|
Col de la Bonette |
|
Mit der
Honda Transalp |
| |
|
Von März bis April konnten auf 1000PS
Tourenvorschläge zum Col de la Bonette eingereicht werden. Die
langjährige 1000PS Leserin Walburga kam mit ihrem Vorschlag unter die
ersten 5 und durfte mit einer Honda Transalp, zur Verfügung gestellt von
Honda Austria, ihre Tour Wirklichkeit werden lassen.
Der erste Schritt: Die Übergabe der
Transalp in Wiener Neudorf am Tag vor Tourbeginn. Waltraud Seiner hat
mir die Schlüssel überreicht und mich noch über ein paar Einzelheiten
aufgeklärt, wie z.B. die Handhabung der Koffer – zum ersten Mal in
meinem Leben bin ich mit Koffern unterwegs!!! Ich sehe schon jetzt das vielsagende Grinsen auf einigen Gesichtern! |
|
|
 |
|
Waltraud Seiner von Honda: "Wiedersehen macht
Freude..." |
|
Es beginnt in Purbach am Neusiedler See.
Am ersten Tag will ich erst einmal Kilometer machen. Also schweren Herzens ab
auf die Autobahn: Eisenstadt, Wiener Neustadt, Semmering, Bruck an der
Mur, Leoben (S6), Judenburg (S36), Scheifling, Klagenfurt (B317),
Villach, bis Ausfahrt Hermagor (A2). Der Pressegger-See bietet die
ersten beschaulichen Eindrücke.
Nach der Mittagsrast geht’s über den Nassfeldpass – die ersten Kurven
tun schon gut nach so viel Autobahn - weiter in Richtung Tolmezzo.
Die B52 führt dann weiter über den Passo della Mauria (kurze Pause bei
gespritztem Birnensaft und traumhaftem Ausblick) bis Lorenzago di Cadore. |
 |
 |
 |
 |
 |
|
Die B52 führt dann weiter über den
Passo della Mauria (kurze Pause bei gespritztem Birnensaft und
traumhaftem Ausblick) bis Lorenzago di Cadore. |
 |
 |
|
Die Weiterfahrt auf der B48 nach
Auronzo di Cadore, vorbei an der beeindruckenden Staumauer und dem Lago
di Santo Caterina. |
 |
| |
|
Der Einstieg in die Dolomiten! Immer noch
auf der B48 geht’s über den Passo Tre Croci nach Cortina d’Ampezzo. Die
‚große Runde’ über die B51 ist natürlich auch empfehlenswert. Wenn ihr
die Hinweisschilder auf den Passo di Falzarego in Cortina sofort findet,
ist ein schnelles Durchkommen machbar. Diesmal habe ich es geschafft!
Die große Dolomitenstraße lädt so langsam aber sicher immer mehr zum
Staunen über die Bergwelt ein.
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
Das Tagesziel kommt näher – aber noch
beeindruckt der Naturpark Dolomiten |
| |
|
Die erste Etappe ist geschafft.
Livinallongo präsentiert sich bei traumhaftem Wetter. Die
Hotelempfehlungen findet ihr am Ende des Berichts. |
|
|
 |
 |
 |
|
Der nächste Tag beginnt mit
einer Einladung zu 33 Kehren! Na dann, hinauf auf den Passo Pordoi. |
 |
 |
|
...und immer wieder ein Genuss –
der Passo Pordoi |
|
|
|
|
|
Und immer noch auf der B48 geht’s weiter bis
Vigo di Vassa. Am Ende des Ortes geht’s rechts ab (westlich, B241)
in Richtung Karersee. Bitte Aufpassen! Beim massentouristischen
Dauerüberholen nicht einfach dran ‚vorbeisemmeln’! Der Karersee zeigt
sich in verschiedenen Farben. Bemerkenswert sind die Gräser am Boden des
Sees.
Die B241 führt bis Bozen. Um auf den Mendelpass zu kommen, haltet euch
Richtung Meran. Die Straße führt unter der Autobahn her und urplötzlich
taucht ein Schild hinter einer Säule auf (nein – ich war nicht zu
schnell unterwegs) mit dem Hinweis Passo di Mendola. Hier sofort rechts
halten. Auf der Autostraße nehmt dann die Ausfahrt Eppan – hier gibt es
keinen Hinweis auf den Mendelpass, der folgt später – aber ihr werdet
ihn finden (auf der B42)
|
 |
 |
|
Weiter auf der B42 kommt ihr über den Passo del Tonale.
Übrigens das Kurvenfahren mit der Trans Alp ist wirklich ein
schwungvoller Genuss!
Da ich mich in Bellinzona verabredet hatte, habe ich mir die Strecke
Sondrio – Morbegno bis zum Comer See angetan. Die B38 bringt aufgrund
des starken Verkehrs nicht wirklich viel Zeitersparnis und ist echt
ätzend zu fahren. Also meine Empfehlung: doch den Berninapass zu nehmen
und über St. Moritz wieder herunter zum Comer See. Der schwüle Dunst
über dem Comer See brachte mir dann den Regen in Lugano und ein
wolkenbruchartiges Unwetter in Bellinzona.
|
 |
 |
 |
 |
|
Das ‚himmlische Wasser’ hat für
totale Aufklärung gesorgt! Ein Traumwetter am Lago Maggiore! |
|
|
Der Lago Maggiore |
| |
|
Es geht von Locarno über die B34 bis Cannobio
(Eisessen empfehlenswert!). Am Ende vom Ort geht’s rechts ab Richtung
Orasso. Eine zunächst idyllische einspurige kurvenreiche Bergstraße, die
dann ab Malesco doch wieder breiter wird. Die Fahrt ist ein abkühlender
Genuss nach der Hitze am Lago Maggiore. Der Straße dann weiter folgen
bis Domodossola.
Bei Domodossola auf die SS33 wechseln in Richtung Milano. Diese
Autostraße führt vorbei an einem lang gestreckten Gebirgszug. Nehmt die
Ausfahrt Anzola oder Ornavasso um nach Omegna zu kommen, an den Lago
d’Orta.
Nach Omegna führt die Straße noch entlang des Lago d’Orta, dann geht’s
bei Cesara wieder hinauf. Schon nach einigen Kurven ist man so hoch,
dass man von einer Kapelle aus einen wunderschönen Blick über das Tal
hat
Über Arola führt der Weg über den Passo di Colma. Am Samstag
Spätnachmittag, sind die Orte wie ausgestorben. Beim Abstellen des
Motors ist dann lediglich die schon fast weltfremd wirkende Orgelmusik
aus der Kirche zu hören. Nach wunderbaren Kurven wird das Land bei
Borgosesia wieder flach, aber auf der Fahrt bis Biella gibt es immer
wieder ein schönes Panorama zu bewundern. Von Biella aus führt die B338
– stückweise kurvenreich – bis nach Ivrea.
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
|
Das Aostatal |
| |
|
Von Ivrea aus in nördliche Richtung geht es
über die B26 ins Aostatal. Das Tal mit den 16 schönsten Sackgassen.
Die ersten Einblicke ins Aostatal lassen bereits vielversprechend auf
einiges mehr hoffen.
Den ersten Abstecher von der B26 machen wir in Verres. Hier geht’s bis
Brusson und dann über den Col di Joux nach Saint Vincent. Kurz nach der
Passhöhe wird einem der erste phantastische Blick über das gesamte
Aostatal geboten – bis hin zum Mont Blanc. In Saint Vincent habe ich
mich vertauensvoll (in so einem Tal kann man ja nicht verloren gehen!)
dem Navi überlassen. Dies Gerät hat sich mal wieder äußerst wählerisch
gezeigt und den Pkw-Verkehr durch die Gassenwahl einfach ausgeschossen.
|
 |
 |
| |
|
Es folgt das Valtournenche mit dem noblen
Skiort Breuil-Cervinia am Ende des Tals. Der traumhafte Blick auf das
Matterhorn bringt dann den Höhepunkt dieses Tals. |
|
|
|
 |
 |
| |
|
Wer dem Tourismus in Breuil-Cevinia entkommen
will, sollte mit dem Kaffee auf die Rückfahrt warten und an dem
kleinen ‚Schluchtenrestaurant’ stoppen. Wieder zurück zur B26 führt der
Col St. Pantaleon. Bei der Abzweigung Richtung Torgnon bitte aufpassen.
Ich habe mich blöderweise oberhalb von Torgnon wiedergefunden, im
Touristengetümmel mit Hüpfburgen u.v.m… |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
Vorbei ging’s auch an einem Stausee.
Hier zeigte sich, dass selbst die kurze Fotopause tiefe Eindrücke
hinterlassen kann. |
| |
|
Der Col St. Pantaleon bietet noch schöne
Rückblicke auf Matterhorn und vielversprechende Ausblicke. Wieder zurück
auf der B26 geht’s nach Aosta, der Hauptstadt, die einst von Kaiser
Augustus gegründet wurde. Kein Wunder also, dass es in diesem Tal so
viele römische Zeugnisse gibt. |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
Der nächste Abstecher führt in’s
malerische Val die Cogne mit dem Ort Valnontey am Ende des Tals. |
| |
|
Erst die Rückfahrt zeigt mir die über 2000
Jahre alte Römerbrücke, die in den Karten auch als Aquädukt
ausgeschrieben ist. Irgendwie hatte ich mir nichts Hölzernes darunter
vorgestellt… Zurück in Sarre gibt es dann doch wieder die römischen
Hinweise durch die steinerne Burg.
Das Val di Rhemes bringt entspanntes Fahren entlang eines Bergbaches.
Dies idyllische Tal lädt zum Rasten am Bach ein – vor allem für die, die
ein Picknick mit dabei haben und die Badehose/Bikini griffbereit.
|
 |
 |
 |
 |
 |
|
Das Val Grisenche zeigt sich mit der
fast kugelig wirkenden Staumauer (ob der Wasserstand immer so ist?).
Dahinter wieder Idylle pur – diesmal aber verbunden mit Kurven und
Kehren! |
 |
 |
 |
 |
|
Der Ort Surier am Ende des Tals wirkt
direkt ausgestorben. Die Murmeltiere zeigen hingegen nur wenig Scheu. |
 |
 |
|
Das Val Ferret führt in den
nordwestlichsten Bereich des Aostatals. Hier wird einem ein einfach
phantastischer Blick auf den Mont Blanc gegönnt. |
| |
|
Hinaus aus dem Aostatal führt der Weg über
den Col du Petit-St-Bernard nach Bourg-Saint-Maurice auf französischer
Seite. Auf italienischer Seite ist die Straßenführung eher eng. Die über
50 Kehren und Serpentinen machen total viel Spaß! |
|
|
|
 |
 |
|
Auf der Passhöhe bei 2188m befindet
sich die Statue des Heiligen Bernard von Aosta. Dann führt die Straße
hinunter in den französischen Teil. |
 |
 |
| Die
Fahrt hinunter über die N90 nach Bourg-Saint-Maurice zeigt bereits die
schönen Seiten der Region Savoi. |
|
Der Abstecher hinauf nach Les Arcs
führt über traumhafte Kurven, hierbei gerät der Ausblick schon fast in
Vergessenheit |
 |
 |
| In
Les Arcs, Village 1950, angekommen, kann man dann den ungetrübten Blick
zurück auf den Mont Blanc genießen. |
|
|
Routes des Grands Alpes |
|
Es geht zurück nach Bourg-St-Maurice, bzw. Seez auf die D902, die
‚Route des Grandes Alpes’, in Richtung Val d’Isere.
Die Straße führt vorbei an einer Talsperre. Beim Bau dieser Talsperre
1952 verschwand das alte Dorf Tignes. Zum Gedenken an den Ort wurde 2003
eine Statue errichtet, die den Gedanken „immer lebendig“ symbolisiert.
Sie zeigt eine über das Wasser schauende junge stolze Frau in
traditioneller Kleidung.
|
 |
 |
|
Zwischen den Tunneln vor Val d’Isere gibt es noch traumhafte Einblicke
in das Tal. |
 |
 |
| Endlich
geht’s hinauf zum Col de l’Iseran |
 |
 |
|
Eigentlich ist ‚schwächeln’ kurz vor der Passhöhe nicht denkbar… |
 |
 |
|
Angekommen auf der Passhöhe bei 2762 m des Col de l’Iseran werden wir
wieder mit einem traumhaftem Blick verwöhnt. |
| |
|
Manchmal kann ein Tal der Route des Grands
Alpes auch etwas breiter werden, wie hier vor Bessans. Wer bisher
noch nicht den köstlichen Käse dieser Region gekostet hat, sollte durch
Bessans durchfahren um nach Lanslebourg zu kommen. … allein der
köstliche Geruch
Von Lanslebourg geht’s über die N6 zum Col du Mont Cenis. Nach der
wohltuend kurvenreiche Strecke erwartet einen nach dem Pass der
türkisfarbene Stausee und die Staumauer des Lac du Mont Cenis zeigt eine
für mich außergewöhnlichen Konstruktion. |
|
|
|
 |
 |
|
Dieses Foto steht eigentlich für all die netten
Motorradfahrer und Fahrerinnen, die ich im Laufe der Tour getroffen und
kennen gelernt habe. Das besondere an diesen Schweizern, die ich in der
Nähe von Susa getroffen habe, war ihr begeistertes Schwärmen über den
Col de la Bonette. Ich hätte nicht gedacht, dass meine Vorfreude auf den
nächsten Tag noch steigerungsfähig gewesen wäre!
Von Susa ging es über Oulx (B24) nach Cesana hinauf zum Col de
Montenevre, der nochmals eine angenehme Abkühlung brachte, bevor es zum
eintauchen in die Hitze von Briancon kam. |
 |
|
Von Briancon aus führt die Route des Grands
Alpes zum Col de l’Izoard zunächst über einen flacheren Anstieg
beschaulich in die Höhe.
Und wieder verringert sich die Vegetation mit zunehmender Höhe deutlich
– aber die Kurven bleiben weiter traumhaft. Die Straße selbst ist noch
gekennzeichnet von der Tour de France – es gibt allerdings auch
Liegeräder zu bewundern.
Der Col de l’Izoard bietet 2360 Höhenmeter und wieder eine traumhafte
Bergwelt, die weiter unten wirklich bizarr wird. |
 |
|
Unten angekommen führt die D902 nach Guilestre,
vorbei an der Guil. Der Park du Queyras ist entstanden durch das
Aufstauen der Guil. Dahinter wieder eine bizarre Schlucht.
|
 |
 |
| Der Park du Queyras
ist entstanden durch das Aufstauen der Guil. Dahinter wieder eine
bizarre Schlucht. |
Über den Col de
Vars führt die Routes des Grands Alpes nach Jaussiers. |
 |
|
|
Col de la Bonette |
|
Die wichtigsten Hinweise: Der Pass ist geöffnet! Und eine
Tankstelle gibt es in Jaussiers auch: vor der Ortsausfahrt in Richtung
Barcelonnette. Mit dem Hinweis ‚plus haute route de l’Europe’ – höchste
Straße in Europa geht’s dann hinauf.
|
|
An ehemaligen Besatzungshäusern vorbei (Während
des Kriegs war der Pass heiß begehrt.) geht es weiter hinauf und die
Fernsicht wird immer berauschender. Aber noch ist dies der Blick zurück
und es fehlen noch einige Meter.
Das letzte Stück und dann ist es geschafft. Ein unbeschreibbares
traumhaftes Gefühl bei solch einer Fernsicht hier oben anzukommen!
|
 |
 |
 |
 |
|
|
|
Die von Nordwesten kommende Auffahrt trifft sich mit der zunächst
in östliche Richtung gehenden Abfahrt. Das Wegstück zum Gedenkstein
führt um den Gipfel herum. Die letzten Meter auf den Cime de la Bonette
müssen jedoch zu Fuß gemacht werden. Sie sind aber lohnenswert. Bei dem
Rundumblick in endlose Weiten kann man sich einfach nicht satt sehen.
Die Gebirgswelt in Richtung Abfahrt lockt dann doch – obwohl das Bleiben
auch noch schön wäre.
|
 |
 |
| |
|
Die Fahrt herunter in Richtung
St-Etienne-de-Tinee dauert glücklicherweise auch noch mal rund 25
km. Hier empfiehlt sich wieder eine Pause damit sich die Nerven vom
Höhenrausch beruhigen können. Wir bleiben noch auf der Route des Grands
Alpes bis kurz vor St-Sauveur-sur-Tinee. Die Traumstraße biegt dann ab
Richtung Roubion, eine Stadt, die hoch am Hang liegt. Über den Col de la
Couilole geht’s dann bis Valberg. |
| |
 |
 |
| Die D28 führt
kurvenreich weiter nach Guillaumes. |
Von Guillaumes geht
es über die D2202 durch die Schluchten des Daluis |
|
Nach dem ersten Blick von der Brücke in
die ‚Gorges du Daluis’ führen 17 kleine Tunnel durch eine völlig anders
wirkende bizarre Landschaft. Kommt man auf die N202 geht’s rechts in
Richtung Digne/Castellane. Die Fahrt führt am Lac de Castillon vorbei.
Hinter Vergons biegt man auf die D955 nach Castellane.
|
 |
| |
|
Le Grand Canyon du Verdon |
| |
|
Von Castellane kommend fährt man zunächst
am Verdon entlang und folgt der Richtung Gorges du Verdon. Es empfiehlt
sich zunächst rechtsseitig zu bleiben bis zum Aussichtspunkt ‚Point
Sublime’. Der Blick in die Schlucht ist wirklich beeindruckend – auch
wenn der Fußmarsch schweißtreibend ist.
Bei großem Touristenandrang – was ja im Sommer eher der Normalzustand
ist – empfiehlt es sich bis zur Abzweigung ‚rive gauche’ zurückzufahren
und die linksseitige Strecke über Trigance zu fahren. Manchmal kommt
jetzt das Gefühl auf man fährt durch eine fast steppenähnliche
Landschaft. Zwischendurch zeigt sich der Verdon jedoch immer wieder.
|
 |
 |
 |
 |
 |
|
Die Strecke ‚rive gauche’ endet dann
mit einem traumhaften Blick auf den ‚Lac de Sainte Coix’. |
| |
|
Benzinknappheit führte mich auf dem Weg
nach Moustiers zu einer Tanke hinter Altreifen und Altautos, die ich
ansonsten wohl nie gefunden hätte. Über die D952 ging es weiter durch
Riez nach Greoux-les-Bains. Eine Stadt in der die Römer thermische
Spuren hinterlassen haben.
|
 |
 |
|
Von Greoux-les-Bains geht es nach Manosque, von hier weiter nach
Cerest, dann über die D900 nach Apt bis kurz vor Coustellet. Von hier
führt die Abzweigung nach Gordes.
Von Gordes ist der Weg zur Abbaye de Senanque gut ausgewiesen. Allein
der Duft des Lavendels macht deutlich, dass wir uns in der Provence
befinden.
|
 |
 |
|
Von der Abtei geht’s zunächst nach Murs an dem überraschend
erscheinenden Tafelberg vorbei. In Murs Richtung Roussillions halten,
aber ‚auf halbem Weg’ nach Sault abbiegen. Und urplötzlich erscheinen
burgähnliche Gebäude am Wegesrand.
|
 |
 |
|
|
Der Mont Ventoux |
| |
|
Von Sault aus ist der ‚Mont Ventoux’
ausgewiesen. Die klare Luft ermöglicht schon von weitem den
außergewöhnlichen Berggipfel zu erkennen. Auch wird deutlich, dass die
weiße Spitze nicht durch Schnee oder Eis verursacht wird. Der helle
Kalkstein ist die Ursache.
Die Beschriftungen auf der Straße, aber auch die Flagge am Turm auf dem
Mont Ventoux zeigt, dass wir auf den Spuren der Tour de France sind.
Also ein Hinweis für spätere Planungen: schaut euch den Tourenverlauf
der Radler an. Ihr könnt sonst überraschend lange Pausen erleben.
Hinunter geht’s bis Malaucene. Von dort über Vaison-la Romaine über die
D20 und D94 nach Bollene.
|
 |
 |
|
|
Die Ardeche-Schluchten
|
| |
|
Von Bollene geht’s nach Pont-St-Esprit,
weiter nach St-Martin-d’Ardeche. Hier zeigt der immer häufiger werdende
Kanu- und Kajak-Verleih die ersten Hinweise auf die Ardeche-Schluchten.
Trotz der wunderbaren Kurven sollte man an einigen Aussichtspunkten
stehen bleiben…
|
 |
|
Die ersten Hinweise auf die
Ardeche-Schluchten |
 |
 |
| Bei leichtem
Morgennebel zeigen die Schluchten ein fast schon mystisches Bild. |
Manchmal lässt
einen nicht nur das Panorama anhalten – es gibt auch überraschende
tierische Stopps. |
 |
 |
| Eins der letzten
Taleinschnitte und schon ist man am Felsentor, dem Pont d’Arc. Leider
das Zeichen, dass die Schlucht bald durchfahren ist. |
Auf der Weiterfahrt
über die D579 gibt es noch weitere nette Aus- und Einblicke – hier ein
regional sehr gut angepasstes Eigenheim mit naturverbundenem Pool. |
| |
|
Über Vals-les-Bains führt die B578 nach
Mezilhac. Hier taucht man ein in eine komplett neue Landschaft. Es
ist wie eine Mischung aus dem deutschen Sauerland und der französischen
Auvergne (nur die Aschekegel fehlen – und alles ist etwas kleiner).
Die wunderschön schwingend zu fahrenden Kurven führen weiter über den
Col d. Quatres Vios (D122) nach Privas. Über die D2 fährt man Richtung
Les Olliere-sur-Eyrieux. Von dort geht’s weiter auf der D120 über
St-Fortunat-sur-Eyrieux nach Beauchastel.
|
 |
 |
 |
 |
| Wer in Tournon –
einer netten Stadt mit angenehmer Abendatmosphäre – übernachten möchte,
fährt auf der D86 über Valence nach Tournon-sur-Rhone. |
Von
Tournon-sur-Rhone geht’s zunächst in Richtung St-Etienne, dann aber
abbiegen nach Westen auf die D534 nach Lamastre. Hier wird man mit schön
geschwungenen Kurven zum Wachwerden begrüßt. |
| |
|
In Lamastre wechselt man auf die D236 um
über den Col du Buisson nach Lalouvesc zu kommen. Hier geht’s auf die
D578a nach Annonay. In Annonay immer in Richtung St-Etienne halten.
Zunächst bleibt man auf der D206, dann auf der N82 bis nach
Bourg-Argental. Hinter Bourg-Argental abbiegen auf die D29 in Richtung
Croix du Chaubouret. Nachdem man zwischendurch durch ein eher trocken
wirkendes Gebiet gefahren ist (wahrscheinlich ein Waldbrand) wird es auf
dem Coix du Chaubouret für mich so richtig kalt (14°C). Ich muss
unbedingt eine heiße Schokolade trinken!
Über die D2 ging es wieder herunter bis St-Chamond und über die
D88 (Richtung Lyon) bis nach Rive-de-Gier. Von hier sind wir einen nicht
mehr wiederzugebenden Weg gefahren. Eine idyllische Bauernhof-Strecke
über Chateauneuf und Longes – aber ob die Bauern so erfreut waren? Aber
die Stadt Vienne wurde erreicht – und das Eisessen bei wieder ‚normalen’
Temperaturen um 30°C auch! |
| |
 |
 |
| |
|
Von Vienne ging es für uns dann über die
Autobahn nach Lyon. Die Stadt in der mein Mann zur Zeit lebt. Für
mich ein guter Grund hier 2 Tage Pause zu machen.
Für diejenige unter euch, die einen Kaffee bei ein wenig städtisches
Getümmel an der Rhone geniessen wollen oder den Cafe au lait lieber beim
Relaxen an der beschaulichen Saone trinken, ist Lyon mit Sicherheit auch
ein Stopp wert.
|
|
 |
 |
|
Mein nächstes Ziel war in den noch verbleibenden zwei Tagen von Lyon
nach Purbach zu fahren. Zwangsläufig wurde durch die zeitliche
Begrenzung der Autobahnanteil sehr hoch. Am ersten Tag sollte es aber
wenigstens noch über den Arlbergpass gehen. Und ein paar von den Seen
wollte ich sehen!
Von Lyon aus ging’s auf die A42 Richtung Genf/Geneve, dann auf die A40
um auch nach Genf zu kommen. In der Schweiz (Genf) bin ich auf die A1
gewechselt Richtung Lausanne am nördlichen Rand vom Lac Leman vorbei.
Weiter auf der A1 über Yverdon am Lac de Neuchatel vorbei nach Bern.
Noch immer der A1 folgend nach Zürich über Winterthur nach St. Gallen.
Jetzt ein Stück am Bodensee vorbei und dann geht die A1 in die A13 über
(Richtung Chur). Aber nur bis Hohenems fahren und dann ein paar Meter
Bundesstraße um auf die A14 (Richtung Bludenz, Innsbruck) zu wechseln.
In Bludenz geht’s auf die S16 über den Arlbergpass bis Landeck.
|
 |
 |
 |
 |
|
In Landeck abbiegen auf die B180 in
Richtung Reschenpass. Ich bin aber nur bis Tösens gefahren, um beim
‚wilden Mann’ zu übernachten. |
 |
 |
|
Am nächsten Morgen gönn ich mir den ‚Abschneider’
über die Pillerhöhe – ein unerwartetes Genuss-Stück. |
| |
Da mich die Autobahn noch etwas abschreckte,
bin ich – nachdem ich wieder unten angelangt war – auf der B171 Richtung
Innsbruck weitergefahren und auf die B186 nach Oetz abgebogen. Durchs
Oetztal bin ich nicht gefahren, sondern bin in Oetz abgebogen um über
den Kühtail-Sattel zu fahren. Die Kurven waren noch mal eine Wohltat
bevor ich mich kurz vor Innsbruck dann doch auf den schnelleren Asphalt
begeben habe. Also die A12 Innsbruck, Wörgl, Kufstein, Rosenheim. Dann
die A8 entlang des Chiemsees bis Salzburg, hier auf die A1 vorbei an
Mondsee und Attersee Richtung Linz, Wien. Jetzt noch die A21 und die A3
bis Eisenstadt und dann nach Purbach zum Neusiedler See.
|
 |
| |
Insgesamt bin ich in den gut 2
Wochen knappe 4400 km gefahren. Es war für mich ein traumhafter
Urlaub. Der Höhepunkt, das steht außer Frage, war der Col de la Bonette.
Ein absolut beeindruckendes Erlebnis.
Mein Dank gilt ganz besonders Nils, durch den ich überhaupt erst auf den
Gedanken gekommen bin auf die Bonette zu fahren. An herzliches
Dankeschön auch an Honda Austria und Waltraud Seiner. Die zur Verfügung
gestellte Trans Alp war für mich Eintauchen in ein neues Fahrgefühl und
so entspannt wäre ich auf meiner CBR600 bestimmt nicht ans Ziel
gekommen.
Ein ganz besonderes Dankeschön auch an meinen Mann Magnus, der meine
Motorradflausen immer so geduldig aushält und sich auf meine ausgewählte
Tour eingelassen hat. (Seine Geduld war wirklich bewundernswert wenn ich
mit dem Navi, der Karte und der Straße in festgefahrenem Streit gelegen
habe!)
Ich wünsche allen, die sich vielleicht von den Fotos inspirieren lassen
und einen Teil der Strecke dann selber fahren wollen, total viel Spaß
bei ihrer Tour. Und den Kopf immer schön oben halten! Walburga
|
|
|
Das verwendete
Kartenmaterial |
| |
|
Vom ADAC herausgegeben:
|
-
Alpenstraßen – 3 Karten im Maßstab
1:450 000
-
Motorradtouren: Aostatal 1:300 000
-
Motorradtouren: Rhone-Alpen 1:300
000
(Die Motorradtouren könnt ihr euch auch online anschauen und
herunterladen.)
|
|
Von Michelin herausgegeben:
|
|
|
|
|
Die Hotels entlang meiner
Tour |
|
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
 |
|
-
Ivrea
Hotel La Villa
Via Torino, 334
I-10015 Ivrea (TO)
Tel. +39 0125 631696/97
info@ivrealavilla.com
www.ivrealaville.com
ÜF kosten pro Person 44,-€
Die Motorräder konnten in die Tiefgarage gestellt werden.
Das Restaurant im Hotel war klein aber ausgezeichnet. Sehr
empfehlenswert.
|
 |
|
|
 |
|
-
Les Arcs
Le Manoir Savoie – Radisson
Les Arcs 1950
F-73700 Bourg Saint Maurice
Tel. +33 479041950
www.arc1950.com
Ü im großen Appartement mit Küche 100,-€ für 2 Personen.
Der Zugang war über die Tiefgarage, in der auch die Motorräder
standen.
Abendessen und Frühstück haben wir im Village genossen.
Sehr empfehlenswert! Der Preis ist im Sommer wahrscheinlich
Verhandlungssache.
|
 |
|
|
|
 |
|
- Valberg
Hotel Restaurant L’Adrech de Lagas
63, avenue de Valberg
F-06470 Valberg
Tel. +33 493025164
adrech-hotel@wanadoo.fr
www.adrech-hotel.com
Ü+F+mehrgängiges Abendmenu pro Person 75,-€
Die Motorräder standen auf dem Parkplatz etwas untergestellt direkt
vor dem Haus.
Empfehlenswert!
|
 |
|
- Greoux-les-Bains
Hotel – Restaurant La Catellane
Avenue des Thermes
F-04800 Greoux-les-Bains
Tel. +33 492 780031
Gehört zu Federation regionale des Logis,
www.logishotel.com
Ü+F+Abendmenu pro Person 68,-€
Die Motorräder standen im Innenhof.
Empfehlenswert!
|
 |
|
- Bollene
Hotel – Restaurant le Chene Vert
Quartier St. Pierre
F-84500 Bollene
Tel. +33 490305311
Gehört zu Federation regionale des Logis, www.logishotel.com
Ü+F pro Person 34,-€
Die Motorräder standen im Innenhof.
Insgesamt o.k.
|
 |
|
- Tournon sur Rhone
Hotel Restaurant Le Chateau
Quai Marc Seguin – BP 44
F-07302 Tournon sur Rhone
Tel +33 4 75086022
Gehört zu Federation regionale des Logis,
www.logishotel.com
Ü+sehr gutes Frühstück kosten pro Person 40,-€
Die Motorräder konnten in die hauseigene Garage gestellt werden.
Empfehlenswert!
|
 |
|
- Tösens
Gasthof-Pension-Restaurant
Wilder Mann
Elmar Senn
A-541 Tösens 60
An der alten Reschenbundesstraße
Tel. +43 5477/203
senn@toesens.at
www.toesens.at
Ü+F kosten pro Person 30,-€
Die Motorräder können in die hauseigene Garage gestellt werden.
Ein total lieber Familienbetrieb mit ausgezeichneter Küche!
Sehr empfehlenswert!
|
 |
| |
|
| Interessante Links:
|
Text: Walburga
Fotos: Walburga |