SAFEBIKE URBAN Wien 2017

SAFEBIKE URBAN Wien 2017

Fahrsicherheitstraining mit den Vienna Streetrockaz

In einer Großstadt kann man nicht Motorrad fahren? Laut der Stadt Wien eine Lüge. Seit 1998 gibt es die Safebike Wien schon, bei der man inmitten der Bundeshauptstadt auf drei Parcours sein fahrerisches Können auf zwei Rädern verbessern kann. Neben erfahrenen Fahrlehrern standen auch die Vienna Streetrockaz für Tipps und Fragen zur Verfügung.

Alle Teilnehmer wurden in drei Gruppen unterteilt, die dann zeitgleich die drei Parcours gefahren sind und sich nach je 50 Minuten abgewechselt haben. Dass sich die Safebike Urban an jeden Fahrer richtet, merkt man sofort an der Startaufstellung. Chopper, Roller, Naked Bikes, Supermotos und jegliche Form an motorisiertem Zweirad war vertreten. Die gleich genannte Reihenfolge der Übungen ist rein zufällig gewählt und hat sich für jede Gruppe unterschieden.

Blicktechnik und Kurvenfahrt

Wir fahren dorthin, wo wir hinschauen. Ein Satz, den jeder Motorradfahrer und jede Motorradfahrerin schon oft gehört hat. In der Praxis vergisst man das jedoch oft und in Schreckmomenten kann das fatale Folgen nach sich ziehen. Die Lösung: bewusstes Üben. Der Parcours war simpel aufgebaut und kann auf jedem leeren Parkplatz nachgebaut werden. Zwei 180 Grad Kurven, getrennt durch kurze Geraden. Ziel ist es, die Kurve so früh wie möglich zu überblicken und bewusst den Kopf bewegen. Nach nur wenigen Runden lässt sich das Ergebnis sehen. Die Linie wird sauber, Tempo und Schräglage werden durch mehr Sicherheit höher. Jeder Motorradfahrer sollte diese Übung beherrschen, denn wie unser Trainer für diesen Abschnitt gesagt hat: „Ohne der richtigen Blicktechnik brauchen wir erst gar nicht beginnen.“

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Hoher Ehrgeiz im Handling Parcours

Den technisch anspruchsvollsten Part hat der Handling Parcours eingenommen. Aufgebaut aus engen Kurven und verschiedenen Arten an Slaloms, war hier Kontrolle an Kupplung und Gashahn gefragt. Die Stuntfahrer der Vienna Streetrockaz haben gezeigt wie es geht, dann waren wir an der Reihe. Unser Tempo durften wir frei wählen und uns 50 Minuten lang auf dem Hinderniskurs austoben. „In der nächsten Runde kann ich das besser“ war der Ansporn um einen Durchlauf nach dem anderen zu probieren. Die größte Herausforderung: Trial Stops im Slalom. Das bedeutet zum Stillstand kommen, OHNE die Füße auf den Boden zu setzen. Die ersten Fehlversuche sind frustrierend, wenn es dann aber mal klappt, ist das Erfolgsgefühl unbeschreiblich.

Ein bisschen anrauchen muss auch sein

Nicht nur langsam und technisch kann die Safebike Wien, sondern auch schnell. Der ‚Fun Speed‘ Parcours bot eine Gerade mit Geschwindigkeitsmessung und schnelle Wechselkurven. Zum Glück wurden wir immer nach ein paar Runden aufgehalten, sonst wäre der Ehrgeiz eine noch schnellere Rundenzeit aufzustellen ins Unermessliche gegangen. Denn auch auf dieser Station gab es Aufgaben, um unser fahrerisches Können aufzuwerten. Bremsübungen und einhändiges Fahren standen am Programm, damit wir uns und unsere Fahrzeuge besser kennenlernten.

MotoGP Karten für den schnellsten Biker

Zuletzt hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, beim Vmax Limit Testdrive ihr Können unter Beweis zu stellen. Wer den Parcours am schnellsten absolviert, bekommt zwei Karten für das MotoGP Rennen am Red Bull Ring geschenkt. Am Freitag konnte sich Ernst Kofler durchsetzen, am Samstag wurde seine Zeit nochmals von Manfred Bernsteiner unterboten.

Weitere Informationen und alle Teilnehmerbilder findet ihr auf www.motorradreporter.com/safebike.

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Autor

Der Horvath

DER HORVATH

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Bericht vom 12.04.2017 | 947 Aufrufe

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