TourNordlicht Halbzeit

Halbzeit für Helly Frauwallner und Heinz Koller. Radlose Situation.

Tour Nordlicht: Halbzeit

Auf der Jagd nach dem Nordlicht sind Motocrosser Helly Frauwallner und Heinz Koller in Alaska gelandet. 20.000 Kilometer sind die beiden Motocrossfahrer Helly Frauwallner aus der Steiermark und Heinz Koller von Kärnten bereits um den halben Globus – entlang des nördlichen Polarkreises - gefahren. Von Feldbach aus am 19. Mai dieses Jahres gestartet, quer durch Europa und dann durch die glühende Hitze der Wüste Gobi und der Eiseskälte in Sibirien sind die beiden nun endlich in Alaska gelandet.

Es ist Halbzeit für die „Tour Nordlicht“. Vieles haben die beiden auf ihrer unglaublichen Abenteuerreise mit den zwei Motorrädern bereits erlebt. In Moskau verhaftet und bei einem Unfall knapp dem Tod entkommen, - vielfach herzlich aufgenommen und ebenso unterwegs von kommunistischen Beamten in Ostländern schikaniert. Fernab von touristischen Routen sind die beiden unterwegs, um Ende Oktober wieder in der Heimat anzukommen. Nicht alles ist bis jetzt plangemäß verlaufen. Viele unvorhergesehene Schwierigkeiten haben sich aufgetan.

Doch die Abenteurer konnten bisher jede Situation meistern. Nun sind sie in Alaska und haben ihr Versorgungsteam aus Österreich plangemäß in Anchorage getroffen. Voll gepackt mit Ersatzteilen, neuen Reifen, den Lieblingsnudeln für Heinz Koller und der Filmausrüstung ist das Team um Bertram Mayer, Gottfried Deutsch und Günter Tuscher eingetroffen. Wie zuvor in Moskau und in der Mongolei wollte man die Fahrer ein Stück auf ihrer Fahrt begleiten… doch es kam alles anders.

Die in Vladivostok spezial verpackten Motorräder sind nicht angekommen! Beinahe zuviel für die strapazierten Nerven der Fahrer, die bereits in Russland 2 Wochen auf eine Möglichkeit nach Alaska zu kommen warten mussten! Endlose Telefonate von Tourmanager Bertram Mayer mit dem Satelitenhandy rund um die Welt brachten kein Ergebnis. Die Russen hatten die Motorräder nach Moskau zurückgeschickt und zwischengelagert. Man will mehr Geld für den Transport!!! Wolfgang Kurz, der das Team in Moskau bereits vor dem Gefängnis bewahrt hat, wird wieder einmal eingeschalten, um die Verhandlungen mit den Russen aufzunehmen.

Währenddessen beschließt das Team kurzerhand Alaska mit dem Auto zu erkunden und die Route von der „Tour Nordlicht“ so auskundschaften! Es geht unter anderem mit einem kleinen gecharterten Flugzeug zum Gipfel des Mount Mc. Kinley, der mit 6140 m der höchste Berg von Nordamerika ist. Endlose Weiten, faszinierende Landschaften und atemberaubende Gletscher begleiten das Team so auf ihrer Fahrt quer durch Alaska. Doch der Winter kündigt sich bereits langsam an… Es ist nicht ewig Zeit…

Die Fahrer warten sehnsüchtigst auf ihre Motorräder… Immer wieder Telefonate mit Wolfgang Kurz, dem Freund in Moskau und der Basisstation in der Heimat. Doch nichts Neues heißt es immer wieder! Warten, warten, warten… Die Gesichter werden immer länger. Auch das Versorgungsteam muss wieder nach Hause. Die Enttäuschung ist groß. Bis zuletzt hat man gehofft, dass doch noch die Maschinen eintreffen und man ein paar Aufnahmen mit den Motorrädern machen kann! Tage danach die Jubelmeldung aus Moskau, die Maschinen sind endlich unterwegs, - unterwegs nach Alaska. - Noch sind sie aber nicht in Anchorage, nun ist man wieder zuversichtlich! Unmittelbar nach Eintreffen der Motorräder wird es weitergehen durch die Rocky Mountains, quer durch Kanada nach Halifax, wo bereits die Fähre nach Island wartet. Dort will man dann auch endlich auf das „Nordlicht“ treffen…

 

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Text & Fotos: Bertram Mayer

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Bericht vom 20.08.2007 | 5.212 Aufrufe

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