Auftakt Österreichischer Endurocup 2017

1. Lauf Guttaring/Kärnten

Tolles Rahmenprogramm, jede Menge Racing und ein Lars Enöckl in Bestform. Der erste Lauf zum Österreichischen Endurocup verspricht eine geniale Saison.

Ganz ehrlich, wo soll ich bei der Fülle an Abwechslung und Rennaction beim ersten ÖEC Lauf in Guttaring/Ktn. beginnen? Vielleicht mit dem klassischen Schluss? Ok, Lars Enöckl hat überlegen gewonnen! Aber bis zur Siegerehrung war es ein langer, steiniger, mit vielen Wurzeln und einer Menge Stunden im Sattel seiner KTM gespickter Weg.

Denn das Rennformat des ÖEC unterscheidet sich auch im dritten Jahr seines Bestehens grundlegend von allen anderen in Österreich. War der Freitag in den Vorjahren rein als Trainingstag bekannt, wird heuer neben dem freien Training auf der Hauptstrecke auch die Möglichkeit zum befahren der Sonderprüfung als Training als auch auf Zeit möglich sein. Im Anschluss daran gab es ein eignes Endurocross Rennen, dass an sich schon ein Highlight war. Beim Toml in Guttaring passt die Location dafür einfach perfekt. Quasi von oben, hat man als Zuseher fast die gesamte Strecke im Überblick und bis zur Dämmerung waren die Läufe bis ins Finale an Spannung kaum zu überbieten. Kein Fahrer war bis zur Ziellinie seiner Platzierung sicher. Jeder kleine Fehler wurde sofort bestraft. Gewonnen hat Robert Scharl vor Lars Enöckl und Martin Ortner. Gefeiert wurde mit tollen Sachpreisen und Trophäen inkl. Sektdusche, manche bis in die frühen Morgenstunden.

Samstag Hauptrennen

Tom Pirolt stellte seine altbekannte Strecke von 6km diesmal auf den Kopf, beziehungsweise wurde heuer erstmals in die entgegengesetzte Richtung gefahren. Die berühmte Felswand hinter dem Haus wurde natürlich beibehalten, und nachdem es so trocken wie schon lange nicht mehr war, wurde in den frühen Morgenstunde der Hang noch bewässert! Wie immer waren 5 Stunden Zeit, um 7 Runden auf der Strecke zu absolvieren. In jeder zweiten Rund hatte man dann die Berechtigung in der Sonderprüfung gegen die Stoppuhr anzutreten. Maßgeblich für die Wertung waren die Zeiten der Sonderprüfungen. Pro Runde auf der "Etappe" waren jeweils 3 schwere Streckenabschnitte eingebaut. Hat man die ausgelassen, gab es jeweils eine Strafminute auf die Sonderprüfungszeit draufgeschlagen. Daher blieb es jedem selbst überlassen, welche Strecke man sich zutraut. Neben den vorhin schon genannten Steilhang war heuer erstmals auch eine neuen Auffahrt dabei, die Gefühl und Technik verlangte. Trotz der vielen Starter, waren die Staus an den schweren Streckenteilen soweit ok und mitunter eine willkommene Verschnaufpause bevor es zur Sache ging. Der dritte schwere Punkt war schon zu Beginn einen kleine Mutprobe mit einem Sprung über einen Graben. Danach wurde man aber mit einem tollen Bachbett bergab belohnt.

Ein Highlight war der Schlusspunkt des Tages.

Nach dem offiziellen Ende der 5h Rennzeit, durften die schnellsten 15 Fahrer hintereinander in umgekehrter Reihenfolge noch eine schnelle Runde hinlegen, um sich die Championatswertung auszufahren. Dies war einerseits total spannend, andererseits interessant, geballt die schnellsten Fahrer beobachten zu können. Wie schon einleitend erwähnt, war Lars Enöckl eine Klasse für sich, er konnte nach dem Championat mit fast einer Minute Vorsprung vor Rudi Pöschl und Martin Ortner gewinnen.

Was bleibt, ein Rennformat, dass sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Sehr viel Zeit am Motorrad, die man sich selbst einteilen kann, der persönliche Einsatz der Veranstalter, die familiäre Abwicklung und die tollen technischen Strecken die nicht den klassischen Rennstress verursachen. Der nächste Lauf findet am 09./10.06. im Hackstockgraben in Lunz/See beim Urgestein der Enduroveranstalter Gerhard Haki Lechner statt . Achtung, nur noch wenige Startplätze vorhanden.

Alle Infos unter:

http://www.endurocup.at

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Bericht vom 15.05.2017 | 1.190 Aufrufe

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