SW-Motech Tuning und Gepäck für die Suzuki V-Strom 1000

Abenteuer-Tuning von SW-Motech für die Suzuki V-Strom1000

Die Suzuki V-Strom 1000 als Dauertester zu wählen war, wie erwartet, kein Fehler. Lediglich den Windschutz meines Exemplars habe ich mit einem größeren Windschild optimiert, Sound und Durchzug mit einem Remus-Endtopf. Das reicht, um die V-Strom zu einem zuverlässigen Alltagsmotorrad mit Reisequalitäten werden zu lassen. Für die ganz große Reise und Abenteuerausflüge hat allerdings noch ein Gepäcksystem und Schutz-Equpment gefehlt - dank SW-Motech ist nun auch dieses Problem gelöst.

Die größte optische und fahrtechnische Änderung bewirkt natürlich das Koffersystem SW-Motech TraX Evo um 839,95 Euro samt Kofferträgersatz, Adapterkit und Schließzylinder-Set. Die beiden Koffer mit je 37 Liter Fassungsvermögen verursachen zwar kein lästiges Pendeln der Suzuki, über die Stabilität gibt es also nichts zu meckern. Allerdings hat sich mein persönliches Fahrverhalten geändert, oder besser ändern müssen - immerhin will ich nicht mit den ausladenden Koffern zwischen zwei Autos stecken bleiben. Durch Autokolonnen sollte man also mit Bedacht durchstechen. Positiv sei aber bemerkt, dass die beiden Koffer in Größe M gerade noch so schmal sind, dass man besser durch Lücken kommt, als man ursprünglich gedacht hätte. Mit den noch breiteren 45 Liter-Koffern in Größe L wäre das dann nicht mehr möglich.

Sehr angenehm ist, dass sich die beiden Koffer mit ein und demselben Schlüssel sowohl öffnen als auch vom Träger abnehmen lassen. Kombiniert man die Koffer, so wie ich, auch noch mit dem SW-Motech TraX Evo Topcase um 289,95 Euro (für die Adapterplatte am hinteren Rack der V-Strom kommen 79,95 Euro dazu), bedient man also sechs Schlösser mit einem Schlüssel - sehr praktisch. Wer großen Wert auf eine hübsche Linie seiner V-Strom 1000 legt, wird sich auch freuen, dass die, zugegebenermaßen nicht unbedingt sehr ästhetischen Kofferträger in sekundenschnelle vom Motorrad abgenommen werden können. Zurück bleiben kaum sichtbar die Aufnahmen für die Träger - die bei einer absichtlich sehr rustikal gestalteten Enduro nicht weiter stören.

Stabile Gepäcksysteme für die große Reise

Die Koffer und das Topcase selbst sind aus stabilem Aluminium gefertigt, die Kunststoffkappen an den Ecken geben zusätzlichen Schutz vor etwaigen Blessuren. Die schwarze Lackierung sieht nicht nur besonders verwegen und cool aus sondern hat auch noch einen anderen Sinn: Durch die Pulverbeschichtung bleibt das Alu unberührt und es gibt keinen Abrieb am Gepäck. Für ganz abenteuerlustige Weltenbummler gibt es auch noch die SW-Motech TraX Expansionbags um je 60 Euro. Ganz einfach mit vier Laschen auf den Kofferdeckeln montierbar und per Reißverschluss rundum von 8 auf 14 Liter vergrößerbar..

Ebenfalls vergrößerbar (von 15 auf 22 Liter) ist der Tankrucksack SW-Motech Quick-Lock EVO Trial um 169,95 Euro - wobei das, für die Montage notwendige SW-Motech Quick-Lock Tankringset 29,95 Euro extra kostet. Der kleine Aufpreis ist es aber wert, das blitzschnelle Einklicken und wieder abnehmen ist ein unersetzlicher Luxus, den man sich somit für wenig Geld erkauft. Besonders fein ist auch die abgerundete, dem Tank der Suzuki V-Strom angepasste Form des Tankrucksacks, wodurch er sehr gut integriert ist und nicht störend hoch auf dem Tank aufbaut.

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Selber Schrauben heißt die Parole! Dank SW-Motech keine Hexerei

Ein wenig überrascht war ich allerdings davon, dass ich den Quick-Lock EVO Trial nicht sofort auf den Quick-Lock-Tankring aufsetzen konnte sondern zuvor noch vier Löcher in die Unterseite bohren musste. SW-Motech legt sogar einen Bohrer bei, eine Bohrmaschine muss man aber selbst haben. Der Vorteil ist, dass man den Tankrucksack genau so positionieren kann, wie man ihn möchte und erst danach die Aufnahmepunkte festlegt.

Aber auch diese handwerkliche "Herausforderung" stellt keine großartige Hürde dar, zumal jeder einzelne Schritt genau beschrieben und in der Anleitung bebildert ist. So wie bei allen anderen Tuning-Teilen auch, die ich von SW-Motech höchstpersönlich an der Suzuki V-Strom montiert habe. Und wer mich kennt, weiß, dass ich beim Basteln nicht unbedingt der Geschickteste bin - in der Regel bleibt mir beim Zusammenbau die Hälfte der Schrauben übrig. Damit wiegt das Lob an SW-Motech für die gut gegleiderten Anleitungen mit genauer Beschwreibung, wo welche Schraube hinkommt, doppelt.

Doppelter Nutzen: Schutz und Optik

Leicht und flott montiert sind auch die SW-Motech Schutzbügel um 159,95 Euro das Paar in Kombination mit dem SW-Motech Motorschutz um 199,95 Euro (ohne Kombination mit den Schutzbügeln würde der Motorschutz 229,95 Euro kosten). Die Schutzbügel amortisieren sich durch die belastbare und stabile Rahmenanbindung theoretisch ab dem ersten Umfaller, praktisch durch die hochwertige Pulverbeschichtung und den abenteuerlichen Look bereits ab dem ersten Meter. Ebenso macht es der Motorschutz, er bewahrt den Motor bei Geländeausflügen vor unliebsamen Kontakt mit Steinen oder anderen Hindernissen, aber auch in der Stadt schützt er vor allem den exponierten Krümmer vor eventuellen KOntakten mit Gehsteigkanten. Und auch bei ihm ist schon der optische Aufputz der V-Strom das Geld wert.

Der Nutzen für die Optik ist bei den SW-Motech Hawk LED-Nebelscheinwerfern um 289,95 Euro gleich zweifach gegeben: Erstens sieht die V-Strom damit noch mehr wie eine Großenduro aus, mit der man ohne Weiteres die Welt umrunden könnte und zweitens sieht auch der Fahrer um einiges mehr, sollte er in ein Nebelfeld oder die Dunkelheit geraten. Günstig ist die LED-Technik freilich nicht gerade, Herkömmliche Nebelscheinwerfer bekommt man bei SW-Motech bereits um etwas mehr als die Hälfte der LED-Leuchten, die LIchtausbeute ist bei diesen allerdings höher, während der Energiebedarf niedriger ausfällt

Mehr Sicherheit in allen (Schräg-)Lagen

Das günstigste aber gar nicht mal so unwichtige Tuning an meiner Suzuki V-Strom 1000 ist der SW-Motech-Seitenständerfuß um 39,95 Euro. Bei eingeklapptem Ständer kaum sichtbar, wird seine Wirkung im Stand etwa auf Wiesen oder feinem Schotter so richtig deutlich. Durch die vergrößerte Auflagefläche gibt er der V-Strom dort noch Halt, wo sie ohne den Seitenständerfuß heillos einsinken und umfallen würde. Schließlich darf bei Schutzequipment für alle Fälle eines nicht fehlen, worauf Suzuki ab Werk verzichtet - Handprotektoren. Der SW-Mortech Kobra Handprotektoren-Kit um 129,95 Euro wird anstelle der Lenkerendgewichte fix mit dem Lenker verschraubt und der stabile, geschlossene Alurahmen schützt somit nicht nur vor Steinschlag oder Ästen bei Waldfahrten sondern auch im Falle eines Sturzes sowohl die Hand des Piloten als auch den Lenker der Suzuki. Auch hier ist die Montage keine Hexerei, allerdings erfordert der Protektor auf der Kupplungsseite ein wenig Nacharbeit. Der Original-Hebel ist so lang, dass er am Protektor schleift und sogar hängen bleiben kann. Also die ganzen Armaturen mit wenig Aufwand etwas nach innen rücken und das Problem ist gelöst.

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Bericht vom 29.09.2014 | 24.341 Aufrufe

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