MV Agusta Dragster NEU 2021

Designikone reloaded mit vollem Elektronikpaket!

An der Modellentwicklung bei MV Agusta merkt man sehr gut, dass die Brutale-Reihe vor den Dragster-Modellen da war - denn eigentlich sind die abartigen Dragster viel brutaler! Dennoch weiß ohnehin jeder, dass man bei einer Dragster nicht nur eine ultrageile, aggressive Optik bekommt, sondern auch mächtigen Dreizylinder-Dampf. Analog zur neuen Brutale 800 werden nun auch die Dragster mit mehr Elektronik ausgerüstet.

Die MV Agusta Dragster war von Beginn an stark an die Brutale 800 angelehnt - der gesamte Aufbau samt den kräftigen 800er-Dreizylinder-Motoren mit 798 Kubik Hubraum stammt von der Brutale. Das soll sich auch beim Modelljahrgang 2021 nicht großartig ändern, allerdings wird es anders als bei der Brutale für die heurige Saison neben Dragster RR, Dragster RR SCS, Dragster Rosso auch eine, auf 200 Stück limitierte MV Agusta Dragster RR SCS RC (Reparto Corse) geben, die sich bei Optik und Komponenten noch mehr von den normalen Dragsters abhebt.

Die MV Agusta Dragster RR SCS RC holt noch mehr Power aus dem Dreizylinder!

Beim Motor ändert sich auch bei den Dragsters auf den ersten Blick nicht viel, zumindest leistungstechnisch bleibt es bei argen 140 PS aus dem 798 Kubik Reihen-Dreizylinder in Dragster RR und RR SCS (Smart Clutch System für eine Bedienung der Maschine ohne Kupplungshebel). Das Einstiegsmodell Dragster Rosso hat nun 112 PS und die Dragster RR SCS RC liefert wie die RR-Modelle 140 PS, mit dem Racing-Kit gar 150 PS! Allerdings wurde, um die Euro5-Norm zu erfüllen, sehr wohl im Triebwerk Hand angelegt, die Kolben und Zylinder wurden reibungsoptimiert und die Einspritzanlage überarbeitet. Außerdem bekommt die neue Dragster auch einen robusteren Kupplungskorb und der Schaltassistent EAS 3.0 befindet sich in seiner 3. Generation, wird also noch besser die Gänge reinknallen, als es die Vorgänger-Dragster ohnehin schon tat.

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Rahmen steifer, Fahrwerk gewohnt gut

Der, an den Seiten steifere Rahmen soll die Stabilität erhöhen, am Fahrwerk selbst wurde aber, wie bei den Brutale 800-Modellen, nicht viel geändert. Zwar wurde die Aufnahme des hinteren Federbeins anders positioniert, an den Federelementen selbst aber nichts umgemodelt, es bleibt bei Marzocchi-Gabel und Sachs-Federbein. Und die Bremsanlage von Brembo war ja auch zuvor schon nicht schwächlich oder schlecht dosierbar, da wird man sich freuen, dass sie wohl genauso gut bleibt, wie sie war.

FLC will Wheelies nicht verhindern, sondern kontrollieren

Das echte Novum kommt wie bei der Brutale 800 nun aber bei der Elektronik, die Dragsters haben nun wirklich alles an Bord, was ein modernes, vollausgestattetes Oberklasse-Motorrad haben sollte - denn nur weil die Dragster lediglich 800 Kubik hat, bewegt sie sich preislich doch im Oberklasse-Segment. Dank Sechsachsen-IMU steht nun also ein Kurven-ABS sowie eine schräglagenabhängige Traktionskontrolle am Programm, besonders erfreulich ist nun endlich der Wechsel auf ein 5,5 Zoll großes Farb-TFT-Display. Die mickrigen Armaturen der Vorgänger waren ja wirklich nicht mehr zeitgemäß. Auch die mögliche Verbindung mit einem Smartphone über die MV Ride App entspricht dem, was man heutzutage erwarten darf. Erfreulich für alle Wheelie-Fans, die den Punch des Dreienders voll auskosten wollen: Die FLC (Front Lift Control) will nicht unbedingt Wheelies verhindern, sondern sie kontrollierbar machen. Ein Tempomat ist bei allen Dragster ab Werk mit an Bord - falls es jemand wider Erwarten doch gemütlich mit den Italo-Schönheiten angehen möchte.

Viel leichter geht es wohl nicht - Dragster RR SCS RC

Die MV Agusta Dragster RR SCS RC zeichnet sich im Übrigen nicht nur durch ihre limitierte Auflage und die geänderte Lackierung aus, sondern wiegt dank einiger leichterer Teile auch erheblich weniger: Gegenüber der Dragster RR, RR SCS und Rosso mit 175 Kilo trocken spart die Dragster RR SCS RC ordentliche sieben Kilo ein, wiegt also nur 168 Kilo. Und mit dem Racing-Kit sind es gar nur noch 160 Kilo Trockengewicht - viel leichtfüßiger geht es mit einem Naked Bike wohl kaum!

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Bericht vom 13.02.2021 | 7.879 Aufrufe

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