F 800 GS Racing

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Online seit: 17.08.2011

Testbericht

Touratech F 800 GS

Touratech F 800 GS

Touratech motzt die BMW F80 zum Racer auf.

Touratech motzt die BMW F80 zum Racer auf.




















































Von der Reise- zur Sportenduro


F 800
GS-Umbau von Touratech besteht Härtetest bei ”Dawn to Dusk”

 

Bei der zehnten Auflage des zwölfstündigen Endurorennens ”Dawn to Dusk”
in Wales (GB) landete Touratech Racing nicht nur mit zwei Teams auf dem
Treppchen, sondern brachte auch einen F 800 GS-Umbau erfolgreich ins
Ziel. Damit knüpfte Touratech an die Anfänge des
firmeneigenen Rennteams im Jahr 2005 an, als mit der ”Oryx extreme”,
einem Komplettumbau auf Basis der BMW F 650 GS, beachtliche Erfolge
gegen die deutlich leichtgewichtigere Sportenduro-Konkurrenz gefeiert
wurden.

 

Doch das aktuelle Projekt hatte keine nostalgischen Gründe: Im harten
Sporteinsatz werden Erkenntnisse gewonnen, mit denen Produkte für den
Endverbraucher entwickelt und optimiert werden. Das gilt sowohl für
Touratech-Teile als auch für Originalzubehör wie den Motorschutz der F
800 GS, der direkt für BMW produziert wird. ”Das Motorrad wurde
ausschließlich zu Testzwecken aufgebaut. Denn was sich beim Rennen
bewährt, funktioniert im Alltag erst recht”, heißt es dazu aus der
Entwicklungsabteilung des Schwarzwälder Motorradausrüsters. ”Viele Teile
werden aber in die Serienfertigung einfließen”, sind sich die
Touratech-Entwickler sicher.

Rund 30.000 Kilometer hatte die BMW F 800 GS bereits auf dem Tacho und
beim ”Kurs Ost”-Projekt von Claudia und Andreas Hülsmann schon die
hintersten Winkel der ehemaligen Sowjetunion gesehen, bevor aus der voll
ausgestatteten Reiseenduro ein sportliches Motorrad wurde, das den
zwölfstündigen Härtetest auf dem circa 30 Kilometer langen Rundkurs in
den walisischen Wäldern erfolgreich bestand. Pilotiert wurde das
Schwergewicht von Raceteam-Mechaniker Lars Würdemann (Potsdam), der
zusammen mit Touratech-Entwickler Ian Rowley auch federführend bei
diesem Umbau war. Und damit die F 800 GS richtig zeigen konnte, was in
ihr steckte, startete Würdemann nicht auf der verkürzten
Big-Bike-Strecke, sondern als Marathonfahrer gegen die
Sportenduro-Konkurrenz in der Expert Class, wo er nach sieben Runden und
12:06:58 Stunden als Neunter ins Ziel kam.




 

Als Team in der Expert Class belegten Ian Rowley und Rolf Epting auf der
Touratech Husqvarna TE 449 den dritten Platz. Ebenfalls auf Rang drei
landeten die Touratech Mitarbeiter Peter Kachler, Alexander Schönborn
und Jan Hagedorn bei den Sportfahrern.



Um sicher zu gehen, dass Mensch und Maschine das ”Abenteuer Wales” auch
unbeschadet überstehen, wurde die 800-er mit dem entsprechenden Zubehör
aus dem Touratech-Programm ausgestattet: Angefangen vom Kettenritzel mit
15 und dem Kettenrad mit 47 Zähnen über klappbare Brems- und
Kupplungshebel, Fernreisefußrasten, Hard Parts für Kühler und
Motorschutz, Ritzel-, Kühler- und Scheuerschutz, Abdeckung für den
Gleichrichter, Luftfilter von Unifilter bis hin zu Carbonprotektoren für
Lichtmaschinen- und Kupplungsdeckel. Hinzu kamen weitere Touratech-Teile
aus dem Sportenduro-Bereich, die extra für die 800-er angepasst wurden.
Außerdem bekam der Zweizylinder neben einer TTX-Gabel von Öhlins einen
extra angefertigten Stoßdämpfer von Tractive Suspension spendiert. Die
Auspuffanlage von Remus ist ebenso eine Sonderanfertigung wie die
Sportsitzbank von Kahedo. Das Vorderrad mit nur noch einer Bremsscheibe
und das auf 18 Zoll umgebaute Hinterrad stammen von der Edelschmiede
Haan Wheels. Die Original-Verkleidungsteile wurden von Touratech
modifiziert, was der 800-er eine völlig andere Optik beschwert. Diese
wird von Kotflügel und Lampenmaske im Sportenduro-Stil sowie dem
WRP-Lenker noch unterstrichen.



 



 




Interessante Links:

Fotos: Wunderlich





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