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kot |
Yamaha YZF-R125 |
15.03.2008 10:19:00 |
Druck
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Eine riesige Verschwörung ließ kot im Glauben, auf die R6 Präsentation zu fahren. Danke Kollegen.
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Yamaha YFZ-R125 (und nicht R6) |
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Die R6 Verschwörung |
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Ich bin gekommen, um Rache zu nehmen für diese Verarschung. |
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„Das ist ja gar nicht die YZF-R6 Präsentation“
Es sollte der Satz des Tages und der gesamten Präsentation werden, den
ich vor mich hin murmle - immer noch im Zweifel - beim Anblick der
YZF-R125, die in der Hotellobby auf einem Podest steht, wie es üblich
ist. Das kann nicht sein, immerhin wurde mir von drei Leuten, einige aus
meinem engsten (ehemaligen) Freundeskreis, bestätigt, dass ich auf die
R6 Präsentation nach Valencia fahre, endlich, nach 7 Jahren meine erste
Supersport Präsentation, endlich ernst genommen, endlich vollwertig.
Doch auf dem Zettel, den ich gerade unterzeichne, steht „Welcome to the
Yamaha YZF-R125 Testride.“ Wie kann das sein?
Sascha a.k.a. Der Abgelederte , Ex-Kollege und jetzt
(un)tätig bei Yamaha Austria, hat das doch beim letzten gemeinsamen
Schnitzelessen bestätigt, als er sich gerade einen Kubikdecimeter Cordon
in den Schlund steckte. Ja gut, ich war nicht immer nett zu ihm, aber
eine Falschaussage mitten ins Gesicht ist selbst ihm nicht zuzutrauen.
Ich teilte ihm mit, dass ich eine zweite R6 Präsentation nach jener in
Amerika doch sehr verwunderlich fand, doch er beruhigte: „Stimmt, die R6
wurde schon in Amerika präsentiert. Jetzt ist noch eine Präsentation
extra für Europa.“ (Wie konnte ich Trottel das glauben??? Diese Lüge
bleibt nicht ungestraft!!!) Selbst mein Journalistenkollege Martin V.,
der mit mir gemeinsam die Reise antrat, redete ständig von der R6. (Du
falsche S…! Das kommt zurück!) Außerdem stand auf der Einladung von
Yamaha, die mir Nils weitergeleitet...weitergeleitet hat. |
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Wie bei allen großen Verbrechen fand sich schließlich
der entscheidende Hinweis, der alle verdeckten Puzzleteile vor
meinem geistigen Auge wendete und sie zu einem großen, grässlichen Bild
einer hinterhältigen Verschwörung zusammenfügte. Wie bei Columbo sah ich
plötzlich die einzelnen Szenen vor dem wahren Hintergrund noch mal an
mir vorüberziehen. Daß ich von allen Seiten angelogen wurde, war ebenso
real wie die YZF-R125 Präsentation, vor der es jetzt kein Zurück mehr
gab.
Es brauchte den Genuß einiger Biere, Zigaretten und
einer Abkühlung im 14 Grad kalten Ozean (vor den Bieren) um meinen
Zorn einigermaßen zu beruhigen. ‚Du bist ein Profi und darfst diese
Demütigung nicht am Motorrad auslassen. Jede Präsentation, jedes Modell
muß man gleich ernst nehmen. Die Kollegen kannst du nachher umbringen.’
Zahlreiche Rollertests haben mich hart gemacht. Auch eine 125er sollte
mich nicht in die Knie zwingen. Da müsst ihr euch schon was Besseres einfallen
lassen. (Bitte nicht.)
Fast nicht vorbelastet stieg ich also am nächsten
Morgen auf den leichtesten Supersportler von Yamahas R-Serie.
Während die Eigenschaft ‚leichtester’ ein positives Gefühl erzeugt,
bewirkt die Eigenschaft „schwächster“ ein negatives. Beides trifft nun
auf die R 125 zu. Leider ist sie mit 126,5 Kilo nicht so leicht, dass
sich bei 15 PS ein ordentliches Leistungsgewicht ergeben würde. Doch
unter 125ern gelten andere Maße, Formeln und Verhältnisse. Ich musste
mich ab sofort voll und ganz auf diese Welt konzentrieren und alles
andere abschütteln. Was passierte war wunderbar.
Zunächst fühlt man sich, auf der 125er Platz
genommen, wie ein Motorradfahrer. Sportlich, nach vorne orientiert
und trotzdem nicht unbequem. Klar wollte man den kleinen Sportler besser
für den Stadtverkehr nutzbar machen und vermeiden, daß dem Fahrer nach
der 3. Gasse die Rückenwirbel raus springen. Verantwortlich dafür sind
die „erwachsenen“Ausmaße des Nachwuchssportlers mit einem Radstand von
1.353 mm. Auch was das Gesamtbild und die Details betrifft, wirkt die
Kleine den Großen keineswegs unterlegen. Das Modell YZF-R125 ist kein
degenerierter Klon im Kleinformat, sondern ein vollwertiges
Familienmitglied der R-Serie. Alles ist top verarbeitet, wirkt stabil
und äußerst erwachsen und ist dem Motorrad deutlich näher als dem Moped.
Der Motor springt sofort an und anhand des
Drehzahlmessers kann man sogar kontrollieren, ob er wirklich läuft.
Der wie bei der R6 mittig unter dem Motor platzierte Schalldämpfer, mit
dem rechts neben der Schwinge schräg nach hinten zeigenden Endtopf, gibt
nur ein harmloses Schnurren von sich, dass sich bei höheren Drehzahlen
in ein Schnattern steigert. Der völlig neu entwickelte 1-Zylinder 4-Takt
Kurzhub Motor, mit oben liegender Nockenwelle und 4-Ventil Zylinderkopf,
scheint äußerst kultiviert zu sein. Schon wird losgefahren um zu sehen,
was in ihm steckt. |
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Schwung mitnehmen ist Pflicht.
Da ist besonders wichtig , was nach der Kurve kommt. |
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Sexy und ohne Rückenschmerzen geht's Überland. |
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Das läuft dann doch etwas anders ab, als beim
Motorrad. Die Kupplung ist so butterweich und könnte mit einem
aufgedunsenen Fingernagel gezogen werden, dass ich anfangs dachte, das
Kupplungsseil wäre gerissen. Ebenso locker lässt sich die Bremse
bedienen, fast wie bei einem Fahrrad. Anfangs irritierend, später sehr
willkommen, vor allem wenn man verstanden hat, wie oft man kuppeln muß.
Man fährt nämlich an – klack – klack – klack und ist im Vierten, hat
aber erst einige Meter zurückgelegt und 50 am Tacho. Das geht natürlich
auch wieder runter, vor jedem Kreisverkehr und jeder Kreuzung, und
wieder rauf…runter…rauf…Definitiv nichts für Schaltfaule.
Für die Kraft gibt es nur eine Ausrede: Wir sind
alle viel zu leistungsverwöhnt. Wer protzt, selbst mit 170 PS noch
unterfordert zu sein, der kann sich gerne mal auf diesen 15 PS Racer
setzen und ein Duell auf einer kurvigen Landstraße ausfechten. Da sind
echte Nerven gefragt, denn wer bremst, verliert hier wirklich, weil man
den verlorenen Schwung am Kurveneingang mit Leistung am Kurvenausgang
nicht mehr wett machen kann. Macht nicht minder viel Spaß als mit 130 PS
unterm Hintern und deckt schonungslos auf, wer wirklich fahren kann. |
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Kleine Leistung sucht kleinen Ring. In diesem Fall eine Kartstrecke.
Dort spielt sie aber wie eine Große. |
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Nur gut, dass die kleine R für derartige Spielereien
gerüstet ist und Bremsen hat, die noch viel mehr Leistung und Gewicht
vertragen würden.
Sie beißen nicht nur äußerst vehement zu (und zwar beide), sondern
sind zudem sehr gut zu dosieren, was in den zu schnell eingefahrenen
Kurven entscheidend ist. Die vordere Bremsscheibe (ja, es ist nur eine)
misst immerhin stolze 292 mm im Durchmesser und wird von einem
Doppelkolben-Bremssattel umklammert, die hintere Scheibe kommt auf 230
mm. Bremsen dieser Qualität habe ich bisher auf keinem Moped oder Roller
mit ähnlicher Kubatur erlebt. |
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Nur wer schnell in die Kurve einfährt, kommt auch
schnell wieder raus. |
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Zu eng erwischt. Bei dem Handling kein Wunder. |
Schön gezirkelt. Der Übung folgt Routine. |
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Das Fahrwerk steht dem in nichts nach, hat das
Nesthäkchen den Delta-Box Rahmen doch von seinen großen Schwestern
geerbt und eine hochwertige Aluminium-Guss Schwinge erhalten, was die
richtige Steifigkeit garantiert. Das Motorrad blieb bei der erreichten
Höchstgeschwindigkeit von 122 km/h (ein Kollege erreichte laut eigener
Aussage sogar 123, das kann ich nicht glauben) ebenso stabil wie in
Wechselkurven oder beim harten Anbremsen. Hätte man vom Gefühl her nicht
erwartet, weil die Abstimmung eher weich und komfortabel gewählt wurde,
wieder um dem Betrieb in der Stadt und auf schlechten Straßen entgegen
zu kommen. Ebendort dämpft die 33 mm Telegabel mit einem großzügigen
Federweg von 130 mm die leichten und groben Schläge, ohne das Motorrad
schwammig wirken zu lassen.
So bleiben dann auch beim Handling keinerlei Wünsche
oder Fragen offen. Niedriges Gewicht, geringe ungefederte Massen,
wie die 10-Speichen Leichtmetallräder und Reifen in den Dimensionen
100/80-17 vorne und 130/70-17 hinten, machen es einem schon fast zu
einfach – und das ist so gemeint, wie es gesagt wurde. In der Kurve aufs
Knie zu gehen erfordert weit mehr Mut, als mit einer 600er oder 1000er,
weil das Motorrad klarerweise nicht so stark dagegen hält. Ist ein
seltsames und gewöhnungsbedürftiges Gefühl, sich mit „Nichts“ in die
Schräglage zu werfen. Nach ein paar erfolgreichen Versuchen hatte ich
mich schließlich darauf eingestellt und genoss das unbeschwerte Gleiten.
Es hat jede Menge Spaß gemacht, die 125er zu fahrern,
auch wenn sie keine R6 war. Und dem BMW Sauber F1 Team auf dem
Valencia Ring beim Testen zuzusehen, war auch nicht z'wieder, was die
Verschwörer trotzdem nicht von ihrer Schuld freisprechen soll.
Mit der YZF-125R bietet Yamaha jedenfalls echtes
Supersportgefühl am 125er Sektor und setzt hinsichtlich
Verarbeitungsqualität und technische Ausstattung neue Maßstäbe. |
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Die Rache wird mein sein. Be afraid. |
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Yamaha
YZF-R125 Farben |
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Sports White - Mein Favorit |
Midnight Black - Kleiner Mann ganz böse |
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Impact Yellow - Replica Look |
Burning Blue - typisch Yamaha |
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Yamaha
YZF-R125 Technische Daten |
| Motor |
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| Bauart |
1-Zylinder-4-Takt-Motor, 4
Ventile, SOHC |
| Kühlsystem |
Flüssigkeit |
| Hubraum (cm³) |
124.66 |
| Bohrung x Hub
(mm) |
52.0 x 58.6 |
| Verdichtung |
11.2:1 |
| Leistung kW |
11.0 kW (15 PS) @ 9,000 U/Min |
| Drehmoment |
12.24 Nm (1,25 kg-m) @ 8,000
U/Min |
| Schmierung |
Naß-Sumpf |
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Gemischaufbereitung |
Benzineinspritzung |
| Kupplung |
Mehrscheiben-Ölbad |
| Zündung |
TCI |
| Starter |
Elektro |
| Getriebe |
6-Gang |
| Sekundärantrieb |
Kette |
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Ventile/Steuerung |
DOHC |
| Tank/dav.
Reserve (L) |
13.8 |
| Öl (L) |
1.15 |
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| Fahrwerk |
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Rahmen |
Stahl Deltabox |
| Federung vorne |
Telegabel |
| Federweg vorne
(mm) |
130 |
| Federung hinten |
Schwinge |
| Federweg hinten
(mm) |
125 |
| Bremsanlage
vorne |
Scheibe, Ø 292 mm |
| Bremsanlage
hinten |
Scheibe, Ø 230 mm |
| Reifen vorne |
100/80-17 M/C |
| Reifen hinten |
130/70-17 M/C |
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| Abmessungen |
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| Länge (mm) |
2,015 |
| Breite (mm) |
660 |
| Höhe (mm) |
970 |
| Sitzhöhe (mm) |
818 |
| Radstand (mm) |
1,355 |
| Bodenfreiheit
(mm) |
155 |
| Gewicht (kg
trocken o. Füllung) |
126.5 |
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| Aktuelle Produktangebote |
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| Gebrauchte Motorräder |
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Interessante Links:
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Text: kot
Fotos: Yamaha |
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| 1000ps Data Recording |
Yamaha YZF-R125 |
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| 1000ps Userbewertung für Bike: YAMAHA YZF-R125 |
Optischer Eindruck: |
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Technischer Eindruck: |
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Gesamteindruck: |
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| Kaufkraft: |
ein Kauf heuer kommt für 56,94 % der Bewerter in Frage
ein Kauf später kommt für 15,28 % der Bewerter in Frage
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| 1000ps Userbewertung: Yamaha YZF-R125 von
kot |
Photos: |
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Text: |
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