Warum lohnt sich eine Qualitätsbatterie?

Außen gleich - innen gleich?

Motorradbatterien sehen alle irgendwie gleich aus. Eine schwarze Box bedruckt mit jeder Menge kryptischen Zahlen und Daten. Also wenn sie gleich sind, ist es dann vollkommen egal welche ich mir zulege? Tests ergeben: Aufs Innere kommt es an!

Immer noch herrscht der Irrglaube, dass bei Motorradbatterien – unabhängig von Preis oder Hersteller – kaum ein Unterschied besteht. Einen höheren Preis für eine Batterie zu bezahlen, sieht kaum einer ein. Doch bei der Detailprüfung im Labor kommen sehr wohl Unterschiede zu Tage. Zwischen bekannten Batterie-Marken und NoName-Produkten treten teils markante Qualitätsunterschiede auf. Es kann mitunter sogar gefährlich werden.

Lügen am Etikett - Falsche Angaben bei Low-qualitiy-Batterien

Auf den Labels von No-Name-Batterien finden sich häufig falsche Werte, um die Attraktivität der Produkte zu erhöhen und Kosten zu senken – zu Lasten der Leistung. Ein reduzierter Bleigehalt oder eine veränderte Säurestärke sieht man von außen eher schlecht, der Mangel bleibt deshalb oft unentdeckt. Doch die Batterie-Leistung leidet darunter. Ein entscheidender Faktor, vor allem für uns Motorradfahrer, ist die Batteriekapazität. Ein Maß für den maximalen Strom, den eine vollständig geladene Batterie bei -18°C liefern kann, liefert der Kaltstartstrom (CCA). Er zeigt, dass die Batterie einen hohen Anlaufstrom zum Starten des Motors bereitstellt und eine ausreichende Spannung aufrechterhält. Für eine gute Speicherkapazität muss die Batterie bei 25°C eine Entladezeit von über 20 Stunden bei gegebener Last erreichen, bis hin zu einer Abschaltspannung von 10,5V. Viele billige Batterien erreichen diesen Standard nicht, weisen sich am Etikett oder der Verpackung aber sehr wohl als "Langlebig" und Temperatur-resistent" aus.

Zudem weisen No-Name-Batterien oftmals gravierende Mängel bei Design und Herstellung auf. Trotz Deckel für die Befestigung besitzen einige keine Flammendurchschlagsicherung, was ein ernstes Risiko für das Austreten von Säure während der Batterieinstallation birgt. Auch die Gefahr einer Explosion besteht ohne Schutz vor externen Zündquellen.

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"Weniger ist mehr" - gilt NICHT bei Motorrad-Batterien

Das Batteriegewicht ist ein weiterer Indikator für Qualität. Am Motorrad gilt bei den meisten Bauteilen das eherne Gesetz "Weniger ist Mehr!". Vor allem bei sportlichen Bikes wird jedes Kilogramm abgewogen und nach Möglichkeit verringert. Doch bei Batterien sollte diese Einstellung überdacht werden. Günstige Batterien enthalten weniger oder auch dünnere Platten und sind somit wesentlich leichter als Qualitätsbatterien. Also gut oder? Nein, denn die Dicke der Platten in jeder Batteriezelle bestimmt ihre Leistung und eine erhöhte Plattenanzahl steigert die Kaltstartfähigkeit und Amperestunden-Spezifikation – und verlängert die Lebensdauer der Batterie. Blickt man ins Sortiment eines Qualitätsbattrien-herstellers, wie zum Beispiel dem gängigen Batterien-Provider für Neumotorräder GS Yuasa, dann sieht man schnell, dass das durchschnittliche Gewicht der Batterien höher ist, als bei günstigen NoName-Batterien.

Besorgniserregend ist, dass viele der getesteten No-Name-Batterien die beanspruchten Merkmale auf den Etiketten verfehlen. Wer sich also auf die Label-Bewertung verlassen will und auf ein langfristig gutes Produkt Wert legt, fährt mit Qualitäts-Batterien auf dem sicheren Weg. Hersteller wie Yuasa weisen neben Garantien und Prüfsiegeln auch prestigeträchtige Kooperationen auf. Wenn Rennsportverbände, oder wie im Fall von Yuasa die meisten Motorradhersteller ab Werk auf eine Batterien-Marke setzen, dann ist das ein guter Indikator für hohe Qualität und Leistung und man kann auf die Angaben am Etikett vertrauen.

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Bericht vom 11.05.2020 | 5.079 Aufrufe

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