125er Vergleich: Honda CB 125 R Test

125er Vergleich: Honda CB 125 R Test

Das kleinste Neo Sports Café Bike im Test

Mit dem Neo Sports Café Design hat Honda 2017 die neue Ära ihrer Naked Bikes eingeleitet. Nach der CB 1000 R folgten die CB 125 R und die CB 300 R. Auf der INTERMOT 2018 erwartet uns noch eine Neuheit im Neo Sports Café Design – vielleicht in der Mittelklasse? Während des 125er Trackdays im Motorsportpark Bad Fischau haben wir uns das Küken – die CB 125 R – zur Brust genommen. Wie schlägt sie sich gegen die Konkurrenz?

Vier aktuelle Naked Bikes traten zu diesem Vergleich an. Neben den schon etwas älteren Yamaha MT-125 und Aprilia Tuono 125 war auch die neue KTM 125 Duke vertreten, die es in diesem Segment zu schlagen gibt. Die Honda hat vielleicht nicht die Leistung oder die Ausstattung um den Platzhirschen zu besiegen, aber kann sie unsere Tester vielleicht mit anderen Attributen überzeugen?

Honda CB 125 R Leistung: nicht die Schnellste, aber sehr harmonisch

Man muss den Tatsachen in die Augen schauen: mit einer Leistung von 13,3 PS bei 10.000 Umdrehungen gewinnt die Honda CB 125 R nicht die Krone für die meiste Power. Für Honda nichts ungewöhnliches, denn die CB 1000 R verzichtet im Vergleich zur Konkurrenz ebenfalls auf ein paar Pferdestärken. Trotzdem überzeugt der Einzylinder mit einem sehr sanften Ansprechverhalten und genügend Druck aus dem unteren Drehzahlbereich, um für genügend Spaß auf unserer Teststrecke zu sorgen. Laut MEX war das Aggregat das laufruhigste im Vergleich – eben typisch Honda, wie MEX meint.

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Bremsen und Fahrwerk – die besten im Vergleich

Die größte Kritik, die wir an fast allen 125er Motorrädern hatten, waren die zu schwachen Bremsen. Die Honda sorge hier für eine angenehme Überraschung: Bremsen die kräftig zupacken. Nils beschreibt sie als die einzig „echten“ Motorradbremsen in diesem Vergleich, MEX freut sich über die Standhaftigkeit der Bremsen selbst nach 5 Runden am Track. Auch das Fahrverhalten am engen Supermotokurs sorgte für Begeisterung unter den Testern. Handlich und stabil zugleich wedelte die 126kg schwere CB 125 R durch die Kurven, ohne ein nervöses Gefühl zu vermitteln. Der breite Lenker spielt der Hondas einfachen Kontrolle selbstverständlich auch in die Karten.

Hochwertige Verarbeitung auf der CB 125 R

Aussehen ist Geschmacksfrage, die Verarbeitung jedoch nicht. Honda-typisch steht die CB 125 R ihren großen Schwestern in keiner Weise nach – jedes Plastik wirkt solide, die Bedienelemente fühlen sich hochwertig an. Von der 816mm hohen Sitzbank blickt man auf ein hübsches LCD-Display herab, das zwar nicht mit dem TFT-Display einer KTM mithalten kann, sich aber sehr gut ablesen lässt.

Die Eindrücke der 1000PS Crew

NastyNils' Eindruck

Positiv:

hochwertiger Gesamteindruck

beste Bremsen im Vergleich

sehr präzise

Negativ:

hat nicht den Coolness Faktor einer 125 Duke

Vaulis Eindruck

Positiv:

sehr handlich

stabiles Fahrverhalten

Display gut ablesbar

**Negativ: **

Nix

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Zonkos Eindruck

Positiv:

bestes Fahrwerk im Vergleich

sehr gutes Ansprechverhalten

hübsche Optik

Negativ:

Yamaha Motor um eine Spur stärker

MEX' Eindruck

Positiv:

hochwertige Verarbeitung

breiter Lenker

standfeste Bremsen

Negativ:

Sitzposition sehr eingeschränkt

Alle Berichte des 125er Vergleichs 2018:

Fazit: Honda CB125R

Bevorzugt man Retro-Optik in der 125er Klasse, ist die Honda CB125R genau das richtige Bike. Nicht nur optisch wirkt sie sehr erwachsen, die verbauten Komponenten sind ebenfalls Honda-typisch sehr hochwertig. Auch wenn der Motor nur 13,3 PS leistet, kompensiert die CB125R die fehlenden 1,7 PS gut mit ihrem fahrbereiten Gewicht von nur 126kg. Auf Seiten des Fahrwerks und der Bremsanlage steht die Honda eindeutig vor der Konkurrenz und erinnert dabei an deutlich stärkere Motorräder der Naked Bike Klasse.

1
Vorteile
  • gutes Ansprechverhalten
  • kräftige Bremsen
  • sportliches Fahrwerk
  • hochwertige Verarbeitung
  • niedriges Gewicht
1
Nachteile
  • Sitzposition eingeschränkt
  • könnte mehr Leistung haben

Bericht vom 15.09.2018 | 3.773 Aufrufe

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