Held Hot Rock Lederjacke im Praxistest

Die vermutlich letzte Lederjacke, die du dir jemals kaufen wirst.

Helds Hot Rock ist eine sportliche Heritage Lederjacke ohne übertriebenen Schnickschnack, die sowohl auf modernen Naked Bikes als auch auf klassischen Cruisern, Café-Racern, Scramblern & Co. einen schlanken Fuß macht. Ihrem schlichten Design zum Trotz überzeugt sie mit bester Sicherheitsausstattung, guter Passform und hoher Alltagstauglichkeit.

Die aus Rind- und Schafleder gefertigte Jacke verfügt über Sicherheitsnähte, Soft-Protektoren an Schultern und Ellbogen,Vorbereitungen zur Nachrüstung von Brust-, Rippen- und Rückenprotektoren sowie einen Verbindungsreißverschluss aus Metall für kompatible Hosen. Ungeachtet des körperbetonten Schnitts verwöhnt sie mit Lederstretcheinsätzen an Schultern und Innenarm, Spezialstretch seitlich unterhalb der Achseln, einem Softkragen sowie einem einstellbaren Bund.

Breiter Temperaturbereich dank optionaler Clip-In Vest

Für ausreichend Belüftung sorgen innen am Rücken ein atmungsaktives Netzfutter aus Polyester mit 3D-Abstandsgewebe und der als Held ACS (Air-Vent) benutzbare Frontreißverschluss. Außerdem befindet sich vorne an der Brust ein zusätzlicher Belüftungsreißverschluss, der das Kraut aber nicht unbedingt fett macht - so ehrlich muss man sein. Konzeptbedingt ist die Hot Rock weniger gut belüftet als andere Held Lederjacken, die über einen atmungsaktiveren Materialmix und gefinkeltere Belüftungsöffnungen verfügen. Hingegen lässt sich der Wärmefaktor mittels der optional erhältlichen, einzippbaren Thermowesten (Held Clip-In Vests) für höhere Wetterlagen oder winterliche Temperaturen erhöhen.

Stauraum für alles, was man auf Tour gerne direkt bei sich haben möchte

Im Gegensatz zu vielen sportlichen Tourenjacken bietet die Vintage-Jacke mit zwei geräumigen Außentaschen, einer gut erreichbaren Innentasche, einer großen Dokumententasche sowie einer kleinen Brusttasche reichlich Stauraum fürs Handy, die Tschick und das prall gefüllte Geldbörsel.

Die Held Hot Rock kostet 499,95 Euro, ist in zwei Farbvarianten erhältlich und deckt ein breites Größenspektrum von 48 - 60 ab. Hinzu gesellen sich Langgrößen von 98 bis 110.

Held Hot Rock, sportliche Heritage Lederjacke

SicherheitVerbindungsreißverschluss
Soft-Protektoren an Schultern und Ellbogen, zertifiziert nach EN 1621-1
Sicherheitsnähte
Rückenprotektor nachrüstbar, zertifiziert nach EN 1621-2
Rippenprotektorentasche zur nachträglichen Ausrüstung mit Art. 9316
Klett für nachrüstbaren Brustprotektor Chest, zweiteilig Art. 9784
Komfort/AusstattungSoftkragen
Stretcheinsätze am Innenarm
Leder-Stretcheinsätze an Schultern und Innenarm
Atmungsaktives Netzfutter aus Polyester mit 3D-Abstandsgewebe am Rücken
Frontreißverschluss auch als Held ACS (Air-Vent) benutzbar
Dokumententasche
1 zusätzlicher Belüftungsreißverschluss an der Brust
3 Außentaschen
1 Innentasche
MaterialRindleder/Schafleder (Obermaterial), 100% Polyester (Futter)
Farbenschwarz, braun
Größen*48, 50, 52, 54, 56, 58, 60 (Standard) und 98, 102, 106, 110 (Langgrößen)
Listenpreis€ 499,95

* Der Schnitt fällt eher eng aus, weshalb auch der Hersteller eine Nummer größer empfiehlt.

NoPains Fazit zur Hot Rock Lederjacke

Als stolzer Besitzer zweier Held Lederjacken - einer Stint Sport sowie einer Street 3.0 - weiß ich das angenehme und sichere Gefühl einer hochwertigen Motorradlederjacke seit Jahren zu schätzen. Die Kaufentscheidung zugunsten der Hot Rock fiel eher spontan und in erster Linie aus optischen Gründen. Denn einerseits suchte ich eine zeitlose Jacke, die zum puristischen Look meiner Brixton passt, andererseits kann eine alltagstaugliche Jacke mit größeren Taschen, die man in der Stadt auch getrost zu Jeans tragen kann, nie schaden.

Die Hot Rock hält, was sie verspricht und glänzt mit toller Lederqualität, einer soliden Verarbeitung und vielen praktischen Features wie beispielsweise dem einstellbaren Taillenumfang oder den vielen verschließbaren Taschen, in denen auch mein übergroßes Smartphone problemlos Platz findet. Für hochsommerliche Temperaturen ist sie logischerweise nicht das Gelbe vom Ei, denn bei 35 Grad plus kann auch der Air-Vent Reißverschluss nichts mehr ausrichten; auch bei Starkregen gibt es von Held besser geeignete Jacken mit Membrane. Dafür überzeugte die Hot Rock an kühlen Sommertagen wie auch im Frühjahr und Herbst auf ganzer Linie. Selbst an trockenen Wintertagen ließ sie dank der optional erhältlichen einzippbaren Thermoweste keine Wünsche offen.

Wo Licht ist, ist auch Schatten

Allerdings gibt es zwei konkrete Kritikpunkte, denen sich die Lederjacke stellen muss. Kritikpunkt #1 ist die Größenangabe. Die Jacke ist trotz ihrer legeren Optik extrem sportlich geschnitten, weshalb sie wirklich jeder eine Nummer größer bestellen sollte. Wer ohnehin schon zwischen zwei Größen steht oder Interesse an den nachrüstbaren Rücken- bzw. Brustprotektoren hegt, bestellt sie bedenkenlos um zwei Nummern größer. Warum das notwendig ist, wissen wir nicht, denn ansonsten passen die Größenangaben bei den Jacken von Held sehr gut.

Kritikpunkt #2 sind die extrem engen Ärmelabschlüsse. Klar wird das Leder mit der Zeit weicher und anschmiegsamer und es kann auch diverse Vorteile haben - beispielsweise zieht mit kurzen Handschuhen weniger Wind hindurch und die Stulpen sportlicher Lederhandschuhe passen locker darüber. Jedoch war es mir im Speziellen trotz schlanker Handgelenke absolut unmöglich, eine Uhr darunter zu tragen.

Trotz der beiden angesprochenen Eigenheiten würde ich die Hot Rock jederzeit wieder kaufen und kann sie euch gerne weiterempfehlen.

Über 75 Jahre Held

Das deutsche Traditionsunternehmen wurde nach Ende des Zweiten Weltkriegs von Bruno Held und seinem Sohn Edgar gegründet und begann im Jahr 1946 mit der Herstellung von modischen Handschuhen sowie Arbeits- und Autohandschuhen.

Mit der steigenden Popularität des motorisierten Zweirads in den 70er Jahren fokussierte sich Held zunehmend auf Motorradhandschuhe. Außerdem entstanden aus der Zusammenarbeit mit renommierten Rennfahrern erste Modelle für den Motorradrennsport, deren Performance-Eigenschaften sich in den Serienmodellen wiederfanden. Im weiteren Verlauf wurde das Produktportfolio sukzessive über Handschuhe hinaus erweitert.

Heute steht Held mit über 130 Mitarbeitern und mehr als 3.000 Händlern in Europa für qualitativ hochwertige Motorradbekleidung mit kompromissloser Sicherheit und einem breiten Sortiment von Leder- und Textilkombinationen über Motorradjeans, Motorradhandschuhe und Retro-Jacken bis hin zu Funktionsbekleidung, Stiefel und Gepäck.

Bericht vom 23.12.2022 | 4.045 Aufrufe

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