Bell Broozer Modularhelm 2020 im Test

Cooler City-Helm für luftige Tagestouren

Dieses Jahr durften Poky und ich (Horvath) den neuen Bell Broozer ausgiebig testen. Bei zahlreichen Ausfahrten und Testproduktionen sammelten wir Erfahrungen mit dem Modularhelm.

Bell Broozer - vielseitiger Helm für alle Motorräder

Seit Anfang April befindet sich der Bell Broozer in meinem Besitz und schnell kristallisierte er sich als mein Lieblingshelm der Saison 2020 heraus. Mit seinen 1.350 Gramm Gewicht und der kompakten Form passt er fast zu jedem Motorrad und jedem Roller. So kam er unter anderem auf dem Honda SH125i, der Brixton Crossfire 500, oder drei gebrauchten Harley-Davidsons zum Einsatz. Durch seinen modularen Aufbau - man kann ihn als Integral-, oder als Jethelm tragen - ist er recht wandlungsfähig und passt somit gut zu allen Bikes, auf denen man einen coolen Auftritt schätzt. Sein Wohlfühlbereich befindet sich jedoch in der Stadt, bzw. der Landstraße bis Tempo 100. Alles darüber wird ihm doch ein wenig zu viel...

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Luftiger Helm für warme Sommertage

Zwar verfügt der Bell Broozer über einen Lufteinlass am Kinnteil, sowie eine Öffnung auf der Helmoberseite; aufgrund des dünnen abnehmbaren Kinnteils schließt der Helm aber nie wirklich ab. Luft strömt unter dem Kinn direkt in den Helm und sorgt somit stets für gute Belüftung. An heißen Sommertagen perfekt, im kalten Herbstwetter ein wenig frisch. Nachteile bringt das auch, wenn der Broozer auf der Autobahn verwendet wird. Ab 70 km/h machen sich Windgeräusche bemerkbar, bei Autobahntempo wütet ein akustischer Tornado im Broozer. Nimmt man das dem Bell Helm übel? Nein, denn wer einen perfekt abgedämmten Helm sucht, greift nicht zu solch einem Modularhelm. Gesunder Menschenverstand ist hier von Vorteil.

Der Bell Broozer sorgt für Aufsehen

Persönlich ist mir das Outfit am Motorrad sehr wichtig, besonders was den Helm angeht. Klar, Sicherheit steht an erster Stelle, doch Style folgt direkt danach. Auch wenn wir die Sturzeigenschaften glücklicherweise nicht probieren mussten, gehen wir davon aus, dass eine Qualitätsmarke wie Bell hier nichts anbrennen lässt. In Zweiterem, dem Style, macht der Bell Broozer auf jeden Fall alles richtig. Sowohl auf der Straße fängt er viele Blicke und auch in den YouTube Kommentaren kam oft die Frage, um was für einen Helm es sich handle. Meine Version (mit weißem Rahmen um das Visier) hört auf den Namen Bell Broozer Cranium, während Poky sich für die ebenso coole Free Ride Lackierung entschieden hat.

Pokys Fazit zum Bell Broozer

Der Bell Broozer ist ein Preis-Leistungswunder. Nachdem mir der liebe Horvath das meiner Meinung nach leiwandste Design weggeschnappt hat, hab ich mir die Stars and Stripes Lackierung geholt. Glücklicherweise ging der Poker auf und Donald Trump musste sein Präsidentenamt Ende 2020 abgeben, man kann die ur-amerikanischsten Symbole also wieder tragen. Aber ich schweife ab, neben dem coolen Design ist die gelungene Belüftung des Helmes für mich das zweite Highlight des Broozers. Im Sommer ein echter Genuss, müssen im Herbstbetrieb natürlich Abstriche gemacht werden, die Lüftungen am Kinnteil sind nicht verschließbar. Dadurch ergibt sich auch ein konstanter Geräuschpegel, der höher ist, als man es von anderen Helmen gewohnt ist. Für die lange Reise oder rasante Autobahnetappen ist er also nicht geschaffen. Trotzdem hat Bell mit dem Broozer einen Top-Helm auf den Markt gebracht. Der überaus gelungene Mix aus Vielseitigkeit (er bietet eine doppelte Zulassung: als Jet- und Vollvisierhelm!), gutem Aussehen und vernünftigem Preis sucht seines Gleichen.

Horvaths Fazit zum Bell Broozer

Es besteht kein Zweifel: Der Bell Broozer ist mein Helmhighlight der Saison 2020. Vor allem bei kurzen Fahrten in der Stadt fiel die Wahl immer auf den Broozer, der dank seiner angenehmen Passform und dem luftigen Gefühl im Kinnbereich viel Komfort suggerierte. Zusätzlich bietet das Kinnteil im montierten Zustand ein zusätzliches Gefühl der Sicherheit. An heißen Sommertagen es aber aber mit zwei Handgriffen schnell entfernt werden. Für sehr sportliche Einsätze, bzw. lange Reisen wird er wegen der Lärm- und Durchzugseigenschaften nie der Favorit sein. Doch wer einen optisch großartigen Helm für die Stadt und kurze Überlandstrecken, bzw. Touren sucht, sollte den Bell Broozer unbedingt probieren.

Bericht vom 25.11.2020 | 6.541 Aufrufe

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