Naked Bike Neuheiten 2017

Naked Bike Neuheiten 2017

Nichts als Motrorrad und nur Motorrad

Die Naked Bike Neuheiten 2017 auf einen Blick: Kawasaki Z900 und Z650, BMW R nineT Pure und Racer, Yamaha MT-09 und MT-10 SP, Aprilia Tuono V4 1100, Honda CB1100RS und mehr.

Aprilia Tuono V4 1100 und Factory

Bei den Power-Bikes war die Angst besonders groß, dass sie an der EURO4-Norm Schaden nehmen könnten. Doch alle Sorge war umsonst, einige gehen sogar gestärkt aus der Anpassung hervor. Eines unserer absoluten Favoriten 2016, nicht nur im Naked Bike-Segment, sondern am gesamten Motorradmarkt, hat nach wie vor 175 Cavalli im Stalli, mit einer um 500 U/min. gestiegenen Maximaldrehzahl. Elektronische Änderungen betreffen die Traktionskontrolle, die nun auch bei geöffnetem Gasgriff verstellt werden kann. Selbiges gilt für die Wheelie Control. Die Launch Control spricht sensibler an und der Quickshifter verfügt nun über eine Blipper-Funktion. Neu sind der Pit Limiter, der Tempomat und das farbige TFT-Display.

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Alle Motorräder Modelljahr 2017 auf einen Blick. Wir präsentieren Supersport 2017, Naked Bikes 2017, Cruiser 2017, Enduros 2017, Roller 2017, Motocross 2017 und viele mehr. Technische Daten, Bilder und Videos zu den Modellen 2017. Die Motorradmodelle 2017 von Aprilia, BMW, Ducati, Honda, KTM, Kawasaki, Suzuki, Yamaha, Harley Davidson, Triumph, Vespa, Moto Guzzi und mehr...

BMW S 1000 R

Die Bayern haben ihre schnelle S-Palette EURO-fit gemacht und die gute und beste und wichtigste Nachricht ist: Der Vierzylinder wurde im Naked Bike und Sporttourer S 1000 XR um 5 PS stärker. Zudem hat die S 1000 R 2 Kilo an Gewicht verloren und steht jetzt mit 205 kg vollgetankt auf der Waage. Ein schwingungsentkoppelter Lenker soll die Vibrationen reduzieren. Neu als Sonderausstattung verfügbar sind HP Schmiederäder, der HP Schaltassistent und ABS Pro.

BMW R nineT Pure

Weniger BMW, noch mehr Boxer. Heißt im konkreten Fall: Die R nineT Pure ist der reduzierte Rest der ohnehin konkret-konzentrierten R nineT Idee, fast nur mehr Boxer und ein bisschen Motorrad drumrum. Das lässt mehr Geld im Börserl und Freiheit zur Entfaltung eigener Gedanken. Eigentlich viel zu schön zum Verbasteln, andererseits eben genau dafür zur Welt gebracht. Wir können uns zwischen den vier R nineT-Modellen nicht entscheiden, also macht das unter Bankkonto für uns: Pure.

BMW R nineT Racer

Geschichte kann man sich nicht kaufen, man muss sie leben. Und wer die erlebt hat, der darf sie auch immer wieder zitieren. BMW erinnert mit der R nineT Racer an die wunderbar wülstigen Rennverkleidungen der 60er und 70er Jahre und baut die R nineT zu einem Einsitzer zurück. Kurzer Heck und Halbverkleidung waren zwar schon vorher im Originalzubehör verfügbar, in der legendären Lackierung mit den ikonischen rot-blauen Streifen gibt es sie aber nur an der Racer. Sie Sitzposition verlangt ein wenig Leidensfähigkeit.

Kawasaki Z650

Auf der INTERMOT noch nicht live und im Detail vorgestellt, werden wir erst auf der EICMA 2016 vor den beiden Kawasaki Naked Bikes stehen, die legendäre Namen ihrer Vorfahren tragen. Den Anfang macht die Z650, die eigentlich das Erbe der ER-6n antritt. (Ihre Schwester ER-6f heißt jetzt bekanntlich Ninja 650.) Das heißt, die wird vom 650 Kubik großen Reihenzweizylinder dieser Modellreihe angetrieben, dieser sitzt allerdings in einem völlig neuen Fahrwerk. Also nichts mehr zum Fürchten, sondern ein leicht zugängliches Spaßgerät der mittleren Hubraumklasse.

Kawasaki Z900

Männern und Frauen im besten Alter sollte bei dieser Nomenklatur noch der kalte Schauer über den Rücken laufen. Ganz so angsteinflößend ist die neue Z900 nicht mehr, folgt sie doch der Z800 nach, wenn auch ein wenig potenter. 125,4 PS soll der DOHC-Reihenzweizylinder jetzt leisten, in einem nur 13,5 kg leichten Rahmen. Das Getriebe ist kurz übersetzt, der 6. Gang als Overdrive angelegt. Und wer jetzt die berechtigte Frage stellt: „Und was ist mit der Z1000?“, den müssen wir enttäuschen. Von der ist weit und breit leider nichts zu sehen.

Triumph Street Cup

Mit der Einführung der 1200er Motoren in die Thruxton und Bonneville behielt sich Triumph die Street Twin mit dem 900er im Programm und optimierte den Motor hinsichtlich Drehmoment, wie das wohl noch niemals zuvor geschehen ist. 55 PS aus 900 ccm sind ja echt nichts Erfreuliches, aber 80 Nm bei 3230 U/min. sprechen eine klare Sprache: Puren Genuss. Mit der Street Cup wird die Twin zum klassischen Racer. Ein kurzes Heck, ein Windscreen und ein paar nette optische Details reichen, um aus der kleinsten Bonnie eines der sympathischsten Modelle dieses Jahres zu zaubern.

Triumph T100/T100 Black

Fans der alten Bonnies waren in Sorge, dass mit dem 1200er-Motor der Einstieg in die Classics-Klasse von Triumph ein deutlich mutigerer und höherer bleiben würde, doch in Hinckley zeigt man sich gnädig und reicht für 2017 neben der Street Cup zwei weitere Bonnevilles nach, die vom 900er Twin angetrieben werden.

Yamaha MT-10 SP

SP steht bei Yamaha nicht für Super Power, sondern für Sport Production . Obwohl Ersteres auch ganz gut passen würde. Motorisch blieb die MT-10 SP unverändert, der CP4-Motor aus der R1 hat mit 160 PS Leistung genug, nur das Fahrwerk wurde deutlich aufgewertet. Die Öhlins Electronic Racing Suspension (ERS) stammt direkt aus der exklusiven R1M und wird durch ein spezielles Steuergerät geregelt, das die Daten mehrerer Sensoren zur Überwachung der Fahrbedingungen analysiert. Ebenfalls neu ist das TFT-Display, das ebenfalls aus dem Superbike stammt.

Yamaha MT-09

Mit der MT-09 hat Yamaha die MT-Palette erst so richtig zum Leben erweckt und eine neue Art von Naked Bike geschaffen: Die Hyper Naked. Spektakuläre Zweiräder mit (charakter)-starken Motoren, bei denen Dynamik und Fahrspaß im Vordergrund stehen. 2017 schärft Yamaha den ohnehin spektakulären Dreizylinder-Bock nach und spendiert der MT-09 eine Anti-Hopping-Kupplung und einen serienmäßigen Quick-Shifter. Auch die Optik wurde radikalisiert mit einer neuen Scheinwerfermaske mit LEDs, einem kürzeren Heck und einer an der Schwinge montierten Kotflügel/Nummerntaferlhalterung.

Suzuki GSX-S750

Man muss nicht lange überlegen, um richtig zu raten: Die GSX-S750 ist die Nachfolgerin der GSR750 und nun auch namentlich die kleine Schwester der GSX-S1000. Die nackte 750er-Gixxer. Der Reihenvierzylinder aus dem einzigen Dreiviertel-Supersportler leistet nach dem EURO4-Update 114 PS. Auf elektronischer Seite erhält die GSX-S750 wie ihre große Schwester eine dreistufige Traktionskontrolle.

Yamaha SCR950

Eine Mischung aus Cruiser, Scrambler und Naked Bike ist die neue Yamaha SCR950, die auf der XV950-Baureihe basiert. Einen klassischen Scrambler stellt sie nicht dar, dafür ist sie zu tief gelagert, der Motor ist zu schwer und die Geometrie zu entspannt. Trotzdem können wir uns gut vorstellen, mit der SCR viel Spaß zu haben, eben weil sie anders als die Anderen ist. Auf ihre Fahrdynamik sind wir jedenfalls gespannt und optisch ist sie sowieso ein Hingucker. Yamaha erweitert das New Heritage-Angebot also konsequent.

Honda CB1100EX und CB1100RS

Nicht neu, aber erneuert ist die Honda CB1100EX, die ebenfalls ein EURO4-Upgrade erhielt. Nicht downgegraded wurde zur Freude vieler Klassik-Freunde die Leistung des luft/ölgekühlten Vierzylinders, der nach wie vor ca 90 PS leistet. Einige Verbesserungen betreffen den Scheinwerfer, jetzt LED, die 41 mm Showa-Gabel, eine Alu-Schwinge und eine Anti-Hopping Kupplung. Der EX stellt Honda eine RS-Version zur Seite, die sich stark an der vor Jahren vorgestellten Studie orientiert. Obwohl es der Name vermuten lassen würde, hat das Modell keine Halbverkleidung. Wir freuen uns über das Schwesternpaar, wundern uns aber gleichzeitig, dass Honda den Retro-Trend nicht stärker bedient. Legendäre Modelle, die zu zitieren wären, gäbe es genug.

Aprilia Shiver 900

Wie die Dorsoduro bekommt auch das Naked Bike von Aprilia ein Update. Größerer Motor und mehr Elektronik ist die Devise, der Fahrspaß soll soll sich somit deutlich erhöhen. Auch als A2 Variante erhältlich, will Aprilia auf Fahranfänger neugierig machen.

KTM 1290 Super Duke R

Das Urviech der Motorradwelt ist zurück in der Version 2.0 und wir haben immer noch Angst vor der ersten. Mit dem wahrscheinlich gewaltigsten Naked Bike aller Zeiten mischte KTM den Markt auf und motivierte andere Marken zu Höchstleistungen. Mit 177 PS steht die KTM 1290 Super Duke R wieder an der Spitze der Naked Bike-Königsklasse. Noch schärfere Optik, verbessertes Fahrwerk, mehr Zubehör.

KTM 125/250/390 Duke

Die KTM 390 Duke jetzt mit neuem Ride-by-Wire, TFT-Dashboard und Features wie dem optionalen KTM MY RIDE ausgestattet. Dabei behält sie die Geometrie der 125er/250er, die ebenfalls eine Aufwertung erhalten. KTM spendiert auch der 125er Upside-Down Open-Cartridge Gabel, LED Beleuchtung, TFT-Display, MY RIDE und einen neuen Rahmen. Mehr gibt es in der Achtelliterklasse nirgendwo.

KTM 790 Duke

KTM erweitert die Duke-Palette um eine weitere Kubator. Einen weiteren Motor. Und ein weiteres Modell. 2018 kommt die KTM 790 Duke. Auf der EICMA wurde nur der Prototype gezeigt, der große Hoffnung macht, dass die Dukes der Zukunft noch schärfer werden. Doch erste Erlkönig-Bilder lassen auch befürchten, dass es einige Detaillösungen nicht in die Serie schaffen werden.

Ducati Scrambler Café Racer

Der Café Racer von Ducati ist der eleganteste Scrambler von Ducati, aber nicht der coolste. Das ist für uns die Desert Sled. Trotzdem zählt Ersterer zu den schönsten neuen Motorrädern der Saison 2017. Der Café Racer im edlen Custom-Look macht seinem Namen alle Ehre, nur das mit der Untermarke "Scrambler" hat Ducati nicht ganz zu Ende gedacht. Denn dieses Naked Bike ist für sich genommen kein Scrambler. Egal, Schönheiten verzeihen wir alles.

Moto Guzzi V7 III

Sogar Jay Leno hat eine Guzzi V7, und der hat Hunderte Motorräder und Autos. Seine V7 Racer ist nicht einmal umgebaut oder mit Zubehör bestückt, was nichts Anderes bedeutet, als dass diese Baureihe aus reinen Naturschönheiten besteht. Die V7 III gibt es in 4 Varianten: Die Racer, die Stone, die Special und die Anniversario zum 50-jährigen Jubiläum. Unsere Favoritin ist die Special in einem perfekten Blauton. Bei solch wundervollen Motorrädern sind uns auch die 52 PS egal.

Husqvarna 401 Vitpilen und Svartpilen

Wenn Designer in den Geschichtsbüchern schmökern und Techniker in die Zukunft blicken, dann kommt sowas raus wie die zwei neuen Husqvarnas. Die Vitpilen ist eleganter und für den Einsatz auf Asphalt ausgelegt, während die dunkle Svartpilen eine Art Scrambler darstellt. Die beiden Austro-Schwedinnen werden vom 375 Kubik großen Einzylinder angetrieben, der 44 PS leistet, bei einem Fahrzeuggewicht von 148 kg. In Zukunft könnte es noch weitere Modellvarianten mit größeren Motoren geben.

Honda CB1100 TR

Obwohl sich Honda mit der X-ADV, einem Hybriden aus Roller, Motorrad und Offroader, wieder was getraut hat, gehen wir davon aus, dass die CB1000 TR nie in Serie gehen wird. Also SO zumindest nicht. Man müsste den vom Flattrack inspirierten Umbau so stark ändern, dass am Ende nur mehr ein System-konformes, gewöhnliches StVO-Zweirad übrig bleiben würde. Naja, ganz so schlimm müsste es nicht enden und wir würden uns wünschen, Honda würde auch hier Mut zeigen, doch wir glauben es nicht.

BMW F 800 R

EURO4-konform und mit E-Gas-System gehen die beiden Schwestern BMW F 800 R und F 800 GT in die nächste Generation. Äußerlich in einigen Details wie Auspuffkappe und Instrumentenkombination aufgefrischt, stehen den FahrerInnen nun zwei Fahrmodi zur Verfügung. Farben F 800 R 2017: Racingred uni, Blackstrom metallic, BMW Motorsport. Farben F 800 GT 2017: Gravityblue metallic matt, Lightwhite uni, Blackstorm metallic.

Suzuki GSX-S125

Scheinbar ist es das Jahr der flotten Dreier, denn einige Klassen-Paare bekommen 2017 ein drittes Schwesterchen dazu, so auch die GSX-S750 und GSX-S1000. Das freut unsere Jugend und die B111-Fahrer natürlich besonders, denn die GSX-S125 orientiert sich optisch stark an den potenten Naked Bikes von Suzuki.

MV Agusta Brutale 800 RR

MV Agusta präsentiert eine neue Brutale 800 RR mit 140 PS. Dass der Motor jetzt EURO4-konform ist, finden wir ja lobenswert, aber dass die Brutale jetzt viel weniger Lärm machen soll, macht uns stutzig. Schließlich ist der heisere-kratzige Sound des Dreizylinders ein Markenzeichen der italienischen Edelmarke.

Ducati Monster 1200

Ducati kehrt zurück zu den Wurzeln der Monster, aber mit einem Motorrad, das in Form und Funktion rundum neu ist. Als die Ducati Designer mit der Arbeit an der neuen Monster 1200 begannen, zogen sie ihre Inspiration aus der Basis des bahnbrechenden Modells von 1993: das Konzept eines „sportlich nackten Bikes".

Ducati Monster 797

Nachdem die luftgekühlten Monster 696 und 798 aus dem Programm fielen war am Beginn der Monster-Palette ein großes Loch - die 821er ist dem Einstiegssegment entwachsen und die Scrambler-Familie ist zwar günstiger aber vielen auch zu wenig Monster. Endlich ist mit der Monster 797 wieder eine günstige Monster am Start!

Honda CB650F

Die ach so böse Euro4-Norm hat offenbar auch ihre guten Seiten - so mancher Hersteller kitzelt bei der Überarbeitung der Triebwerke sogar noch etwas mehr Leistung aus den Motoren heraus. So auch Honda bei der neuen CB650F, die nun einen noch souveräneren Auftritt hinlegen dürfte.

Bericht vom 16.11.2016 | 46.296 Aufrufe

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