BMW S1000 RR

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Die BMW S 1000 RR im harten Vergleich. Das Finale des MASTER SUPER BIKE 2010.

BMW S1000 RR

Die  BMW S1000 RR beim MASTER SUPER BIKE 2010


Sie kam sah und siegte


Der BMW S 1000 RR werden im Moment viel Rosen gestreut. Sie ist deutlich stärker als der Rest des Superbike-Feldes, was am Stammtisch natürlich immer ganz gut kommt. Besonders demütigend für die Japaner: Wir waren es eigentlich gewohnt von den Prospektangaben bei den 1000ern immer um 5-10 PS belinkt zu werden, die BMW drückt ganz normal immer mehr am Prüfstand als das Prospekt verspricht. Das haben wir einer strengen und gnadenlosen Order vom Boss zu verdanken. Es gibt harte Leistungskontrollen bevor die S 1000 RR das Werk verlassen. Bei BMW wollte man sich keine Blöße geben und nicht riskieren, dass auch nur ein enttäuschender Prüfstandsbericht den Weg in die Medien findet.

Die S 1000 RR definiert sich also zum Einen ganz stark über die überlegene Leistung, das nächste Thema sind die richtig gut funktionierenden Fahrhilfen. Mag sein, dass sie von BMW zum Teil als Sicherheitsfeature vermarktet werden. In der Praxis bieten den Großteil der Hobbypiloten erstmals taugliche Werkzeuge um mit elektronischer Hilfe wirklich schneller zu fahren. Zu guter Letzt hatte BMW noch das Glück die S 1000 RR gerade in einer Zeit auf den Markt zu bringen, als die Japaner von Krisenangst und Panik geprägt waren. Das drückt die Möglichkeiten in den Entwicklungsabteilungen und auch die Möglichkeiten der Verkaufsverantwortlichen. Damit ist die BMW auch beim Preis voll dabei bei der Musik.


Beim MASTER SUPER BIKE 2010 treten alle Superbikes der Saison beim großen Vergleichstest gegeneinander an. Insgesamt 15 verschiedene Journalisten und Testpiloten prügelten die Testbikes um den neuen spanischen Kurs "Motorland Aragón" und die Stoppuhren waren gnadenlos. 14 Zeitschriften rund um den Globus verliehen anhand der Rundenzeiten und der persönlichen Fahreindrücke den Titel "MASTER SUPER BIKE" 2010 an das beste Motorrad. Wir haben alle Rohdaten des Tests vorliegen und bringen mehr als bloß Rundenzeiten und Gewinner- die persönlichen Eindrücke aller 15 Journalisten zeigen zum Einen wie unterschiedlich die Eindrücke der Fahrzeuge auf die einzelnen Piloten sind, zeigen aber zum Anderen auch klar Stärken und Schwächen auf.
 

Die Masterbike Testcrew 2010: Vollgas im Dienste der Leser. Der Druck ist grausam, man kennt ja den männlichen Konkurrenzdruck unter Kollegen. Zusätzlich dazu gilt als oberstes Gesetzt bei solch aufwendigen Vergleichstests: Schrotten strengstens verboten!

 
Die Wahrheit aus dem Journalisten-Notizblock:
Normalerweise braucht am Ende des Tests die gekritzelten Infos der Testpiloten niemand mehr. Die Punkte wurden in Tabellen eingetragen, die Texte wurden geschrieben, die Stoppuhr hat gesprochen und der Fotograph seinen Job erledigt. Doch in Summe sprechen die Notizblöcke von 15 Testpiloten ungeschminkt die nackte Wahrheit. 1000PS lässt die Leser in die Notizblöcke der Testpiloten blicken. Ein einzelner Testpilot kann irren, doch niemals alle zusammen. ...

BMW S1000 RR - die Stärken

   
Motorleistung xxxxxxxxxxx
elektronische Fahrhilfen xxxxxx
Schaltassistent xx
Top Speed x
Einfaches Fahrverhalten x
Chassis-Stabilität x
Sitzposition x

BMW S1000 RR - die Schwächen

   
nicht agil genug xxxx
Bremsstabilität / Fading xxx
Leistung im unteren Drehzahlbereich xxx
nur für erfahrene Piloten xx
Fahrwerkssetup zu weich xx
zu hohes Gewicht xx
Die Elektronik steht der Kraft des Motorrades im Weg x
Heckstabilität beim Bremsen x
Hinterradrutscher x


NastyNils, 1000PS.at:
Auch das beste Motorrad im Feld (die BMW gewinnt den großen Vergleichstest, Bericht demnächst) passt perfekt. Es gibt eine Reihe von Eigenheiten welche einzelnen Piloten subjektiv nicht gut gefielen, es gab jedoch auch Punkte welche gewissermaßen Übereinstimmung fanden. Die S 1000 RR ist nicht die leichteste im Feld und ist beim Chassislayout auch nicht auf der ganz radikalen Seite. Dementsprechend wurde der Punkte Agilität / Handling kritisiert. Das Bremsfading ist eine systembedingte Nebenerscheinung vom RaceABS. Die Bremsleitungen sind insgesamt durch den Umweg zur Zentraleinheit eben etwas länger, dadurch wandert der Druckpunkt bei langen Turns etwas. Der Motor erinnert bei der Charakteristik schon sehr an eine 600er Drehorgel. Wenn man ihn kreischen lässt, dann spürt man ein irres Inferno. Schaltet man zu früh, ziehen die Gegner auf den vermeintlich schwächeren Japanern vorbei.

Wo investieren: Die Tüftler unter den Racern werden versuchen die Bremse im Rahmen der Möglichkeiten zu optimieren. Wie sich jedoch andere Leitungen, Racingbremsflüssigkeit und andere Bremsbeläge auf das RaceABS auswirken, weiß im Moment noch niemand. Zur Saisonmitte werden in der Boxengasse vermutlich erste Lösungen bereit stehen.

In Sachen Leistung gibt es von Akrapovic eine Komplettanlage welche aus der S 1000 RR ein echtes 200 PS Monster machen. => Link  Zusätzlich zur Spitzenleistung verbessert sich aber auch der Drehmomentverlauf im mittleren Drehzahlbereich. Das nutzbare Drehzahlband wird dadurch enorm verbreitert. Fällt die Wahl auf eine kostspielige Full-Titan-Anlage wird auch gleich das Gewicht deutlich reduziert. Das zur Verfügung stehende Leistungsgewicht hätte noch vor wenigen Jahren die Tuner in der Superbike-WM zur Verzweiflung gebracht. Schön zu sehen, dass der technologische Fortschritt in solch sinnvolle Themen investiert wird.

Hier eine Story zum Thema "S 1000 RR Rennstreckenumbau" mit einigen Zubehör- und Tuningtipps.
 

MASTER SUPER BIKE 2010 - powered by RACER auf 1000PS


BMW S1000 RR - Setup

  Gabel Federbein
Federvorspannung 4 mm Standard
Zugstufe 8 Clicks 7 Clicks
Druckstufe 8 Clicks Low: 6 licks
High: 5 Clicks
Höhe + 6 mm Standard

Die Testmotorräder werden von den jeweiligen Herstellern / Importeuren mit einem Setup ausgestattet. Man darf davon ausgehen, dass da nicht wenig Energie investiert wurde um ein tolles Setup zu erarbeiten. Die oben genannten Setup-Daten sind also bestimmt eine gute Basis für Ausflüge mit der BMW S1000 RR  zur Rennstrecke.

Die Reifen: Die BMW S1000 RR wurde für den Test vom Hersteller mit Metzeler RaceTech K2 bestückt.

BMW S1000 RR - Die Daten


Die BMW S1000 RR brachte fahrfertig gewogen 209 kg auf die Waage. Am Prüfstand drückte sie 192 PS aufs Hinterrad, bei einem maximalen Drehmoment von 113 Nm. Auf der Startzielgeraden reichte die Leistung für einen Topspeed von 292 km/h.
 

Weitere gemessene Daten, BMW S1000 RR:

Beschleunigung 0 - 100 km/h: 3,1 / 43 m
Beschleunigung 0 - 400 Meter: 10,1 s / 232 km/h
Beschleunigung 0 - 1000 Meter: 18,5 s / 285 km/h
 

MASTER SUPER BIKE 2010 - Die Serie

In dieser Testserie bringen wir Kurztests zu den folgenden Superbikes:

Gesamtüberblick: Masterbike 2010! Die besten Superbikes 2010.



Fazit: BMW S 1000 RR

Das haben wir einer strengen und gnadenlosen Order vom Boss zu verdanken. Es gibt harte Leistungskontrollen bevor die S 1000 RR das Werk verlassen. Bei BMW wollte man sich keine Blöße geben und nicht riskieren, dass auch nur ein enttäuschender Prüfstandsbericht den Weg in die Medien findet.


  • Überlegene Leistung
  • gut funktionierende Fahrhilfen
  • sehr schnell
  • optimaler Preis.
  • Agilität
  • kompliziertes Handling
  • Bremsstabilität
  • hohes Gewicht.

Bericht vom 17.06.2010 | 62.102 Aufrufe

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