Neue Yamaha XSR900 2022

Umfangreiches Update für das CP3 Retro Bike

Unverhofft kommt oft! Eigentlich haben wir nur mit einem Euro5-Motor Update der Yamaha XSR900 gerechnet. Doch die Japaner verpassen dem Retro Naked ein umfangreiches Update! Hier alle Infos.

Yamaha schlägt eine neue Richtung mit der XSR-Familie ein. Dahin ist das runde Design, für 2022 präsentiert sich die XSR900 deutlich kantiger und aggressiver. Ihre Inspiration findet sie in den Yamaha-Rennbikes aus den 1980er Jahren, doch im inneren Punktet sie mit moderner Technologie, die für viel Fahrspaß sorgen sollte.

Yamaha XSR900 Rahmen und Ergonomie optimiert

Ein wesentliches Merkmal der neuen XSR900 ist der neue Aluminiumrahmen. Die Längs-, Quer- und Torsionssteifigkeit wurde laut Yamaha erhöht, was zu einer besseren Stabilität führen soll, ohne die Agilität zu beeinträchtigen. Das Krümmerrohr liegt 30mm tiefer als beim Vorgängermodell, wodurch auch der Lenkkopf am Deltabox-Rahmen abgesenkt wurde. Dadurch kann der Lenker tiefer montiert werden, um der XSR900 eine offensivere Haltung zu verleihen. In Kombination mit weiteren Änderungen am Chassis, wie einer um 55 mm verlängerten Schwinge, wird die Trägheit um die Lenkachse im Vergleich zum Vorgängermodell um 14 % verringert.

Passend dazu verpasst Yamaha der XSR900 eine voll einstellbare KYB USD-Gabel, sowie ein nach vorne geneigtes KYB-Federbein.

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Der emotionale CP3 findet weiterhin Platz im Yamaha Retro Bike

Für 2022 wird die XSR900 von dem 889 ccm großen CP3-Motor angetrieben, den wir bereits aus der MT-09 kennen. Im Vergleich zum Vorgänger verfügt der neue Motor über einen 3 mm längeren Hub und damit 43 ccm mehr. Praktisch alle wichtigen internen Komponenten wurden neu gestaltet und leichter gemacht. Diese Änderungen führen zu einer Leistungssteigerung von 4 PS auf bis zu 119 PS bei 10.000 U/min. Vor allem das Drehmoment dieses Motors steigt deutlich auf 93,0 Nm. Dies entspricht einer Steigerung des Drehmoments von 6 %, das bereits bei 7.000 U/min erreicht wird - ein Wert, der 1.500 U/min unter dem des Vorgängermodells liegt.

Um das gestiegene Drehmoment der XSR900 zu bewältigen, wird die A&S-Kupplung mit anderen Reibscheiben leistungsgesteigert und das Getriebe mit etwas höheren Übersetzungen optimiert.

Optisch deutlich erwachsener: Design der neuen XSR900

Der Tank der XSR900 ist von Yamahas Grand-Prix-Straßenrennmaschinen der 80er Jahre inspiriert und verfügt über Lufteinlässe an der Vorderseite. Die Kombination des 15 Liter Tanks in seiner Form mit dem erhöhten Sitz ergibt eine etwas nach hinten versetzte Sitzposition. Kompakte Seitenteile sorgen für eine optimale Belüftung des Motors und verleihen der XSR900 einen minimalistischen Look. Der runde Scheinwerfer wurde beibehalten und ist nun mit voller LED-Funktionalität ausgestattet. Die neue LED-Einheit sitzt dabei in einem deutlich kürzeren Gehäuse, als beim Vorgängermodell. Das LED-Rücklicht der XSR900 sitzt unter dem Sitzhöcker, LED-Blinker vervollständigen die moderne Ausleuchtung. Die gefrästen Gabelbrücke und Gabelkappen, geschmiedete Fußrasten, schwarze Bremsflüssigkeitsbehälter und Lenkerendenspiegel geben nicht nur ein edles Gefühl, sie passen auch zum Retro Look.

Yamaha XSR900 Heck
Das neue Rücklicht, integriert im Heck.

Yamaha XSR900 2022 Elektronikpaket

Das Herzstück des Elektronikpakets ist eine Inertial Measurement Unit (IMU), die zwei Sensoren verwendet, um jeweils Geschwindigkeit und Beschleunigung in jeweils 3 Achsen zu messen. Sie liefert Daten an die ECU um drei Fahrhilfen zu steuern: Traction Control System (TCS) mit Schräglagenerkennung, Slide Control System (SCS) und Front Wheel Lift Control System (LIF).

Traktionskontrolle mit Schräglagenerkennung: Der Fahrer kann zwischen drei Modi wählen, die den Grad der Kontrolle entscheiden, beziehungsweise das System sogar vollständig ausschalten.

Slide Control System: Wenn die IMU ein seitliches Wegrutschen des Hinterrads prognostiziert, wird die Antriebsleistung angepasst, um die Traktion aufrechtzuerhalten. Wie beim TCS gibt es drei Eingriffsstufen sowie einen Ausschalter.

Front Wheel LIft Control System (LIF): LIF ist ein Anti-Wheelie-System, das dazu beiträgt, die Maschine beim Anfahren oder starken Beschleunigen zu stabilisieren.

Zusätzlich punktet die XSR900 mit schräglagenabhängigem ABS, einem serienmäßigen Quickshifter, 4 Fahrmodi und dem (etwas kompakten) 3,5 Zoll TFT-Farbdisplay, das wir ebenfalls aus der MT-09 kennen. Eine weitere Neuheit, die erstmals auf der XSR900 zu sehen ist, ist der Tempomat.

Yamaha XSR900 TFT-Display
Das 3,5 Zoll Farb-TFT-Display ist im Yamaha Programm bereits bekannt.

XSR900 Farben, Verfügbarkeit und Preis

Die XSR900 wird in Legend Blue, Cyan und Yellow mit goldfarbenen Gabeln und Rädern sowie in Midnight Black mit roten Akzenten und schwarzen Gabeln und Bedienelementen erhältlich sein. Die Auslieferung an europäische Yamaha Partner beginnt ab der dritten Februarwoche 2022. Preise werden noch bekannt gegeben.

Die Highlights der XSR900 im Überblick

  • Klassisches Yamaha Racing Design
  • Entspannte Sitzposition
  • XSR-typische LED-Beleuchtung
  • Verstecktes LED-Rücklicht
  • Historische Farben modern interpretiert
  • 6-Achsen Inertial Measurement Unit (IMU) mit Fahrerassistenzpaket
  • Traction Control, Slide Control, Brake Control, Lift Control
  • Drehmomentstarker CP3-Motor (889 cm³), EU5-konform
  • 193 Kilogramm fahrbereit
  • QSS, Tempomat, Anti-Hopping-Kupplung
  • Leichtes CF-Druckguss-Chassis im Deltabox-Stil
  • Leichte SpinForged-Räder
  • Einstellbare KYB-Federung
  • Zwei Frontbremsscheiben 298 mm mit Brembo Hauptbremszylinder
  • Fußrasten aus geschmiedetem Aluminium
  • XSR900-spezifischer Low-Profile-Subrahmen mit ausklappbaren Sozius-Fußrasten
  • TFT-Anzeigen
  • Lenkerendenspiegel
  • Gefräste obere Gabelbrücke
  • 15-Liter-Kraftstofftank mit Tankdeckel im Racing-Look

Bericht vom 02.11.2021 | 25.562 Aufrufe

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