Erfolgsmodell neu mit Onroad-Fokus - Neue Suzuki V-Strom 800

Setzt Suzuki den Erfolg der V-Strom auf der Straße fort?

Nach der sehr erfolgreichen V-Strom 800DE, neben der GSX-8S das zweite Motorrad mit dem neuen 800er Mittelklasse-Motor, bringt Suzuki nun auch eine straßenorientierte Variante der Reiseenduro auf den Markt. Hat sie das Zeug den Erfolg ihrer Schwester fortzuführen?

Dieser Erfolg der Suzuki V-Strom 800DE ist nicht nur so dahingesagt, denn schon die gesamte Saison über zeigt Suzukis neue Mittelklasse Reiseenduro immer wieder auf. Selbst den begehrten Titel des Alpen Master der Zeitschrift MOTORRAD konnte sie sich überraschenderweise sichern, und das gegen deutlich stärkere Konkurrentinnen wie der Ducati Multistrada V4 S oder Yamaha Tracer 9 GT+. Wird mit der DE (Dual Explorer) jedoch vermehrt auf den Offroad-Einsatz gezielt (Bereifung, Elektronik, Federwege und Bodenfreiheit), steht mit der V-STROM 800 nun eine neue Version des Erfolgsmodells bereits in den Startlöchern, welches sich eindeutig in Richtung Straße orientiert.

Druckvoller Motor bleibt der Star der V-Strom - Suzuki V-Strom 800

Auch die V-STROM 800 wird von Suzukis neuem Parallel-Twin mit 776 ccm mit Hubzapfenversatz angetrieben. Das Aggregat leistet mit 84 PS und 78 Nm Drehmoment wird unverändert aus der DE übernommen, was gut ist. Denn dieser Motor war einer der Hauptgründe für die große Beliebtheit der 800er V-Strom bei Journalisten und Endkunden. Dank der 270-Grad-Zündfolge schafft es der Reihenzweier schon bei niedrigen Drehzahlen viel Drehmoment zur Verfügung zu stellen und schiebt bis zur Drehzahlmitte mächtig an. Diese Charakteristik hat sich sowohl im losen Gelände als auch in alpinen Kehren bewährt. Auch die Gasannahme und Leistungsentfaltung ist sehr gut gelungen. Zwei Ausgleichswellen minimieren Vibrationen, der Motor eignet sich also ausgezeichnet für ein straßenorientiertes Tourenfahrzeug.

Der Unterschied zwischen V-Strom 800 & V-Strom 800DE

"Never change a running system", dachte sich Suzuki wohl auch bei der V-Strom 800, denn der Großteil der Komponenten wurden ident von ihrer DE-Schwester übernommen. Der offensichtlichste Unterschied liegt bei den Raddimensionen. Die V-Strom 800 setzt, wie auch viele andere Adventure Bikes, auf ein 19-Zoll Vorderrad und 17-Zoll Hinterrad. Die Felgen sind siebenspeichige Gussfelgen und bekommen ab Werk Dunlop Reifen aufgezogen. Um ihr am Asphalt mehr Agilität zu verleihen, wurde der Radstand der V-Strom 800 von 1.570 auf 1.515 mm gekürzt und der Lenkkopfwinkel um 2 Grad steiler (64°). Gleichzeitig wächst der Nachlauf um 10 mm auf 124 mm. Kleine Änderungen gab es auch bei der Bremserei. Hier setzt Suzuki auf die gleichen 310er Doppelscheiben an der Front und eine 260 mm Bremsscheibe am Heck, doch das Nissin Bremssystem packt nun vorne mit einer radialen Vierkolbenbremszange zu, um die 223 kg der Suzuki abzufangen. Auch diese Gewichtsangabe ist neu, denn laut Suzuki hat die V-Strom im Vergleich zu ihrer geländegängigen Schwester um 7 kg abgespeckt. Man fragt sich, wo Suzuki diese Kilogramm gefunden hat, denn sie behält den 20 Liter fassenden Tank und die meisten gewichtsrelevanten Bauteile. Und obendrein liegt das Gewicht auch tiefer, denn der Straßen-Variante der 800er V-Strom wurden die Federwege um 70(!) mm gekürzt, was auch die Sitzhöhe gehörig senkt. Statt auf 855 mm liegt der Sattel nun auf 825 mm Höhe.

Die Elektronik bleibt, inklusive Ride-by-Wire-Drosselklappensystem, individueller Anpassung der Drehmomentcharakteristik, drei Fahrmodi, Low RPM Assist, serienmäßigen Quickshifter und dreistufigem Suzuki Traction Control System (STCS), gleich, was den letzten Unterschied zwischen DE und V-Strom 800 noch überraschender macht: Sie wird nämlich günstiger.

Preissenkung bei der Suzuki V-Strom 800

In Österreich wird die V-Strom um 1.300 € günstiger, in Deutschland sind es 900 € und in der Schweiz 1'000 CHF. Hier findet ihr alle aktuellen Preise der Suzuki V-Strom 800 in Österreich, Deutschland und der Schweiz.

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Bericht vom 10.10.2023 | 18.021 Aufrufe

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