KTM 1190 Adventure - Test in den Alpen

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Online seit: 28.06.2013

Testbericht

KTM Adventure am Berg!

KTM Adventure am Berg!

Sechs Motorräder, ein Ziel: schneller sein als alle anderen. Die KTM 1190 Adventure im Test.


Sechs Motorräder, ein Ziel: schneller sein als alle anderen. Die KTM 1190
Adventure im Test.












































































































































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KTM 1190 Adventure – die Schnellste am Berg?




Eine Frage, die
sich bereits Generationen von Motorradfahrern gestellt haben: Mit
welchem Eisen ist man am schnellsten am Berg oben?! Da die mickrige
1000PS-Crew schon alleine aus logistischen Gründen nicht hunderte
Motorräder die gleiche Bergstraße hinauf scheuchen kann, stellen wir die
Frage etwas anders: Mit welchem Konzept ist man am schnellsten am Berg
oben?! Denn wie wir doch alle wissen, können gerade auf kurvigen
Bergstrecken quirlige Moperln die stärksten Monster im wahrsten Sinne
des Wortes ausbremsen. Allerdings können Superbikes mit fast 200 PS auf
den Zwischengeraden wieder zurück schlagen. Sechs Maschinen aus
verschiedenen Kategorien mit unterschiedlichen Kubaturen müssen daher
gegeneinander antreten, vom Naked Bike über die Großenduro, den
Reisetourer, die Supermoto und das Superbike bis zum Luxus-Roller ist
alles dabei. Die universelle KTM 1190 Adventure muss sich gegen Ducati
1199 Panigale, Triumph Trophy, BMW C 600 Sport, Ducati Hyperstrada und
Triumph Speed Triple wehren.

 

Bereits die KTM 990
Adventure war ein äußerst universelles Eisen, das sowohl auf weiten
Strecken als auch im engen Winkelwerk und sogar im Gelände funktionierte
– die neue 1190 Adventure kann das alles trotzdem noch besser. Schon
alleine der Motor, abgeleitet vom Superbike-Triebwerk der RC8 R und
"gestutzt" auf 150 PS bei 9500 Touren verspricht eine ganze Menge
Fahrspaß. Ebenso ähnelt das Drehmoment von 125 Newtonmeter bei 7500
Umdrehungen mehr einer Dampfwalze als einem Motorrad. Erfreulicherweise
ist der Motor aber nicht das einzige Highlight der neuen
Oberösterreicherin, auch der Rahmen glänzt durch Stabilität und
Ausgewogenheit und die Sitzposition ist sowohl bequem als auch
sportlich.

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Schließlich spielt auch
die Elektronik alle Stückeln, das ABS kann mehrfach verstellt und somit
an die Fahrweise des Piloten angepasst werden, die Spannweite des
(optionalen) elektronisch verstellbaren Fahrwerks reicht von höchstem
Komfort bis Supersport und die Traktionskontrolle greift sogar auf die
Inputs eines Schräglagensensors zurück – professioneller geht es kaum.
Dass sich die neue 1190 Adventure vor allem an fahraktive Treiber
wendet, merkt man an der ansatzweise freizügigen Auslegung der
elektronischen Helferlein, die zwar präzise aber spät regeln und somit
sogar auf Wunsch leichte Drifts zulassen - was ihr bei der Hatz auf den
Berg auch helfen sollte.

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Die Testmotorräder für
die Touren liehen wir beim größten Motorradtestcenter in den Alpen, dem


Highbike-Testcenter
Paznaun

. Hier gibt es bei Nächtigung im Paznauntal die edelsten
Motorräder und Roller zu attraktivsten Preisen:

www.highbike-paznaun.com



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kot
Kots Meinung:
Der evolutionäre Sprung von der 990er zur 1190er Adventure ist schon
beinahe absurd. Je öfter ich die Adventure fahren darf, desto mehr wird
mir ihre Überlegenheit gegenüber der Konkurrenz bewusst. Obwohl mich die
Form nach wie vor nicht anspricht, begeistert die Funktion über alle
Maßen. Mit 150 PS müsste die Adventure eigentlich als übermotorisiert
gelten, wäre sie nicht so perfekt kontrollierbar und in jeder Hinsicht
transparent. Der Entwicklung hin zur elektronischen Fahrerunterstützung
kann sich auch KTM nicht verschließen, aber die Mattighofener verstehen
es, Traktionskontrolle und ABS so einzusetzen, dass sie dem Fahrer
niemals ins Werk pfuschen. Feinst abgestimmt und vorwärtsorientiert
eingesetzt, hebt die Technik die Kooperation von Mensch und Maschine auf
ein Niveau, das man nur erreicht, wenn man sich sehr lange und sehr
intensiv mit der Entwicklung eines Motorrades beschäftigt. Vom Fleck weg
die schnellsten Zeiten am Berg, ohne sich anstrengen zu müssen,
Eingewöhnungsphase gleich Null. Wer hätte es jemals für möglich
gehalten, dass Bigenduros einmal so schnell sein werden?




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Nasty Nils´ Meinung:
Unter den Big Enduros ist die 1190er Adventure gemeinsam mit der
Multistrada quasi das Superbike mit Fahrkomfort. Aufgrund der hohen
Leistung und des hochwertigen Fahrwerks fährt sie locker mit den
schnellen Naked Bikes mit. Sie ist außerdem in sämtlichen Passagen mit
aktuellen Sportbikes mindestens auf Augenhöhe. Überlegen ist sie dann
dort, wo der Bodenbelag schlecht ist und man Radien laufend ändern muss.
Dann hat man mit der aufrechten Sitzposition den besseren Überblick und
mit dem breiten Lenker kann man kräftigere Impulse setzen. Auf kurzen
Etappen kann der Könner auf der Speed Triple aufgrund der noch satteren
Straßenlage etwas schneller fahren, je länger man sich konzentrieren
muss umso mehr Vorteile hat man aber im Sattel der Adventure. Hier fährt
man irre schnell und gleichzeitig sehr entspannt. On Top hat man bei der
Adventure ein wirklich gutes ABS, eine grandiose Traktionskontrolle und
ein praktisches, elektronisch einstellbares Fahrwerk. Anders als bei
anderen Reiseenduros sind die elektronischen Fahrhilfen nicht bloß
Sicherheitsfeatures, sondern helfen Dir auch, schneller zu fahren. Und
damit holt sie sich auch ganz souverän den ersten Platz am Berg.



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Vaulis Meinung:
Ich hätte vor einigen Jahren, als Enduros höchstens 100 PS hatten, nicht
gedacht, dass es jemals eine Großenduro gibt, die alles kann und dabei
auch noch unerreichbar schnell ist – mit der neuen KTM 1190 Adventure
ist der Fall aber nun eingetreten. Vor allem fasziniert mich an ihr
diese spielerische Leichtigkeit, mit der man schnell ist. Man setzt sich
drauf, fühlt sich auf Anhieb daheim und ist sofort schnell, ohne
sonderlich gefordert zu werden. Ich dachte zeitweise sogar, die anderen
machen eine Pause, so schnell war ich auf der KTM auf und davon. Von
gewaltigen150 PS kann man logischerweise erwarten, dass sie ganz vorne
mitmischen, allerdings muss die Kraft auch kontrolliert werden können,
sonst dreht man ohnehin nie ganz auf. Bei der KTM tut man dies aber
gerne, im mittleren Drehzahlbereich schiebt sie an wie ein Dampfkatapult
um dann von 8000 bis 10.000 Touren sogar noch ein Schäuferl nachzulegen,
bleibt aber stets gut kontrollierbar. Das liegt natürlich auch an der
aufrechten Sitzposition, man thront erhaben oben auf, kann dank des
schmalen 150er-Hinterreifens enge Kurven auch wirklich eng nehmen und
insgesamt selbst auf noch so schlechten Belägen auf ein ultrapräzises
Fahrwerk vertrauen. Mag also sein, dass andere auf der gleichen Maschine
noch schneller am Berg oben sind, mich hat aber mit anderen Eisen keiner
überholt.

 
Hier geht´s zu den anderen Bikes:















BMW C 600 Sport





Ducati Hyperstrada





Ducati 1199 Panigale






KTM 1190 Adventure






Triumph Speed Triple





Triumph Trophy SE



 


Die Tiroler
Bergwertung im Detail:


Die gewählte Stecke setzt sich aus der Silvretta Hochalpenstraße und dem
Stilfser Joch zusammen, beide Strecken jeweils bei trockenen und guten
Verhältnissen. Die Ergebnisse ergeben einen Mittelwert, immerhin sind
wir gemütliche Österreicher und fangen nicht gleich zu weinen an, wenn
uns ein Auto kurzfristig aufhält und ein paar Sekunden stiehlt - was im
Übrigen ohnehin bei jedem Motorrad vorgekommen ist.




















































  Kot Nils Vauli Gesamt
KTM 1190 Adventure 1. 1. 1. 1.
Ducati 1199 Panigale 2. 2. 3. 2.
Ducati Hyperstrada 3. 4. 2. 3.
Triumph Speed Triple 4. 3. 4. 4.
Triumph Trophy 5. 5. 5. 5.
BMW C 600 Sport 6. 6. 6. 6.

 


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Das neue
Gesicht erinnert weniger an die alte Adventure sondern mehr an das
KTM-Superbike RC8 R.

Der
Schein trügt, die neue 1190 Adventure fährt sich zwar wie ein
reinrassiger Sportler, sowohl Fahrer als auch Beifahrer haben es aber
sehr bequem.



Galerie KTM 1190 Adventure (21 Fotos) - hier klicken!



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Das
kräftige Herz stammt aus dem hauseigenen Superbike und wurde auf "nur"
150 PS gestutzt.

Die
Bremse passt bestens zum Gesamtbild der 1190 Adventure, man fühlt sich
sofort vertraut.


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Interessante Links:


Text: Vauli

Fotos: Kukla

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Für manche ist die KTM 1190 Adventure schon jetzt das Motorrad des Jahres. Wir hatten sie schon in diversen Tests auf verschiedenen Straßen und sogar in verschiedenen Ländern und jedesmal waren wir begeistert von der selbstverständlichen Performance der neuen Big-Enduro. Das Erklimmen von Pässen in den Alpen zählt natürlich zu ihren Parade-Disziplinen und so war es keine Überraschung, dass sie eindeutig das schnellste Motorrad in den Bergen war.
Technische Daten nachlesen: http://www.1000ps.at/motorraeder-KTM_1190_Adventure-1-7298