Vespa World Days 2009

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Bei perfektem Wetter und italienischem Flair fanden mit über 5000 Vespisti und Fans die Vespa World Days statt.
Vespa World Days
DER MYTHOS LEBT EWIG
   
Der Mythos Vespa ist ungebrochen, die Blechvespe ist populärer denn je.
Wenn man zwischen dem 11. und 14. Juni die Gemeinde Zell am See inmitten der Alpen besucht hat, konnte man davon einen bleibenden Eindruck gewinnen. Schon bei der Anreise traf man auf zahlreiche Vespatreiber, zuweilen alleine, meist aber in großen Gruppen. Im neuen Tunnel der Gemeinde konnte man den blauen Dunst der Zweitakter nicht nur riechen, sondern sogar sehen. Nicht nur im Zentrum, wo das eigentliche Treffen stattfand, sondern im ganzen Ort und auf sämtlichen umliegenden Straßen wimmelte es geradezu von den kleinen Rollern aus Italien. Alleine 3100 Fahrer von diversen Clubs waren vorangemeldet, gekommen waren schlussendlich über 5000.
Ein Wahnsinnserfolg für die Organisatoren. Für einen Teil des Erfolgs war vermutlich das größtenteils sehr freundliche Wetter verantwortlich, aber es darauf zu reduzieren wäre nicht nur zu einfach, sondern schlichtweg falsch. Es gibt viel mehr Gründe, warum der Hype um den kleinen Roller mit dem gewissen Etwas immer noch so stark ist. Die Vespa schafft perfekt wie wenige andere Fahrzeuge den Spagat zwischen erschwinglichem Massenprodukt und totalem Kultobjekt.
 

Die World Days sind aus großen Klubtreffen entstanden und somit weit davon entfernt, eine hippe Marketingveranstaltung zu sein.
Daher besteht die überwältigende Mehrheit der Besucher aus enthusiastischen Besitzern meist älterer Modelle, die sich einfach vier Tage austauschen und miteinander feiern wollen. Die andere Seite der Veranstaltung ist der erfolgreiche Versuch, auch ein Publikum jenseits dieser Klubkultur anzulocken, egal ob sie schon Vespa fahren, über den Kauf einer solchen nachdenken, oder sich einfach nur die Show ansehen wollten. So gab es natürlich eine offizielle Abordnung vom heimischen Generalimporteur Faber, der die Marken der Piaggio Gruppe schon seit 1964 ins Land holt und vertreibt. Hier konnte man die neuesten Modelle Probe fahren und sich mit allen möglichen Infos eindecken. Direkt im Ortszentrum, genauer gesagt im Kongresscenter, fand nicht nur die offiziellen Eröffnung statt, es war auch eine kleine aber höchst erlesene Ausstellung zu bewundern. Historische Modelle, darunter auch einige Militärfahrzeuge standen modernen Vespas gegenüber, ganz im Zeichen der Veranstaltung.
 

Highlight der Expo waren drei sehr seltene Renn-Vespas mit einem Gesamtwert von fast 200.000 Euro.
Klarerweise gab es entlang der Hauptstraße auch jede Menge liebevoll restaurierte, umgebaute und teilweise einfach skurrile Fahrzeuge zu bewundern. Zahlreiche Stände, an denen neben Gebraucht- und Tuning-Teilen auch Bekleidung, Literatur und verschiedenste Accessoires angeboten wurden, dürfen auf so einem Treffen natürlich auch nicht fehlen. Die „Vespisti“ sind ein ausgesprochen lustiges, aufgeschlossenes und vor allem buntes Volk. Die durchgehend entspannte Atmosphäre bei bestem Wetter lud überall zum gemütlichen Verweilen bzw Fachsimplen ein und so hatten alle, vom Neuling bis zum langjährigen Veteranen, eine gute Zeit. Das Schöne daran war, dass sich das Publikum durch alle Alter- und Gesellschaftlichen
Schichten zog und trotzdem keine Berührungsängste zu spüren waren. Neben vielen Italienern und Österreicher kamen Menschen aus verschiedensten meist, europäischen Ländern zusammen. Auch von den Einwohnern der, abseits der Hauptsaison eher beschaulichen, Gemeinden Zell am See und Kaprun waren nur Wohlgefallen und positive Reaktionen zu vernehmen. Zwar gab es in der Nacht an der Hauptstraße einen Hauch von GTI-Treffen, als ein paar gutgelaunte Rockabilly-Jungs ihre Hinterreifen unter dem Applaus und Gejohle des begeisterten Publikums verheizten, aber das alles geht auch ohne Alkoholexzesse und Vandalismus. Oder sagen wir es so: Auf den World Days braucht sich niemand zu fürchten, außer davor sich mit dem Vespa-Virus anzustecken.
 
   
Interessante Links: Text: Armin Farkas
Bilder: Armin Farkas

Bericht vom 08.07.2009

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