Honda NC750X DCT 2014

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Die praktische Einsteiger-Enduro Honda NC750X präsentiert sich runderneuert.
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Honda NC750X DCT - Die klügere Automatik.

 

Mit der NC700X brachte Honda vor zwei Jahren ein ernsthaftes Reisemotorrad in der erschwinglichen Einsteigerklasse. Nun steht die Nachfolgerin NC750X in den Startlöchern: Mehr Hubraum, mehr Leistung, mehr Drehmoment. Und dank des automatisierten Doppelkupplungsgetriebes DCT auch mehr Komfort und Spaß.

 
Manche Motorradhersteller haben es leicht, kommen für die heurige Saison etwa zwei Neuheiten auf den Markt, werden diese beiden bei Pressevorstellungen präsentiert, bei wenig Budget eventuell nur ein Modell. Andere Hersteller haben es noch leichter, kommen für die heurige Saison keine Neuheiten, werden eben auch keine Neuheiten präsentiert und der Hersteller kann seelenruhig auf´s Sterben warten. Was aber ist bloß mit Honda los? Niemand hätte gedacht, dass nach dem Neuheiten-Feuerwerk 2013 nochmals eine solche Modellflut auf uns hereinbrechen würde. Und doch tut sie es, mehr als ein Dutzend neue Hondas betritt 2014 die Showbühne. http://www.motorrad-bilder.at/slideshows/291/010739/honda_nc750x_dct_details_13.jpg

Honda NC750X DCT Action Bildergalerie (58 Fotos) - hier klicken!


Da ist es für die Marketingabteilung natürlich schwierig, zu entscheiden, welche Modelle die Ehre haben sollen, eine eigene Präsentation zu bekommen - alle zu präsentieren, würde wohl selbst den Rahmen eines Bigplayers wie Honda sprengen. Wie erwartet, konzentriert man sich bei Honda nach wie vor auf das Einsteiger-Segment und da geigen die Japaner mit ihrer NC-Linie besonders groß auf. Ein überaus praktisches Modell dieser NC-Familie ist die NC750X, die nun in Griechenland in der Umgebung von Athen gleichzeitig mit dem Integra-Roller, mit dem sich ale NCs das Chassis und den Motor teilen, präsentiert wurde.

Die NC750X hat aber weder optisch noch fahrtechnisch etwas mit einem Roller zu tun sondern präsentiert sich so wie die Vorgängerin NC700X als waschechtes Motorrad, das sich mit seiner Enduro-Optik und dem dadurch guten Windschutz auch für weitere Strecken eignet. Gleich vorweg, die Enduro-Optik ist immer noch ein Schmäh, im Gelände sollte man von der NC750X nicht allzu viel erwarten, außer Schotterstraßen empfehle ich keine Offroad-Abenteuer. Allerdings ist es ein ganz guter Schmäh, die vergelichsweise solide Verarbeitung entspricht der rustikalen Optik und verspricht eine lange Lebensdauer.

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Das tut auch das Triebwerk, da das Drehzahllimit bereits bei 6500 Touren erreicht sind, ist Stress durch hohe Drehzahlen kein Thema. Ein kleiner Unterschied zur Vorgängerin ist dennoch spürbar, durch die Hubraumerweiterung von 670 auf 745 Kubik steigt auch gleich die Leistung von 48 PS bzw. 52 PS auf 55 PS bei 6250 Touren (die NC750X wird es anders als die NC700X nur noch in einer Leistungsstufe geben) und das Drehmoment steigt auf ordentliche 68 Newtonmeter bei nur 4750 Umdrehungen. Damit legt der Punch von weit unten noch ein wenig zu und unterstreicht die gemütliche, souveräne Art des Parallel-Zweizylinders. http://www.motorrad-bilder.at/slideshows/291/010739/honda_nc750x_dct_details_16.jpg

Honda NC750X DCT Details Bildergalerie (26 Fotos) - hier klicken!


Klugerweise präsentiert Honda die NC750X gleich als DCT-Version, also mit einem automatisierten Doppelkupplungs-Getriebe, das den schmalen Drehzahlbereich des Motors vergessen lässt und den traktormäßigen Antritt herausstreicht: Fährt man die NC750X DCT nämlich in einem der beiden Automatik-Modi (D für normale und sparsame Fahrweise, S für etwas höheres Drehen, späteres Schalten und somit mehr Sportlichkeit) werden die Gänge stets im genau passenden Drehzahlbereich gewechselt und man schont nicht nur Nerven sondern wegen der fehlenden Kupplungs- und Schaltarbeit auch die linken Gliedmaßen.

Für mehr Dynamik kann man dank des ausgeklügelten Systems auch in einen manuellen Modus wechseln, der zwar weiterhin das Kuppeln erspart, die Gänge aber erst auf direkten Befehl des Fahrers per Schalttasten am linken Lenker wechselt. Damit kann man das Drehzahlband bis zum Begrenzer nutzen und wenn man unbedingt will, die NC750X DCT auch in diesen rattern lassen, wirklich sinnvoll ist das aber nicht. Vor allem deshalb, weil das System nicht blitzartig agiert und man ständig den Drehzahlmesser im Auge behalten sollte, um dann bei 6000 Touren den Knopf zu drücken - damit der Schaltvorgang schließlich bei 6500 Umdrehungen vollzogen wird. http://www.motorrad-bilder.at/slideshows/291/010738/honda_nc750x_dct_26.jpg

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Die robuste Enduro-Optik sorgt für guten Windschutz und viel Komfort, ins Gelände will die NC750X DCT aber nicht unbedingt. Die Armaturen sind schlicht, nicht schlecht! Und dadurch sehr funktionell und gut ablesbar. Eine Ganganzeige ist nun immer dabei.
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Der Motor dreht zwar nur bis 6500 Touren, das DCT schaltet aber ohnehin immer rechtzeitig. Der Fahrer kann zusätzlich manuell eingreifen - irgendwie cool..

Glücklicherweise hat das System aber noch eine vierte Option in Petto, die zumindest für mich persönlich die beste Lösung darstellt: Man stellt das Getriebe auf den Automatik-Modus S und greift vor Kurven in das Geschehen ein, indem man manuell einen Gang herunter schaltet - das geht nämlich auch. Damit nutzt man wie gewohnt die Motorbremse und dreht am Kurvenausgang einfach am Gasgriff, ohne sich über Kupplung, Schalthebel oder Begrenzer Gedanken machen zu müssen. http://www.motorrad-bilder.at/slideshows/291/010739/honda_nc750x_dct_details_23.jpg

Gute Einstiegsdroge für Anfänger.


Ebenso unkompliziert gibt sich die NC750X DCT in Sachen Ergonomie, man sitzt gemütlich aufrecht auf einem gut gepolsterten Sattel, hält einen angenehm hohen und breiten Lenker in Händen und blickt auf geradlinig unaufgeregte, dafür gut ablesbare und komplette Armaturen. Beim neuen Modell hat man nun auch bei der Version mit herkömmlichem Schaltgetriebe das Vergnügen, die Gänge im Display angezeigt zu bekommen - beim DCT-Modell im Automatik-Modus natürlich nicht wirklich wichtig aber durchaus informativ.

Ebenso standfest und zuverlässig wie bei der Vorgängerin agiert die, serienmäßig mit ABS bestückte Bremsanlage, zwar werkt an der Front nur eine 320er-Scheibe, die gibt sich aber große Mühe und verzögert anständig ohne zu ruppig oder brachial aufzutreten - immerhin soll die NC750X vorrangig Einsteiger und Aufsteiger ansprechen. Auch das geniale Fach vor dem Fahrersitz wurde beibehalten, durch die starke Neigung des Motors nach vorne bleibt darüber eben so viel Platz, dass sogar ein Integralhelm untergebracht werden kann. http://www.motorrad-bilder.at/slideshows/291/010739/honda_nc750x_dct_details_15.jpg

Fazit
Die NC750X mit herkömmlichem Schaltgetriebe ist gewiss ein gutes Motorrad mit genial praktischen Gimmicks wie das geräumige Fach anstelle des Tanks. Damit alleine kann sie aber nur schwer gegen die Konkurrenz antreten, vor allem aus den eigenen Reihen erwächst der NC750X mit der CB500X eine harte Konkurrenz, die ähnlich gut aussieht, einen spritzigeren Motor besitzt und zudem auch noch weniger kostet. Die NC750X mit dem automatisierten DCT ist allerdings einmalig: Ein langstreckentaugliches und gleichzeitig sparsames Motorrad mit Doppelkupplungsgetriebe samt Vollautomatik-Funktion zu diesem Preis findet man sonst nirgendwo.
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Interessante Links:

Text: Vauli
Fotos:
Honda

Fazit: Honda NC750X

Die NC750X mit herkömmlichem Schaltgetriebe ist gewiss ein gutes Motorrad mit genial praktischen Gimmicks wie das geräumige Fach anstelle des Tanks.


  • Solide Verarbeitung
  • rustikale Optik
  • aufrechte Sitzhaltung
  • gepolsterter Sattel
  • sanfte Bremsanlage.
  • Hohe Konkurrenz
  • relativ teuer.

Bericht vom 14.02.2014 | 76.183 Aufrufe

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