Toura Monstrum Teil 2

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Die Toura Monstrum geht weiter. Die Meute wird zunehmend sabotiert und attackiert. Einige Kratzer.

Toura Monstrum Teil 2

Greueltaten im Grenzgebiet von Italien, Schweiz und Deutschland

Autor: Der Mann mit seiner Schwiegermutter (einer auf- und ausgebohrten XJR 1300) 

   
Der Söldner drillte den bremsenden N. bis nach 22.00, wie bei einem 50 km Monstermarsch des 3. Tiroler Jägerregiments mit dem 3er Paket am Rucken, über die Pässe nach Steeg zu unserem Quartier ins Gasthaus Schwarzer Adler. Der bremsende N. hatte vor Rückschmerzen die letzten zwei Stunden im Helm vor Panikattacken dauergeweint und sich in seinen Riesen gezwickt und lutschte wie ein blinder Chopperfahrer nur mehr dem Gebrüll des stinkenden Lochs des Söldners hinterher.

Die Mitteilung des Autors, dass die Portionen der beiden Bergsteiger bereits ebenfalls konsumiert wurden, weil das wunderbare Teufelssteak sonst lauwarm geworden wäre und die Küche bereits geschlossen hatte, trug nicht unbedingt zur guten Laune bei, zumal der Söldner (1,90m) von der Schrauberei mittlerweile die Stellung einer australischen Riesenschildkröte angenommen hatte und aussah, als wäre er als Sozia auf einer italienischen Tussi eines Mariazellfahrers mehrfach vergewaltigt worden.

 
 
Nachdem der Autor auf das haubenverdächtige Essen des Chefs und das Versäumen des WM-Finales hingewiesen hatte, musste der bremsende N. in ein Zimmer in einem anderen Trakt verlegt werden, zumal zeitweilig die Befürchtung bestand, dass der Söldner in der Nacht einen Code Red am bremsenden N. durchführt. Beim Homosexual Virago Club wären die beiden aufgrund ihrer gebückten Haltung auf jeden Fall sofort aufgenommen worden. 

Zur Bleibe: Weltklasse, schwere Weinkarte, super Zimmer, sehr zentral, 30 Euro für Halbpension - ein Wahnsinn. Auf diesem Wege ein Dankeschön an den Chef für die Haberei und eine aufrichtie Entschuldigung für das mit den Stiefeln irreparabel verstunkene Zimmer. Zur Vermeidung der gänzlichen Auflösung der Stiefel verpackte der Autor für die weiteren Fahrten unter schärfstem (erfolglosem) Protest der Kawamaus seine 46er mit jeweils 2 Hygeniebeutel aus dem WC. ein wunderbar wolliges, leichtes Gefühl, so muss sich Hansi Hinterseer jeden Tag mit seinen Pelzmoonboots fühlen. Zur Vergeltung rissen die beiden Nacht- Timmelsjochbesteiger Ihre "Net Fisch net Fleisch Blunzn" zum Ärger des Autors in der Früh unter seinem Zimmer wie grenzdebile Dragsterfahrer durch, ein Waunsinn, zumal sich der Autor gerade beim Körper- und Geist entspannenden Morgensport mit der Kawamaus befand.

 
3.Tag: das ganze Ländle 

Nachdem sich der Söldner am Frühstücksbuffet ausgetobt hatte wie ein arabisches Dromedar vor einem Wüstentrip, beschwerte er sich bei den längstgezogenen Kurven I have ever seen Richtung Warth und weiter in den Bregenzerwald über mangelnde Leistung seiner Tussi. 

Das Arlberggebiet ist einen Wucht aus Kehren, steil ansteigenden Tunnels und langgezogenen Geraden, daß ich ein weiteres Mal über die von Tag zu Tag immer unverschämter schraubende Kawamaus herfallen musste. Nachdem ich mich ausgetobt hatte und einen slowakischen Sattelschlepper noch mitnehmen wollte, stellte ich zu meinem Vergnügen fest, daß der LKW wie beim "Duell" von Steven Spielberg versuchte, mich an die wunderschöne, rote Granatwand des Arlberggebirges zu drücken. 

Die Mission wurde zudem erschwert, als mir im gleichen Moment ein fast so deppat wie die Meute fahrender Einzelgänger entgegen schoss. Jetzt versteh ich zum ersten Mal den Lebenstraum des bremsenden N.s nach einer magersüchtigen osteuropäischen Reckturnerin.

Ich und meine breitoarscharte Schwiegermutter waren für ein Vorbeiziehen in der Ohrwaschelstellung eindeutig um 100 kg zu schwer und einen halben Meter zu breit, sodass ich mich zu einer beidseitigen Tiefankerei entschloss. Die Madre begann von hinten auszuschlagen wie ein auf der Schlachtbank stehendes Mastschwein, sodass ich mir zum ersten Mal überlegte, wie grauslich ein Langzeitkrankenstand in der Intensivstation Dornbirn sein könnte und der bremsende N. hinter mir sich bereits über das Verlassenschaftsverfahren Gedanken machte. Nachdem ich die Madre mit einem weiteren Tritt wieder einiger Maßen beruhigen konnte, kam ich etwa einen Meter vor dem Susifahrer zu stehen. Wir schauten uns beide mit weit aufgerissenenen Augen wie das verliebte Trachtenpaar bei Titanic an und wären uns beinahe um den Hals gefallen. Leider konnte ich den LKW Fahrer nicht mehr stellen, sonst hätte ich mich mich darauffolgend wie ein ehemaliger kubanischer Folterknecht am Bremsfuss und den Pratzen des LKW Fahrers ausgetobt.
 
Der Bregenzerwald bietet kurventechnisch jalles, perfekter griffiger Asphalt, wunderschöne Holzhütten, saftiges Grün, daß man fast stürzen möchte. Nach einer Pause im Kurvencafe nach Mellau, wo der Söldner über den gesamten Küchenvorrat der Wirtin (aber zu Ihrer offensichtlichen Enttäuschung nicht über sie) herfiel, wie ein seit 48 Stunden aus dem Kaukasus ohne Unterbrechung durchfahrender Fernfahrer über eine Leggins tragende Autostopperin, gönnten wir uns erstmals auf dieser Tour eine Wellnesspause. 

Seebad am Bodensee zur Kühlung des Popowassers ist absolut zu empfehlen, bis auf die netten Kassiererinnen (ein Gesicht wie nach dem 5. Jahrestag der letzten Vollzugsmeldung), die sich angesichts unserer mit der Haut zusammengewachsenen Kombinesch fürchteten, daß nach unserem Bad am Bodensee Umweltalarm gegeben werden muss. Nachdem sich der Autor für den Fall einer vorzunehmenden Exekution (einem Motorboot,...) im Wasser weigerte, die Krot abzunehmen, mussten wir schweren Herzens weiterschrauben.

 

Nun der absolute Geheimtipp des 2.Teils: Um wiederum zu vermeiden, dass Wanderer, Harleyfahrer, oder Outdoor Sexfetischisten das Tal mit ihrer Anwesenheit belästigen, wird das unfassbare Schraubrevier anhand eines Rätsels preisgegeben: 

Zwar ist in diesem Tal auch nicht jeden Tag Sonntag, sehr wohl aber für derb schraubende Motorradfahrer. Nur ein bisserl aufpassen bei den Spitzkehren, sonst liegt man ganz schnell in der Fontanella der Auslage des Cafes Lari Fari (das einzige Kehrencafe der Welt). 

Kurzer Abstecher nach Liechtenstein: absolute Reisewarnung, 60 jährige lüsterne Baronessen in noch älteren Autos auf der Dauerbremse. Das Einzige, das vielleicht interessant ist, sind die als Politessinnen verkleideten Künstlerinnen, die wie die Preisträgerinnen der Goldenen Eichel im Film "Rocco bohrt geile Politessinnen 3" aussehen (oder vielleicht doch Ordnungshüterinnen???)

 

 

 
Ein Pflichttermin auf der Ländle Tour ist die Silvretta- Hochalpenstrasse, wobei, meine Herren, 10,5 Euronen (Autos 11,50) für eine 20 km Schrauberei ist letztklassig (erinnert mich an die Sprudelpreise am Pannonia) - auch wenn der bremsende N. mit dem Aufkleber von der Silvretta auf der Kombi vor seinem Wummi nun endlich eine starke Figur in der Hose machte, ist dies nicht Ordnung. Einziger Pluspunkt: Beim Stausee wurde eine Baustelle mit Schotterstrasse eingezogen. Beim Durchpressen eine kilometerlange Staub- und Schotterwolke, dass die SuperElektroGlide Fahrer sich aus Angst vor Steinschlägen mit dem Gesicht voraus auf ihre Eisen warfen wie ungarische, vollziehende Künstlerinnen auf ihre ROSTIGEN Trabanten am Campingplatz beim F1 Grand Prix in Budapest.
 
Was mir besonders sauer aufstieß AUF DER GESAMTEN Tour sind die Naturliebhaber, die von Ihren feschen Sozias - in die Kombinesch reingepresst wie eine Blutwurst, die in einem Swingerclub an einer Stange hängt - in den besten Kehren ÖKM-ähnliche Fotos mit Hintergrund machen.
Besonders aufreizend sind die Posen der ostdeutschen Damen wie bei einem Hornocasting.
(Anmerkung: Horno=Pornofilm mit schiarchen Hauptdarstellern und 2-Streifen Tennissocken). Das Schlachtschiff ohne Pannendreieck in der Kurve abzustellen und die fesche Begleiterin ( vor dem Toilettengang, nach dem TG, und wahrscheinlich auch während des TG) abzulichten ist an Absurdität nicht mehr zu überbieten, bleibt's doch z'haus.

Die Fahrt zruck durch das Paznauntal grenzt an Katastrophentourismus, das gesamte Tal inklusive Strassen vom Hochwasser und den Lawinen durchspült wie eine Waschtrommel. Was ich net versteh ist, daß an den gleichen Stellen, wo alles niedergeplättet ist, wieder Häuseln stehn (bis zur nächsten Beachparty). Angesichts der Unbelehrbarkeit der Leut sollte sich der bremsende N. dort ansiedeln und alle besachwaltern. Am Abend gabs für die Meute ein 6 gängiges Gala Diner mit einem ganzen Schwein, nachdem der Söldner meinte, seine Kombinesch sei ein bisserl lockerer geworden.

4. und 5. Tag: Schweiz 

Nach dem Banderl bis nach Chur bei 37 Grad ging's vormittags Richtung Lenzerheide bis nach DAVOS, ganz breite Strassen, Waldgeraden wie am alten Nürnburgring, wo ich jedes Mal meine Schwiegermutter zu hassen beginne angesichts dessen, dass 3 Kilo spielerisch leicht durchführbar wären. Nachdem wir den bremsenden N. wieder einmal auf eine Tankstelle verloren hatten und ich die Rundumkontrolle (Reifendruck, Kettenspannung, Motorölstand überprüfen) nervlich nicht mehr ausgehalten habe, gings mit der im Helm (auch bei jedem noch so orschen Gewitter mit Hagel) dauerlachenden Kawamaus nach Davos weiter auf den Fluegenpass (nette Pause :das Alpengasthof Alpenpause). Mitten in einer langgezogenen Kurve. Mit viel Pech fliegt dir ein Kollege ins Gesicht während dem Gerstelsuppenessen (die Ankündigung mäßiger Preise entpuppte sich mit 22 Euronen für 2 Suppen und ein paar Scheiterl als lächerlich-die Schweizer spinnen). 

 

Vor lauter Ärger über die 42 Dosen Ottakringer Ablecken bemerkte ich fast nicht, wie ein Vorarlberger Porsche 911 sich hinter mir röchelnd und quietschend wie ein bärater Hengst bei einer Stutendeflorierung anpresste. Die nächsten 10 Minuten waren an Derbheit unüberbietbar, in den Kehren saugte sich die fesche Hobbyrennfahrerin mit einem Anpressdruck wie eine bulgarische Kraftdreikämpferin an, in den Langgezogenen dürfte sie dann trotzdem ein leicht feuchtes Hoserl bekommen haben. Auf der Passhöhe einigten sich der Autor und die Wunderbare mit waagrechtem Handzeichen, unter Entrüstung einiger Leut mit Dreirädern, auf ein für den Autor bei extensiver Auslegung sehr schmeichelhaftes Unentschieden.

 
 

Den Rest des Tages über den Reschenpass hat es die Meute wie aus Schaffeln mit Hagel abgewaschen. Ein Wetter, wo der bremsende N. nach Konsumation von 8 Thunfischtramezzini unschlagbar war und wir uns im Arlberggebiet wieder einmal verloren und sich die Kawamaus wiederum freute, ihre neue Regenkombi auszuführen. 

Meine Schwiegermutter liebt dies besonders und war zeitweilig nicht mehr über einen 100 er zu treten ( den nächsten Tag in der Früh wieder volle Leistung, ich weiss net, wie lange ich diese Wechselbeschwerden meiner Schlampe noch aushalte)

 
6.Tag: Tirol-Deutschland -Salzburg-Weitra im Waldviertel 

Gott sei Dank gings Richtung Heimat, zumal ich statt des Morgensports unter Mithilfe der Kawamaus mittlerweile wie ein Wrestler in sein Kostüm eine ¾ Stunde in den Kombinesch brauchte und ein Fotoverbot verhängte, da ich wie eine 100 kg Knacker von Radatz, in Leder gehüllt, ausschaute. Der Weg über das Isartal (bei Garmisch Partenkirchen) ist eine Naturwucht, die Isar entlang der Waldgeraden spielt alle Türkistöne wie auf den Fidschiinseln (Achtung, kleine Mauteinfahrt ,wie wenn man in einen Garten reinpresst, 3 Euronen, Weltklasse). Nachdem der Autor sich aufgrund der Leibesfülle auf Landschaftsfotos konzentrierte und vorpresste, sah ich beim Abdrücken wie sich die motivierte Kawamaus mit wahnsinnigem Tempo wie ein geisteskranker Amokläufer näherte, vielleicht hätte ich doch nicht winken sollen. 

Die Kawamaus startete eine Tiefankerei, um in die Einfahrt zum Isar Stausee zu gelangen. Was die Wunderbare offenbar nicht beachtete war die etwas laue Verzögerung der Black Bitch und daß sofort nach der Kuppe ein kleines steiles Strasserl hinunterführte. Am stauenden Autor (leider kein Foto gemacht) vorbei breitete sich die Kawamaus am heissen Asphalt aus, mit Haltungsnoten wie ein Klippenspringer aus Acapulco, und legte dabei behutsam ihre Maus in den Graben. Doch der Motorschutzblock leistete volle Arbeit.

 
Nach ein paar Scheiterl und einem halben Schwein für die Stärkung der Nerven ging es über den Achenpass. In Maurach am Achensee hat man das Gefühl, dass seit den letzten 300 Jahren die Zeit still gestanden ist (Dampflok am See, romantische Bootshäuser, kristalklares Wasser), sodass ich die Kawamaus angesichts dieser Idylle noch einmal tröstete. Bis ins Waldviertel (über die deutsche Alpenstrasse) unspektakulär bis auf ein Hagelgewitter, das wir bei Freistadt im Strassengraben über uns ergehen lassen mussten, mit einer zusätzlichen Dusche von oben wegen der mit an 100er vorbeipressenden tschechischen LKW, Ors..... es. Die Kawamaus, ihren kleinen Schock bereits verdaut, lächelte wie gewohnt, als uns die Hagelkörner auf den Helm schossen und bekam romantische Gefühle, nun gut....
 
 
Die Tour wäre beinahe nicht lustig ausgegangen, um 19.30 drei Ortschaften vor Weitra riss der Autor wieder einmal eine hinter einem LKW aufgereihte Kolonne durch, die Kawamaus presste hinten nach, als ich beim 8.Wagen bemerkte wie sich die Schweinwerfer der Kawamaus im mehr in das linke Waldstück orientierte, ein (offenbar alkoholisierter) Pritschenwagenlenker scherte ebenfals zum Überholen aus und touchierte die Kawamaus parallel fahrend an Fuss und Auspuff ( 2.Touche an einem Tag - lächer) bei einem 100 er (die zweite Watschn innerhalb von 10 Stunden) liegt die Wahrscheinlichkeit nicht zu stürzen ca. bei 1:10000. 

Die liebe Kawamaus hatte Gott sei Dank diese Sau. Nachdem das Kennzeichen aber bekannt war, wurde der nette Lenker von der wirklich zacken Polizei innerhalb einer Stunde ausgeforscht und auf den Posten mit Alkotest zitiert, Anzeige wegen Fahrerflucht und (wahrscheinlich) wegen Alkoholisierung am Steuer) durch die BH folgt, wird relativ billig. Übersehen kann jedem passieren aber Weiterfahren ohne Nachfrage ist letztklassig!!!!!. Auf diesem Weg ein Danke an die Exekutive und ein Appell an alle schwindsüchtigen Autofahrer: Bei Bikern das Hirn einschalten sonst gibts an Tschuk aufs Aug.

 
Hinzugefügt sei dass die Schwiegermutter durch den Fetzen am Tank einen 20 cm Kratzer erlitt. Nachdem ich der Madre ein paar dezente Chromlufteinlässe spendiert habe (schaut mittlerweile aus wie ein aufgemascherltes Autodrom am Kirtag in Krensdorf) steht einer furchtbaren Wüterei im August nichts im Wege.
 

Ihr kennt mittlerweile den Spruch: Zeit , Ziel , Dauer wurscht , Hauptsache Audrucken. Des Schwiegermutters Stecher wird unverzüglich berichten, so far.

 

 

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Text: H. T.
Fotos: auch

Autor
mother_in_law

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Bericht vom 31.07.2006 | 12.592 Aufrufe

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