Fertige Triumph Tiger 1200 2022 gesichtet

Erste Fotos und Details zur neuen Triumph Tiger 1200

In England wurden Testfahrer auf der nagelneuen und scheinbar fertigen Tiger 1200 abgelichtet. Die Fotos zeigen dabei gut, worauf wir uns mit der neuen Tiger freuen können.

Bereits 2012 stellte Triumph sein erstes Modell im Segment der Reiseenduros vor: Die Tiger 1200, die zunächst noch unter dem Namen Tiger Explorer lief. Diese orientierte sich bei ihrer Vorstellung vor allem am Platzhirsch im Segment, die damals noch luftgekühlte R1200 GS. Optisch nach dem Vorbild der Bayerin gestaltet, galt die Tiger Explorer sonst als unauffälliges und ausgesprochen ausgewogenes, wenn auch im Konkurrenzumfeld vergleichsweise schweres Motorrad.

Motor an Speed Triple angelehnt - Triumph Tiger 1200 2022

Für die nächste Modellgeneration, die Mitte November noch kurz vor der EICMA in Mailand ihre Weltpremiere feiern wird, haben die Briten an mehreren Stellschrauben gedreht, um künftig mehr Kunden für die neue Tiger 1200 zu begeistern. So bleibt es zwar beispielsweise beim Reihendreizylindermotor, jedoch hat dieser mit dem Vorgängeraggregat nichts mehr gemein. Die Grundkonstruktion des Antriebs wird von der seit Anfang des Jahres erhältlichen Speed Triple 1200 übernommen, jedoch für den Einsatz in der Reiseenduro stark modifiziert. Die Hubraumgröße ist noch nicht offiziell bestätigt, dürfte sich aber zumindest ungefähr an den 1160ccm der Speed Triple orientieren. Zudem kommt, ähnlich wie bei der kleinen Schwester Tiger 900, auch hier nun die T-Plane-Kurbelwelle mit ihrer charakteristischen Zündfolge zum Einsatz, was Sound und Kraftentfaltung im unteren Drehzahlbereich zugute kommt. Die Nennleistung bleibt bislang noch ein Geheimnis, soll jedoch die BMW R1250 GS überbieten. Damit sind mindestens 140 PS über den Kardanantrieb am Hinterrad ankommen.

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Üppige Ausstattung und weniger Gewicht - Triumph Tiger 1200 2022

Der Kardanantrieb wird zudem ebenso neu konstruiert wie der Rahmen und führt das Hinterrad nun in einer Zweiarmschwinge mit beidseitiger Momentabstützung. All dies dürfte in einer signifikanten Gewichtsersparnis resultieren. Genaue Zahlen sind auch hier noch Spekulation, doch unter 250 kg für die fahrfertige Maschine scheinen realistisch. Auch das Design wirkt um einiges schlanker und frischer als bislang und orientiert sich an der kleinen Schwester Tiger 900. Damit rückt Triumph nun offenbar bewusst vom Vorbild BMW R1250 GS ab und und nutzt seinen eigenen Stil.

Das dürfte auch in Bezug auf die verschiedenen Ausstattungslinien gelten. Wie bei der Tiger 900 wird es für verschiedene Einsatzzwecke verschiedene Versionen der Tiger 1200 geben. So werden die Off-Road-lastigeren Varianten sich, neben grobstolliger Bereifung durch 21-Zoll-Vorderräder von den tourenorientierten Varianten mit 19-Zoll-Vorderrädern unterscheiden. Auch Fahrwerksabstimmungen und Federwege dürften unterschiedlich ausfallen. Allen gemein sein wird jedoch semiaktive Federung und die mittlerweile übliche Mischung aus fahrdynamischen Helfern wie Kurven-ABS, schräglagenabhängige Traktionskontrolle, sowie Konnektivitätsfeatures, Tempomat usw. Einzig einen radargestützten Tempomat, wie er bei KTMs 1290 Super Adventure, Ducatis Multistrada V4 und diversen BMW-Modellen schon zum Einsatz kommt, dürfte Triumph seinen Kunden zunächst noch verwehren. Mitte November wird das Modell vorgestellt und Anfang 2022 in den Verkauf gehen.

Die Tiger-Familie gewinnt an Bedeutung

Für Fans der britischen Großkatzen ist es eine gute Zeit. Die Tiger 900 hat sich zum Dauerbrenner hochgearbeitet, auch uns konnte sie in Tests überzeugen, gleichzeitig kommt 2022 nicht nur eine neue große Tiger, sondern auch die Triumph Tiger Sport 660, die sich mit kleinerem Hubraum und 17-Zoll-Rädern auf die agile Landstraßenjagd fokussiert.

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Bericht vom 30.09.2021 | 15.190 Aufrufe

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