Ducati vor Barcelona: Das Datenblatt ist weiß
Ducati vor Barcelona: Das Datenblatt ist weiß |
Es ist eigentlich beinahe ein weißes Blatt Papier, was Ducati an Renndaten aus dem Vorjahr nach Barcelona mitbringt. Denn Loris Capirossi und Sete Gibernau waren damals in den Massensturz in der ersten Kurve verwickelt, wodurch sich die gesamte Renndistanz des Teams auf mehrere hundert Meter beschränkte. "Deswegen haben wir keine halbwegs aktuellen Reifendaten von dieser Strecke", meint Livio Suppo daher auch. Aber auch wenn er deswegen ein recht mühsames Wochenende erwartet, glaubt er daran, dass seine Fahrer das Beste daraus machen. "Casey hat in Mugello gezeigt, wie gut er unter Druck ist, also kommen wir optimistisch nach Spanien. Loris hat dort vor vier Jahren unser erstes Rennen gewonnen und wir hoffen, dass er mehr Zeit bekommt, um an der neuen Motorspezifikation zu arbeiten, die er in Mugello erstmals eingesetzt hat." Stoner kommt jedenfalls hoch motiviert nach Spanien, da er in Mugello wieder einiges dazugelernt hat und nun einfach nur sein Bestes geben will. Er sagt allerdings auch: "Was passiert, passiert." Denn in Mugello durfte er auch lernen, dass vermeintlich gute Strecken am Ende nur den vierten Platz ausspucken können. Doch nachdem es in dieser Saison bislang gut gelaufen ist, meint er, dass man im Team nun etwas entspannter sei und Vertrauen in seine Fähigkeiten habe. Was ihn nicht so entspannt, ist die Strecke in Barcelona. "Es war eine meiner Lieblingsstrecken, bis man sie neu asphaltiert hat und sie dann etwas rau geworden ist. Da haben die Maschinen dann wirklich verrückt gespielt", sagt er. Denn der neue Belag wurde seiner Meinung nach nicht besonders gut aufgetragen und die Formel 1-Autos täten noch ihr übriges dazu, die Oberfläche schwieriger zu machen. Ganz abgeklungen ist seine Zuneigung zum Circuit de Catalunya aber noch nicht. "Die Strecke ist ziemlich harte Arbeit, sie hat einige gute Punkte und schnelle Kurven. Der erste Sektor ist nicht so schlecht, die meisten fahren dort durch recht ähnlich. Die nächste Sektion ist dann ziemlich schwer, aber es sind die letzten Kurven, die wirklich kritisch sind, vor allem die letzten beiden Rechtskurven. Es ist ein sehr technischer Kurs, also wird er hoffentlich gut für uns", erklärt Stoner. Loris Capirossi hofft hauptsächlich, dass das Wetter gut wird, denn er will weiter an seinem neuen Motor arbeiten. "Die neue Spezifikation funktioniert gut für mich - es gibt eine linearere Kraftentfaltung, was besser für meinen Fahrstil ist. Ich habe mehr Neigungswinkel in den Kurven als die anderen Fahrer, also brauche ich ein etwas besseres Gefühl für den Motor, wenn ich das Gas aus den Kurven hinaus betätige", erzählt der Italiener. Deswegen sieht er sein neues Aggregat auch als Schritt nach vorne, ebenso wie das Chassis, das er in Mugello dabei hatte. "Wir haben mein Gefühl mit der Vorderseite der Maschine verbessert, was für meinen Fahrstil essentiell ist, aber ich brauche in dem Bereich noch Verbesserungen", meint Capirossi. Aber auch wenn noch nicht alles hundertprozentig passt, so freut er sich darauf, wieder ein gutes Wochenende in Barcelona zu haben. Denn im Vorjahr, hatte er schon vor dem Unfall in den Trainings seine Probleme gehabt. "Ich denke aber, dieser Besuch wird ganz anders, ich liebe diese Strecke; hier habe ich 2003 Ducatis ersten Sieg geholt. Es ist ein großartiger Kurs mit vielen langen Kurven, in denen man gute Traktion vom Heck braucht." |
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Bericht vom 05.06.2007 | 1.539 Aufrufe