Enduro ÖM / ÖEC Rohr im Gebirge 2022

Action, Action, Action, mehr geht nicht an einem Rennwochenende

Benni Schöpf zieht weiter voll durch, egal ob technisch anspruchsvoll oder schnell, an den Tiroler kommt momentan keiner heran. Schöpf siegt überlegen.

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Das Mountainenduro in Rohr im Gebirge ist mittlerweile weit über die Grenzen hinaus bekannt. Selbst Teilnehmer bis in den Norden von Deutschland sind angereist, um die einzigartige Landschaft und Strecke 3 Tage lang voll auskosten zu können. Drei Tage deshalb, da schon am Freitag frei trainiert werden kann. Richtig ernst wird es dann aber erst ab Samstag. Aber auch für alle die nicht der Stoppuhr hinterher hecheln, können am Rennwochenende alles raus schwitzen, was sich die letzten Wochen angesammelt hat. Die Location vor Ort ist perfekt für eine solche Veranstaltung. Wie ein kleiner Marktplatz spielt sich alles im Start/Ziel Bereich ab, da wird selbst die öffentliche Straße fast zu Gänze mit eingebunden. Gegenüber dem Festzelt ist sowohl der Start der Sonderprüfung, als auch gleichzeitig der SuperEnduro Track. Eine Schneekanone sorgt mit fein zerstäubten Wasser für die nötige Abkühlung bei den sommerlichen Temperaturen.

Am Samstag war neben dem freien Training auch die Sonderprüfungen auf Zeit zu fahren, um die Startaufstellung für den Rennsonntag zu ermitteln. Zwar ist das nicht so wichtig, da sich das Feld in 4h Renndistanz sowieso aufteilt, aber insgeheim möchte jeder schon mal grob wissen wo er steht. Parallel dazu fanden die Kinderrennen statt um auch den Nachwuchs schön langsam an die Enduroskills heranzuführen. Danach ging es Schlag auf Schlag und das Qualifying für das abendliche Superenduro begann. Pünktlich zu Rennbeginn startete wie schon in Althofen das Lifestreaming des Rennens. Und was da den Zusehen vor Ort und zu Hause geboten wurde, war schon richtig heftig. Bis zur letzten Runde eines jeden Laufes konnte sich der Führende nicht sicher sein, ob er das Rennen nach Hause fahren kann. Extrem spannend, aber auch sehr gefährlich. Die Crashes waren zum Teil schon echt heftig. Selbst der Sieger Benni Schöpf hatte bis zum Schluss Bauchweh bei den Hindernissen die mit einem unglaublichen Tempo übersprungen wurden. Nachlassen kann natürlich auch keiner, da es ja schließlich um ÖM Punkte geht.

Am Sonntag wurde das Starterfeld von gut 350 FahrerInnen wieder in 2 Gruppen geteilt, um Staus bei den schweren Streckenelementen zu vermeiden. Dies hat wieder sehr gut funktioniert. Die Strecke selbst hat knapp 20 km Länge und erstreckt sich über mehrere Täler. Dies macht auch das besondere Flair der Veranstaltung aus. Aufgrund der Länge waren in 4h zwei Runden zu absolvieren. Gespickt mit 2 schweren Elementen und 2 Sonderprüfungen waren hier der Großteil der TeilnehmerInnen sehr gefordert. Lediglich die ÖM Fahrer durften 3 Runden hinlegen. Die schweren Elemente sind gleichzusetzen mit schweren Abschnitten am Erzberg, also nichts für Gelegenheitsfahrer, die Sonderprüfungen waren diesmal auch sehr fordernd. Der technisch schwere HED Test forderte die Masse der Hobbyfahrer, so kam es speziell am Nachmittag leider zu sehr langen Wartezeiten vor der SP, wodurch dann die Renndistanz für einige zu kurz wurde. Auch die schnellere SP im Start/Ziel Bereich war technisch sehr anspruchsvoll. Hier sollte der Veranstalter versuchen, die Sonderprüfungen für alle wieder fahrbarer zu machen. Sonderprüfungen sollten für alle TeilnehmerInnen einfach und flüssig zu befahren sein und den Teilnehmern ein Lächeln auf den Lippen zaubern.

Aber egal wie die Bedingungen auch sind, der gemeine Endurofahrer ist es gewohnt sich anzupassen, und besonders gut kann dies Benni Schöpf. Er fährt momentan in einer eigenen Liga. Denn egal ob im schweren HED Test oder im klassischen Hirter Test, er brennt überall die schnellste Zeit in den Dirt, kann sich da noch Fehler erlauben und gewinnt immer noch mit über einer Minute Vorsprung. Dahinter folgte wenig überraschend Dieter Rudolf, neben Michael Walkner unser bester Hardendurist, dem das Geläuf beim Mountainenduro und die anspruchsvollen Test entgegen kamen. Michael Feichtinger gewann das Bruderduell vor Walter Feichtinger und komplettierte das Podest. Bei den Junioren ging es noch enger zur Sache. Klaus Bischof setzte sich mit 4 Sekunden Vorsprung vor dem ungarischen Gaststarter Roland Liszka und Thomas Hecher durch. Die Klasse Junioren ist generell extrem eng beisammen. Die ersten 6 Fahrer liegen innerhalb einer halben Minute bei fast einer halben Stunde Sonderprüfungszeit! In der ÖM Jugend hingegen gewann Valentino Hutter überlegen vor Luca Kropitsch und Jonas Ederer.

Fazit:

Ein sehr spektakuläres Rennwochenende mit perfektem Wetter, Riesen Rahmenprogramm und gewaltiger Aufwand mit LiveStream und LiveTiming, verschiedenen SPs aber auch sehr fordernd. Und einem DJ der hoffentlich im nächsten Jahr nach 22:00h nicht mehr das ganze Fahrerlager beschallt �

Alle Infos, Ergebnisse etc. unter: Endurocup

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Bericht vom 05.07.2022 | 1.005 Aufrufe

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