Kove schreibt Dakar-Geschichte mit ersten Etappensiegen
Vom Neueinsteiger zum Etappensieger bei der Dakar-Rallye
Die Dakar Rally gilt als härtester Härtetest im Motorrad-Rennsport. Kove verfolgt dort seit Jahren einen konsequenten Entwicklungsansatz. Bei der Dakar 2026 zahlte sich diese Strategie aus: Mit mehreren Etappensiegen gelang dem Hersteller ein historischer Meilenstein.
Langfristiges Dakar-Programm statt Kurzzeitprojekt
Für Kove ist die Dakar Rally offensichtlich kein kurzfristiges Marketinginstrument, sondern Teil eines mehrjährigen Entwicklungsprogramms. Bereits ab 2021 wurde die Rallye als extremstes Testumfeld für die 450 Rally-Plattform definiert, um Haltbarkeit, Zuverlässigkeit und Performance unter realen Extrembedingungen zu validieren.
Erfolgreiches Debüt und konsequente Weiterentwicklung
2023 feierte Kove mit drei Werksmotorrädern sein Dakar-Debüt. Alle Fahrzeuge erreichten das Ziel - ein beachtlicher Erfolg für einen Neueinsteiger. 2024 stand die Datensammlung und Weiterentwicklung im Fokus, bevor das Werk im Dezember offiziell sein umfassendes Dakar-Programm für 2025 ankündigte.
Größte Teilnahme und sportlicher Durchbruch
Mit zwölf gemeldeten Fahrern war Kove 2025 bereits das zweitgrößte Motorradteam der Rallye. Der sportliche Höhepunkt folgte 2026: Werksfahrer Neels Theric erzielte auf der neuen Kove 450 Rally EX drei Etappensiege in der Rally2-Klasse. Damit wurde Kove der fünfte Hersteller der Dakar-Geschichte mit Rally2-Siegen - und die erste chinesische Motorradmarke, der dies gelang.
Techniktransfer von der Rallye zur Serie
Die Dakar-Rennmaschine unterscheidet sich in vielen Details vom Serienmodell, etwa durch verstärkte Fahrwerkskomponenten, größere Tankkapazität und eine auf den Rallyeeinsatz ausgelegte Elektrik. Gleichzeitig fließen Erkenntnisse aus dem Rennsport kontinuierlich in die Serienentwicklung der Kove 450 Rally ein.
Internationales Team und Blick in die Zukunft
Kove setzt auf ein internationales Fahrer- und Partnernetzwerk mit europäischer Beteiligung und namhaften Technikzulieferern. Neben dem Werksteam werden auch Privatfahrer offiziell unterstützt. Ziel ist es, Rennerfolge langfristig in Qualität, Zuverlässigkeit und Markterfolg umzusetzen - mit der Dakar als kontinuierlichem Entwicklungsprozess, nicht als Endpunkt.
Bericht vom 22.01.2026 | 1.719 Aufrufe