GasGas ES 650 & SM 650 Erlkönige gesichtet

Kommen bald die ersten eigenständigen Gas Gas Straßen-Modelle?

Bald könnten die ersten GasGas Straßenmodelle, die nicht Klone schon bestehender KTM-Modelle sind, das Licht der Welt erblicken. Das lassen zumindest abgelichtete Erlkönige vermuten. Hier sind alle Infos zur GasGas ES & SM 650.

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Seit 2019 zählt die spanische Trial-Marke GasGas mittlerweile zum Portfolio von Pierer Mobility und damit zu den Schwestermarken von KTM und relativ schnell wurde auch öffentlich kommuniziert, dass man das Modellangebot auch um Straßenmodelle erweitern würde. Neue Modelle sind dieser Ankündigung aber bislang nicht gefolgt, einzig die ES 700 und die SM 700 kamen als kaum veränderte Versionen der KTM 690 Enduro und 690 SMC auf den Markt und werden seither parallel zu dieser verkauft. Auf eigenständige Modelle warten die Kunden aber bislang vergeblich. Man hört intern, dass dies zunächst vor allem der Tatsache geschuldet war, dass eine passende Positionierung für die Marke innerhalb des Verbunds um KTM und Husqvarna gefunden werden musste. Mittlerweile wurde festgelegt, dass man sich mit den Straßenmodellen der Spanier künftig vor allem an jüngere Kundschaft zu wenden versucht und will zu diesem Zweck vor allem die Einzylinder-Plattformen von KTM nutzen. Modelle mit Reihenzweizylindermotor werden das obere Ende der Modellpalette bilden, wohingegen die V2-Motoren aus 1290 Super Adventure und 1390 Super Duke Husqvarna und KTM selbst vorbehalten bleiben sollen.

GasGas ES 650 als Tenere 700 Konkurrent?

Erste Entwicklungsträger dreier Modelle können wir Ihnen hier zeigen. Besondere Hoffnung liegt dabei auf einen bedingt off-road-tauglichen Modell, dass nach als ES 650 auf den Markt kommen könnte. Es nutzt Rahmen und Fahrwerk der KTM 790 Adventure, verzichtet jedoch auf ihre eigenwillige Tankkonstruktion, bei der je ein Tankbehälter vor den Füßen des Fahrers platziert ist. Stattdessen wird dieser klassisch vor dem Fahrer platziert, wird aber in der Folge kleiner ausfallen als beim Schwestermodell. Derzeit finden erste Testfahrten in einer modifizierten 790 Adventure statt, in der bereits Mechanik und Elektronik unter Real-Bedingungen getestet werden können, das Design hat jedoch bislang so gut wie nichts mit dem fertigen Modell zu tun. Beispielsweise ist sehr wohl ein, zumindest karger, Windschutz in Form einer kleinen Scheibe angedacht, jedoch weniger ausgeprägt als bei der Konkurrenz. Anhand unserer Bilder ist auch zu sehen, welche Konkurrenzmodelle sich die Entwickler in Mattighofen zum Vorbild genommen haben: Vor allem Yamaha Ténéré 700 und die Ducati DesertX dienen als Referenz und dies bedeutet, dass auch Off-Road-Fähigkeiten noch höhere Priorität genießen als in in der 790 Adventure. Die Yamaha könnte zudem preislich eine gute Referenz sein, ebenso wie im Hinblick auf die Motorleistung. Zwar ist dies noch nicht gesichert, allerdings ist zu erwarten, dass GasGas nicht mehr den 799ccm Hubraum messenden Lc8c-Reihentwin von KTM verbaut, sondern eine verkleinerte Version dessen, die Ende 2025 in einer 650 Duke Premiere feiert und die hier um die 70 PS leisten dürfte.

GasGas SM 650 als erstes Straßen-orientiertes Motorradmodell der Spanier

Die Erlkönige legen auch nahe, dass auch das erste rein für die Straße konzipierte GasGas-Modell im Anmarsch ist. Als auf reinen Straßeneinsatz ausgelegtes Schwestermodell zu dieser ES 650 wird es auch einen Supermoto-Ableger geben, der entsprechend SM 650 heißen könnte. Diese tauscht das 21 Zoll-Vorderrad ihrer Schwester gegen ein 17-Zoll-Vorderrad auf Alugussfelgen und sportlicher orientierten Felgen ein und auch hier kommt wohl die schwächste Variante des LC8c-Reihentwins zum Einsatz. Wenn dem so ist, würde GasGas das stark ausgedünnte Supermoto-Segment beleben. Neben den 700er Supermoto-Modellen von KTM und Husqvarna gibt es sonst nach der Einstellung der V2-Hypermotard nur noch die neue Hypermotard 698 Mono.

Mit einer Präsentation von allen dreien dieser Modelle ist voraussichtlich 2026 zu rechnen.

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Bericht vom 30.11.2023 | 12.807 Aufrufe

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