|
|
race38 |
KTM ZEM Freeride |
26.03.2010 |
|
Die Freeride-Modelle mit Elektromotor sorgen zukünftig auch bei Städtern für "harte Arme".
|
Zero Emission
Sportmotorcycle „Freeride“ |
|
Gatschhupfen auch im Ballungsraum! |
 |
 |
 |
|
Laut dem Vorstandsvorsitzenden der KTM Power Sports AG DI Stefan
Pierer wurde die Idee das „Zero Emission Sportmotorcycle“ zu entwickeln
nicht aus der Krise geboren. Vielmehr soll die lärm- und abgaslose
Fortbewegung denen helfen, die sowohl Off- als auch Onroad ihren Sport
ausüben wollen ohne dabei den Sheriffs dieser Welt auf Gedeih und
Verderb ausgeliefert zu sein. Das ganze Projekt wird unter dem Titel „Freeride“
auf der Tokyo-Motorcycle-Show der Weltöffentlichkeit präsentiert.
Der Name ist Programm und stellt ein klares Bekenntnis von KTM zum
Motorrad-Geländesport dar. Durch die Zero Emission soll eine
flächendeckende Rückkehr sportlicher Geländemotorräder in urbane Gebiete
akzeptiert werden. Auf Grund der lautlosen Art der Fortbewegung erhalten
Offroadfahrer völlig neue Perspektiven, um ihren Sport auszuüben. Denn
selbst auf geschlossenen Strecken ist es ihnen - speziell in
Mitteleuropa - kaum noch möglich ihrer Leidenschaft freien Lauf zu
lassen. Durch das Wegfallen der hohen Lärmemissionen sollte es in
Zukunft möglich sein, Offroad-Parks in unmittelbarer Nähe zu
Ballungszentren zu installieren. Denn auch die neue Zielgruppe der
Stadtbewohner hat ein Recht auf „harte Arme“! |
|
 |
 |
|
Auch in den Räumen gilt - form follows function. |
Stefan Pierer. |
 |
 |
|
Leistungsangaben direkt am Motor. |
Lenkkopf am MX Modell. |
Stefan Pierer sieht im Elektroantrieb einen entscheidenden Schritt in
die Zukunft der Motorradindustrie und des Zweiradsports. Speziell im
Offroadbereich kann die E-Mobilität unmittelbar umgesetzt werden, weil
die Dauer des Einsatzes in der Regel durch die Physis des Piloten und
nicht durch die Reichweite der Batterie begrenzt wird. Allerdings muss
es das Ziel von KTM sein, „Freeride“ zu einem konkurrenzfähigen Preis
anzubieten.
Der KTM-Vertriebschef Mag. Hubert Trunkenpolz gibt an, dass der
Kaufpreis jedenfalls unter Euro 10.000,-- liegen wird. Die große
Unbekannte bei der Preisgestaltung sind die volatilen Kosten für die
Li-Ionen Batterie, daher ist mit dem heutigen Wissensstand noch keine
genauere Aussage möglich.
Die große Aufgabe für das Entwicklungsteam war es, mit dem Elektrobike
die Leistungsfähigkeit der herkömmlich betriebenen Motorräder zu
erreichen. Dafür musste ein Elektroantrieb entwickelt werden, der
Schläge, Steine, Schlamm, Stürze und jede Menge Wasser unbeschadet
übersteht. Mit Hilfe des in Wien beheimateten Austrian Institute of
Technology (AIT) wurde ein Antriebssystem entwickelt, das den härtesten
Ansprüchen gerecht wird.
Somit konnte eine Maschine auf die Räder gestellt werden, die unter 100
kg leicht wurde und deren Leistungsfähigkeit mit einem 125 ccm
Zweitaktmotor vergleichbar ist.
|
 |
|
Gerald Kiska und sein Werk. |
Rahmen und Fahrwerk werden nach dem aktuellsten Stand der Technik ausgeführt und
sind daher mit den herkömmlichen motorisierten Mitbewerbern auf Augenhöhe.
Interessant sind die Leistungsangaben des Motors. Die Spitzenleistung wird mit
30 PS bei 6000 U/min angegeben. Das eher gewöhnungsbedürftige wird das maximale
Drehmoment von 43 Nm bei 500 U/min sein. Diese große Spreizung der beiden
wesentlichsten Punkte einer Leistungskurve dürfte ein Garant für ein echt
spaßiges Fahrverhalten sein.
Es wird auch interessant zu sehen sein, wie der Gesetzgeber auf diese Art der
Mobilität reagiert. Es ist in Österreich schwer vorstellbar, dass sich jedermann
ein E-Mobil kaufen kann, um damit in der Gegend herum zu heizen, auch wenn das
Fahrzeug noch so leise ist.
Jedenfalls kann man sich aus Sicht der MX-Fraktion auf längere Öffnungszeiten
der Strecken freuen. Das sollte selbst von den unnedigsten Anrainern nicht mehr
verhindert werden können, sofern nicht ein Gesetz erlassen wird, das den reinen
Anblick eines Motocrossers als unzumutbaren Umstand normiert.
1000PS: Ab wann wird es das erste KTM-Elektromotorrad zu kaufen geben?
KTM: Im Sommer 2010 wird es eine Vorserie geben, um ein ausführliches
Testprogramm abzuwickeln. Die ersten in Serie gefertigten „Freeride“ Fahrzeuge
dürfte es im späten Frühjahr 2011 geben.
1000PS: Ist die KTM Freeride straßenzulassungsfähig?
KTM: Ja. Die Maschine wird für den Einsatz auf der Straße homologiert
sein.
|
 |
|
Auch eine Street-Version wird es geben, die
Freeride Onroad. |
 |
 |
|
Unscheinbarer
Scheinwerfer Streetbike. |
Irgendwo sind auch die Armaturen. |
1000PS: Wie schaut es mit der Reichweite der Motorräder aus?
KTM: Das hängt stark vom Nutzerprofil ab. Bei einem MX-Profi am Lenker wird die
Reichweite deutlich kürzer ausfallen als bei einem Hobby-Enduristen. Das
Entwicklungsziel wird sein, eine Stunde Vortrieb zu erreichen.
1000PS: Wie lange dauert der Ladevorgang?
KTM: Der Akku kann nach rund 90 Minuten wieder mit 100 % Leistung eingesetzt
werden. Der Tausch der Batterie ist mit wenigen Handgriffen zu bewerkstelligen.
Allerdings kann auch im Bike geladen werden.
1000PS: Wie oft kann der Akku geladen werden?
KTM: Der derzeit verwendete Typ kann ca. 500 Mal aufgeladen werden. Das sollte
in etwa dem normalen „Lebenszyklus“ eines Enduro-Motorrades entsprechen.
Generell muss aber gesagt werden, dass sich diesbezüglich noch einiges ändern
kann, weil sich die Entwicklung der Akkus noch in einer frühen Phase befindet.
|
|
 |
|
|
Die ersten Bilder aus Tokio! |
 |
 |
 |
| Interessante KTM Links: |
| Aktuelle Produktangebote |
|
|
| |
| Gebrauchte Motorräder |
|
|
| |
|
|
|
|
Interessante Links:
|
Fotos: KTM
Text: Grammer |
|
|
| 1000ps Data Recording |
|
|
online seit : 161 Tagen |
gelesen: 15783 mal |
 |
| |
|
|
|
|
| 1000ps Userbewertung für Bike: KTM ZEM |
Optischer Eindruck: |
|
Technischer Eindruck: |
|
Gesamteindruck: |
|
| Kaufkraft: |
ein Kauf heuer kommt für 24,14 % der Bewerter in Frage
ein Kauf später kommt für 45,98 % der Bewerter in Frage
|
| 1000ps Userbewertung: KTM ZEM Freeride von race38 |
Photos: |
|
Text: |
|
|
|
|