Motorrad vs. Auto – Oder beides?

Vergleich Motorrad - Auto

Motorradfahren bedeutet Freiheit, Unabhängigkeit und pures Adrenalin. Den Fahrtwind am ganzen Körper zu spüren und mit seinem Gefährt selbstbestimmt die verschiedensten Landschaften erkunden zu können, sind nur einige der Vorzüge, in deren Genuss man als leidenschaftlicher Biker kommt. Obwohl ein Motorrad im Alltag extrem praktisch ist, besitzen viele Motorradfahrer zusätzlich ein Auto. Nicht ohne Grund: Beide Fahrzeugarten ergänzen einander aufgrund ihrer Unterschiede hervorragend.

Sicherheitsbedürfnis, Umfeld, Fahrtziele?

Die Gefahr, bei einem Verkehrsunfall tödlich zu verunglücken, ist Statistiken zufolge für Motorradfahrer fast viermal so hoch wie für Autofahrer. Aus diesem Grund gilt das Fahren auf vier Rädern als erheblich sicherer. Allerdings kann man gerade in größeren Städten per Motorrad schneller und einfacher Besorgungen erledigen, zudem sind die Anschaffungs- und Betriebskosten niedriger. Allerdings kann es abhängig von der Beschaffenheit des Wohnorts und/oder der Fahrtziele und dem Fahrtpensum notwendig werden, im Alltag beide Fahrzeuge zu nutzen. Für längere Fahrten oder Reisen mit mehreren Personen ist das Auto praktischer, für häufiger anfallende, kürzere Strecken ist man mit dem Motorrad schneller unterwegs. Auch wer eine Familie mit Kindern hat, benötigt zwangsläufig ein Auto, um mehrere Personen befördern zu können. Ist hingegen der Partner oder der Freundeskreis viel mit dem Motorrad unterwegs, legt man sich gerne ebenfalls eines zu, um regelmäßig bei Touren dabei zu sein.

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Die Sinne schärfen oder bequem von A nach B kommen?

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Entscheidung für oder gegen einen der beiden Fahrzeugtypen ist die Fahrt an sich. Dass man sich auf dem Motorrad besonders aufmerksam durch den Verkehr bewegen muss, um mögliche Gefahrenquellen frühzeitig zu erkennen, schult viele Fertigkeiten, die im Alltag hilfreich sein können etwa Konzentration, Koordinationsvermögen und Reaktionsschnelligkeit. Diese Fähigkeiten sollte man aus Sicherheitsgründen auch abseits der Straße trainieren. Nah dran bietet beispielsweise einen Online-Kurs zur Unfallprävention an.

Verantwortung für sich und andere

Beim Autofahren sind die Reaktionen geübter Fahrer vergleichsweise automatisiert, was mit der Zeit zu Unachtsamkeit führt. Der Komfort eines geschlossenen Fahrzeugs verleitet viele Autofahrer zur Nachlässigkeit. Untersuchungen des Verkehrsclubs Österreich zufolge werden trotz Strafen von mindestens 50 Euro in Autos täglich 900.000 Telefonate ohne Freisprechanlage geführt. Autofahrer, die am Steuer telefonieren, reagieren ähnlich verzögert wie jemand mit 0,8 Promille Alkohol im Blut. Daher stellen telefonierende Autofahrer ein erhebliches Sicherheitsrisiko für andere Verkehrsteilnehmer dar. Solche Gespräche sind ohne Freisprecheinrichtung auf dem Motorrad wegen der Helmpflicht ohnehin nicht möglich bzw. man würde sich in erster Linie selbst gefährden. Berücksichtigt man zudem die Tatsache, dass in Autos oft weitere Personen mitfahren, ist die Gefährdung Unbeteiligter noch höher. Als Motorradfahrer lernt man frühzeitig, Verantwortung für die eigene Sicherheit zu übernehmen, da ein Fehler aufgrund der offenen Bauweise des Gefährts fatale Konsequenzen haben kann.

Groß vs. Klein

Am sichtbarsten werden alle genannten Unterschiede zwischen Autos und Motorrädern, wenn man sich die Ausmaße beider Fahrzeugarten vergegenwärtigt. Am deutlichsten werden die Unterschiede beim Vergleich von Motorrädern mit sogenannten Jeeps, riesigen Geländewagen, die vor allem in den USA weit verbreitet sind. Während selbst das größte und stabilste Motorrad keinen Schutz vor folgenschweren Verletzungen bei einem Sturz bieten kann, erfüllen Jeeps alle Wünsche, die man bezüglich Komfort und Sicherheit an ein Auto stellen kann. Die massigen Wagen sind mittlerweile derartig beliebt, dass sich zahlreiche Fans in Vereinen wie 4x4 Hilfe, Allrad Just 4 Fun oder das Offroad Eventteam Austria zusammengeschlossen haben. Allerdings hat so viel Sicherheit auch einen stattlichen Preis. Legt man keinen Wert auf einen Neuwagen, ist ein Klassiker wie der Jeep Grand Cherokee deutlich erschwinglicher, wenn man ihn über Gebrauchtwagenseiten wie autoscout24.at kauft.

In vielerlei Hinsicht ist es also sinnvoll, sowohl ein Auto als auch ein Motorrad zu besitzen. Die Entscheidung zwischen beiden beruht auf verschiedenen Aspekten, die wohlbedacht sein wollen: finanzieller Spielraum, persönliche Präferenzen und Sicherheitsempfinden.

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Bericht vom 01.01.2016 | 42.294 Aufrufe

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