BMW R 12 G/S 2025 vs. Yamaha Tenere 700 World Raid 2024
Bewertung
BMW R 12 G/S 2025 vs. Yamaha Tenere 700 World Raid 2024 - Vergleich im Überblick
Der BMW R 12 G/S mit ihrem 4-Takt Boxer 2-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 1.170 Kubik steht die Yamaha Tenere 700 World Raid mit ihrem 4-Takt Reihe mit Hubzapfenversatz 2-Zylinder-Motor mit 689 Kubik gegenüber.
Das maximale Drehmoment der R 12 G/S von 115 Newtonmeter bei 6.500 Touren bietet einen deutlich stärkeren Punch als die 68 Nm Drehmoment bei 6.500 Umdrehungen bei der Tenere 700 World Raid.
Bei der R 12 G/S federt vorne eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down mit 45 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Federvorspannung, Zugstufe verstellbares Monofederbein. Die Tenere 700 World Raid setzt vorne auf eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Kayaba mit 43 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein.
Die Yamaha Tenere 700 World Raid bietet mit 230 mm vorne und 220 mm hinten einen vergleichbaren Federwerg als die BMW R 12 G/S mit 210 mm vorne und 200 mm hinten.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der BMW vorne eine Doppelscheibe mit 310 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange und hinten eine Scheibe mit 265 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange. Die Yamaha vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 282 Millimeter Durchmesser und. Hinten ist eine Scheibe mit 245 mm Durchmesser und verbaut.
Bei der Bereifung setzt R 12 G/S auf Schlappen mit den Maßen 90 / 90 - 21 vorne und 150 / 70 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Tenere 700 World Raid Reifen in den Größen 90/90-21 vorne und 150/70-18 hinten.
Der Radstand der BMW R 12 G/S misst 1.580 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 860 Millimeter. Die Yamaha Tenere 700 World Raid ist von Radachse zu Radachse 1.595 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 890 Millimeter.
Mit einem fahrfertigen Gewicht von 229 kg ist die BMW etwas schwerer als die Yamaha mit 220 kg.
In den Tank der R 12 G/S passen 15,5 Liter Sprit. Bei der Tenere 700 World Raid sind es 23 Liter Tankvolumen.
Von der BMW R 12 G/S gibt es aktuell 14 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Yamaha Tenere 700 World Raid sind derzeit 9 Modelle verfügbar. Für die BMW gibt es aktuell 59 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, Yamaha wurde derzeit 359 Mal pro Monat gesucht.
Technische Daten im Vergleich
BMW R 12 G/S 2025 |
Yamaha Tenere 700 World Raid 2024 |
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| Motor und Antrieb | ||
| Motorbauart | Boxer | Reihe mit Hubzapfenversatz |
| Zylinderzahl | 2 | 2 |
| Taktung | 4-Takt | 4-Takt |
| Ventile pro Zylinder | 4 | 4 |
| Ventilsteuerung | DOHC | DOHC |
| Kühlung | Öl-Luft | flüssig |
| Hubraum | 1170 ccm | 689 ccm |
| Bohrung | 101 mm | 80 mm |
| Hub | 73 mm | 68,6 mm |
| Leistung | 109 PS | 73 PS |
| U/min bei Leistung | 7000 U/min | 9000 U/min |
| Drehmoment | 115 Nm | 68 Nm |
| U/min bei Drehmoment | 6500 U/min | 6500 U/min |
| Verdichtung | 12 | 11,5 |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung | Einspritzung |
| Drosselklappendurchmesser | 50 mm | |
| Starter | Elektro | Elektro |
| Kupplung | Einscheiben, Trocken | Mehrscheiben im Ölbad |
| Antrieb | Kardan | Kette |
| Getriebe | Gangschaltung | Gangschaltung |
| Ganganzahl | 6 | 6 |
| A2-Drosselung möglich | ja | |
| Chassis | ||
| Rahmen | Stahl | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr, Motor mittragend | Doppelschleife, Zentralrohr |
| Lenkkopfwinkel | 63,1 Grad | 27 Grad |
| Nachlauf | 120,8 mm | 105 mm |
| Fahrwerk vorne | ||
| Aufhängung | Telegabel Upside-Down | Telegabel Upside-Down |
| Durchmesser | 45 mm | 43 mm |
| Federweg | 210 mm | 230 mm |
| Einstellmöglichkeit | Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe | Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe |
| Marke | Kayaba | |
| Fahrwerk hinten | ||
| Aufhängung | Paralever | Zweiarmschwinge |
| Material | Aluminium | |
| Federbein | Monofederbein | Monofederbein |
| Federweg | 200 mm | 220 mm |
| Einstellmöglichkeit | Federvorspannung, Zugstufe | Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe |
| Bremsen vorne | ||
| Bauart | Doppelscheibe | Doppelscheibe |
| Durchmesser | 310 mm | 282 mm |
| Kolben | Zweikolben | |
| Aufnahme | Festsattel | |
| Betätigung | hydraulisch | hydraulisch |
| Technologie | radial, Monoblock | |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Durchmesser | 265 mm | 245 mm |
| Kolben | Zweikolben | |
| Aufnahme | Schwimmsattel | |
| Fahrassistenzsysteme | ||
| Assistenzsysteme | ABS, Berganfahrhilfe, Fahrmodi, Kurven-ABS, Motorschleppmomentregelung, Ride by Wire, Schaltassistent mit Blipper, Tempomat, Traktionskontrolle | ABS |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 90 mm | 90 mm |
| Reifenhöhe vorne | 90 % | 90 % |
| Reifendurchmesser vorne | 21 Zoll | 21 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 150 mm | 150 mm |
| Reifenhöhe hinten | 70 % | 70 % |
| Reifendurchmesser hinten | 17 Zoll | 18 Zoll |
| Länge | 2200 mm | 2370 mm |
| Breite | 830 mm | 905 mm |
| Radstand | 1580 mm | 1595 mm |
| Sitzhöhe von | 860 mm | 890 mm |
| Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 229 kg | 220 kg |
| Höchstzulässiges Gesamtgewicht | 430 kg | |
| Tankinhalt | 15,5 l | 23 l |
| Führerscheinklassen | A | |
| Reichweite | 313 km | 534 km |
| Euro Norm | Euro 5+ | |
| CO²-Ausstoß kombiniert | 119 g/km | 100 g/km |
| Kraftstoffverbrauch kombiniert | 5,1 l/100km | 4,3 l/100km |
| Standgeräusch über 95dB | nein | |
| Höhe | 1490 mm | |
| Ausstattung | ||
| Ausstattung | Griffheizung, Keyless System, LED Tagfahrlicht, LED-Scheinwerfer | Connectivity, LED Tagfahrlicht, LED-Scheinwerfer, TFT Display |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Die BMW R12 G/S ist keine vernünftige GS, sondern eine emotionale. Sie richtet sich an große, erfahrene Fahrer, die Charakter, Direktheit und klassisches Boxer-Feeling höher bewerten als Komfort, Elektronik und Alltagstauglichkeit. Wer sie versteht und fahren kann, bekommt ein Motorrad mit echtem Charisma und seltenem Fahrspaß – alle anderen werden mit ihr nicht glücklich.
Wer will, bezwingt mit ihr auch hartes Gelände. Wer keine weiten Strecken überbrücken muss, wird aber die Leichtigkeit der Standard T7 vorziehen. Der breite Tank der World Raid macht sich nämlich in Ergonomie und Handling bemerkbar. Das softe Fahrwerk steckt dagegen auch hartes Gelände gut weg und dank des Lenkungsdämpfers bleibt das Bike auch auf schnell überflogenen Feldwegen sehr stabil. Die komplizierte Deaktivierungsprozedur des ABS nervt auf Dauer, hier wünscht man sich eine simple „Aus“-Taste. Unterm Strich bewirbt sich die World Raid ihrem Namen entsprechend besonders bei Weltreisenden und ist in dieser Hinsicht mit großer Reichweite und viel Offroad-Komfort sehr gut durchdacht.
- charismatischer luft-/ölgekühlter Boxer
- direktes, analoges Fahrgefühl
- überraschend komfortable Sitzbank
- stabiles, sportliches Fahrwerk auf guten Straßen
- hochwertiger Gesamteindruck
- eigenständiger Charakter
- mechanisch hochwertiger Gesamteindruck
- anspruchsvolle Sitzhöhe
- schweres Rangieren
- begrenzte Autobahntauglichkeit
- wenig Windschutz
- spürbare Vibrationen am Lenker
- spürbare Lastwechselreaktionen
- Stabiles Fahrverhalten
- Angenehme Sitzbank
- toll dimensionierter Motor - überfordert nicht und macht viel Spaß
- sehr robuster Gesamteindruck
- Sehr zuverlässig
- sehr stark im Nehmen
- starke Traktion
- Fahrwerk bieten breiten Einsatzbereich
- gut dimensioniertes Fahrwerk
- sehr praxistauglich
- Tolles Preis/Leistungsverhältnis der Tenere ging in Form World Raid etwas verloren
- Beim stehenden Fahren stört der breite Tank vor allem bei Bergaufpassagen
- Auf der Straße ist Vorderbremse etwas zu lasch
- Im Gelände ist die Hinterbremse etwas zu schwach
- Kupplungsdosierung und Gasdosierung bei anderen Bikes in dieser Klasse mittlerweile besser