Motorrad-Quartett:Yamaha XSR700 Test

4 Fahrer, 1 Motorrad. Die 1000PS-Redaktion testet

Das 1000PS Motorrad Quartett: 4 Fahrer, 10 Motorräder. K.OT, NastyNils, Vauli und Zonko fahren die Bikes der Roadshow on Tour 2016.

Der Trend zu Heritage (Herkunft) und Klassik im Kulturkreis des Krades ist schnell erklärt. Vor nicht allzu langer Zeit stellten die großen Japaner alle 24 Monate ein technisch und optisch neues Sportmotorrad in die Auslagen, was nicht nur zu einem beängstigend beschleunigten Fortschritt, sondern unweigerlich auch dazu führte, dass man als Käufer mit einer Halbwertszeit von 2 Jahren rechnen konnte, bis Wert und Wertschätzung seines ganzen Stolzes im Keller gelandet sein werden.

Ob die Hersteller das mussten, oder einfach konnten, wird wohl nie wirklich geklärt werden, am ehesten kann der Gruppenzwang dafür verantwortlich gemacht werden. Nach der wirtschaftlichen Implosion hat man die Taktzahl deutlich verringert und bringt in manchen Kategorien, i.e. Supersport 600, nur mehr….gar nix.

Beständige Werte: XSR700 und XSR900

Die Sehnsucht nach beständigen Werten keimte aber schon davor auf, während der Materialschlacht, und heute sehen wir an Modellen wie BMW R nineT, Triumph Thruxton oder an der Yamaha MT/XSR-Palette, wie sehr sich dieser Wunsch ausgewachsen hat. XSR700 und XSR900 sind die klassischen Varianten der beiden äußerst erfolgreichen MT-07 und MT-09. Hinzugekommen ist jüngst die MT-10, die aber vom CP4 der YFZ-R1 angetrieben wird und über den Dingen steht.

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Speedblock-Design von King Kenny

Zum 60. Yamaha-Jubiläum spendierten die Japaner einigen Modellen, so auch der XSR700, den legendären Speedblock-Anstrich, der durch King Kenny Roberts berühmt gemacht wurde. Angetrieben wird die XSR wie ihre Schwester von einem 689 ccm großen flüssigkeitsgekühlten Parallel-Zweizylinder (CP2, 270 ° Kurbelwelle) mit zwei oben liegenden Nockenwellen, der fast 75 PS leistet und ein Drehmoment von 68 Nm bei nur 6.500 U/min. erzeugt.

Gewicht nur 186 kg, Sitzhöhe 815 mm

Fahrfertig wiegt die XSR inklusive ABS 186 kg und somit etwas mehr als die MT. Auch an der Geometrie hat sich etwas geändert. Die Sitzhöhe liegt bei 815 mm (statt 805) und der Radstand ist um 5 mm auf 1405 mm angewachsen. Die Sitzbank ist wesentlich flacher geformt und Elemente wie Scheinwerfer hinten und vorne oder gelochte Blenden fügen sie optisch klar erkennbar in die Sport Heritage-Familie.

Dreh- und Wheeliefreude

Manches wirkt gar wie aus dem Zubehör und persönlich würde ich kaum etwas ergänzen oder ändern wollen. Es ist eines jener Motorräder, wo auch wir Gefahr laufen, zu sagen: Wer braucht schon mehr Leistung? Das liegt an der Dreh- und Wheeliefreude der XSR700. 75 PS werden hier fast optimal in Szene gesetzt, der Rest der Komponenten entspricht dieser Performance. Die Grenze liegt wie immer beim engagierten Einsatz auf der Rennstrecke, bei der Körpergröße und-fülle.

Fazit: Yamaha XSR700

Zählt man Anschaffungspreis, Betriebskosten, Optik und Fahrspaß zusammen, gibt es kaum ein Motorrad, das sich mit der XSR700 messen kann, außer natürlich die MT-07. Yamaha vereint ein cooles Heritage-Design mit einem modernen, günstigen und spaßorientierten Motorrad.


  • coole Optik
  • spritziger Motor
  • geringer Gewicht
  • gute Ausstattung
  • Preis-Leistung
  • sportliche Grenzen
  • Fahrwerk zu weich abgestimmt

Bericht vom 06.06.2016 | 35.835 Aufrufe

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