Messe MOTORRÄDER DORTMUND 2020 Nachbericht

Qualität vor Quantität!

Alles begann am Donnerstag mit dem Wort "Corona" und endete am Sonntag mit dem "Weltfrauentag". Einig waren sich alle, Aussteller wie Besucher: Nur die Harten kommen in den (Motorrad-)Garten! Außerdem: Wer nicht da war, hat echt was verpasst - die Atmosphäre war gediegen, endlich kam jeder mal auf alle Kräder, tolle Gespräche in aller Ruhe und Ausführlichkeit bestimmten dieses Jahr die Messe in Dortmund. Die Bilanz: Qualität vor Quantität!

Neue Bikes - ungewohnte Umstände

In Dortmund fand sie erneut Anfang März an vier Tagen statt, eine der größten europäischen Motorrad-Frühjahrsmesse im bevölkerungsreichsten Bundesland, in Nordrhein-Westfalen. Nach zähen drei Jahren Bauzeit war der neue gläserne Eingang zu den Messehallen mit großzügigem Foyer auch endlich fertiggestellt. Über 400 Aussteller hatten gebucht, füllten die Westfalenhallen 3 bis 7, in denen die ganze Bandbreite an Neuheiten der großen Hersteller sowie Produkte und Dienstleistungen rund um das Motorrad das Publikum zum Saisonauftakt lockte. Dazu gab es das vielfältige Angebot an Bekleidung, Zubehör, Tuning oder Reifen zu entdecken. Ebenfalls präsentieren Reiseanbieter und Hotels ihr Angebot. Auch Vereine stellen sich und ihre Arbeit vor.

Kurz vor Messebeginn dann das Desaster – die Corona-Seuche verunsicherte doch extrem. Dennoch, nur 17 Aussteller hatten wegen der aktuellen Infektionswelle in letzter Minute ihre Teilnahme abgesagt. Einige Stände wie die von Indian blieben verwaist, Suzuki und Piaggio reisten erst gar nicht an. Dadurch wurden die Gänge großzügiger und Sonderschauen rückten zwischen die Stände der Hersteller. Für die SONDERSCHAU BIKE CUSTOMIZING ein erheblicher Vorteil, denn die krass bis genial umgebauten Kräder präsentierten sich auf einer größeren Fläche als gewohnt und voll prominent zwischen den Ständen von Yamaha und KTM sowie Husqvarna in Halle 4. Sportbikes wie die Suzuki GSXR in seltener Barry Sheen- Lackierung und die schon als Vintage-Racer zu betrachtende Honda SP2 thronten neben einer smooth gestylten Yamaha XZ550 und einem wilden Streetfighter aus der guten alten Zeit des Straßenkämpfertums. Die Gilde der Cafe Racer vertrat eine exzellent aufgebaute Güllepumpe, also eine Honda CX500. Einige BMW-Umbauten bereicherten ebenso die Show. Besondere Attraktion war die Kawasaki Z1000, bestückt mit einem aufwendigen Turbolader.

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Modellvielfalt lockte die Fans zum Aufsitzen

Zu den Höhepunkten der Messe gehörte auch die Europa-Premiere des neuen Zero-Elektromotorrades und die Deutschlandpremiere der 90.000 Euro teuren Ducati „Superleggera V4“. Beide Bikes entwickelten sich zu dicht umlagerten Publikumsmagneten. Auch die neue BMW R 18 mit einem 1,8 Liter Boxermotor interessierte besonders viele Fans. Kawasaki und Honda stellte sein riesiges Aufgebot an Serienkrädern zum Anfassen und Aufsitzen zur Verfügung. Harley Davidson bot erneut sein hausinternes Showprogramm mit hübschen Mädels zwischen seinen neuesten Modellen.

Insgesamt lag der Besuch wegen der Diskussion um die Infektionswelle etwa 28 Prozent unter den Vorjahren. Insgesamt kamen rund 70.000 Zweiradfans zum Start in die neue Saison. Die MOTORRÄDER DORTMUND 2021 öffnet vom 4. bis zum 7. März 2021 ihre Pforten. Hier findest du weitere Infos zur MOTORRÄDER DORTMUND 2021.

(Titelbild: TWIN Veranstaltungs GmbH)

Autor

sabinewelte

SABINEWELTE

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Bericht vom 10.03.2020 | 3.076 Aufrufe

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