerdings reicht er nicht ganz an das sportliche Niveau der neuesten Konkurrenten heran. Man merkt, dass seit 2020 einige Weiterentwicklungen (Tourance Next 2, Trail III etc.) kamen, die in puncto Agilität oder Nässe etwas vorlegen. Nichtsdestotrotz bleibt der Meridian ein nach wie vor brauchbarer Reifen, der vor allem auf der Langstrecke glänzt: Er läuft ruhig, hält lange durch und fühlt sich speziell auf schweren Maschinen sehr stabil an. Für Vielfahrer mit großer Reiseenduro, die hauptsächlich Asphalt unter den Rädern haben, ist der Meridian weiterhin eine solide Wahl - zumal er oft preislich attraktiv ist, da nicht mehr brandneu.
Dunlop Trailmax Raid - Neuer 50/50-Künstler mit Rally-Genen
Der Trailmax Raid (Markteinführung 2023) ist Dunlops mit Spannung erwarteter Einstieg in das 50/50-Segment. Dunlop selbst bezeichnet ihn als Adventurereifen für echte Enthusiasten, der Onroad- und Offroad-Welten gleichberechtigt verbindet. Im Gegensatz zu manch ”faulem Kompromiss” verfolgt Dunlop beim Raid konsequent die 50/50-Philosophie - ein ausgewogenes Konzept für Straße und Terrain.
Im großen 1000PS-Praxistest quer durch Europa konnte der Trailmax Raid das auch beweisen: Er entpuppte sich als echtes 50/50-Talent, das auf Schotter wie auf Asphalt gleichermaßen überzeugt. Offroad: Auf graveldominierten Trails zeigte der Raid hervorragende Traktion, selbst auf nassem, steinigem Untergrund blieb das Bike ruhig und spurtreu. Steile Auffahrten, tiefer Kies, schnelle Schotter-Geraden - all das meisterte er mit beeindruckender Souveränität und vermittelte viel Vertrauen. Onroad: Auf Highways offenbarte er eine andere Seite: Laufruhe, Stabilität und erstaunlich geringe Vibrationen für einen Stollenreifen. Typische Stollen-Nebeneffekte wie das laute Brummen oder starkes Vibrieren über 120 km/h hält der Raid in akzeptablen Grenzen - stundenlange Autobahnetappen sind ermüdungsfrei möglich. Bei Regen bot der Reifen dank seines hohen Silica-Anteils weiterhin zuverlässigen Grip; viele 50/50-Konkurrenten schwächeln hier deutlich, der Raid blieb ”überraschend gelassen” selbst bei Schauern.
Dunlop Trailmax Mission - Hardcore-Abenteurer mit Ausdauer (50/50)
Noch bevor der Raid erschien, sorgte Dunlop mit dem Trailmax Mission (seit ca. 2020) für Aufsehen. Dieser Reifen wurde speziell mit Blick auf die Bedürfnisse von Langstrecken-Abenteurern in Nordamerika entwickelt und ist ein echter 50/50-Dualsport-Reifen - Dunlop selbst spricht von einem ”50/50 tire that’s capable of tackling a variety of terrain and offering the best tread life in its class”. Die Mission kombiniert ein aggressives Stollenprofil mit außergewöhnlicher Robustheit. Auffällig sind die Staggered Step-Blöcke: Treppenartig abgestufte Stollen, die dem Reifen zusätzliche Stabilität im Abrollkontakt verleihen. Dadurch reagiert er direkter auf Lenkbefehle und squirmt weniger.
Der Trailmax Mission eignet sich perfekt für Fahrer, die weite Reisen mit ihrer Enduro unternehmen, dabei auch schwieriges Terrain bewältigen wollen, aber nicht alle paar tausend Kilometer Reifen wechseln möchten. Er ist quasi der K60 Scout von Dunlop: Langlebig, robust, offroad-tauglich und doch straßensicher. Durch seine steife Bauweise ist er allerdings etwas rauer im Fahrkomfort - dafür kann er auch mit schwerem Gepäck und auf spitzen Felsen viel einstecken, ohne sofort zu leiden.
Dunlop Übersicht
| Modell | Kategorie | Eigenschaften |
| Trailmax Meridian | 90/10 Straße | Hochentwickelter Tourenreifen: Jointless Belt, Dual Compound hinten. Sehr harmonisch auf schweren Bikes, gutes Feedback, aber technisch nicht mehr der Allerschnellste. Für lange Asphaltreisen top zuverlässig. |
| Trailmax Raid | 50/50 Allround | Neu 2023, echter 50/50-Pneu: Ausgewogen Straße & Gelände. Hoher Silica für Nassgrip, Rallye-inspiriertes Profil. Überraschend ruhig auf Asphalt, enorm traktionsstark offroad. Setzt neuen Maßstab für ausgewogene Adventure-Reifen. |
| Trailmax Mission | 50/50 Allround | “50/50 mit 8000 Meilen Haltbarkeit”: äußerst langlebiger Dualsport-Reifen. Grobes, aber straßenfreundliches Profil (Staggered Stollen). Sehr guter Kompromiss: nahezu TKC80-tauglich offroad, dabei exzellente Straßeneigenschaften und Reichweite. Perfekt für Fernreisen. |
Heidenau
Die sächsische Reifenmanufaktur Heidenau hat sich unter Adventure-Fahrern einen Namen gemacht, vor allem dank des legendären K60 Scout. Heidenau-Reifen gelten als sehr robust und langlebig, ideal für Abenteuer abseits ausgetretener Pfade. Aktuell bietet Heidenau in der Kategorie Reiseenduro/Street Enduro folgende Profile an: den straßenorientierten K76, den universellen K60 Scout und den neuen grobstolligen K60 Ranger für verstärkten Geländeeinsatz.
Heidenau K76 - Straßentourer für Enduros (90/10)
Mit dem K76 bietet Heidenau einen straßenfokussierten Reifen für mittelschwere und große Enduros an. Er ist vom Charakter ein 90/10-Reifen (vergleichbar A41, Tourance), allerdings in Diagonalbauweise. Der K76 beeindruckt vor allem durch eine gelungene Kombination aus Laufleistung, Grip und Fahrkomfort. Die speziell angeordnete Anordnung der Profilblöcke sorgt für exzellente Traktion auf allen Untergründen - das Profil hat relativ geschlossene Mittelpartien für Straßengrip, aber genug Rillen und Kanten für etwas Schotter. Ein großer Pluspunkt ist die Gummimischung: Sie wurde auf Nasshaftung optimiert, sodass der K76 auf nasser Straße spät an seine Grenzen kommt. In der Praxis gilt der K76 als solider Tourenreifen: Er läuft ruhig, klebt gut auf Asphalt (auch im Regen) und hält viele Kilometer. Im gemäßigten Offroad (Schotterwege, trockene Pisten) kommt man klar, wenngleich er dort natürlich weniger Grip bietet als ein Stollenreifen. Sein ”wohlfühl-Bereich” ist aber ganz klar der Asphalt. Wer einen günstigen, dauerhaltbaren Straßenreifen für seine Reiseenduro sucht, findet im Heidenau K76 eine oft unterschätzte Alternative zu den großen Marken.
Heidenau K60 Scout - Der vielseitige Alleskönner (50/50)
Der K60 Scout ist fast schon eine Legende unter Globetrottern. Seit über einem Jahrzehnt auf dem Markt, gilt er als Inbegriff des 50/50-Reiseenduroreifens. Seine Stärke ist die enorme Vielseitigkeit: ”Ob Asphalt, Schotter, Sand, Matsch oder Schnee - der K60 Scout liefert überall ab”, wirbt Heidenau. Tatsächlich performt der Reifen auf nahezu jedem Untergrund ordentlich bis sehr gut. Dies verdankt er einem ausgeklügelten Profildesign: hoher Negativanteil (viele Stollen) für Traktion und ausgezeichnete Selbstreinigung im Gelände, kombiniert mit einigen durchlaufenden Profilstreifen für Stabilität und Haltbarkeit auf der Straße. Heidenau hat den Scout über die Jahre weiter verbessert, etwa durch optimierte Gummimischungen für höhere Nasshaftung und eine stabilere Karkasse für Kurvenstabilität. Ergebnis: Trotz grober Optik erzielt der K60 Scout auf Asphalt eine beeindruckende Fahrstabilität, speziell in Kurven - er bleibt relativ ruhig und bietet deutlich mehr Sicherheitsreserven bei Nässe als frühere Generationen der K60-Reihe.
Sein USP ist aber die Lebensdauer: Viele Fahrer berichten von 15.000 km und mehr auf einem Scout-Heidenau, was in dieser Kategorie herausragt. Der mittige durchgehende Steg bei einigen Dimensionen (z.B. 150/70-17) reduziert den Verschleiß und erhöht die Laufleistung weiter, sorgt aber für minimal weniger Offroad-Grip in tieferem Gelände. Heidenau gibt als Recommended Use eine Aufteilung 50% Straße / 50% unbefestigt an - das trifft es sehr gut. Der K60 Scout ist kein Top-Straßenreifen (dafür gibt es bessere) und kein extremer Offroadreifen (dafür gibt es grobere), aber er beherrscht beide Welten simultan so gut wie kaum ein anderer. Gerade auf langen Expeditionen, wo man von der Autobahn über Schotterpisten bis in schlammige Pfade alles erlebt, ist der Scout die erste Wahl vieler Reisender.
Heidenau K60 Ranger - Der grobe Neue (30/70)
Auf vielfachen Kundenwunsch brachte Heidenau 2022 den K60 Ranger heraus - einen Reifen, der noch offroad-lastiger ist als der Scout, ohne dessen Grundphilosophie zu verlieren. Der Ranger steht nun Seite an Seite mit dem Scout, um das K60-Portfolio nach stärker ins Gelände zu erweitern.
Der K60 Ranger besitzt ein offenes Stollendesign mit deutlicher Tiefenstaffelung. In den Reifenschultern sind versetzte Stollenblöcke mit bewusster Zwischenraumgestaltung angeordnet, um Offroad-Grip und Seitenhalt zu maximieren. Die Karkasse ist verstärkt und hat erhöhte Durchstichfestigkeit, damit der Reifen ”in der Wildnis seine volle Stärke ausspielen” kann. Heidenau selbst schreibt: ”Ein Reifen, der seine Stärke voll im Wildnis-Einsatz entwickelt”. Die angepeilte Nutzung liegt bei 30% Straße, 70% Offroad. Praktisch heißt das: Der Ranger ist gemacht für Matsch, Dreck und Sand - Abenteurer, Schlamm-Enthusiasten und Sandliebhaber waren laut Heidenau das Zielpublikum. Im Gelände beißt sich der Ranger merklich besser fest als der Scout; die Selbstreinigung ist exzellent, sodass er sich im Morast schnell wieder freifährt. Auch in tiefem Sand hat er dank der ”Schaufel”-artigen Stollen ordentlich Vortrieb. Auf der Straße lässt er sich durchaus bewegen, aber man spürt, dass hier grobes Gerät am Werk ist: Er ist lauter und weniger präzise als der Scout, vor allem bei höherem Tempo. Bei Nässe muss man - wie bei allen Offroad-Bias - sehr vorsichtig fahren, zumal die härtere Mischung auf Langlebigkeit ausgerichtet ist, was Nassgrip mindert.
Der K60 Ranger ”ergänzt die K60-Familie um den Offroad-Einsatz” - man könnte sagen: der Scout fürs Grobe. Wer also viel im Gelände unterwegs ist, aber dennoch einen Reifen mit Straßenzulassung und ordentlicher Haltbarkeit will, kann zum Ranger greifen. Für reine Straßentouren taugt er indes weniger; da bleibt der normale Scout die bessere Wahl.
Heidenau Übersicht
| Modell | Kategorie | Eigenschaften |
| K76 | 90/10 Straße | Enduro-Straßenreifen mit hoher Laufleistung und gutem Nassgriff. Breite Profilblöcke für Grip auf Asphalt, trotzdem genug Kanten für leichten Offroad. Günstig und langlebig - solider Tourenreifen. |
| K60 Scout | 50/50 Allround | Der Universaltalent-Reifen: exzellente Vielseitigkeit auf allen Untergründen. Sehr haltbar (10k+ km), gutes Selbstreinigungsverhalten, erstaunlich stabil auch bei Nässe durch optimierte Mischung. Beliebt bei Weltreisenden. |
| K60 Ranger | 30/70 Offroad | Neuer grober Stollen (seit 2022): noch traktionsstärker im Gelände (Matsch, Sand) durch offenes Blockprofil. Verstärkte Karkasse, pannensicher. Auf Straße nur mäßig - laut und in Kurven weniger präzise. Für Abenteuer abseits des Asphalts konzipiert. |
Mitas
Die tschechisch-slowenische Marke Mitas (Teil der Trelleborg/Yokohama-Gruppe) bietet ein breites Sortiment an Reiseenduroreifen, das von straßenorientierten Touringreifen bis hin zu stark geländetauglichen Modellen reicht. Im Fokus stehen robuste Konstruktionen, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und klar definierte Einsatzbereiche. Besonders relevant für den aktuellen Markt sind der straßenorientierte Terra Force-R, der ausgewogene Enduro Trail XT, der universelle MC-24, der geländefokussierte MC-23 Rockrider sowie der moderne Enduro Trail-ADV für Touring mit leichtem Offroadeinsatz.
Mitas Terra Force-R - Moderne Straßen-Adventure (90/10)
Der Terra Force-R ist Mitas’ Antwort auf A41, TrailAttack & Co - ein 90% Straßenreifen für Adventure-Bikes. Entwickelt wurde er mit Fokus auf hohe Laufleistung, starken Nassgrip und Stabilität für schwere Maschinen. Mitas setzt hier eine Multi-Compound-Technologie (MCTT) ein: in der Reifenmitte eine haltbarere Mischung, an den Schultern eine weichere für Grip. Ein hoher Silica-Anteil stellt sicher, dass der Terra Force-R bei Nässe top haftet. Das Profil ist funktional gestaltet - es erinnert an Straßenreifen mit zusätzlichen Rillen, die gelegentlichen Schotter erlauben. Dank spezieller Karkasskonstruktion (Steelanlagen und Aramid-Verstärkungen in manchen Größen) bietet er hervorragende Geradeausstabilität und smoothes Handling auch bei beladenen Reiseenduros. Mitas wirbt, der Terra Force-R liefere ”Best-in-class Performance on road in all weather conditions, while still mastering gravel trails”. In der Tat ist er Erstausrüstung auf der KTM 1290 Super Adventure S gewesen. Kurz gesagt: Der Terra Force-R ist ein voll konkurrenzfähiger Straßenreifen - wer Mitas als Billigheimer abtat, wird überrascht sein, wie premium dieser Reifen performt. Auf nasser Straße spielt er ganz vorne mit, und auch zügige Kurven fährt er neutral und sicher. Nur im Gelände sollte man ihn nicht überstrapazieren: 90% on-road use bedeutet Schotter ja, Schlamm nein.
Mitas Enduro Trail XT -Allroundreifen mit Offroadreserven
Der Enduro Trail XT ist ein 60/40-Straße/Offroad-Reifen, der für vielseitig eingesetzte Reiseenduros konzipiert wurde. Das grob geschnittene Blockprofil sorgt für zuverlässigen Grip auf Schotter, Waldwegen oder leichtem Gelände, während die Profilform auch bei höheren Geschwindigkeiten auf der Straße für ein stabiles Fahrverhalten sorgt. Er eignet sich besonders für Fahrer, die gerne flexibel zwischen asphaltierten und unbefestigten Wegen wechseln.
Mitas MC-23 Rockrider - Grobstoller für anspruchsvolles Gelände
Der MC-23 Rockrider ist ein ausgewiesener Geländereifen mit Straßenzulassung. Sein stark stolliges Profil und der hohe Negativanteil machen ihn besonders geländegängig. Der Reifen richtet sich an Reiseenduristen, die viel im Gelände unterwegs sind, dabei aber nicht auf die legale Nutzung öffentlicher Straßen verzichten möchten. Für Asphaltfahrten empfiehlt sich allerdings eine moderate Fahrweise, da der Komfort und die Präzision dort zugunsten der Offroad-Eigenschaften reduziert sind.
Mitas MC-24 - Einfacher Enduroreifen für gemischte Einsätze
Der MC-24 ist ein bewährter 50/50-Reifen für leichtere Enduros und klassische Allround-Touren. Das grobe Stollenprofil meistert wechselnde Untergründe gut und erlaubt einfache Geländefahrten, ohne auf der Straße unruhig zu wirken. Mit seinem robusten Aufbau ist er besonders bei Fahrern beliebt, die eine einfache, funktionale Lösung für gemischte Einsätze suchen - vom Alltag bis zur gelegentlichen Schotterrunde.
Mitas Enduro Trail-ADV - Moderne Balance aus Straße und Schotter
Das neuere Modell Enduro Trail-ADV kombiniert moderne Straßenlaufruhe mit gutem Grip auf losen Untergründen. Das Profil ist weniger aggressiv als beim XT oder Rockrider, erlaubt aber dennoch Fahrten auf Feldwegen, Schotter oder leichtem Gelände. Mit einem klaren Touring-Fokus eignet sich dieser Reifen besonders für moderne Adventure-Bikes, die häufig auf der Straße, aber auch regelmäßig auf unbefestigtem Terrain bewegt werden.
Mitas Enduro Trail XT+
Für Fahrer, die überall hin möchten und sich nicht scheuen, die schwierigsten und anspruchsvollsten Offroad-Strecken unter die Räder zu nehmen. ENDURO TRAIL XT+ liefert eine beeindruckende Leistung auf schlammigen Trails und rauen Schotterpisten, ist dabei gleichzeitig in der Lage, asphaltierte Straßen und Hochgeschwindigkeits-Autobahnen zu bewältigen, die zu diesen schwierigen Trails führen. Damit ist der XT+ nicht nur einer der offroad-gängigsten, sondern auch vielseitigsten Reifen für Reiseenduros. Dies hat er auch schon auf mehreren Touren bewiesen, wie zum Beispiel beim 1.500 km Intensivtest der Triumph Tiger 900 Rally Pro.
Mitas Übersicht
| Modell | Kategorie | Eigenschaften |
| Terra Force-R | 90/10 Straße/Offroad | Straßenorientierter Adventure-Reifen für lange Touren |
| Enduro Trail-ADV | 70/30 Straße/Offroad | Moderner Touringreifen mit leichtem Offroad-Potenzial |
| Enduro Trail XT | 60/40 Straße/Offroad | Blockprofil für Straße und unbefestigte Wege |
| MC-24 | 50/50 Straße/Offroad | Solider Allround-Enduroreifen für gemischte Nutzung |
| MC-23 Rockrider | 30/70 Straße/Offroad | Grobstolliger Reifen für ambitionierte Geländefahrten |
| Enduro Trail XT+ | 20/80 Straße/Offroad | Sehr grober Stollenreifen mit guter Laufleistung |
Hier findet ihr noch mehr Reifentipps
Bericht vom 15.02.2026 | 22.046 Aufrufe