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Trixi |
Moto Guzzi v7 Racer |
03.06.2011 |
Druck
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Moto Guzzi hat die V7-Baureihe ausgebaut und mit der Racer einen Blickfang-Knüller gelandet.
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An der glänzenden Erscheinung der Moto Guzzi V7 Racer
kann keiner vorbeischauen. |
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Moto
Guzzi V7 Racer
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90 Jahre und kein bisschen leise. |
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Alle klassischen Register zieht Moto Guzzi bei der V7 „Racer“, die auf
die „Classic“ und die „Café“ folgt. Nicht, dass man nicht mit allen
Dreien auffallend auf einen Kaffee oder ein Eis oder ein Himbeer-Soda
fahren könnte. Aber mit der Racer gestaltet sich „Ihr Auftritt, bitte!“
besonders glänzend. Und: Wer nicht mit Muskeln spielen kann (oder will),
der soll mit Chrom auftrumpfen. Und mit Leder auch. |
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Von allen Seiten betrachtet ein
gelungenes Werkstück aus Mandello del Lario. |
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Gar nicht heimlich, still und leise ist Moto Guzzi neunzig Jahre alt
geworden. Seit 1921 werden am Comer See Eisen entwickelt, gebaut und
zusammengeschraubt. Ein Grund zum Feiern. Was die Crew im heurigen
Frühjahr auch prompt erledigt hat. Und zum Zeichen des Jubiläums werden
die 2011er-Guzzi mit einer Erinnerungs-Plakette ausgeliefert, auf der
geschrieben steht: „1921 – 2011, 90 Anni Guzzi, Mandello del Lario“.
Wie, neben anderen, die Nevada 750, die aus diesem feierlichen Anlass
auch gleich eine fesche Zweifarb-Lackierung verpasst bekam. |
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Extra ein Jubiläums-Pickerl, abgesehen von einem für die Autobahn und
für die Zulassung braucht eine nicht: die V7 Racer. Denn die ist Baujahr
2011. Und sie ist für sich auffallend – auch wenn man nicht weiß, dass
ihr Geburtsjahr das Jubiläumsjahr ist. Und selbst wenn ihr Outfit einen
in die Vergangenheit beamt: So haben die Eisen von 1911 – noch – nicht
ausgeschaut, sondern erst Mitte der Sechziger Jahre, als die legendäre
V7 Sport mit dem seither für Guzzi typischen V2, für Furore gesorgt hat,
wurde der Grundstein für die aktuelle Optik gelegt, vielmehr gebaut. |
Ganz in diesem – vergangenen – Sinne haben die Leute vom Comer See nicht
erst 2011 einige nostalgisch gestylte V7-Modellreihen auf die Räder
gestellt. Befeuert vom 744 ccm-V-Twin, mittlerweile elektronisch
eingespritzt, wird eine ganze Reihe von Einsteiger- und
Mittelklasse-Modellen. Da gibt’s die Tourerin Breva 750, den motorisch &
technisch aktualisierten Soft-Chopper Nevada und eben die sportlich(er)
angelegte V7. Bei der Leistung sind übrigens alle drei Baureihen gleich:
knapp 49 PS sind es, die der 750er hergibt.
Die erste V7 kam 2008 schlicht V7 auf den Markt, als Retro-Naked Bike
mit angehobener, aufrechter Sitzposition am breiten Rohrlenker. Mit dem
Auftritt des Schwestermodells „Café“, 2009, bekam sie den Zunamen „Classic“
umgehängt, und die neue Schwester, die war schon ein Eck sportlicher
angelegt, mit Stummellenker und gestreckterer Sitzposition. Im Herbst
2010 stellten die Guzzi-Leute dann ein weiteres Modell der sportlich
angelegten V7-Reihe auf die Bühne: eben die Racer (die 2009 im
Prototypen-Stadium noch Clubman geheißen hat, aber das vielleicht ein
bissl zu englisch).
Schon auf dem Messe-Stand entpuppte sie sich als Blickfang ersten
Ranges, keiner konnte daran vorbei, ohne zumindest einen Moment
stehenzubleiben: da stand ein schlankes, optisch rasantes Bike wie anno
dazumal. Mit allem Drum & Dran beschwört Moto Guzzi die ruhmreiche
Renn-Vergangenheit herauf. Dazu gehört ein blitzender Tank, der wie echt
poliertes Alu poliert aussieht, aber aus Kunststoff ist, samt
dazugehörigem Lederriemen, außerdem eine fein abgesteppte Mono-Sitzbank
aus Rauleder, Startnummern-Felder (mit der Nummer 7 drauf, eh klar),
Stummellenker, Mini-Windschild, Rot an Rahmen, Schwinge sowie Rad-Naben,
Speichen-Räder, Alu-Seitendeckel, justierbare Alu-Fußrasten, dezent
hochgezogene verchromte Endtopfe und auch sonst viel Chrom, an Spiegeln,
Blinkern, Schutzblechen und Ventildeckeln zum Beispiel.
Im Scheinwerfer-Licht betrachtet gab sie Aufsehenerregendes her. Umso
mehr tut sie das, wenn sie im Sonnenlicht steht – und fährt: Man stellt
fest, dass man nirgends heimlich hinfahren kann. Und reichliches
Kontakt-Potenzial fährt. Vor allem älteren Herren verfallen in
nostalgische Rückblicke auf eine Vergangenheit, in der die Eisen noch
wirklich rau und kompromisslos laut waren. Ältere Damen schauen
ebenfalls durchwegs freundlich, oft wehmütig, sie erinnern sich
wahrscheinlich an die Zeit, als ihre Kavaliere jung und wild waren. Sehr
gut auch kommt die Racer bei kleinen Kindern an, die feinen glänzenden
und schimmernden Teile lösen offenbar spontane Angreif-Reflexe aus. |
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Zug der Zeit: Die klassischen
Rundinstrumente
sind mit Digitalem garniert. |
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Der Tank ist ein Kunstwerk:
schaut wie poliertes Alu aus, ist jedoch Kunststoff. |
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Am runden Racer-Heck sitzt statt eines
Platzerls
für den Sozius-Popo ein Höckerl. |
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Ihre Optik streut der Racer also Rosen. Ernsthaftes Racing allerdings
ist weniger ihr Revier, abgesehen eventuell von
Gleichmäßigkeits-Fahrten. Knapp 50 PS sind eher die kleine
Leistungswelt. Das konventionelle Fahrwerk mit Telegabel und
Stereo-Federbeinen ist moderat sensibel – wenn man aktuelle Racing-Ware
zum Vergleich heranzieht. Die Bremsen sind nach wie vor kaum bissig. In
der Summe aller Basis-Teile entspricht sie eins zu eins dem, was ihre „Café“-Schwester
vor zwei Jahren (siehe Bericht vom 15. 6. 2009) demonstriert hat. Und
die Summe all ihrer Eigenschaften adelt auch diese kleine Guzzi zu einem
feinen Eisen für die kleine Wanderschaft vom Café in der Innenstadt zum
Eissalon an der Peripherie, auch ins Strandbad oder auf die gemütliche
kleine Sonntagsrunde. Dass ihre Top-Speed die 160 km/h-Marke kaum
überschreitet macht gar nichts. Das ist einerseits so etwas wie
Führerschein-behalte-Versicherung und andererseits die Option, mit der
V7 Racer lange und intensiv gesehen zu werden. |
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Technische Daten:
Moto Guzzi V7 Racer |
| Motorbauart |
V2 90°, Viertakt |
| Hubraum |
744 ccm |
| Bohrung x Hub |
80 x 74 mm |
| Leistung (homologiert) |
35,5 kW (48,8 PS) @ 6.800
U/min |
| Max. Drehmoment |
58,2 Nm @ 3.200 U/min |
| Kompression |
9,6:1 |
| Starter / |
Batterie E-Starter / 12V 14 Ah |
| Getriebe |
5-Gang |
| Gemischaufbereitung |
elektron. Einspritzung |
| Steuerung |
2 V / OHV |
| Sekundärtrieb |
Kardan |
| Kühlung |
Luft |
| Kupplung |
Mehrscheiben, Ölbad, hydraulisch |
| Rahmen/Schwinge |
Stahl-Doppelschleife |
| Schwinge |
Alu |
| Lenker |
Stummellenker |
| Federung vorne |
Tele-Gabel, Ø 40 mm |
| Federung hinten |
Stereo-Federbeine, einstellbar
in Vorspannung |
| Federweg v/h |
130 / 118 mm |
| Bremse vorne |
1 x 320 mm-Scheibe, schwimmend
gelagert, 4-Kolben-Zange |
| Bremse hinten |
1 x 260 mm-Scheibe, 1-Kolben-Zange |
| Felgen v/h |
2,50“ x 18; 3,50“ x 17 |
| Bereifung v/h |
100/90 - 18; 130/80 - 17 |
| Enddämpfer |
zwei Endrohre |
| Lenkkopfwinkel |
27,5° |
| Nachlauf |
109 mm |
| Radstand |
1.449 mm |
| Länge/Breite/Höhe |
2.185/800/1.115 mm |
| Bodenfreiheit |
182 mm |
| Sitzhöhe |
805 mm |
| Tankinhalt |
17 Liter / 2,5 Liter Reserve |
| Gewicht |
198 kg (fahrfertig) |
| Top-Speed |
Ca. 155 km/h |
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Preis: € 10.999,-- (Listen: € 12.500,--) |
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Bildgalerie: Moto Guzzi V7 Racer |
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Interessante Links:
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Text: Beatrix Keckeis-Hiller
Bilder: Moto Guzzi, Beatrix Keckeis-Hiller |
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| 1000ps Data Recording |
Moto Guzzi v7 Racer |
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online seit : 358 Tagen |
gelesen: 14647 mal |
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| 1000ps Userbewertung für Bike: MOTO GUZZI V7 Racer |
Optischer Eindruck: |
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Technischer Eindruck: |
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Gesamteindruck: |
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| Kaufkraft: |
ein Kauf heuer kommt für 0,00 % der Bewerter in Frage
ein Kauf später kommt für 100,00 % der Bewerter in Frage
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| 1000ps Userbewertung: Moto Guzzi v7 Racer von
Trixi |
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