Yamaha TMAX 2017 Test

Yamaha TMAX 2017 Test

Noch besser! In 3 Varianten

Der Yamaha TMAX ist seit Jahren die Nummer 1. Besser fährt keiner! Nun stellt Yamaha den Großroller mit Motorradgenen in 3 Varianten breiter als bisher auf. NastyNils testet gnadenlos.

Man kennt solche Typen. Sie gewinnen einfach immer und niemand kommt an sie ran. Das verschafft ihnen zwar Respekt, man hat aber trotzdem immer wieder die Hoffnung dass sie dann doch mal einen Fehler machen. So geht es mir als pflichtbewusster Testpilot beim TMAX im Modelljahr 2017. Kaum ein Motorrad oder ein Roller dominiert über einen solch langen Zeitraum ein Segment wie der TMAX. Eigentlich seit es ihn gibt ist er die Nummer 1. Er ist der meistverkaufte Roller im großvolumigen Premiumsegment und fährt auch seit Jahren am besten. Es gibt Roller die bieten mehr Komfort, mehr Stauraum oder einen besseren Preis. Aber wenn es um das Fahrverhalten geht, kann dem TMAX kein anderer Roller das Wasser reichen.

Yamaha TMAX 2017: Leistung und Drehmoment

Das liegt gar nicht so sehr an den nackten Leistungsdaten die im Grunde wenig spektakulär sind. 46 PS und 53 Nm sind schwer in Ordnung aber kein Bestwert. Es ist das hochwertige Chassis welches den TMAX seit Jahren unbesiegbar macht.

Für 2017 geht Yamaha einen schlauen Weg. In jenen Punkten wo der TMAX führend ist, wird nur in feiner Dosierung verbessert. Dort jedoch wo die Mitbewerber die Nase vorne haben, legen sie ordentlich nach.

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An der Ampel 8 Meter vorne: Der neue TMAX

Bleiben wir mal bei den Dingen die vergleichbar mit dem Vorgängermodell sind. Die Motorleistung ist gleich geblieben und auch das Fahrgefühl und das Fahrverhalten sind ähnlich. Die Abstimmung vom Fahrwerk wurde leicht geändert. Was dem TMAX jedoch zu besseren Fahrverleistungen verhilft ist das niedrigere Gewicht. Ganze 9 Kilo wurden eingespart. Beim Ampelstart bedeutet das: Von 0 auf 200 Meter hängt der neue TMAX dem Vorgängermodell 8 Meter um. Weltklasse!

Großes Kino: Gasgriff spricht mit Hinterreifen

Großes Kino ist jedoch der Fortschritt bei der Elektronik. Denn hier wurde viel investiert. Die elektronische YCC-T Drosselklappensteuerung harmoniert mit der Abstimmung des Automatikgetriebes und dem Ansprechverhalten vom Gasgriff schlicht sagenhaft. Es fühlt sich immer natürlich, logisch und harmonisch an wenn die Bits und Bytes berechnen welches Maß an Vortrieb der Mann oder die Frau im Sattel gerade wünscht.

Eigentlich bin ich ja kein großer Fan von diesen „Mode“ Tastern die verschiedene Kennfelder fürs Ansprechverhalten zur Verfügung stellen. Doch hier in dem TMAX macht es Sinn. Im „T“ Modus präsentiert sich das Fahrzeug als tüchtiger Pullunder Träger. Zuverlässig und brav zirkelt er stressfrei durch das hektische Treiben im Morgenverkehr. Das Drehzahlniveau ist niedrig, das Ansprechverhalten überaus zärtlich und zahm. Optimal wenn man verschlafen und ohne viel Ehrgeiz einfach sicher ins Büro kommen möchte.

D-Mode Taster: 2 Charaktere zur Auswahl auf Knopfdruck

Nach Feierabend wechselt man jedoch besser in den „S“ Modus. Dann wirft der TMAX den Pullunder ab und stellt den Stehkragen auf. Das Drehzahlniveau wird höher und das Ansprechverhalten wird direkter. Überholvorgänge gehen nun rasanter und bei holprigen Straßen zickt das wilde Teil dann bei minimalen Bewegungen am Gasgriff auch mal ein wenig rum. Doch das verzeiht man ihm gerne, denn schließlich hat man es ja nicht anders gewollt. Die Schere zwischen pragmatischen Fortbewegungsmittel und Adrenalinscooter gelingt nun dank der Elektronik noch besser. Top Job!

1 Fahrzeug zum Preis von 2

250.000 mal wurde der TMAX bisher verkauft. Und die Zutaten für den Erfolg sind eigentlich einfach. Man nehme den Komfort eines Rollers und stecke diesen in ein hochwertiges Motorradchassis. Heraus kommen quasi 2 Fahrzeuge unter einer Verkleidung. Ein praktischer Scooter und ein schnelles Motorrad. Der einzig echte Kritikpunkt am TMAX 2017 setzt aber auch genau hier an. Zum Preis vom TMAX könnte man sich auch eine MT-07 und einen X-MAX 300 kaufen. Doch vermutlich wird der für einen Roller üppige Preis auch 2017 kein Hindernis für den Erfolg sein. Denn der TMAX fährt phantastisch und wurde genau dort besser wo es bisher Anlass zur Kritik gab.

Der Stauraum am neuen TMAX ist größer geworden und nun passen 2 Jethelme oder ein großer Vollvisierhelm plus kleine Tasche unter die Sitzbank. Ein Blick in die 1000PS Gebrauchtbörse verrät auch, dass TMAX Modelle immer sehr begehrt sind und einen stabilen Werterhalt haben.

TMAX 2017: Mit Traktionskontrolle

Klar wurden auch viele mechanische Details am TMAX 2017 verbessert. Die Schwinge ist etwas länger und das Chassis aus Alu wurde leichter. Daher beschleunigt der TMAX nun auch schneller und fühlt sich einen Ticken quirliger an. Doch in der Praxis erfreut man sich am meisten an dem Fortschritt in der Elektronik. Die elektronische Drosseklappensteuerung ermöglicht nun den Einsatz von einer modernen Traktionskontrolle. Bei nassem Kopfsteinpflaster kann man sich der Unterstützung der TCS sicher sein. Dabei ist das System kein simpler „On / Off“ Schalter am Motor. Die Regelung der Traktionskontrolle ist butterweich. Wird eine Drehzahldifferenz zwischen Vorder- und Hinterrad festgestellt werden sanft Zündzeitpunkt, die Kraftstoffeinspritzmenge und die Drosselklappenöffnung angepasst.

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My TMAX Connect App

Fahrer des TMAX SX - und auch des TMAX DX - werden die ersten Yamaha Kunden sein, die über die My TMAX Connect App Zugang zur vernetzten Welt haben. Mit der Smartphone-App hat der Fahrer oder die Fahrerin Zugriff auf viele Daten seines SX oder DX, einschließlich einer Trackingfunktion - dank des integrierten GPS-Systems - sowie einer fernbedienten Hup- und Blinkfunktion, Batterieentladungswarnung, Geschwindigkeitswarnung, Geofence und Fahrtenschreiber. Mittels Geofence kann man quasi einen virtuellen Zaun um seinen TMAX legen. Beim Verlassen dieses definierten Bereiches bekommt man eine Mitteilung auf die Connect App.

Yamaha TMAX 2017: Mit GPS Tracking und Diebstahlschutz

Wird das Fahrzeug gestohlen, wird sofort die Vodafone Zentrale informiert. Dort kümmert man sich um die Abwicklung mit der Polizei und gibt den Standort vom Fahrzeug an die lokale Polizei weiter. Das System funktioniert in 44 Ländern. In einigen Ländern profitieren Kunden dank der TMAX Connect App von günstigeren Versicherungstarifen.

Mit dem elektronischen Fahrtenbuch hat man eine weitere herrliche Spielerei am Smartphone mit der man sich im Wartezimmer beim Arzt die Zeit vertreiben kann. Wirklich notwendig und sinnvoll wirkte die App auf mich jedoch nicht. Der Diebstahlschutz in dieser Form ist aber die einzig echte wirksame Waffe gegen Motorraddiebe und wird in der Praxis bestimmt zu herzerwärmenden Verhaftungen von Motorraddieben führen.

Preis Yamaha TMAX 2017

Insgesamt blieb der neue TMAX seiner Linie treu und ist ein grandioser Nachfolger einer sagenhaft erfolgreichen Modelllinie geworden. Als kritischer Reporter hat man hier jedoch einen schweren Job. Die Techniker und Produktplaner haben ein phantastisches Produkt hingestellt. Man kann, wenn man möchte, am Preis rumnörgeln - am Produkt selbst wird man keine Schwächen entdecken. In Deutschland kostet der Roller in der Topausstattung „DX“ 13.195 Euro. In Österreich kommt hier leider noch in Top die NOVA ans Finanzministerium dazu und man bezahlt 14.699 Euro. In der Schweiz beträgt der Preis vom Topmodell 14.490 CHF. Hier aktuelle Preise von Händlern für gebrauchte und neue TMAX Modelle.

Video Yamaha TMAX 2017

Das Testvideo aus Kapstadt geht am Freitag den 10. März um 20 Uhr auf 1000PS TV online.

Fazit: Yamaha TMAX

Der Yamaha TMAX ist auch 2017 eine pfeilschnelle Fahrmaschine. Er blieb seiner Linie treu und bietet Motorradfahrleistungen mit Scooterkomfort. Im aktuellen Jahrgang hat er nun endlich mehr Stauraum. Die Antriebseinheit wurde mit viel Elektronik aufgemöbelt und fühlt sich phantastisch an. Ein echtes Topprodukt zum Premiumpreis.

1
Vorteile
  • tolle Bremsen
  • hochwertiges Chassis ermöglicht hohen Speed auch bei schlechtem Asphalt
  • tolle Motor mit super abgestimmter Elektronik für Einspritzung und Getriebe
  • hochwertige Verarbeitung
1
Nachteile
  • hoher Preis
  • etwas fummeliges Staufach in der Frontverkleidung

Fazit: Yamaha TMAX SX

Der Yamaha TMAX ist auch 2017 eine pfeilschnelle Fahrmaschine. Er blieb seiner Linie treu und bietet Motorradfahrleistungen mit Scooterkomfort. Im aktuellen Jahrgang hat er nun endlich mehr Stauraum. Die Antriebseinheit wurde mit viel Elektronik aufgemöbelt und fühlt sich phantastisch an. Ein echtes Topprodukt zum Premiumpreis.

1
Vorteile
  • tolle Bremsen
  • hochwertiges Chassis ermöglicht hohen Speed auch bei schlechtem Asphalt
  • tolle Motor mit super abgestimmter Elektronik für Einspritzung und Getriebe
  • hochwertige Verarbeitung
1
Nachteile
  • hoher Preis
  • etwas fummeliges Staufach in der Frontverkleidung

Fazit: Yamaha TMAX DX

Der Yamaha TMAX ist auch 2017 eine pfeilschnelle Fahrmaschine. Er blieb seiner Linie treu und bietet Motorradfahrleistungen mit Scooterkomfort. Im aktuellen Jahrgang hat er nun endlich mehr Stauraum. Die Antriebseinheit wurde mit viel Elektronik aufgemöbelt und fühlt sich phantastisch an. Ein echtes Topprodukt zum Premiumpreis.

1
Vorteile
  • tolle Bremsen
  • hochwertiges Chassis ermöglicht hohen Speed auch bei schlechtem Asphalt
  • tolle Motor mit super abgestimmter Elektronik für Einspritzung und Getriebe
  • hochwertige Verarbeitung
1
Nachteile
  • hoher Preis
  • etwas fummeliges Staufach in der Frontverkleidung

Bericht vom 04.03.2017 | 62.163 Aufrufe

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