KTM SMR 450

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KTM SMR 2010 - edle Supermoto im Racing Trimm im Vergleich mit SMR. Actionvideo!

 

KTM SMR 450 vs. SMR 450

Serien SMR und highend SMR aus dem Österreichischen Intercup - wir treffen uns mit Hannes Maier auf der ActionRacers Strecke in Bad Fischau. Er schmeißt sich bei gefühlten 90°C ins Leder und zeigt die Unterschiede im Grenzbereich auf.
   
Die sonnig heißen Temperaturen sind nicht immer nur leiwand, speziell dann wenn der Chef seinen ranzigen Keiler bei gefühlten 90°C im Schatten auf die staubtrockene Strecke zum SM Test schickt, um selbst seine Hühnerbrust im Forchtensteiner Stausee zu kühlen. Arlo erkennt aber die missliche Lage sofort, und holt sich Hannes Maier um für ihn im Leder zu schwitzen. Hannes Maier ist in der Österreichschen Supermoto Szene schon lange kein Unbekannter mehr, der 24 jährige Oberösterreicher hatte seine ersten Erfolge im RedBull Supermoto Junior Cup 2003 als er den 5 Gesamtrang einfuhr. Im Jahr darauf dominierte er gemeinsam mit Rene Esterbauer den RB Junior Cup, als auch den Junior Eurocup. Es folgen zahlreiche Top Platzierungen in der Österreichischen Meisterschaft in den Klassen S2 und S1. 2010 sieht es so aus, als könnte es für ihn das beste Jahr in der Klasse S1 werden, zur Zeit steht Hannes auf dem 3 Gesamtrang hinter Boslec und Künzel.
 

KTM SMR 450 Video

 
 
Wie schon in den Jahren zuvor tritt Hannes den Kampf gegen die Österreichische Supermoto Elite, auf einer KTM SMR 450 an. Die reinrassige Supermoto Rennmaschine ist nun bereits seit 2004 fester Bestandteil im Programm der Mattighofener Modellpalette. Zahlreiche Nationale und internationale wie auch Weltmeistertitel gehen auf das Konto der SMR. In der nun bereits siebten Auflage der hat sie kein bisschen an Renntauglichkeit eingebüßt, und ist wie der KTM Slogan beschreibt "Ready to Race". Kein Dekagramm auf der SMR scheint zuviel oder zu wenig, jedes einzelne Detail dient dazu um die SMR noch etwas schneller zu machen, und aus jeder Runde noch ein paar Zehntel rauszuquetschen. Wichtigstes Element der SMR sind natürlich die Felgen, im Gegensatz zu früheren Modellen, sind vorne nun 3,5x16,5 Zoll verbaut. Die Änderung von 17 auf 16,5 Zoll hatte zwei Gründe, zum einen bieten die meisten Hersteller ihre besten Rennreifen nur mehr in dieser Größe an, zum anderen wird durch den kleineren Durchmesser der Felge auch der Querschnitt des Reifens erhöht. Das bringt auf schnellen und holprigen Strecken mehr Ruhe ins Fahrwerk. An der Hinterachse ist weiterhin eine 17 Zoll und fünf Zoll breite Felge verbaut.

Ein weiteres wichtiges Detail an der SMR ist die Bremsanlage. Zur Verzögerung des Hinterrades reicht die Einkolben Bremsanlage die auch auf den Moto Cross und Enduro Modellen von KTM verbaut ist. Um das Vorderrad im Zaum zu halten, verbaut KTM eine schwimmend gelagerte 310mm Bremsscheibe die zwischen vier Kolben läuft. Gehalten werden die vier Kolben von einem Bremssattel der radial mit der Gabel verschraubt ist. Während die hintere Bremsanlage in Italien von Brembo gefertigt wird, kommt die vordere Anlage aus dem 

deutschen Hause Magura. Zusammengedrückt werden die vier Kolben, durch die Betätigung von einer radialen 12mm Bremspumpe, die ebenfalls Magura liefert.
 
 

Ein entscheidender Vorteil von KTM im MX oder Enduro Bereich ist definitiv der E-Starter. Der findet sich auch in dem Wettbewerbsmodell SMR 450 wieder. Die Vorteile des elektronischen Startvorganges liegen klar auf der Hand, einerseits sparen Profifaulsäcke wie arlo beim Start wertvolle Energie durch den einfachen Drucker aufs Knopferl, andererseits ist man im Falle eines Sturzes bedeutend schneller wieder im Rennen. Der oft bekrittelte Gewichtsnachteil von 2,5 Kg durch E-Starter und Batterie, wird nur von den wenigsten Fahrern überhaupt wahrgenommen.
 

Angetrieben wird die SMR von dem gleichen Aggregat das auch in der 2010er SX-F zum Einsatz kommt. Wer den 450er Motor schon mal fahren durfte, weiß das die Leistung für den SM Einsatz die Bedürfnisse von mind. 97% der Käuferschicht abdecken dürfte. Einen Teil der restlichen 3% trafen wir bei der Actionracers Supermoto Strecke in Bad Fischau. Hannes Maier ist zur Zeit dritter in der S1 ÖM. Damit er mit der österreichischen und deutschen Spitze mithalten kann, hat er seine SMR weiter verfeinert. Gemeinsam mit seinem Mechaniker Dominik Gruber, der auch in der Forschung und Entwicklung bei KTM tätig ist, zeigt uns Hannes welche Unterschiede die Serien SMR zur ÖM SMR aufweist.


Der gravierendste Unterschied von der Stock SMR zum Racingbike sind wohl die Umbauten am Motor. CP Kolben, überarbeitete Zylinder und Kopf, geänderte Nockenwellen, 43 Kehin Vergaser, Plankl Kurbelwelle und Pleuel kosten nicht nur in etwa so viel wie ein russisches Atom U-Boot, sondern bringen in Verbindung mit der Akrapovic Komplettanlage auch deutlich mehr Leistung. Am Prüfstand bringt Maiers SMR einen beachtlichen Leistungszuwachs auf die Walze. Beeindruckend ist aber neben der Leistung auch der Wartungsaufwand für das Racebike, der ist nämlich bei weiten niedriger als man vermutet. Wurden früher Rennmotoren nach jedem Rennen bis auf die letzte Schraube zerlegt und das halbe Innenleben getauscht, reicht heutzutage regelmäßiger Ölwechsel und Ventilspielkontrolle.
Closed Catridge orange eloxiert Serie funkt im Offroad optimal
Aussen viel bling bling, aber richtig teuer wird's erst  im inneren des Motors
Edler Kupplungsdeckel personalisiert die SMR
Unvergleichlich geiler Sound aus den zwei Endtöpfen der Akra
Alu Schnellverschluss Die Sponsoren immer sichtbar
Messerscharfe Bremserei von Magura


Das von Hannes eingesetzte Fahrwerk entspricht manchmal der Serie manchmal aber auch nicht. "Es kommt auf die Strecke an. Bei Rennen mit einem hohen Offroad Anteil komme ich mit dem Serienfahrwerk besser zurechet als mit dem Closed Catridge System das ich bei den anderen Rennen einsetze" so Hannes der selbst als Suspension Techniker bei WP tätig ist.

Abänderungen zur Serie gibt's auch in Sachen Bremserei. Der Vierkolben Bremssattel bleibt zwar Serie, bei der Bremspumpe wurde aber anstatt der 12mm Bremspumpe eine 16mm Bremspumpe verbaut. Verzögert werden übrigens Alpina Felgen, auch das ist ein weiterer Unterschied zur Serie. Grund dafür ist, dass Alpina Schlauchlos Reifen in 5,5 Zoll anbietet, die Serie hingegen fährt mit Schlauch.
 

Um das Bike optisch aufzuwerten wurde dann noch zusätzlich der halbe KTM Powerparts Katalog einmal rauf und runter verbaut. Ölfilterabdeckung, Ölfilterdeckel, Tankdeckel, Kühlerschläuche, Kupplungsdeckel in grellem orange und blau macht zwar nicht wirklich schneller, schaut dafür aber sehr geil aus.

 

Text: arlo
Fotos: arlo

Fazit: KTM 450 SMR

KTM und Enduros - das passt einfach. Die von Hannes Maier eingesetzte Rennmaschine übertrifft die Serienversion noch einmal.


  • Optimales Gewicht
  • starke, effiziente Bremsanlagen
  • viel Leistung
  • niedriger Wartungsaufwand.
  • Racing-Sonderausstattung hat ihren Preis

Bericht vom 09.08.2010 | 71.977 Aufrufe

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