IDM-Salzburgring 03./04. Juli

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Das erfolgreiche Event-Konzept der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft sorgt für einen neuen Besucherrekord auf dem Salzburgring: 16.500 Zuschauer verfolgten die Rennen am Sonntag.


Damit unterstreicht der Veranstalter, dass Motorrad Straßenrennsport keine Randsportart sein muss. Mit drei Marken CUPs wird eine enorme Breitenwirkung erreicht - die Profis der 4 IDM-Klassen freuts, denn mit dem Publikumsinteresse steigt auch die Motivation der Sponsoren weiter in den Sport zu investieren.

 

Aus österreichischer Sicht verlief das Raceweekend sehr erfolgreich. In der IDM Klasse 125 konnte sich Michael Ranseder vor seinem KTM Teamkollegen Stefan Bradl (D) durchsetzen. Ranseder baut damit seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus. ÖM Staatsmeister Philipp Eitzinger nütze den Heimvorteil und sicherte sich den hart umkämpften 4. Platz, sein bestes Ergebnis in der IDM.

 

Auch in der Königsklasse schnitten die Österreicher sehr erfolgreich ab. Andi Meklau konnte sich mit seiner Suzuki GSX-R 1000 in beiden Rennen auf dem 3. Rang platzieren. Robert Ulm, ebenfalls auf Suzuki GSX-R 1000 kam beim ersten Rennen hinter, im zweiten Rennen vor Meklau ins Ziel. In der Gesamtwertung liegen beide punktgleich mit 98 Zählern auf den Plätzen 3 und 4. Mit Christian Zaiser (Suzuki) und Günther Knobloch (Yamaha) fuhren zwei weitere Österreicher unter die top acht.

Großer Triumphator war einmal mehr Michael Schulten auf seiner Honda CBR 1000 RR. Im ersten Lauf hatte er auf weichere Reifen gesetzt und damit nach 2/3 des Rennens einen sicheren Vorsprung herausgefahren. Doch dann begannen die Reifen stark nachzulassen und Schultens Teamkollege überholte den führenden 2 Runden vor Schluss. Jürgen Oelschläger hätte auf seiner Honda CBR 1000 RR auch den zweiten Lauf auf dem Podest beenden können, doch er entschied sich in der letzten Kurve vor dem Ziel für ein Alles oder Nichts Manöver um den führenden Schulten noch abfangen zu können. Die Aktion endete im Kies, die alpha Technik Honda schlug hart in der Streckenbegrenzung ein, Oelschläger blieb unverletzt.

Bester Yamaha-Pilot des Wochenendes war Stefan Scheschowitsch mit zwei 5. Plätzen. Damit lag das Team Yamaha Sebring Austria klar vor dem deutschen Werksteam und dem amtierenden Meister Stefan Nebel.

Schrecksekunden für Norman Manz. Als der Deutsche aus der Zielkurve auf die Gerade einbog brach die Felge. Was folgte war ein Höllenritt den der sichtlich geschockte ohne Sturz überstand!

 

Bei den Seitenwagen sicherten sich  Klaffenböck/Parzer den 2. Platz, insgesamt waren 4 österreichische Gespanne unter den top 9.

Nach dem Abbau der Verkleidung wird die Verwandtschaft mit dem Motorrad sichtbar. Lenker, Kupplungsseil, Motor, Auspuffanlage, ... mit ein bißchen gutem Willen lässt sich daraus ein herkömmliches Motorrad basteln.

 

Die Rennen der IDM Klassen 125 und Supersport wurden für die in der ÖM akkreditierten Fahrer als ÖM Läufe gewertet. Beim multinationalen Verbandsrennen der Klasse Supersport gingen nicht weniger als 13 Österreicher an den Start. Das Aufgebot der heimischen Kräfte vermochte sich jedoch nicht durchzusetzen. Vielleicht auch deshalb, weil die Semiwerksteams wie alpha Technik, Docshop Racing, Suzuki Swiss oder Suzuki Europe in den drei wesentlichsten Faktoren des Rennsports klar voran liegen:
mehr Geld, mehr Ressourcen, mehr Zeit.

Bei den IDM Nachwuchscups zählen diese Argumente nicht. Wer in der internationalen Spitze mitmischen möchte, dem sei geraten sich seine Sporen im Red Bull Rookies Cup, Yamaha R6- Dunlop Cup oder Suzuki Bridgestone GSX-R Cup zu verdienen. Unter relativ gleichen Bedingungen zählen nur fahrerische Qualitäten, das Material ist Nebensache. Aus finanzieller Sicht bieten die Cups wesentliche Vorteile:
Newcomer können vor mehr als 15.000 Zuschauern eine Talentprobe abgeben, sich einen Namen machen und die Werbetrommel für sich rühren. Das Cupreglement begrenzt den finanziellen Aufwand und wer die Meisterschaft ganz vorne abschließt muss sich um Sponsoren wenig Sorgen machen.

 

Alle Ergebnisse unter:
www.idm.de

Text und Fotos: Michael Fiala


Erfolgskurs in orange!


Andi Meklau und Robert Ulm


Schulten, Oelschläger, Meklau, Ulm, Scheschowitsch, Zaiser


Felgenbruch bei 170 km/h!!


Man beachte das Bremspedal!


Kaderschmiede


Nur der Fahrer zählt

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Bericht vom 06.07.2004 | 3.115 Aufrufe

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