Das russische Kettenmotorrad - der HOMYAK

Der wohl schwerste Hamster der Welt

Wer Ideen hat und dazu noch das nötige handwerkliche Geschick, sollte sich den Nike-Slogan zu Herzen nehmen: JUST DO IT. Das hat sich wohl auch der Russe Eduard Luzyanin gedacht, als er sein Monotrack Kettenfahrzeug baute. Im Übrigen: Der einschüchternde Name HOMYAK hat eine süße Bedeutung: Hamster.

Was wäre euer erster Gedanke, wenn ihr in einer Scheune ein Schneemobil und einen alten 150 Kubik Motor eines chinesischen Rollers findet? Wenn die Antwort eine Kombination aus beiden wäre, dann Glückwunsch! Denn das war die Idee des Tüftlers Eduard Luzyanin, der dieses Gefährt designed und geschaffen hat.

Die technischen Eigenheiten des Hamsters

Wie man gut auf den Fotos erkennen kann, verfügt der HOMYAK über eine starre Kette, die keinerlei Möglichkeit zum Lenken gibt. "Kurven" sind deshalb eine Herausforderung, die sich am besten auf losem Untergrund, wie Sand, bewerkstelligen lassen. Mit ein wenig Gewichtsverlagerung kann man andere Richtungen ansteuern, wobei die größte Herausforderung auf Asphalt liegt. Wie das aussieht, findet ihr im Video, das wir Euch in den Bericht eingebettet haben.

Aufgrund der robusten Konstruktion aus Stahlrohren, kann dieser Hamster nicht gerade als Leichtgewicht bezeichnet werden. Trotz seiner kompakten Größe bringt er 85 Kilogramm auf die Waage, kann aber dank seinen Ausmaßen leicht im Kofferraum eines Autos transportiert werden - so Eduard. Die theoretische Höchstgeschwindigkeit liegt bei 43 km/h, doch der Entwickler empfiehlt eine maximale Geschwindigkeit von circa 20 km/h. Schließlich ist der HOMYAK vollkommen ungefedert unterwegs. Dafür kann man sich über einen geringen Verbrauch freuen: Pro Stunde genehmigt sich der Einzylinder einen Liter Benzin, was in Kombination mit dem 10 Liter Tank lange Fahrzeit garantiert. Sollte das nicht reichen, wurde am Heck ein zusätzlicher Kanister mit 5 Liter Volumen montiert.

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Dem Hamster 2.0 wurde das Drehen beigebracht!

Mit dem ersten Entwurf war das Projekt für den Tüftler eigentlich abgeschlossen. Doch die positive Resonanz auf seinen ersten Entwurf zwang Eduard Luzyanin zur Weiterentwicklung. Deshalb zeigte er Anfang des Jahres seinen HOMYAK 2.0, der auf den ersten Blick ziemlich unverändert wird. Bei genauerem Hinsehen sieht man jedoch die großen Unterschied: Zwei separate Ketten. Deshalb kann der weiterhin 85 Kilogramm schwere Hamster sogar Kurven fahren, indem man die gewünschte Seite einfach verlangsamt. Wie bei einem echten Panzer - nur eben deutlich kleiner.

Eduard Luzyanin und sein HOMYAK 2.0 | Foto: zen.yandex.ru
Eduard Luzyanin und sein HOMYAK 2.0 | Foto: zen.yandex.ru

Ursprünglich war nie der Plan, mit dem HOMYAK nie in Produktion zu gehen. Die Rufe nach Kundenfahrzeugen wurden aber so laut, dass Luzyanin nun in Kleinserie produziert. So kann der Hamster jetzt auf Vorbestellung für 200.000 Rubel (circa 2.200 Euro) gekauft werden.

Bericht vom 16.04.2021 | 41.782 Aufrufe

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