Enduro Masters

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Im Enduro Rennkalender geht es jetzt Schalg auf Schlag, letzte Woche GBL, diese Woche Stang the Race und nächste Woche EnduroMasters.
 

Enduro Masters Auftakt

Österreichs Enduro Elite rüstet zum 4 Stunden Enduro Marathon von Wimpassing.


Zwei bis vier Millionen Schweißdrüsen hat jeder Mensch. Um den Wärmehaushalt der Pilotinnen und Piloten beim „Enduro Masters“ halbwegs unter Kontrolle halten zu können, werden die Drüsen unter Volllast laufen. Denn die Rennen der von Endurohaudegen Joe Lechner ins Leben gerufenen neuen Offroad-Rennserie gehen über vier bzw. sechs Stunden. Auftakt ist am 9./10. April im burgenländischen Wimpassing mit einem 4 Stunden-Rennen auf der rund acht Kilometer langen, steinigen und anspruchsvollen Runde. Die heimische Offroadelite bereitet sich schon auf die Marathoneinlagen vor.

„Wir wollen mit dem Enduro Masters eine Eier legende Wollmilchsau schaffen, Veranstaltungen, die alles bieten und die alle zufrieden stellen. Durch die Verbindung von Training, Prolog und Rennen wird vor allem auch der nicht so rennorientierten Endurogemeinde viel Zeit zum Fahren geboten“, erläutert Joe Lechner die strategische Ausrichtung. Neben Hobbyfahrern leuchten auf Lechners Startliste auch bekannte Namen.
 


Erich Brandauer zählt noch immer zu den Allerbesten. Der 41-jährige Niederösterreicher aus Pottenstein hat nach seinem Wechsel auf die 2-Takt Husaberg FE 300 sichtlich neue Freude am Fahren und Siegen gefunden. Zuletzt konnte er nach nur kurzer Eingewöhnungsphase auf den für ihn ungewohnten 2-Takter bereits das „no fear no limits“ im kroatischen Labin gewinnen. Der Grandseigneur des heimischen Endurosports bildet mit der jungen österreichischen Rakete Lars Enöckl ein Team. Der 22-jährige Architekturstudent aus Lunz am See ist eines der größten heimischen Talente. Beim Hell’s Gate, dem Enduroklassiker der Marke ultrahard in der Toskana, fuhr Enöckl recht entspannt ins Finale und finishte als bester Österreicher auf Rang 12.

Als Veranstalter der erfolgreichen Endurotrophy kommt Peter Bachler naturgemäß selber kaum dazu, seine Gashand im Renntrimm zu bewegen. Das wir er heuer beim Enduro Masters tun. „Endlich einmal eine ordentliche Langstreckenpartie. Wann immer es sich ausgeht, werde ich beim Masters am Start sein“, freut sich der 37-jährige aus St. Georgen ob Judenburg. Als Teampartner hat sich Bachler einen überaus erfahrenen wilden Hund geangelt: Günther Schopohl (44), wie Bachler aus Steirerblut, hat bei der Mannschaftsweltmeisterschaft eine Top 10-Platzierung eingefahren, war mehrfach bei Rallyes wie der „Six Days Crazy Job“ und auch in der Enduro-Staatsmeisterschaft ganz vorne.


Auch Niki Stelzmüller hat ein neues Renngerät. Der 34-jährige Atzbacher (OÖ) wird mit seiner Husqvarna TE 310 die gesamte Masters-Serie als Einzelkämpfer bestreiten. Dem Enduro-Vizestaatsmeister des Jahres 2005 taugt der Masters-Rennmodus. „Je länger es dauert, desto lieber ist es mir. Das liegt mir einfach mehr als die Quickie-Rennen“, brennt der Oberösterreicher auf die bevorstehenden Marathoneinsätze.

Reitwagen-Testcrack Herbert Lindtner gibt sich ebenfalls die One Man-Show. Lindtner war unter anderem italienischer MX-Meister und konnte im vergangenen Jahr auch im Rahmen der Austria Cross Country Championship einen Stockerlplatz einfahren. Der 35-jährige Niederösterreicher pilotiert eine Reitwagen-Suzuki. Den Redaktionsschreibtisch und die Hausschlapfen gegen eine Husaberg und MX-Stiefel wird Nils Müller tauschen. Der 1000ps-Frontmann berichtet, kommentiert und filmt als Teilnehmer direkt von diversen Rennstrecken und freut sich auf die Langstrecken-Herausforderung.

 

Samstag, 9. April 2011
  • ab 7:00 Uhr Anmeldung
  • 9:00 bis 12:00Freies Training
  • 14:00 bis 16:00 Prolog

 

Sonntag, 10. April 2011
  • 10:00 bis 14:00 Uhr Stonemasters - das Rennen
  • Anschließend Siegerehrung
   
Mit dem „Enduro Masters“ schließt Lechner die Lücke zwischen Extremveranstaltungen wie dem höchst erfolgreichen Erzbergrodeo und den zweistündigen Cross Country-Rennen. Das „Enduro Masters“ bringt bestehende und neue Rennen unter eine neue Dachmarke. Joe Lechner bündelt dabei die Kraft von insgesamt fünf Veranstaltern, die zum Teil bereits seit Jahren für erfolgreiche Rennen verantwortlich zeichnen. Klassiker wie der Sommergranitbeisser, das Enduro Pramlehen oder das Thayatal-Enduro sind mit im Programm. Weiters auch der Tagbau in Ampflwang. Die insgesamt sieben Rennen gehen über schweißtreibende sechs bzw. vier Stunden.

 


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Text: Lechner
Fotos: archiv

Bericht vom 29.03.2011 | 3.885 Aufrufe

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