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Krasse Kräder und deren Dealer, Teile-Hersteller und
Klamotten-Lieferanten, sie alle führte das Szene-Magazin Fighters vor
zehn Jahren in den archaischen Rheinberg-Messehallen zusammen,
programmtechnisch aufgepeppt mit einer Armada von Stunt-Ridern und
feschen Mädels.
Letztere zumeist so leicht bekleidet wie die „Naked-Bikes“ genannte
Variante dieses Kult-Motorrades, das als „Streetfighter“ eine ganze
Bataillon von kämpferischen Jüngern in dieser Dekade heranreifen ließ.
Das extensive Party-Feiern rund um ihren Fighter gewohnt, treiben sie
alle spätestens am Samstagabend dem jährlichen Höhepunkt der Fighterama
zu. Doch nun ist fast nichts mehr wie es mal war: zum 10. Geburtstag des
extremen Happenings sind die ursprünglichen Veranstalter, das
Fighters-Magazin, von der Bildfläche verschwunden. Tapfer übernahm
kurzfristig der Veranstalter Motor-Events & Media unter Günther
Zaluskowski von der Frühjahrs-Bike-Messe in Rheinberg Regiment und
Organisation. Bereits vor drei Jahren fand der erste große Wechsel
statt, indem die Fighterama von den Rheinberg-Messehallen umzog zum
„Wunderland Kalkar“ nahe der niederländischen Grenze, circa 40 Kilometer
westlich von Krefeld gelegen. Die „Party-Straße“ ward geboren: die
unterirdischen Kneipen des riesigen Freizeitgeländes gelten als das neue
Refugium der zur extremen Feier bereiten Straßenkämpfer. Nicht mehr der
Zeltplatz nahe den alten Messehallen in Rheinberg wird zur Übernachtung
am langen Wochenende genutzt sondern ein Hotel-Kontingent im Wunderland,
das auch gleich die komplette Nahrungsaufnahme ganzer Familienbanden um
den Streetfighter herum mit beinhaltet. |