INTERMOT 2026 abgesagt - Neuer Termin im Februar 2027

Branche steht geschlossen hinter dem Neustart

Keine INTERMOT 2026: Die Motorradmesse wird auf Februar 2027 verschoben. IVM und Koelnmesse setzen auf einen Neustart zum Saisonbeginn. Zahlreiche Hersteller wie BMW, Honda und Yamaha bekennen sich klar zur INTERMOT 2027 und unterstützen die strategische Neuausrichtung der zentralen Motorradmesse in Deutschland.

Die INTERMOT wird 2026 nicht stattfinden. IVM und Koelnmesse verschieben die Motorradmesse bewusst auf Februar 2027 – mit klarer strategischer Neuausrichtung und breitem Rückhalt der Branche.


INTERMOT 2027: Neuer Termin zum Saisonstart

Nach dem Beschluss der außerordentlichen Mitgliederversammlung des IVM vom 10. Februar 2026 wird die INTERMOT künftig deutlich früher im Jahr ausgetragen. Der neue Termin ist vom 12. bis 14. Februar 2027 in Köln. IVM und Koelnmesse positionieren die INTERMOT damit als zentrale Leitmesse der Motorradbranche in Deutschland. Ziel sei es, die Veranstaltung wieder zu einem Fixstern für Industrie, Handel und Community zu machen.


Der neue Februar-Termin solle die Rolle als Saisonauftakt zusätzlich stärken. Gerade in einer Phase, in der Kaufentscheidungen vorbereitet werden, sollen Neuheiten, Trends und Produktvielfalt gebündelt präsentiert werden.


Klare Bekenntnisse aus der Industrie

Die Entscheidung werde von zahlreichen Herstellern und Branchenvertretern ausdrücklich unterstützt. Mike Sommer, Leiter BMW Motorrad Deutschland und IVM-Präsident, betont: "Deutschland braucht eine starke, überregionale Motorradmesse." Er sei überzeugt, dass die INTERMOT mit dem neuen Termin und der geplanten Vergrößerung von zwei auf vier Hallen wieder zur Leitmesse werden könne. BMW Motorrad werde selbstverständlich teilnehmen.


Auch Honda stellt sich hinter den Neustart. Albert Erlacher, Head of Motorcycles bei Honda, erklärt, dass die Branche gerade jetzt einen gemeinsamen, starken Auftritt brauche. Der Neuanfang im Frühjahr biete die Chance, die gesamte Branche frühzeitig zum Saisonstart zusammenzubringen und geschlossen zu zeigen, wofür Motorradfahren heute stehe - als Kultur, Wirtschaftsfaktor und Mobilitätsform der Zukunft.


Marcel Driessen, Country Manager Deutschland bei Yamaha Motor Europe und IVM-Vizepräsident, unterstreicht, dass eine zentrale Branchenmesse im Frühjahr für Planungssicherheit sorge und der Community ein verlässliches Highlight zum richtigen Zeitpunkt biete.


INTERMOT als Plattform für Dialog und Netzwerk

Auch Royal Enfield sehe in der INTERMOT mehr als eine Produktschau. Edgar Kleinbergen, Country Manager DACH, bezeichnet die Messe als Kompass und Impulsgeber der Motorradwelt. Sie verbinde technische Exzellenz mit den Bedürfnissen der Community.


Die 2Ride Germany unterstütze die INTERMOT als verbandseigene Plattform der deutschen Motorradindustrie. Mit der Verlegung in den Februar, dem geänderten Format und der gezielten Einbindung des Fachhandels werde eine größtmögliche Schnittmenge für unterschiedliche Ausstellerbedürfnisse geschaffen.


Stadler Motorradbekleidung begrüße die Neuausrichtung ebenfalls und kündige die Teilnahme für 2027 an.


Elektromobilität und Zubehör klar eingebunden

Aus Sicht der Elektromobilität betont Zero Motorcycles die Bedeutung des Live-Erlebnisses. Ralf Czaplinski, Country Manager DACH sowie Zentral- und Osteuropa, erklärt, dass eine zentrale Motorradmesse in Deutschland unverzichtbar bleibe. Persönliche Begegnung und Live-Präsentation ließen sich digital nicht ersetzen. Auch Pirelli, Motul und HOREX unterstützen die strategische Entscheidung. Martin Schaumlöffel von Pirelli spricht von einem schlüssigen Plan und dem richtigen Zeitpunkt direkt vor der Saison. Motul sehe in der Positionierung als Netzwerkbühne auch klare geschäftliche Vorteile im B2B-Bereich.


HOREX-CEO Karsten Jerschke betont, dass die zentrale Messe in Köln die wirtschaftliche Bedeutung des deutschen Motorradmarkts sichtbar mache und damit auch ein Signal Richtung Gesellschaft und Politik sende.


IVM und Koelnmesse setzen auf Leitmesse-Charakter

Uwe Seitz, neuer Hauptgeschäftsführer des IVM, spricht von einem starken Votum für eine große zentrale Motorradmesse. Der große Zuspruch von Herstellern und Zubehör-Anbietern zeige, wie wichtig eine solche Plattform für den wirtschaftlich bedeutsamen deutschen Motorradmarkt sei. Der Industrie-Verband Motorrad Deutschland e. V. repräsentiert nach eigenen Angaben über 95 Prozent des deutschen Motorradmarktes. Das geschlossene Bekenntnis von Verband und Branche sende ein klares Signal in den Markt.


Auch Oliver Frese, Geschäftsführer der Koelnmesse, beschreibt die INTERMOT als emotionales Zentrum und wirtschaftliche Plattform der Motorradbranche in Deutschland. Mit der neuen Terminierung werde bewusst ein strategisches Signal gesetzt.


Oliver Frese, Geschäftsführer der Koelnmesse
Oliver Frese, Geschäftsführer der Koelnmesse

Als Saison-Opener im Februar 2027 wolle die INTERMOT Sichtbarkeit, Orientierung und Marktimpulse schaffen - und damit ihre Rolle als zentrale Motorradmesse in Deutschland festigen.


Bericht vom 12.02.2026 | 6.149 Aufrufe

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