Im Herzen sind wir noch immer Kinder, deshalb freuten wir uns auf die
Rieju - MRT 50
Rieju - MRT Supermoto 50
Die Zeit als Jugendlicher ist hart genug - Rieju erleichtert dir
diese Zeit mit der MRT Supermoto 50.
Wenn ich heute zurück an meine Jugend denke als ich
noch 16 war, dann war diese damals nicht immer so "sweet" wie von Billy
Idol in "Sweet Sixteen" besungen. In der Schule birnten mich Viert- und
Fünftklässler, zu Hause hatte ich in etwa so viel Freiheiten wie
Gefangene in Guantanamo Bay und die Mädels hatten an meiner Pickelfresse
auch nur minderes Interesse. Einziger Lichtblick war damals meine
Mopetten, die mir die erste echte Mobilität bescherte und mich somit
einen Hauch von Freiheit genießen ließ. Nur Freunde konnte ich halt
keine besuchen, weil ich keine hatte.
Ich hatte nur meine
Mopetten.
Ich kann mich daran erinnern als ob es gestern
gewesen wäre, wie ich zum ersten Mal ziellos damit herumgedüst bin.
Gemeinsam mit meinem Bruder fuhr ich dann bei der Dorfdisco und dem Eisgeschäft vor, in der Hoffnung die
Mädels mit unserer neuen Mobilität zu beeindrucken. Zugegeben blieben
unsere Auftritte so gut wie immer ohne Erfolg. Heute, 15 Jahre später
weiß ich, es ist nicht die Mobilität, die das weibliche Geschlecht
beeindruckt, es zählt, wie so oft im Leben, nur die Optik. Ganz klar also,
dass wir mit unseren damals schon historischen Puch und Zündapp Mopeds
bei den Mädels nicht punkten konnten.
Violett angemalter Zylinder.
Felgenaufkleber und goldenes Kettenrad.
Wunderschöner Auspuffkrümmer mit gewichtsoptimiertem Hitzeschutzblech.
Endschalldämpfer für den braven Sound.
Federbein funktioniert gut und sieht fein aus.
Schönes Heck mit getönten Blinkern.
Viel leichter haben es da die Jugendlichen von
heute, denn Mopeds wie die Rieju MRT SM sind nicht nur moderner als
unsere alten Krücken damals, sondern sehen auch mörderisch heiß aus. Violett eloxierter Zylinder, goldenes Kettenrad, goldener
Ausgleichsbehälter des Federbeins und goldene Marzocchi Gabel sind nur ein
paar der Gimmicks, die einen ganz mächtigen Racinglook verleihen und die
MRT SM 50 zum Mädchenmagneten machen.
Doch beim 1000PS Test
ist die Optik nicht alles, also rauf aufs Mopperl, kurz den E-Starter gedrückt und ab auf die SM nach Wöllersdorf. Auf den engen Kurven der Supermoto Strecke findet man sich mit der
MRT schnell zurecht. Klar, auf Gasdrifts aus den Kurven oder endlose Gaswheelies hofft man vergebens, dazu sind die
2,2 PS aus den 49,7ccm Hubraum schlichtweg zu wenig Leistung.
Trotzdem wirkt das Moped durch das geringe Trockengewicht von 91 Kg und dem damit verbundenen einfachen Handling sehr schnell vertraut und es dauert nicht lange, bis sich der Fahrspaß einstellt. Die angenehme, aufrechte Sitzposition der Supermoto erfreut nicht nur Orthopäden, sondern kommt dem Piloten sowohl in engen Kurven, als auch bei längeren Ausfahrten stark entgegen.
Realitätsnaher Journalismus nennt man das. Wir versuchen uns in die Lage
einer 15 jährigen zu versetzten. Dazu zwängten wir uns in furchtbar enge
Kleidung, die an allen Enden zwickte und kratzte. Weniger Probleme hatten wir allerdings, uns in die Psyche
eines/r 15-jährigen zu versetzen, da wir selbst nie über dieses
psychische Alter hinauskamen.
Die vordere 260 mm Bremsscheibe lässt in Kombination mit der doppelkolbigen Bremszange jedes härtere Bremsmanöver schnell in einen Stoppie
ausarten, somit ist auch der eindrucksvolle Abstieg vor der Dorfdisco
gesichert (bitte aber vorher versteckt üben).
Schnell wurde klar, dass die Rieju in technischer Hinsicht der Optik in nichts nachsteht. Somit kann man mit den technischen Details der
MRT sowohl vor der HTL vor seinen Freunden punkten, als auch mit den optischen Leckerbissen vor jeder HBLA für Aufruhr unter den Mädels sorgen.
Übrigens werden 50er
Mopeds auch von Älteren Semestern beritten. Grund dafür ist nicht wie
früher, dass sie als Ersatzfahrzeug nach überdurchschnittlichem
Alkokonsum in Verbindung mit einer Polizeikontrolle, verwendet werden.
Sondern, dass die 50er eine sehr preisgünstige Mobilitätsalternative zum
Auto darstellen. Versicherung und Steuer für so einen kleinen Hupfer
kommen im Jahr nicht über 100 €. Gepaart mit einem Anschaffungspreis von
3.299 € ergibt sich ein kostengünstiges Fortbewegungsmittel für kürzere
Strecken oder den urbanen Bereich.