Gas Gas EC 300

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Neues Jahr, neuer Dauertester. Wir begrüßen die EC 300 von GasGas.
 

GasGas EC 300

Bereits im letzten Jahr hatten wir die Möglichkeit die spanische Speerspitze der Enduros zu testen. Die neue EC 300 glänzt nicht nur mit einer neuen Optik, sondern überzeugt auch mit den inneren Werten.

Die 2011er EC ging als Dauertester mit uns durch dick und dünn. Die hervorragende und vor allem gutmütige Motorcharakteristik hat uns bereits im letzten Jahr begeistert. Einzig das Eigengewicht der Spanierin störte uns etwas. Es wäre nun verwegen zu behaupten, dass die Spanier wegen uns diesbezüglich nachgebessert haben. Eigentlich auch egal, Fakt ist, dass die 2012er EC spürbar leichter ist als das Vorjahresmodell. Hauptgrund dafür liegt im Rahmen, der alleine schon gut zwei Kilogramm weniger wiegt als der 2011er.
 

2012er EC deutlich leichter!


Unverändert blieb aber das gutmütige Fahrverhalten der Gas. Eine aggressive Motorcharakteristik sucht man hier vergebens. Stattdessen bekommte man eine butterweiche, fast schon sanfte Leistungsentfaltung gepaart mit einer perfekten Dosierbarkeit. Anders als bei vergleichbaren Enduros schlägt die Drehmomentkurve im unteren bis mittleren Drehzahlbereich am stärksten aus, im oberen Drehzahlbereich legt die EC kaum mehr Leistung nach. Das kommt dem Fahrer gerade in technisch anspruchsvollen Sektionen zugute, wo man mit wenig Speed und geringer Drehzahl Hindernisse überwinden muss. Aber auch Einsteiger werden mit dem gut dosierbaren Motor der EC 300 ihre Freude haben.
   
Egal in welche Sektion die EC einfährt, sie überlässt überall einen guten Eindruck.

Neu an der Gas sind, neben dem optisch nun doch sehr anspruchsvollen Bodywork mit Dekor, auch sämtliche Armaturen und Hebeleien. Nachdem der Zulieferbetrieb AJP letztes Jahr kurzfristig in finanziellen Schwierigkeiten und die Lieferfähigkeit nicht mehr gegeben war, wechselte man bei den Bremsen auf japanische Qualitätsprodukte von Nissin. Nissin stellt nun Bremsgeber und -nehmer an Front und Heck. Doch auch auf der linken Seite des Lenkers findet man ein neues Teil. Die Kupplungsarmatur wird seit 2012 von Magura geliefert.

Der entscheidende Vorteil des Herstellerwechsels liegt nun aber nicht in der Qualität, da auch die AJP Teile nicht von schlechten Eltern waren, sondern eher an der Verfügbarkeit im Fahrerlager. Nissin Bremsen sind an vielen japanischen Bikes verbaut, Magura Armaturen finden sich seit mehreren Jahren an den KTMs und BMWs - sollte also mal was brechen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass irgendjemand im Fahrerlager dir mit einem Ersatzteil aushelfen kann.
 


Nun auch rallyefit durch größeren Tank .


Ein weiterer Pluspunkt der 2012er EC ist das größere Tankvolumen, das durch den neuen Rahmen ermöglicht wird. Ich erinnere mich nur ungern an das letzte Jahr, als mir mit der 2011er EC bei der ACC in Mattighofen ca. 500 m vorm Ziel der Sprit ausging - Wie ein Mädchen hab ich damals geweint, weil ich deswegen nicht in die Top Ten (Anm. der Red. 'Na sicher!') gefahren bin. Das kann mir dieses Jahr nicht mehr passieren. Die 2012er fasst nun insgesamt 10,5 Liter Sprit, das ist ein Liter mehr als im Vorjahr. Neben der Husaberg, die mit 11 Litern das größte Tankvolumen im Hard Enduro Segment hat, ist die GasGas also nun noch besser für Rallye-Einsätze geeignet. Apropos Rallyeeinsatz, die GasGas wird uns dieses Jahr auch auf der SixDays Crazy Job in Bulgarien ein hoffentlich treuer Begleiter sein. Dort können wir ihr richtig auf den Zahn fühlen. Denn auf insgesamt 5 Fahrtagen mit täglich bis zu 7 Stunden Dauerbelastung werden kleine Mängel und Problemzonen ganz ungeniert aufgedeckt. Bis dorthin werden wir euch mit einigen Trainingsberichten zur EC 300 versorgen.

 


Interessante Links:

Text: arlo
Fotos:
bogoly

Bericht vom 20.07.2012 | 36.909 Aufrufe

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