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| karolettaLambretta |
Honda CB1000R |
25.04.2008 15:45:00 |
Druck
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Honda hat die Bitten und Gebete erhört: Endlich gibt’s eine ausgewachsene Hornisse. Die heißt zwar nicht Hornet, ist aber ein scharfes & bissiges Eisen.
Honda CB1000R
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Die etwas größere
Hornisse |
| Das Konzept, einen
Supersport-Motor in ein unverhülltes Gestell zu packen, hat auch Honda
schon längst realisiert. Zuerst in der „kleinen“, der 600er-Hornet.
Später folgte eine 900er-Variante nach. Die war nicht von überragendem
Erfolg gekrönt. Zu wenig bissig, zu bieder. |
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| Nach vorn orientiertes
Streetfighter-Design. Außer „Dragon Green-Metallic“ gibt es sie auch
Weiß, Schwarz und Silber. |
Im Vorjahr spendierte Honda der kleinen Hornet einen massiven
Erneuerungsschub. Und jetzt ist eine neue große Hornisse da. Die
heißt zwar nicht Hornet, sondern CB1000R, dafür ist die wirklich bissig.
Alleine schon optisch. Fürs stylische Design zeichnen die Italiener
verantwortlich. Gebaut wird sie im Land der Pasta, des Vino und der
Mode. Also ist die Neue in Wahrheit eine europäische Japanerin (ein Weg,
mit dem Honda Motorrad nicht alleine dasteht). |
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Schlagkräftige
Charakterisierungen hat Honda für die Tausender-CB eine Reihe parat.
Das Leitmotiv lautet: „Downtown Party Bike“. Auf der Zunge zergehen
lassen muss man sich auch die sogenannte thematische Klammer: „Bar Star
und Twist King“. Da könnte man meinen, es ginge bloß um ein Showbike,
mit dem man vorm Eissalon und auf der Party-Meile gute Figur machen
kann. |
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| Mitnichten. Fahren sollte sie auch. Und
das eindrucksvoll. Weshalb Honda den 2007er-FIreblade-Reihen-Vierer
hernahm, ihn auf 125 PS reduzierte, dafür auf ungleich stärkere
Performance im unteren und mittleren Drehzahlbereich trimmte. Das Ganze
hängte man in den modifizierten Rahmen der 600er-Hornet, schneiderte
eine elegante Einarmschwinge dazu und garnierte das Ganze mit
unverwechselbaren Design-Elementen: kantig aggressive Seitenverkleidung,
Mini-Frontverkleidung um einen neuen Multireflektor-Scheinwerfer, in den
ein bläuliches LED-Standlicht integriert ist. Dazu wurde ein spitzes und
hohes Heck addiert, ebenso eine Auspuffanlage im Semi-Underslung-Design
mit links seitlich unten liegendem Endtopf (à la aktueller Fireblade)
und fesche Vierspeichen-Aluräder. Nicht nur optisch fesch, sondern
technisch up to date sind die Federelemente: voll einstellbare USD-Gabel
und in Vorspannung und Zugstufe justierbares Zentralfederbein à la
Supersport-BIke. |
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Ein Gesicht, das man nicht vergisst. Das bläuliche
Positionslicht schaut im Rückspiegel aus wie ein hungriges Maul. |
Damit ist die ausgewachsene Hornisse rundum à la
mode. Und was lag – siehe italienisches Design – näher, als die erste
Annäherung an die CB1000R in ein Modezentrum zu verlegen, sprich in die lombardische Mode-Metropole Mailand? Auch wenn diese Location zu einem
supersport-verdächtigen Eisen nicht so recht passen mag, Honda wagte es.
Ein Abenteuer. In jeder Hinsicht.
Es plätschert. Im Halbschlaf denke ich mir: „Das ist sicher der Nachbar,
der duscht.“ Doch langsam dämmert’s mir. Das kann’s nicht sein. Das
kommt von draußen. Schlagartig bin ich hellwach, zische ich zum Fenster,
lüpfe den Vorhang. Es schifft. In Strömen. Mist. Das kann nicht sein!
Vor der Tür steht ein nagelneues, geiles Eisen, das nach Stoff geben und
Umlegen schreit – und dann das! Auf Italien ist wettermäßig auch kein
Verlass mehr. Schon gar nicht auf Mailand und Umgebung.
Nach dem Frühstück tut sich ein Lichtblick im grauen Gewölk auf. Es
regnet zumindest nicht mehr. Fein säuberlich aufgereiht stehen an die
zwanzig metallic-erbsgrüne – in Wirklichkeit heißt die Farbe „Dragon
Green Metallic“ - CB1000Rs vorm Hoteleingang.
Ein Warnwesten-bewehrter
Guide schmettert „Los geht’s“, und wir heften uns an sein Hinterrad.
Mailand im Frühverkehr ist kein Lercherl, vor allem, wenn man sich nicht
auskennt. Der Asphalt ist noch feucht. Wir tun unser bestes, den
Anschluss nicht zu verlieren. Die meisten Autofahrer kapieren, was los
ist und machen dem Streetfighter-Geschwader brav Platz. Schauen sich die
Augen aus. Denn von der unauffälligen Art ist sie ganz und gar nicht.
Absolut passend zur Mode-Metropole Mailand. |
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17-Zoll-Alu-Räder im luftigen Vierspeichen-Design,
Vorderbremse mit radial verschraubten Vierkolben-Zangen. |
| Immerhin kann die Tausender-CB im Verkehrsgewühl
gleich einmal eine Kostprobe dessen zeigen, was sie kann: wendig wie
eine 600er, agil wie ein Fahrrad, spontan in Gasannahme und Vortrieb.
Damit pfeilen wir durch die Autoschlangen, als hätten wir noch nie ein
anderes Bike unterm Popo gehabt. Auf der Tangenziale müssen wir,
geradezu zwanghaft, ein wenig Stoff geben. Zuerst bei ca. 80 aus dem
Sechser heraus. Kein Ruckeln, kein Zögern, linear jubelt das
Fireblade-Aggregat hoch. Bei 225 auf der Uhr muss ich abdrehen. Zu viel
Verkehr. Noch einmal das schöne Spiel, als wir auf einen anderen
Autobahn-Abschnitt wechseln, diesmal aus dem Einser. Ich klicke mich
durch die Gänge. |
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Kompaktes Charakter-Heck. Nix stört die Silhouette
des hohen Spitz-Popos. Eine Soziussitz-Abdeckung ist zu haben. |
Ausdrehen bis zum Begrenzer im Sechsten ist zwar
leider auch diesmal nicht, aber eine starke Ahnung vom Leistungswillen
der CB habe ich.
Noch einmal das schöne Spiel, als wir auf einen anderen
Autobahn-Abschnitt wechseln, diesmal aus dem Einser. Ich klicke mich
durch die Gänge. Ausdrehen bis zum Begrenzer im Sechsten ist zwar leider
auch diesmal nicht, aber eine starke Ahnung vom Leistungswillen der CB
habe ich. Dieser Bock hat geballte Power! 125 PS klingen vielleicht nach
„nur“ und ein wenig bescheiden. Aber was hat man von vielen Pferden,
wenn die erst im oberen Drehzahldrittel anstehen? |
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Der Reihen-Vierer basiert auf dem der
2007er-Fireblade, er ist im niedrigen und mittleren Tourenbereich
leistungs-optimiert. |
| Die erste Station ist gleichzeitig
Notprogramm: Kreisverkehr. Den hat uns Chef-Fotograf Giuseppe Gori
verordnet. Damit wir zumindest ein paar Bilder bieten können. Denn die
Wetteraussichten bleiben weiterhin trüb, auch wenn kurz die Sonne
zwischen den Wolken hervorblinzelt. Der Blick gegen die Berge zu, in
Richtung Lago di Como, verheißt nichts Gutes: Die Wolken hängen dichter
und dichter, tiefer und tiefer. |
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| Nach dem Motto „zuerst die Arbeit
und dann das Vergnügen“ kreisen wir im teils ziemlich dichten
Werksverkehr um eine grüne Insel. Mit wechselndem Glück. Während die
einen mit den unverständigen Autofahrern kämpfen – mit vielem
Mittelfinger-Aufzeigen wie Kollege Peter Schönlaub -, kriegen andere zur
Verkehrsfreiheit auch noch ein Alzerl Sonnenschein – wie Kollege Zonko.
Nach getaner Foto-Session wagen wir den Versuch, zumindest ein paar
trockene Straßenkilometer unter die Räder zu kriegen. |
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| Also fahren wir zum Base-Camp in
Erba, nahe am Lago di Como. Das war’s dann aber auch schon. Bereits bei
der Anfahrt war es feuchter und feuchter – und kälter! - geworden.
Schließlich ging der schwache Regen in einen starken über. Und
letztendlich schüttete es wie aus Schaffeln. Also blieb uns nichts
anderes übrig, als einen stärkenden und wärmenden Kaffee zu trinken und
die rund fünfzig Kilometer schnellstens retour ins Hotel zu fahren. Ich
kann ja Warnwesten nicht leiden. Aber diesmal war ich froh über den
ortskundigen Guide im gelben Leuchthemd. Bei dem sinflutartigen Regen –
typisch für die Po-Ebene, man sieht dann die Hand vor den Augen nicht
mehr – würden wir das Hotel wohl heute noch suchen. |
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Fazit der durchnässten Jungfernfahrt
der CB1000R: Es hat trotzdem einen Riesenspaß gemacht. Sie ist ein
steiles, vielversprechendes Bike, auf dem man sich auf Anhieb wohl und
zu Hause fühlt, mit dem man sich auch bei Sauwetter nicht fürchten muss.
Easy im Umgang – Handling, Schaltung etc., die superben Bremsen
verdienen eine Extra-Erwähnung – fesch anzuschauen. Ein neues
Charakter-Gesicht. Sie hat die besten Karten um vor allem die
japanischen Mitbewerberinnen – Yamaha FZ1 und Kawasaki Z1000 – gehörig
zu jagen. Bald. Ab Juni. Denn da kommt sie in den Handel. Mit und ohne
ABS.
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Honda CB1000R - Farben
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Honda CB1000R - Technische
Daten
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| Motorbauart |
4-Zylinder,
4-Takt-Motor, Reihe |
| Hubraum |
998 ccm |
| Bohrung x Hub |
75 x 56,5 mm |
| Leistung |
92 kW (125 PS) bei
10.000 U/min |
| Max. Drehmoment |
99 Nm bei 7.750 U/min |
| Kompression |
11,1:1 |
| Starter / Batterie |
E-Starter / 12V 10 Ah |
| Getriebe |
6 Gänge |
| Gemischaufbereitung |
PGM-FI-Einspritzung,
36 mm |
| Steuerung |
4 V / DOHC |
| Kühlung |
Flüssigkeit |
| Kupplung |
Mehrscheiben, Ölbad,
hydraulisch |
| Rahmen/Schwinge |
Mono-Backbone
GDC-Alurahmen, Alu-Einarmschwinge |
| Lenker |
Rohrlenker |
| Federweg vorne /
hinten |
120 / 128 mm |
| Federung vorne |
USD, Ø 43 mm - voll
einstellbar |
| Federung hinten |
Pro-Link-System,
einstellbar in Vorspannung und Zugstufe |
| Bremse vorne |
Vierkolben-Sattel,
radial montiert, 2 x 310 mm-Scheiben, schwimmend gelagert (Combined
ABS: Dreikolbensattel) |
| Bremse hinten |
Doppelkolben-Sattel,
282 mm-Scheibe |
| Bereifung vorne /
hinten |
120/70 ZR 17; 180/55
ZR 17 |
| Enddämpfer |
Stahl, 4-in-1,
geregelter Dreiwege-Katalysator |
| Lenkkopfwinkel |
25° |
| Nachlauf |
99 mm |
| Radstand |
1.445 mm |
| Länge/Breite/Höhe |
2.105/785/1.095 mm |
| Bodenfreiheit |
130 mm |
| Sitzhöhe |
825 mm |
| Tankinhalt |
17 Liter / 4 Liter
Reserve |
| Gewicht |
217 kg vollgetankt |
| Preis |
€ 11.790,-- |
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mit ABS: € 12.540,-- |
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| Aktuelle Produktangebote |
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| Gebrauchte Motorräder |
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Text: Beatrix Keckeis-Hiller
Fotos: Honda/Giuseppe Gori, Simone Romeo, Howard |
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| 1000ps Data Recording |
Honda CB1000R |
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online seit : 1492 Tagen |
gelesen: 71704 mal |
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| 1000ps Userbewertung für Bike: HONDA CB 1000 R |
Optischer Eindruck: |
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Technischer Eindruck: |
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Gesamteindruck: |
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| Kaufkraft: |
ein Kauf heuer kommt für 49,49 % der Bewerter in Frage
ein Kauf später kommt für 25,76 % der Bewerter in Frage
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