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Auf der Intermot in Köln zeigte Pirelli einen Reifen, in dessen
Lauffläche per Hand abwechselnd Engel und Teufel eingeschnitzt waren.
Höchst interessant, höchst innovativ, höchst unpraktikabel. Auf dem
Aufsteller stand in roten Lettern: "Coming soon." Ich hob positiv
überrascht die dichten Augenbrauen. Daß Cherube und Dämonen von heute
auf morgen nicht jahrzehntelang ausgetüftelte und perfektionierte
Reifenprofile ersetzen werden können, wäre zwar eine Sensation, zugleich
aber höchst unwahrscheinlich. Doch anscheinend wollte man bei Pirelli
diese Idee in irgendeiner Form tatsächlich verwirklichen. Beim
Testauftakt der Superbike-WM in Portugal wurde die Umsetzung dieser Idee
nun erstmal der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Angel ST ist
ein (super)sportlicher Touringreifen, dessen zwei Gesichter von den
beiden Figuren Engel und Teufel symbolisiert werden. Anfangs ist der
Engel auf dem Reifen zu sehen. Nach etwa 1000 km, anhängig von der
Fahrweise des Besitzers, verschwindet der Engel und langsam kommt der
Teufel zum Vorschein. Ganz zu sehen ist dieser allerdings nur, wenn auch
die Kurven entsprechend motiviert genommen werden. Endlich ein Reifen
für Motorradfahrer, die sich ständig zwischen Himmel und Hölle bewegen. |