Zonko auf VanVan 125

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Suzuki VanVan 125

Freunde, ich bin einfach ein echter Fan von Suzukis VanVan. Würde ich nur einen B-111-Führerschein besitzen, käme für mich kein anderes Gerät in Frage als die Tschewaberl-Rakete mit den dicken Reifen. Aber auch als Begünstigter, der die stärksten und schärfsten Maschinen der Welt reiten darf, fasziniert mich das VanVan.
 
Ich bin überzeugt, dass es zuallererst und auch letztenendes eine reine Frage der Emotion ist (entweder es funkt oder es funkt nicht) und möchte den wahren Grund der Liebe keinesfalls hinterfragen (das bringt original null), aber natürlich findet man starke Argumente, die in der Welt des Rationalen einen Sinn haben. Das rund 3.000,- Euro günstige VanVan leistet 12 PS und bringt es auf 110 km/h auf der Uhr. Durch die perfekt abgestimmte Einspritzung genehmigt sich der extrem ausgereifte und zuverlässige Motor weniger als drei Liter Sprit (!) auf 100 km. Es ist ein Traum, wenn man nach 170 km nur fünf Liter einfüllen muss, obwohl man den Motor alles andere als geschont hat.

Gut ist auch, dass man an der Ampel alle 125er Roller staubt, weil das top ausgelegte 6-Gang Getriebe keine Leistung verschenkt. Tausenderfahrer werden darüber nur milde lächeln, aber man kann es ruhig glauben: In der Achtelliterklasse herrscht in der Stadt ein echter Konkurrenzkampf. Weltklasse am VanVan finde ich auch das Handling (die Walzen sind zwar breit, haben aber eine starke Wölbung – dadurch fällt die Maschine spielerisch in Schräglage) und das breite Einsatzgebiet.

Vollkommen egal, wo man mit dem VanVan angreift, man wird sehr gut zurecht kommen und abgesehen von der Motorleistung (12 PS sind zum Beispiel für die Bezwingung der Erzberges zuwenig, und am Slovakiaring werden die Racer das VanVan wie einen Reifenstapel niederführen) keine Abstriche in Kauf nehmen müssen. Für die Datenfreaks kann man Folgendes auflisten: 125 Kubik Einzylinder, 12 PS, 128 kg, 100 km/h Topspeed, Sitzhöhe 770 mm, 180er Walze hinten. Mehr muss man nicht wissen. Ich liebe das VanVan.
 
Mein Freund Franz Kupalsky, der schlechteste Tenorhornspieler der Welt, hat über das VanVan ein Lied geschrieben, das ich euch nicht vorenthalten möchte:

Also sprach Suzuki-san:
„VanVan! VanVan! VanVan!“

„In diesen Höllentiefen hier
formen wir ein Eisentier,
dessen Drang so mächtig ist,
dass die Erdenkruste bricht.
Wir wollen nicht mit Leistung sparen,
das Tier soll auch durch Mauern fahren.
Es wird die Welt sich unterwerfen
und der Menschen Demut schärfen.
Selbst die Mutigsten der Helden,
die sich stets freiwillig melden,
laufen, um sich zu verstecken
hinter dichten Gartenhecken!“

Also sprach Suzuki-san:
„VanVan! VanVan! VanVan!

Es weicht die Angst dem Fahrgefühl,
fesches VanVan kann sehr viel.
Unbeschwert mit Leichtigkeit
man durch das Gemüse eilt.
Der dicke Stollenbock im Heck
haut den Schotter mächtig weg.
Tiefer Schwerpunkt, kein Gewicht,
VanVan fährt wie ein Gedicht.
Allerdings, es sei gesagt,
wer sich damit zum Erzberg wagt,
wird fürchterlich zugrunde geh‘n
und das Ziel bestimmt nicht seh‘n.

Also sprach Suzuki-san:
„VanVan! VanVan! VanVan!“

VanVan spricht mit heisrer Stimme:
„Ich bin allround im besten Sinne.
Schotter, Asphalt, Stadt und Ring,
ich immer voll die Leistung bring‘.
Ich kann burnen, schleifen, sliden,
die ganze Welt kann ich dir zeigen!
In mir wohnt die Energie,
leg mich um jetzt bis aufs Knie!“
Man weiß nie, ob man dann stürzt,
die Spannung wird mit Facts gewürzt:
12 PS und Stahlrohrrahmen,
tiefer Sitz, passt auch für Damen,
Scheibe vorne, Trommel hinten,
Hugo Gold wird Frieden finden,
Eins-Zwei-Acht ist das Gewicht,
federleicht, das spürt man nicht.
Wunderbar das Federbein,
spricht fein an, so soll es sein.
Motor wird voll eingespritzt,
was der Reichweite dann nützt.
Verbrauch ist nieder, ist ein Traum,
belastet Omas Erbe kaum.
Und wenn sich auch das Radar wundert:
VanVan schafft die vollen Hundert.

Also sprach Suzuki-san:
„VanVan! VanVan! VanVan!“

Der Reiter spürt die Euphorie,
VanVan fährt sich gut am Knie!
Hält die Spur, auch wenn es schleift,
VanVan ist sehr ausgereift.
Allerdings, welch Ironie,
Kevins Gott, den sieht man nie.
Er hat es sicher gut gemeint:
„Gebremst wird erst, wenn Gott erscheint!“
Doch für Schwantzens Ankerwerfen
müsste man den Motor schärfen.
Allerdings, das tauget sehr,
das Triebwerk schafft den Weg zum Meer,
wo es so oft Tschewaberln gibt,
bis man auf der Söhnle siegt.

Also sprach Suzuki-san:
„VanVan! VanVan! VanVan!“

Dort, wo sich das Zentrum ballt,
VanVan um die Ecken knallt.
Alles steht und hupt im Stau,
VanVan richtet punktgenau.
Volle fesch und elegant
werden alle hergebrannt.
Der Gaul, der eine Kutsche zieht,
plötzlich Richtung Oper flieht.
Inspektor pfeift, weil er bewundert,
wie VanVan durch die City flundert.
Ja, Parlament, wer steht denn da?
Suzuki-san mit Kamera!
Das Ende des Tests und auch der Worte
beschließt dann eine Sachertorte.

Bis bald!
Lg Zonko
 

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Text: 1000ps
Fotos:
Suzuki

Bericht vom 24.07.2014 | 29.230 Aufrufe

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